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SAP Aktie Prognose SAP: Hier sollten sich die Bullen etwas von den Bären abgucken

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

In diesem Artikel
SAP
ISIN: DE0007164600
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Ticker: SAP --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SAP Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Man müsste ins Jahr 2014 zurückgehen um eine längere Phase zu finden, in der die SAP-Aktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 20 aufwies. Jetzt ist es wieder soweit. Und das, obwohl die Aktie unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele notiert. Kaufen?

Den Bullen wird ja nachgesagt, dass sie wild und mutig (bzw. leichtsinnig) voranpreschen, während die Bären im Verborgenen auf ihre Gelegenheit lauern und erst zuschlagen, wenn sie erkennen, dass sie ihre Beute ohne große Gefahr erlegen können. Davon mal abgesehen, dass das Plattitüden sind und, wie so vieles an der Börse, nichts mit einem platten Spruch korrekt beschrieben ist, hätte die Eigenschaft, in aller Ruhe abzuwarten, bis der rechte Moment gekommen ist, etwas für sich. Vor allem, wenn es um die SAP-Aktie geht.

Denn hier geht es nur mit Geduld. Wer in den vergangenen Monaten sicher war, dass die Aktie jetzt nicht mehr allzu viel tiefer fallen könnte und in einem intakten Abwärtstrend antizyklisch zugriff, verbrannte sich die Finger. Richtig ist zwar, dass SAP eigentlich viel höher notieren könnte. Aber was hilft das, wenn sie es nicht tut?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SAP Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die im Januar losgetretene „KI-Angst“, d.h. die Sorge, dass der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz die Softwarebranche in Schwierigkeiten bringen werde, hat sich in den Ergebnissen der Softwareunternehmen im ersten Quartal zwar nicht bewahrheitet. Aber die Bären argumentieren mit einem „Totschlag-Argument“: „Noch nicht“, heißt es da. „Das kommt noch“. Eine Behauptung, die man nicht widerlegen kann.

Da hilft es eben nichts, dass SAP mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 20 ungewöhnlich günstig bewertet ist, in den Jahren zuvor hatte man bei KGVs von 40 und mehr noch kein Problem damit, immer weiter zu kaufen. Es hilft auch nichts, dass die Analysten diese „KI-Angst“ mehrheitlich nicht teilen, weshalb 23 von 27 Analysten SAP mit „Kaufen“ einstufen, das durchschnittliche Kursziel bei knapp 216 Euro liegt und der Kurs sogar deutlich unterhalb des niedrigsten aller Kursziele von 170 Euro notiert. Da hilft nur Geduld.

Geduld, bis das Chartbild dem bärischen Lager den Rückenwind nimmt, weil Hürden überwunden wurden, die normalerweise effektiv von den Short-Sellern verteidigt worden wären. Zwei Chartmarken springen da ins Auge:

SAP Aktie: Chart vom 18.05.2026, Kurs 147,86 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 18.05.2026, Kurs 147,86 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Zum einen die untere Begrenzung des Anfang 2025 etablierten Abwärtstrendkanals, derzeit bei knapp 171 Euro. Und darunter das Februar-Verlaufstief bei 159,60 Euro, das zurückzuerobern bislang gescheitert ist. Oberhalb dieser beiden Widerstandslinien wäre dann für das bullische Lager lohendes Aufwärtspotenzial bis an den Kreuzwiderstand aus Juli 2025-Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie bei 190 Euro gegeben. Aber eben erst, wenn diese beiden im Weg liegenden Bremsmarken aus dem Weg geräumt sind. Das abzuwarten, mag Geduld erfordern. Eine Eigenschaft, die man den Bullen abspricht … aber clevere Bullen lernen eben auch vom Gegner, diese Fähigkeit sollte man sich, nicht nur in Bezug auf SAP, von den Bären abschauen.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.05.2026 um 22:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der SAP Aktie

24.04.2026

SAP: Im freien Fall oder kurz vor dem Comeback? — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.04.2026 um 11:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vom Börsenliebling zum KI-Verlierer. Steckt SAP wirklich in der Krise? Was sagen die Zahlen und wie sieht die Prognose aus?

