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SAP Aktie Prognose SAP: Ist das bereits die Wende?

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

In diesem Artikel
SAP
ISIN: DE0007164600
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Ticker: SAP --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SAP Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Die Ende letzter Woche vorgelegte Quartalsbilanz des Softwarekonzerns SAP reflektierte die „KI-Angst“ nicht, die seit Ende Januar zu einem immensen Sell-off bei Software-Aktien geführt hatte. Binnen drei Handelstagen ging es um 24 Prozent aufwärts. Ist das schon die Wende?

Da sollte man noch vorsichtig sein, denn auch wenn eine solche Rallye beeindruckend ist: Aus rein charttechnischer Sicht ist die Aktie zwar an die für eine Aufwärtswende entscheidenden Widerstandslinien gelaufen, aber noch nicht darüber. Und vor einem Sprung über diese Charthürden steht ein dickes „könnte“, denn:

Die Zahlen und Aussagen des Softwareriesen im Zuge der Bilanz stützten zwar nicht die für die vorherige Baisse der Software-Aktien verantwortliche Unterstellung, dass der KI-Boom der Branche massiv zusetzen werde. SAP implementiert KI sogar verstärkt in die eigenen Produkte, was für die Zukunft durchaus hoffen lässt. Aber das zweite Quartal an sich war in der Masse „nur“ wie erwartet ausgefallen.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro, das entsprach der mittleren Schätzung der Analysten. Auch der Gewinn pro Aktie lag mit 1,89 Euro im Rahmen der Schätzungen. SAP wächst, aber eben so, wie diejenigen, die sich mit dem Unternehmen befassen, es auch vermutet hatten. Die einzige positive Überraschung war also eigentlich, dass es in Sachen KI keine negativen Überraschungen gab. Reicht das, um eine mittelfristige Aufwärtswende zu generieren?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SAP Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wenn man sich ansieht, wie diejenigen Analysten reagierten, die seit der Bilanzvorlage am späten Donnerstagabend letzter Woche ihre Kursziele aktualisierten, sollte man das zumindest nicht als ausgemachte Sache ansehen. Denn da dominierten Kurszielsenkungen. Meist zwar nur leichte, aber immerhin. Derzeit ist die Mehrheit der Experten zwar weiterhin bullisch. Aber das vor wenigen Tagen noch meilenweit über dem letzten Kurs liegende durchschnittliche Kursziel kam jetzt erst einmal nicht weiter voran und liegt bei rund 200 Euro … vor drei Monaten lag es noch bei 245 Euro.

Jetzt, nach einer 24-Prozent-Rallye, wirken unmittelbar folgende weitere Kursgewinne daher nicht mehr wirklich zwingend. Daher ist es ebenso wenig zwingend, dass es der Aktie kurzfristig gelingen wird, die jetzt von unten angelaufene massive Widerstandszone zwischen 159,40 und 174,80 Euro zu überwinden.

SAP Aktie: Chart vom 28.07.2026, Kurs 159,24 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 28.07.2026, Kurs 159,24 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Dass bärische Trader jetzt gefährlicher leben, nachdem sich auch in dieser Quartalsbilanz keine Hinweise darauf fanden, dass die „KI-Angst“ so, wie sie am Markt gespielt wurde, aktuell berechtigt ist, mag sein. Aber solange die SAP-Aktie diese mittelfristige Aufwärtswende noch nicht vollzogen hat, sind Long-Positionen genauso risikobehaftet. Ein klares bullisches Signal im Chart abzuwarten, erscheint hier angebracht.

Quellenangaben:
Ergebnis des 2. Quartals 2026, 23.07.2026: https://www.sap.com/investors/de/financial-documents-and-events/recent-results.html?pdf-asset=44edb8dd-5d7f-0010-bca6-c68f7e60039b&page=2 Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.07.2026 um 20:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der SAP Aktie

24.07.2026
08:14 Uhr

SAP nach den Zahlen – bleibt die Trendwende vorerst aus? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.07.2026 um 7:48 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit den gestern nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalsergebnissen gerieten die Hoffnungen auf eine baldige Trendwende beim deutschen Softwarekonzern erneut in den Hintergrund. Seit Wochen ist das Chartbild bärisch geprägt, und die SAP-Aktie notiert weiterhin unter der 50-Tage-Linie.

