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 Siemens Aktie Prognose

Siemens: Kaufen, halten … oder verkaufen?

News: Aktuelle Analyse der Siemens Aktie

13.02.2026 | 08:16 Uhr
In diesem Artikel
Siemens
ISIN: DE0007236101
|
Ticker: SIE --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Siemens Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 lief bei Siemens besser als seitens der Analysten erwartet. Die Reaktion am Aktienmarkt: Die Aktie erreichte neue Rekorde. Das Problem: Die hielten nicht vor, die Aktie gab die Gewinne wieder ab. Was tun?

Der Siemens-Konzern meldete am Donnerstag für das erste Quartal des am 1.10. begonnenen Geschäftsjahres 2025/2026 einen Umsatzanstieg um acht Prozent (nicht währungsbereinigt kam man da indes nur auf vier Prozent) auf 19,1 Milliarden Euro, was in etwa dem Konsens der Analystenschätzungen entsprach. Beim Auftragseingang lag man indes mit einem Zuwachs um zehn (nicht währungsbereinigt sieben) Prozent auf 21,4 Milliarden etwas über dem von Siemens selbst ermittelten Schnitt der Analystenprognosen. Grundsätzlich waren das also gute Ergebnisse.

Noch besser lief es mit dem Gewinn nach Steuern, sprich dem Nettogewinn: Der lag mit 2,0 Milliarden Euro solide über dem des Vorjahreszeitraums, wenn man den damaligen Sondereffekt in Form des Erlöses aus dem Verkauf des Elektromotoren-Herstellers Innomotics berücksichtigt. Und er rangierte nicht minder solide über der durchschnittlichen Prognose, die nur bei 1,6 Milliarden Euro lag.

Siemens befand dieses Zahlenwerk als gut genug, um den Ausblick auf das Gesamt-Geschäftsjahr anzuheben. Jetzt sieht man das Umsatzwachstum am oberen Ende der bislang genannten Spanne zwischen sechs und acht Prozent. Zudem wurde die Prognose für den Gewinn pro Aktie, bislang bei 10,40 bis 11,00 Euro angesiedelt, auf eine Spanne zwischen 10,70 und 11,10 Euro angehoben. Zweifellos ebenso eine gute Nachricht, aber:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Siemens Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Darauf reagierte die Aktie ja zunächst auch, so dass man sich durchaus fragen konnte, ob die Bullen ihr Pulver damit nicht großenteils verschossen haben. Denn diese Aufwärtskorrektur der erwarteten Gewinnspanne betrug ja, wenn man das Mittel nimmt, nur 20 Cent oder 1,8 Prozent. Alleine der gestrige Kurssprung fiel in der Spitze deutlich größer aus, was hieße: Die Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt jetzt höher als zuvor. Und die war vorher schon nicht „billig“:

Siemens Aktie: Chart vom 12.02.2026, Kurs 257,00 Euro, Kürzel: SIE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Aktie: Chart vom 12.02.2026, Kurs 257,00 Euro, Kürzel: SIE | Quelle: TWS

Nimmt man den Mittelwert der neuen Gewinnspanne bei 10,90 Euro, käme man aktuell auf ein KGV von 25. Das liegt ganz am oberen Ende der Range der letzten zehn Jahre. Und ja, Siemens betonte, dass der derzeitige Boom bei Rechenzentren das Wachstum unterstützt. Aber wirklich dynamisch geht es mit dem Gewinn ja nicht voran, damit wäre die Aktie mit einem KGV von 25 schon gut bewertet … und das KGV würde ja, sollte die Aktie bis zum Geschäftsjahresende weiter zulegen, noch weiter steigen.

Hinzu kommt, dass der Kurs mit seinem anfänglichen Anstieg auf das neue Rekordhoch von 275,75 Euro ein „Overshooting“ vollzog:  Er war am Tageshoch des Donnerstags nicht nur aus dem mittelfristigen, seit April 2025 laufenden, keilförmigen Trendkanal nach oben hinausgelaufen, sondern auch aus einem längerfristigen Kanal, der ab dem Herbst 2022 entstanden war. Das kann eine Rallye zwar kurzfristig befeuern, aber es deutet eben auch an, dass man bei den Bullen gerade dabei ist, die letzten Reserven zu mobilisieren.

Diesen Eindruck dürften auch diejenigen gewonnen haben, die am Donnerstag mit dem Beginn des US-Handels ab 15:30 Uhr begannen, in die Kursgewinne hinein auszusteigen. Was könnte man da jetzt selbst tun?