Vom Börsenstar zum Sorgenkind

SAP hat einen in der Firmengeschichte nahezu beispiellosen Kurssturz hinter sich. Innerhalb kürzester Zeit ist der Kurs von über 280 auf 140 Euro kollabiert.
Gerade wurde die Aktie noch gefeiert, da die Umstellung auf die Cloud erfolgreich gemeistert und der Cashflow stark gestiegen war. Doch plötzlich drehte das Sentiment und SAP wurde als KI-Verlierer abgestempelt.

Ob das wirklich der Realität entspricht, wird wohl erst die Zukunft sicher zeigen. Doch es gibt eine ganze Reihe von Argumenten, die dagegen sprechen.

SAP sitzt auf den Kerndaten von Unternehmen wie Finanzen, Lieferketten, HR, Produktion. KI braucht Daten. Wer die Daten hat und versteht, hat einen deutlichen Vorteil gegenüber KI-Wettbewerbern, die auf diese Unternehmensdaten keinen Zugriff haben.

Darüber hinaus sind die Wechselkosten außerordentlich hoch. SAP-Migrationen können Jahre dauern und Unsummen verschlingen. Selbst wenn ein KI-Konkurrent theoretisch bessere Lösungen bietet, werden Unternehmen nicht einfach wechseln.

KI-Debatte: Bedrohung oder Chance?

Ein weiterer Punkt sind Regulierung und Compliance. Gerade in Deutschland und Europa müssen ERP-Systeme strenge Compliance-Anforderungen erfüllen (GoBD, DSGVO, Steuerrecht etc.). Das macht es für neue KI-Anbieter sehr schwer, SAP einfach zu ersetzen.
Auf Kundenseite steht man immer vor der Frage, ob bei einem möglichen Wechsel alle Vorschriften erfüllt werden.

Mit Joule (dem eigenen KI-Copiloten) und der Integration von Partnern wie Microsoft/OpenAI baut SAP KI direkt in seine Produkte ein. KI agiert, egal ob die eigene oder von Wettbewerbern, also vor allem auf der Basis von SAP-Produkten und nicht als Ersatz.

Neue KI-Features wie automatisierte Buchhaltungsprozesse, prädiktive Lieferkette oder autonome Einkaufsentscheidungen kann SAP als Premium-Module verkaufen. Daher könnte man ebenso gut argumentieren, dass SAP ein KI-Gewinner sein wird, da sich dadurch Upselling-Chancen ergeben.

Die Bärenseite wird ebenfalls ihre Argumente haben. Bisher schlagen sich die Theorien zum Untergang von SAP jedoch nicht in den Zahlen nieder. Das haben die heutigen Quartalszahlen erneut belegt.

Auftragsbestand steigt

Der Umsatz konnte um 6 % auf 9,56 Mrd. Euro gesteigert werden. Ohne negative Währungseffekte hätte das Plus bei 12 % gelegen.
Gleichzeitig hat sich die operative Marge von 27,2 auf 30,0 % erheblich verbessert, was zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses um 17 % auf 2,87 Mrd. Euro geführt hat. Ohne negative Währungseffekte wäre der Gewinn sogar um 24 % gestiegen.

Das Nachsteuerergebnis kletterte um 19 % auf 2,00 Mrd. Euro und der Gewinn je Aktie um 20 % auf 1,72 Euro je Aktie.

Die wichtigste Neuigkeit dürfte aber sein, dass der Auftragsbestand im Cloud-Geschäft („current cloud backlog“) um 25 % auf 21,9 Mrd. Euro gestiegen ist.

Dabei handelt es sich um den aus Cloudverträgen in den nächsten 12 Monaten zu erwartenden Umsatz. Das gibt dem Unternehmen und Investoren eine hohe Sichtbarkeit und Planbarkeit.