Die aktuellen Zahlen fielen gemischt aus. Zwar lag das Umsatzwachstum im Rahmen der Erwartungen, der Gewinn blieb jedoch deutlich hinter den Prognosen zurück. Allerdings dürfte ein Großteil der negativen Erwartungen bereits im Vorfeld eingepreist worden sein. Damit rückt die 50-Tage-Linie erneut als wichtiger Widerstand in den Blick. Der übergeordnete Trend bleibt vorerst abwärtsgerichtet.

Expertenmeinung: Das Chartbild bleibt vorerst bärisch geprägt. Erst wenn die SAP-Aktie die 50-Tage-Linie und damit auch das Pivot-Hoch von Anfang Juli bei 144.94 EUR nachhaltig zurückerobern kann, könnte sich die technische Lage wieder aufhellen. Bis dahin könnten weitere Erholungsversuche auf Widerstand treffen. Eine technische Gegenbewegung ist jederzeit möglich, ihre Nachhaltigkeit bleibt jedoch offen.

Aussicht: Bärisch

SAP, Aktie: Chart vom 23.07.2026, Kurs: 127.66 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP, Aktie: Chart vom 23.07.2026, Kurs: 127.66 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Quelle: Earningswhispers.com https://earningswhispers.com/epsdetails/SAP

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

20.07.2026
08:22 Uhr

SAP: Können die Zahlen eine Wende einleiten? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.07.2026 um 20:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Beim deutschen Softwarekonzern steht die Aktie derzeit unter Druck. Im bisherigen Börsenjahr zeigte sich die SAP-Aktie überwiegend schwach. Lediglich Anfang Juni konnten die Käufer für wenige Handelstage Akzente setzen.

Der Ausbruch nach oben wurde jedoch schnell wieder abverkauft. Nach wie vor prägt eine Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs das Chartbild. Zuletzt erwies sich die 50-Tage-Linie erneut als Widerstand. Nun richtet sich der Blick der Anleger auf die Quartalszahlen am Donnerstag. Diese könnten neue Hinweise darauf liefern, ob sich eine Stabilisierung abzeichnet.

Expertenmeinung: Die Quartalszahlen könnten wichtige Hinweise für die weitere Entwicklung der SAP-Aktie liefern. Sollte es dem Konzern gelingen, die Erwartungen bei Umsatz, Gewinn und insbesondere beim Wachstum des Cloudgeschäfts zu übertreffen, könnte das Interesse institutioneller Anleger wieder zunehmen. Bleiben die Ergebnisse oder der Ausblick hingegen hinter den Erwartungen zurück, könnte der Verkaufsdruck angesichts des intakten Abwärtstrends anhalten.

Aus technischer Sicht könnte ein Anstieg über den ersten kleineren Widerstand bei 145.10 EUR zu einer kurzfristigen Stabilisierung des Chartbildes beitragen. Die Veröffentlichung dürfte daher verstärkt beachtet werden.

Aussicht: Bärisch

SAP, Aktie: Chart vom 17.07.2026, Kurs: 139.02 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP, Aktie: Chart vom 17.07.2026, Kurs: 139.02 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

02.07.2026
08:17 Uhr

SAP: Und wenn der Spuk jetzt ein Ende hätte? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.07.2026 um 20:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Beginn eines neuen Quartals ist ein typischer Zeitpunkt, an dem institutionelle Investoren ihre strategische Ausrichtung überprüfen. Was zuvor favorisiert war, kann dann reduziert, was untergewichtet wurde, gekauft werden. Letzteres wäre bei SAP zumindest denkbar.

