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Die erneut aufgeflammte Hoffnung, dass die US-Attacken auf den Iran bald enden und dadurch eine relative Ruhe einkehrt, die den Ölpreis deutlicher zurückbringt, befeuerte zuletzt zwar den Aktienmarkt. Aber bei Silber tut sich wenig, die Bullen haben hier noch nichts erreicht. Warum?
Das könnte unter anderem daran liegen, dass man sich nicht zu Unrecht fragt, was denn konkret ein bullischer Impuls für das Edelmetall sein könnte: Eine Eskalation der Lage in Nahost, die die Suche nach vermeintlich „sicheren Häfen“ reaktiviert und wieder Kapital in die Edelmetalle leitet? Oder im Gegenteil eine Befriedung der geopolitischen Situation, die Anleger ermutigt, grundsätzlich wieder mehr Geld in die Börsen zu investieren, sodass Silber dann einfach mit anderen Assets „mitschwimmen“ könnte?
Das ist bei den Edelmetallen immer eine offene Frage. In den vergangenen Monaten war es eher die zweite Variante, die „gezogen“ hat, denn Silber und die anderen Edelmetalle liefen meistens mit der Tendenz der Aktienmärkte mit. Nur in dieser Woche funktioniert das bislang nicht. Ob Dow Jones oder DAX, dort ging es kräftig voran, bei Silber eher nicht. Wo klemmt es?
Expertenmeinung: Zum einen an den Ansprüchen in Bezug auf das, was einige mittlerweile bei Silber als eine „kräftige“ Bewegung ansehen. Denn so ganz abseits stand der Silberpreis ja nicht. Ja, der Anstieg in den ersten drei Tagen dieser Vor-Osterwoche wirkt im Chartbild mager, aber faktisch ist das in diesen drei Tagen erzielte Plus von acht Prozent ja gar nicht so wenig. Das Problem ist indes, dass das in Relation zu den dynamischen Bewegungen der Ende Dezember begonnenen „Extremphase“ des Silberpreises als ungewöhnlich wenig anmutet. Das könnte sich indes ändern, wenn zwei Dinge gelingen sollten:
Zum einen müsste Silber aus der derzeitigen Auffangzone in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage herauslaufen. Die „binden“ den Kurs aktuell und dienen, nachdem es mit Ach und Krach gelang, die wichtige Supportlinie bei 64 US-Dollar zu verteidigen, jetzt als Widerstand. Dann wäre sofort die Chance auf einen richtungweisenden Impuls entweder durch einen Bruch eben dieser erst einmal gehaltenen Unterstützung bei 64 US-Dollar oder durch einen Ausbruch über die aktuell bei 91,50 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie vorhanden.

Zum anderen müssten die spekulativen Trader zurückkehren, die entscheidend dafür waren, dass Silber in den vergangenen Monaten derart dynamische Bewegungen vollzog. Dabei dürfte Ersteres Letzteres vermutlich auslösen. Was es also erst einmal bräuchte, wäre ein erstes „Anschieben“ des Kurses durch ein Verlassen dieser aktuell zwischen 71,00 und 78,35 US-Dollar verlaufenden Zone der vorgenannten, gleitenden Durchschnitte. Käme es dazu – und dazu können, müssen aber nicht zwingend neue Impulse von der Nachrichtenseite beitragen – dürfte auch wieder der zuletzt vermisste Schwung in den Silberpreis zurückkehren.
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