Erstaunlicherweise wurde die Prognose nach den überraschend starken Quartalszahlen und dem hohen Auftragsstand nur bestätigt. Das scheint derzeit bei den meisten Unternehmen die Herangehensweise zu sein.
Selbst wenn die Erwartungen deutlich übertroffen wurden, hält man sich zurück – vermutlich aufgrund der geopolitischen Lage und der schwer vorhersehbaren makroökonomischen Bedingungen.

Ausblick und Bewertung

Der Ausblick von SAP kann sich dennoch sehen lassen. Die Cloud- und Softwareerlöse sollen im laufenden Geschäftsjahr um 12 – 13 % auf 36,3 – 36,8 Mrd. Euro steigen.
Das Cloudgeschäft soll ein währungsbereinigtes Wachstum zwischen 23 und 25 % und einen Umsatz von 25,8 – 26,2 Mrd. Euro erzielen.

Das Betriebsergebnis soll um 14 – 18 % auf 11,9 – 12,3 Mrd. Euro steigen und der freie Cashflow um 21 % auf 10 Mrd. Euro klettern.

Den Konsensschätzungen zufolge wird das Ergebnis um 14 % auf 6,98 Euro je Aktie steigen und ein neues Rekordniveau erreichen.
SAP kommt demnach auf ein KGVe von 21,3. In der Vergangenheit lag das KGV meist bei mehr als 30.
Auf FCF-Basis liegt der Multiplikator aktuell bei 17 und im langjährigen Durchschnitt bei 31.

SAP Aktie: Chart vom 24.04.2026, Kurs: 147,80 EUR – Kürzel: SAP | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 24.04.2026, Kurs: 147,80 EUR – Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Gelingt jetzt eine nachhaltige Rückkehr über 149 Euro, entspannt sich die Lage aus charttechnischer Sicht und es wäre eine Erholung in Richtung 160 oder 165 Euro denkbar.
Darüber käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal.

Fällt die Aktie jedoch unter 137 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

21.04.2026

SAP: Und was, wenn die Analysten recht hätten? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.04.2026 um 22:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass die Wachstumsdynamik bei SAP nachlässt, mag schon sein, darf aber eigentlich niemanden überraschen. Überraschend ist vielmehr das Ausmaß der Baisse dieser Aktie, wobei man die deutlich optimistischere Sicht der Analysten ignoriert. Könnte sich das ändern?

Gegenüber dem im Februar 2025 bei 283,50 Euro markierten Rekordhoch hatte sich der Kurs der SAP-Aktie im Verlauf dieses Monats glatt halbiert. Eine am Hoch ziemlich ambitionierte Bewertung wurde dadurch ungewöhnlich günstig: Für die durchschnittliche Gewinnprognose der Analysten von gut sieben Euro pro Aktie im laufenden Jahr läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis derzeit bei 21/22. Bei Software-Aktien liegt man im Schnitt um die 30, mal mehr, mal weniger, je nach Wachstumsperspektive. Aber knapp über 20, das ist untypisch.

Begründet wird das mit dem Argument, die KI werde an den Margen der Software-Unternehmen zehren, selbst dann, wenn sie – wie SAP es tut und viele andere Branchenkollegen ebenso – KI in ihre Systeme integriert. Aber muss das zu Umsatzschwund und Margendruck führen, egal, was passiert?

Noch weiß das niemand sicher. Wer wollte heute ernsthaft vorhersagen, wie sich die Marktlage und der Stand der Entwicklung in ein, zwei Jahren darstellt und wie die Kunden dann reagieren? Es ist eine Mutmaßung, die den Kurs immer weiter drückt, hier ebenso wie bei vielen anderen Software-Titeln rund um den Globus, und befeuert dadurch, dass man dem bärischen Lager bislang nicht das Gegenteil beweisen kann … mangels aktueller Zahlen. Und genau da wird es jetzt interessant.