2023 und 2024 war die Aktie des Software-Konzerns SAP das ultimative Zugpferd des DAX. Anfang 2025 drehte der Wind, damals indes korrigierte die Aktie vor allem, weil man es mit der vorherigen Hausse übertrieben hatte. SAP war zu teuer bewertet, über kurz oder lang mündet so etwas eben in eine Bereinigung. Dabei hielt der Bereich um 200/210 Euro zunächst stand … aber Ende Januar dieses Jahres gab es auf einmal kein Halten mehr:

Die „KI-Angst“ ging um. Software-Aktien rund um den Globus wurden massiv verkauft, weil auf einmal kolportiert wurde, dass diese Unternehmen durch die Möglichkeiten, die KI den Kunden als Alternativen bieten werde, massiv unter Druck geraten und selbst dann Margendruck sehen würden, wenn sie, wie die meisten Softwarefirmen und auch SAP, KI-Funktionen in ihre Produkte einbinden. Eine ungewöhnliche Situation mit markanten Auswirkungen, denn:

Wie stark bzw. ob überhaupt KI an den Software-Firmen nagen wird, ist völlig offen. Die Ergebnisse des ersten Quartals bei SAP waren gut und lagen leicht über den Erwartungen. Die Bewertung der Aktie ist auf dem derzeitigen Niveau mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 18,6 so niedrig wie seit mindestens einem Jahrzehnt nicht mehr. Und im Gegensatz zu denen, die die „KI-Angst“ als Basis für Short-Aktivitäten nutzen, sehen die Analysten bei SAP in diesem ebenso wie in den kommenden drei Geschäftsjahren steigende Unternehmensgewinne. Die Analysten stufen SAP momentan im Schnitt klar positiv ein. Nur vier von 27 Experten sehen die Aktie als Halteposition, der Rest plädiert für „Kaufen“. Entsprechend weit liegt das durchschnittliche Analysten-Kursziel (aktuell 214 Euro) über dem derzeitigen Kurs.

Doch der Trend weist bislang eben abwärts – und das ist auch für institutionelle Investoren, die den DAX entweder unmittelbar abbilden oder ihn als Benchmark nutzen, ein Problem: Sich einfach gegen den Trend zu stemmen, würde das Risiko unnötiger Performanceverluste bedeuten, die die Anleger nicht tolerieren dürften … also schwimmt man, wenngleich vermutlich kopfschüttelnd, mit dem Strom.

Expertenmeinung: Aber solche Quartalswenden bieten immer die Chance, einen solchen Bann zu brechen, sofern genug große Adressen mitziehen. Zuletzt hatten wir das ja bei den im ersten Quartal dahin dümpelnden Halbleiter-Aktien erlebt, die pünktlich zum Start ins zweite Quartal gekauft wurden, als gäbe es kein Morgen. Sind jetzt die Software-Titel wieder lukrativ genug, um sie „aufzuwecken“? Möglich wäre es.

Dass SAP zum Start ins Sommerquartal zulegte, andere Software-Aktien ebenso, will noch nicht viel heißen. Solche Ansätze können, wenn nicht genug Akteure auf den Zug aufspringen, auch scheitern. Aber sollte es gelingen, erste, üblicherweise von den Bären verteidigte Widerstände zu überwinden, sollte es sich lohnen, den weiteren Verlauf genauer zu beobachten.

SAP Aktie: Chart vom 01.07.2026, Kurs 140,88 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 01.07.2026, Kurs 140,88 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Dass es am Mittwoch gelang, wieder in die vorherige, vor zwei Wochen unterbotene Handelsspanne zwischen 135,44 und 159,40 Euro zurückzugelangen, ist ein erster, kleiner Schritt. Ein Schlusskurs über 141 Euro und damit über der 200-Tage-Linie wäre ein weiteres, positives Indiz, welches der Aktie aus rein charttechnischer Sicht dann Spielraum bis 159,40 Euro liefern würde. Mittelfristig wieder bullisch wäre SAP erst, wenn der Kurs über das bisherige Jahresverlaufshoch bei 173,24 Euro und damit wieder in den breiten, übergeordneten Abwärtstrendkanal laufen würde, dessen obere Begrenzung derzeit bei 235 Euro verläuft. Aber es sind erste, kleine Schritte, die den Weg bereiten. Es sollte sich lohnen, die Aktie im Auge zu behalten.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