Neu einzusteigen, erscheint jetzt, nachdem der Markt auf diese Bilanz reagiert hat und erst einmal keine weiteren, kurstreibenden Zahlen anstehen, angesichts der bereits „satten“ Bewertung beim KGV und dieses Abverkaufs zum Handelsende riskant.

Halten könnte man die Aktie sicherlich, sollte dann aber bereit sein, einen Test der mittelfristig entscheidenden Supportzone 232/234 Euro, zusammengesetzt aus der April-2025-Aufwärtstrendlinie und der 200-Tage-Linie, mitzumachen. Erst, wenn diese Zone fallen sollte, wäre ein Ausstieg opportun. Aber das angesichts dieser gestrigen „Pleite“ für die Bullen einfach auszuschließen und mit vollen Beständen die Füße hochzulegen, dürfte keine gute Idee sein; ein Stoppkurs unterhalb dieser Schlüssel-Unterstützung wäre allemal angebracht.

Quellenangaben: Ergebnis 1. Geschäftsjahresquartal 2025/2026, 12.02.2026:
https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:0ef7b4f4-7186-43e9-ab4e-1117c2d1e1a4/2026-q1-earnings-release-de.pdf

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SIE.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.02.2026 um 19:59 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der Siemens Aktie

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In meinem letzten Beitrag zu Siemens hatte ich der Aktie noch neutrale Aussichten attestiert, doch das technische Gesamtbild hat sich in den vergangenen Tagen spürbar verbessert. Die Bullen konnten in dieser Woche erneut die wichtige 50-Tage-Linie verteidigen – ein positives Signal, das auf zunehmende Kaufbereitschaft in der Siemens-Aktie hindeutet.

Viel fehlt nun nicht mehr, und es verdichten sich die Anzeichen, dass der obere Widerstandsbereich in Kürze überwunden werden könnte. Der Trend befindet sich zwar offiziell noch in einer neutralen Phase, doch die Struktur entwickelt sich zunehmend zugunsten der Käuferseite.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Technologiekonzern konnte im Juni nicht an die Anstiege der Vormonate anknüpfen. Die Siemens-Aktie setzte stattdessen ihre Seitwärtsbewegung fort und befindet sich somit weiterhin in einer neutralen Trendzone.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Das war eine Bilanz, die „passte“: Siemens verzeichnete im ersten Kalenderquartal 2025 ein über der durchschnittlichen Prognose liegendes Wachstum. Was nicht passte, war die Aktie, denn die kam trotzdem unter Druck. Doch ein Aspekt hält den Bullen weiter die Tür auf.

Das zweite Quartal des bei Siemens immer am 1. Oktober beginnenden Geschäftsjahres war fraglos ein unerwartet gutes. Der Umsatz legte um 6 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro zu (Analystenprognose 19,2 Mrd.). Die Gewinnmarge stieg unerwartet stark um 2,9 auf 16,9 Prozent. Und der Nettogewinn kletterte um 11 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. All das war besser als im Vorfeld geschätzt, aber das galt nicht nur für den Blick zurück.

Der Auftragseingang stieg um 9 Prozent auf 21,6 Milliarden Euro, die Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Auftragsplus von 2 Prozent gerechnet. Die „Book-to-Bill-Ratio“, d. h. das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz, liegt dadurch mit 1,1 solide vorne und sichert vorerst weiteres Wachstum.

Angesichts derart positiver Ergebnisse mag es überraschen, dass die Aktie die Rallye mit dem Ziel der Rückkehr bzw. des Überbietens des bisherigen Verlaufrekords vom 6. März bei 244,85 Euro nicht fortsetzte, sondern nachgab. Aber so ganz jeder Logik entbehrt das nicht.

Expertenmeinung: Zwar kann man eher nicht vermuten, dass die Erwartungen der Trader so weit über den Schätzungen der Experten lagen, dass selbst diese Zahlen schlechter waren als das, womit man im bullischen Lager gerechnet hatte. Aber die Frage stellt sich, ob diese Ergebnisse gut genug waren, um auf Sicht der nächsten Monate höhere Kurse bzw. neue Rekordhochs zu unterfüttern. Und da kommt die Gesamt-Geschäftsjahresprognose des Konzerns ins Spiel.