Expertenmeinung: Denn am kommenden Donnerstag, den 23. April, wird SAP abends nach US-Handelsende mit dem Ergebnis des ersten Quartals aufwarten. Und dann dürften auch aktuelle Aussagen zur Auftragslage und der Perspektive für 2026 kommen, so, wie SAP sie sieht. Sollte da nichts anstehen, was die Bären erfreut, könnte das womöglich zu einem „Game-Changer“ werden, denn so ganz ohne Risiko ist die bislang ziemlich stetige Abwärtsbewegung nicht, alleine, weil sie so auffallend entgegen den Ansichten der Analysten läuft.

Von den 28 Analysten, die SAP derzeit regelmäßig einschätzen, stufen 22 die Aktie mit „Kaufen“ ein, der Rest sieht sie als haltenswert an, niemand rät zum Verkauf. Und es ist nicht nur so, dass das durchschnittliche Kursziel der Experten mit aktuell knapp 227 Euro sehr weit über dem derzeitigen Kurs liegt. Die Aktie schloss gestern sogar weit unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele von 170 Euro. Dort, bei den Experten, sieht man zwar auch das nachlassende Wachstumstempo. Aber keine schwere Krise durch KI. Und damit sollte das bärische Lager jetzt auf der Hut sein.

Sollte es gelingen, die Aktie klar über das Zwischenhoch des Freitags bei 159,40 Euro zu heben, wäre sie immerhin schon mal wieder in ihrer vorherigen, zwischen Ende Januar und Mitte März geltenden Handelsspanne zwischen 159,60 und 187,14 Euro. Ein mittelfristig positives Signal wäre zwar erst generiert, wenn die Aktie den Kreuzwiderstand zwischen 203 und 210 Euro überwindet. Aber sollte SAP auf diese übermorgen Abend erwarteten Quartalsergebnisse mit steigenden Kursen reagieren, wäre man hier vermutlich froh, nicht auf der Short-Seite zu stehen, denn derzeit wirkt es, als hätten die Bären den Bogen bereits ziemlich weit gespannt.

SAP Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs 150,20 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs 150,20 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

14.04.2026

SAP: Trendwende möglich? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.04.2026 um 6:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Monate liefen an den internationalen Börsen insbesondere für Softwarekonzerne alles andere als positiv. Während in den USA Titel wie Microsoft oder Oracle stark unter Druck gerieten, belastete die negative Stimmung auch die SAP-Aktie.

Das Papier konnte sich diesem Umfeld nicht entziehen. Der Abwärtstrend bleibt vorerst intakt, geprägt von tieferen Hochs und anhaltendem Verkaufsdruck. Bereits vor zwei Wochen wurde diese Struktur thematisiert, und bislang zeigt sich keine nachhaltige Veränderung. Gleichzeitig lassen sich erste Stabilisierungstendenzen erkennen. Vor allem die Entwicklung in den USA könnte nun eine Rolle spielen, da dort erste Gegenbewegungen bei großen Softwarewerten sichtbar werden. Diese könnten auch auf europäische Titel ausstrahlen und SAP kurzfristig unterstützen. Aus technischer Sicht rückt nun das gebrochene Tief von Ende März in den Fokus, das als erste relevante Hürde fungiert.

Expertenmeinung: Die Aktie befindet sich an einem wichtigen Punkt. Sollte der Sprung über das zuletzt gebrochene Tief gelingen, könnte sich die aktuelle Struktur etwas aufhellen und eine technische Erholung an Dynamik gewinnen.

Bleibt dieser Schritt aus, dürfte der übergeordnete Abwärtstrend weiter dominieren und weitere Verkaufsimpulse könnten folgen.

