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Der deutsche Aktienmarkt wackelt. Anleihen geben massiv nach, dafür steigt der Ölpreis. Viele Aktien bewegen sich in intakten Abwärtstrends, Ausbruchsversuche nach oben werden rarer. Da sticht die SAP-Aktie, die sich auffällig stabil hält, hervor. Könnte da eine Chance entstehen?
Als SAP im Verein mit sehr vielen anderen Software-Aktien Ende Juli auf einmal wieder anzog, lief sie wochenlang wie an der Schnur gezogen höher. Aber eine Kaufwelle hält nie ewig vor, sogenannte „Verschnaufpausen“ sind völlig normal. Bei SAP dauert die allerdings schon seit Mitte August an, sodass mancher Anleger womöglich bereits zu dem Schluss kam, dass das Potenzial auf der Oberseite jetzt ausgereizt ist.
Aber eine Seitwärtsbewegung, die einen Rallye-Schub konsolidiert, muss nicht als Toppbildung enden. Sie kann durchaus auch nach oben verlassen werden und den Aufwärtsimpuls in ein „zweites Bein“ führen. Und so ganz abwegig wäre das bei der SAP-Aktie nicht, denn mit dieser Seitwärtsbewegung weist sie aktuell zum Gesamtmarkt relative Stärke aus. Ein Aspekt, der mehr Aufmerksamkeit auf die Aktie lenken kann … und ihr auch zu einem Ausbruch nach oben verhelfen könnte, sofern die Trader dafür gute Argumente in die Hand bekämen. Und grundsätzlich gäbe es die.
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Expertenmeinung: SAP war ab Herbst 2023 eine Aktie, von der viele glaubten, dass man sie jederzeit und zu jedem Preis kaufen könne. Als der Kurs Anfang 2025 bei 283,50 Euro sein Allzeithoch markierte, war die Aktie dadurch massiv überbewertet … was sie aber jetzt nicht mehr ist, auch noch nicht nach dem deutlichen Aufwärtsimpuls des Sommers. Auf Basis der aktuellen, durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten für das laufende Jahr käme SAP derzeit auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 26. Da die Analysten dem Software-Konzern für die kommenden zwei Jahre ein Gewinnwachstum um jeweils 15 Prozent zutrauen, wäre diese Bewertung noch eher günstig.
Zwar sehen die Experten die Bäume hier nicht in den Himmel wachsen, das durchschnittliche Kursziel liegt mit aktuell knapp 210 Euro nicht exorbitant über dem aktuellen Kursniveau. Und was die beeindruckende Zahl an „Kaufen“-Einstufungen angeht (24 von 28 Analysten werten so), sollte man nicht vergessen, dass die Aktie im Sommer noch deutlich niedriger notierte und viele dieser Ratings damals erfolgten, aber:
In einem Umfeld, in dem es mit vielen Branchen, die sonst von Anlegern gesucht sind (Automobilindustrie, Chemie, Immobilien u. a.), abwärts geht, in dem steigende Ölpreise für Verunsicherung sorgen und der Gesamtmarkt wacklig wirkt, hätte die Software-Branche insgesamt und SAP im Besonderen durchaus die Chance, zum „Einäugigen unter den Blinden“ zu werden und Anlegerkapital anzuziehen.
Zwar ist die Zone, an bzw. unter der die SAP-Aktie derzeit seitwärts läuft, ein nicht zu unterschätzender Widerstandsbereich (187 bis 203 Euro). Aber sollte sich der Kurs in und über diesen Bereich in Marsch setzen, wäre es keineswegs abwegig, dass er dann noch ein gutes Stück in Richtung des nächsten charttechnischen Widerstands weiterläuft, der bei 219,40 Euro warten würde.
Die Chance, dass SAP auch und gerade wegen des momentanen Mangels an aktiv bullischen Aktien anzieht, ist da. Sicher davon auszugehen, dass es so kommt, wäre indes in diesem Marktumfeld leichtsinnig. Wer hier über den Einstieg oder einen Zukauf nachdenkt, sollte besser vollendete charttechnische Tatsachen abwarten. Im Gegenzug gälte es, die Unterstützung bei 173,24 und die 200-Tage-Linie bei momentan 165,70 Euro im Auge zu behalten: Sollten diese beiden Auffanglinien fallen, wäre die Chance auf einen Ausbruch nach oben erheblich eingetrübt.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.10.2026 um 21:15 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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