19.06.2026
08:21 Uhr

SAP: Diese Sache mit dem Bottom Fishing — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.06.2026 um 22:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Falls man nach einem Beispiel für eine perfekte Bullenfalle sucht, würde man bei SAP fündig. Was Anfang des Monats mit viel Hoffnung für die Bullen begann, entpuppt sich aktuell als Waterloo. Was auch zeigt, dass optimistische Analysten allein eine Aktie nicht drehen können.

Mit 134,30 Euro erreichte die Aktie des Software-Konzerns SAP gestern ein neues Jahres-Verlaufstief. Zugleich bleiben die Analysten mehrheitlich bullisch: Von 27 die SAP-Aktie regelmäßig einstufenden Experten sind 23 bullisch, der kleine Rest sagt „Halten“. Zum Ausstieg rät niemand … aber die Aktie fällt trotzdem. Und das, obwohl das durchschnittliche Analysten-Kursziel mit knapp 215 Euro meilenweit über dem letzten Kurs liegt.

Darüber hinaus erwartet man für SAP im laufenden Jahr steigende Umsätze und Gewinne. Und auf Basis der Konsens-Gewinnschätzung pro Aktie für dieses Jahr liegt das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bei ungewöhnlich niedrigen knapp 20. Dass da immer wieder Anleger den Eindruck bekommen, dass sich hier das „Bottom Fishing“, das Abgreifen einer Aktie auf einem günstigen Kursniveau, lohnt, wundert nicht. Nur funktioniert das bislang einfach nicht – wieso?

Expertenmeinung: Weil der Trend in der Regel stärker ist als ein „müsste eigentlich“. Das Tagesgeschäft bei einer Aktie wird vor allem durch kurzfristige Trader dominiert, die normalerweise konsequent entlang charttechnischer Vorgaben und damit trendkonform agieren. Dass eine Aktie theoretisch billig ist, irritiert sie dabei nicht, solange sich das nicht im Kurs unmittelbar auswirkt, indem der Abwärtstrend gebrochen wird.

Dass das bei SAP immer noch nicht gelungen ist, dürfte auch an der Ende Januar losgetretenen KI-Angst liegen, d.h. der Ansicht, dass der Siegeszug der KI unter anderem dazu führen wird, dass klassische Software-Unternehmen unter Druck geraten. Dass die, wie z.B. Microsoft, aber auch SAP, KI-Funktionen konsequent in ihre Systeme integrieren, stimmt dabei bislang offenbar wenige um. Auch nicht, dass die Analysten anderer Meinung zu sein scheinen. Man kann immer argumentieren, dass dieser Druck auf Margen und Gewinn schon noch kommen wird – und schon siegt der laufende Abwärtstrend … und „Bottom Fishing“ wird zu einer Hochrisiko-Strategie. Allerdings wäre man, hätte man bei dem jetzt abverkauften Ausbruchsversuch mitgezogen, auch voreilig unterwegs gewesen, denn ja, eine Hürde hatte die SAP-Aktie genommen. Aber es blieb eine weitere … und an der ist sie gescheitert.

SAP Aktie: Chart vom 18.06.2026, Kurs 134,86 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 18.06.2026, Kurs 134,86 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Sie sehen im Chart, dass der SAP-Kurs zwar über die markante Widerstandslinie bei knapp 160 Euro hinausgelaufen war und sich damit aus der vorherigen Handelsspanne nach oben absetzen konnte. Aber an der unteren Begrenzung des Anfang 2025 entstandenen, breiten Abwärtstrendkanals wurde der Versuch, sich mit einem Überwinden auch dieser Hürde nennenswerten charttechnischen Spielraum zu verschaffen, entschlossen und effektiv abgewehrt. Und so etwas motiviert die Short-Seller besonders, erneut aktiv zu werden – das Ergebnis sehen wir jetzt: Eine Aktie, die nicht nur in die alte Trading-Range zurückgeworfen, sondern sogar leicht aus ihr nach unten herausgedrückt wurde.