Aussicht: Bärisch

SAP Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 142.24 EUR Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 142.24 EUR Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

31.03.2026

SAP: Technischer Bounce möglich, aber… — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 31.03.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anfang Februar habe ich meine Aussichten auf den deutschen Softwarekonzern zurückgenommen und das Chartbild hat sich seither weiter eingetrübt. Zwar gelang es der SAP-Aktie zunächst, sich einige Wochen nahe der Unterstützungszone um 160 EUR zu stabilisieren, doch es fehlte an Anschlusskäufen.

Die Bullen konnten keine neuen Impulse setzen und mussten die Kontrolle zunehmend abgeben. In weiterer Folge wurde die Unterstützung aufgegeben und die Abwärtsbewegung setzte sich fort. Die Struktur bleibt klar negativ geprägt, mit einer Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Eine nachhaltige Verbesserung ist aktuell nicht erkennbar. Auffällig ist lediglich der inzwischen deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, der kurzfristig eine technische Gegenbewegung begünstigen könnte.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

23.03.2026

SAP: Die Letzten beißen die Hunde — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.03.2026 um 22:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Großteil der Analysten ist für SAP bullisch. Und selbst das niedrigste Experten-Kursziel liegt über dem derzeitigen Kurs der Aktie. Trotzdem fiel die Aktie auch am Freitag wie ein Stein. Das kann auf eine spannende Einstiegschance hinauslaufen. Aber noch ist es keine.

Wenn es um Argumente geht, warum ausgerechnet die SAP-Aktie, die 2023 und 2024 das Top-Zugpferd im DAX war, derart schnell und weit fällt, kommt immer die gleiche Antwort: „Verdrängungssorgen“ durch die KI. KI könnte Software-Systeme wie die von SAP in den kommenden Jahren weniger lukrativ machen, weil andere, schnellere, billigere Wege entstehen könnten, um zu leisten, was die SAP-Produkte leisten. Ob es wirklich so kommt, ist nicht sicher. Wie stark dieser Effekt dann sein könnte, erst recht. Hinzu kommt, dass dieses Argument den Kurs ja mittlerweile schon mehrfach in Abwärtsschübe gedrängt hat, ohne dass neue, die Argumentation verstärkende Aspekte hinzukamen.

Darüber hinaus argumentieren nicht wenige Analysten, dass die KI-Fortschritte auch für die Softwarebranche von Vorteil sein können. Sogar Nvidia-Chef Jensen Huang ist der Ansicht, dass dieser Verkaufsdruck bei Aktien des Software-Sektors nicht berechtigt sei. Gerade erst vor drei Wochen sagte er, dass Unternehmen seiner Meinung nach KI-Agenten haben wollen, die innerhalb von bestehenden Systemen wie denen von Salesforce oder SAP arbeiten und diese ergänzen und aufwerten, so dass die Nutzung dieser Software-Plattformen eher steigen statt sinken dürfte. Der Blick auf den SAP-Chart zeigt:

SAP Aktie: Chart vom 20.03.2026, Kurs 153,82 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 20.03.2026, Kurs 153,82 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Denen, die es eigentlich wissen sollten, scheint man nicht zu glauben. Denn was sonst könnte diesen immensen Druck aufrechterhalten, der den SAP-Kurs am Freitag aus der vorherigen Bodenbildung nach unten heraus auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024 drückte?

Expertenmeinung: Es gäbe durchaus noch einen möglichen Grund: Die Schwäche der Aktie an sich. Nicht umsonst gibt es den alten Börsenspruch „die Hausse nährt die Hausse“. Das gilt für eine Baisse genauso. Trends erneuern sich quasi von innen heraus, weil trendfolgende Anleger und Handelssysteme die Positionen immer wieder erneuern und ausweiten, solange der Trend hält.

Es ist durchaus möglich, dass ein entscheidender Faktor dafür, dass SAP trotz bullisch gestimmter Analysten und Beschwichtigungen zum Thema „Verdrängung durch KI“ immer weiter nachgibt, in der bisherigen Schwäche liegt, denn an der Börse gilt: Die Letzten beißen die Hunde. Und das gilt umso mehr, wenn zugleich am Terminmarkt Optionen abgerechnet werden, wie das am Freitag der Fall war.