Denn Siemens behielt den bisherigen Ausblick trotz dieser sehr überzeugenden Ergebnisse bei. Dieser avisiert einen Umsatzzuwachs im am 30.9. endenden Geschäftsjahr zwischen 3 und 7 Prozent und einen Gewinn pro Aktie auf „like-to-like-Basis“, d. h. ohne Berücksichtigung der Erlöse aus dem Verkauf von Innomotics, zwischen 10,40 und 11,00 Euro. Da eben dieser Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2023/2024 bei 10,38 Euro lag, bleibt es bei einer eher vorsichtigen Prognose. Zumal Siemens im Quartalsbericht betonte, dass man diesen Ausblick „trotz gestiegener Unsicherheit im wirtschaftlichen Umfeld“ beibehält. Und das, obwohl der im berichteten Quartal eingefahrene Gewinn pro Aktie mit 3,00 Euro eigentlich den Anschein erweckt, dass da jetzt locker mehr erreichbar sein müsste.

Das klingt nicht so, als wäre Siemens sich sicher, dass das zweite Geschäftsjahreshalbjahr so rund laufen wird wie das erste. Und das trifft auf eine Bewertung, die auf derzeitigem Kursniveau mit einem KGV von 19,8 eher hoch ist (wobei da schon das obere Ende der Gewinnprognose gerechnet wird), denn die Aktie stieg eben noch schneller als der Unternehmensgewinn. Dass da nach dieser Rallye der vergangenen Wochen zumindest eher kurzfristig ausgerichtete Trader die Gelegenheit nutzen, Kasse zu machen, wundert also eher nicht, aber:

Der Chart zeigt, dass die Siemens-Aktie einen Gutteil der Abschläge des gestrigen Handelstages wettmachen konnte, nachdem am Tagestief die zum Wochenstart als Reaktion auf die Senkung der gegenseitigen Zölle USA/China entstandene Kurslücke geschlossen wurde.

Siemens Aktie: Chart vom 15.05.2025, Kurs 221,85 Euro, Kürzel: SIE | Online Broker LYNX
Siemens Aktie: Chart vom 15.05.2025, Kurs 221,85 Euro, Kürzel: SIE | Quelle: TWS

Dieser „Gap Close“ und der Umstand, dass die Aktie über dem Eröffnungskurs aus dem Handel ging, wiegen schwerer als das am Ende verbliebene, eher kleine Minus. Sollte Siemens doch noch unter das gestrige Tagestief bei 214,20 Euro rutschen und auch darunter schließen, wäre diese Tür, die sich die Bullen gestern selbst offenhielten, zwar doch erst einmal wieder zu. Aber das Wochen-Verlaufshoch bei 226,95 Euro bleibt damit in Reichweite. Und gelingt es, darüber zu schließen, wäre das „Projekt Rekordhoch“ umgehend wieder brandaktuell.

Quellen:
Ergebnis des 2. Geschäftsjahresquartals 2024/2025, 15.05.2025: https://assets.new.siemens.com/siemens/assets/api/uuid:c9827e8f-8a1a-4101-9f64-0dc8130661e6/2025-q2-press-release-de.pdf

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Mischkonzern lieferte im letzten Halbjahr an der Börse ein solides technisches Gesamtbild. Die Kurse der Siemens-Aktie kletterten von einem Hoch zum nächsten, und gleichzeitig zeigte sich eine stabile Folge von höheren Tiefs. Diese Abfolge von höheren Tiefs wurde erstmals am 31. März unterbrochen.

Zwar konnten die Bullen die Ebene noch zwei weitere Tage lang verteidigen, doch spätestens mit dem klaren Bruch des Bodens bei 213,10 EUR wäre es ratsam gewesen, etwaige Gewinne zu realisieren. Dies dachten sich wohl auch zahlreiche Anleger, die sich mittlerweile von der Aktie trennten. Mittlerweile wurde der gesamte Anstieg des letzten Halbjahres zunichtegemacht.

Expertenmeinung: Wieder einmal zeigt sich, wie entscheidend es ist, seine Positionen durch Stopps abzusichern. Es gibt keine absolut sicheren Aktien, und in Crash-Situationen kann nahezu alles passieren. Problematisch wird es, wenn man keine Absicherung hat und in Folge von Panik erst auf Tiefpunkten reagiert – und damit möglicherweise zum ungünstigsten Zeitpunkt verkauft.

Bei Siemens könnte es einige Wochen dauern, bis sich ein stabiler Boden ausbildet. Aktuell befinden sich die Kurse unterhalb der 200-Tage-Linie. Erst wenn zumindest diese zurückerobert wird, dürfte sich die Lage etwas entspannen.

Aussicht: BÄRISCH

Siemens Aktie: Chart vom 07.04.2025, Kurs: 181,56 EUR Kürzel: SIE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Siemens Aktie: Chart vom 07.04.2025, Kurs: 181,56 EUR Kürzel: SIE | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.