Dass sich das Blatt vielleicht wenden könnte, wenn die heutige Abrechnung an der Terminbörse genug Bären starke Gewinne einbrachte, ist zwar denkbar, aber sicher ist das nicht einmal ansatzweise. Es erneut allein auf Basis optimistischer Analysten auf der Long-Seite zu versuchen, erscheint daher als ziemlich verwegener Gedanke. Zu einem „Bottom Fishing“, das eine taugliche Chance auf Erfolg haben soll, gehören beide Komponenten, sprich Argumente für steigende Kurse seitens der Datenlage und seitens des Chartbilds. Und Letzteres hat SAP derzeit eben noch nicht zu bieten.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

12.06.2026
08:21 Uhr

SAP gerät erneut unter Druck — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.06.2026 um 7:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Es hätte ein freundlicher Sommer werden können, doch die vermeintliche Trendwende beim deutschen Softwarekonzern entpuppte sich zuletzt als möglicher Fehlausbruch.

Konkret geht es um den jüngsten Ausbruchsversuch der SAP-Aktie über die Marke von rund 160 EUR. Zu Beginn des Monats gelang der Sprung über diese Widerstandsebene, doch die Käuferseite schaffte es nicht, den technischen Ausbruch nachhaltig zu bestätigen. Wenige Tage später rutschten die Kurse bereits wieder unter diese wichtige Marke und signalisierten damit frühzeitig einen Fehlausbruch. Die Folge waren erneut deutliche Abschläge und steigender Verkaufsdruck. Die Lage bleibt damit angespannt und der neutrale Trendverlauf steht wieder unter Druck.

Expertenmeinung: Der jüngste Fehlausbruch hat das Chartbild deutlich belastet. Aus technischer Sicht wäre es nun wichtig, dass die Aktie schnell wieder Stabilität findet und der Verkaufsdruck nicht weiter zunimmt. Gelingt dies nicht, könnte sich die neutrale Gesamtlage weiter verschlechtern und erneut in eine bärische Phase übergehen.

Für eine Entspannung müsste die Käuferseite den verlorenen Bereich zurückerobern und den Ausbruch diesmal auch bestätigen. Derzeit deutet das Chartbild jedoch eher nicht darauf hin. Daher sehe ich für das Papier vorerst wieder bärische Aussichten.

Aussicht: Bärisch

SAP Aktie: Chart vom 12.06.2026, Kurs: 141.82 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 12.06.2026, Kurs: 141.82 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

02.06.2026
08:25 Uhr

SAP: Abwärtstrend scheint beendet — Achim Mautz

22.05.2026
08:18 Uhr

SAP: Bodenbildung in Sicht? Noch dominieren die Bären. — Achim Mautz

19.05.2026
08:20 Uhr

SAP: Hier sollten sich die Bullen etwas von den Bären abgucken — Ronald Gehrt

24.04.2026
15:34 Uhr

SAP: Im freien Fall oder kurz vor dem Comeback? — Tobias Krieg

21.04.2026
08:34 Uhr

SAP: Und was, wenn die Analysten recht hätten? — Ronald Gehrt

14.04.2026
08:09 Uhr

SAP: Trendwende möglich? — Achim Mautz

31.03.2026
08:27 Uhr

SAP: Technischer Bounce möglich, aber… — Achim Mautz

23.03.2026
08:16 Uhr

SAP: Die Letzten beißen die Hunde — Ronald Gehrt

04.03.2026
08:17 Uhr

SAP: Bodenbildung mit Chance auf mehr? — Achim Mautz

27.02.2026
08:13 Uhr

SAP: Schützenhilfe vom Nvidia-CEO — Ronald Gehrt