Grundsätzlich agieren erfahrene Trader immer nach dem Prinzip „folge dem Trend“. Bei besonders starken Aktien hat man Long-Positionen, bei den schwächsten eines Index ist man auf der Short-Seite dabei. Damit fährt man in der Regel gut. Und ob eine Abwärtsbewegung rational unterfüttert ist oder nicht, spielt dabei eine kleine Rolle: Der Trend zählt, nicht das „Warum“. Aber wenn das so ist … dann könnte SAP ja immer und immer weiter fallen?

Theoretisch natürlich schon, die natürliche Grenze ist da wie immer die Nulllinie. Eine „ewige Baisse“ ist aber genauso unwahrscheinlich wie eine ewige Hausse. Irgendwann wird ein Punkt erreicht, an dem genug Bären sich sagen, dass es an der Zeit ist, den Gewinn einzustreichen … an dem andere bärische Trader zur Einschätzung gelangen, dass es auf diesem Niveau zu riskant ist, neu Short zu gehen … und an dem erste Anleger trotz des gegen sie laufenden Trends einstiegen, weil sie sich sagen: Jetzt ist das Risiko nach unten ausreichend niedriger als das Aufwärtspotenzial, um auch mal ins fallende Messer greifen zu können.

Oft ist zu beobachten, dass Verfalltermine an den Terminbörsen wie die große, Optionen und Futures umfassende März-Abrechnung am vergangenen Freitag starke Trends noch einmal intensivieren, der Druck dann aber, wenn große Adressen unter den Short-Sellern ihr Ziel durch die Abrechnung ihrer Positionen erreicht haben, erst einmal aufhört. Das muss nicht zwingend in eine Aufwärtswende führen, aber:

Bei SAP, die mittlerweile sogar ein gutes Stück unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele notiert, das derzeit bei 178,44 Euro liegt und bei der 25 von 29 Analysten eine „Kaufen“-Einschätzung ausgegeben haben, kann das jederzeit passieren. Nur: Es muss nicht. Eine Baisse läuft genauso aus sich selbst heraus weiter, wie es umgekehrt eine Hausse tun kann, daher wäre man gut beraten, ein entsprechendes Signal im Chartbild abzuwarten.

Derzeit könnte beispielsweise ein Anstieg über die Zwischenhochs vom Februar und damit zugleich eine Rückkehr in den Ende Januar nach unten durchbrochenen Abwärtstrendkanal ein zumindest kurzfristig bullisches Signal sein, das risikofreudige Trader mit entsprechend konsequenten Absicherungen als ein denkbares Startsignal einordnen könnten. Das wäre bei Closings über 180 Euro der Fall, aber: Eine solide Aufwärtswende wäre auch das noch lange nicht, Vorsicht bleibt hier auch über 180 Euro erste Trader-Pflicht!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

04.03.2026

SAP: Bodenbildung mit Chance auf mehr? — Achim Mautz

27.02.2026

SAP: Schützenhilfe vom Nvidia-CEO — Ronald Gehrt

09.02.2026

SAP: Enttäuschend oder nicht? Das ist die eigentliche Frage. — Tobias Krieg

04.02.2026

SAP weiter unter Druck — Achim Mautz

30.01.2026

SAP: Gute Zahlen … und ein Kursrutsch. Was passiert da gerade? — Ronald Gehrt

23.01.2026

SAP: Warum dreht die Aktie nicht endlich nach oben? — Ronald Gehrt

12.01.2026

SAP: Gelingt der Turnaround? — Achim Mautz

27.11.2025

SAP: Was ist das denn? — Ronald Gehrt

13.11.2025

SAP: Die Trendwende scheint vorerst gescheitert — Achim Mautz

24.10.2025

SAP: Damit bleibt die Tür nach oben offen — Ronald Gehrt