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Qiagen Aktie Prognose Qiagen: Von der Übertreibung direkt in eine Untertreibung gelaufen?

News: Aktuelle Analyse der Qiagen Aktie

In diesem Artikel
Qiagen
ISIN: NL0015002SN0
|
Ticker: QIA --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Qiagen Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Am späten Montagabend legte Qiagen vorläufige Zahlen zum ersten Quartal vor, am gestrigen Dienstag fiel die Aktie daraufhin auf das tiefste Kursniveau seit Herbst 2019. Da die 2026er-Prognose gesenkt wurde, wirkte das auf den ersten Blick logisch. Aber auf den zweiten auch?

Der Gewinn lag im ersten Quartal zwar im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz blieb aber darunter, wenngleich nicht dramatisch. Das führte zu einer Anpassung der Gesamtjahresprognose, aber auch die fiel nicht gerade gewaltig aus. Beim Umsatz peilt der Diagnostik-Spezialist noch einen Anstieg von ein bis zwei Prozent an, bislang hatte man da fünf Prozent gesehen.

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Und beim Gewinn pro Aktie plant Qiagen jetzt mit mindestens 2,43 US-Dollar statt wie bisher mit mindestens 2,50 US-Dollar. Das wären also sieben US-Cent oder 2,8 Prozent weniger. Die Aktie fiel indes alleine gestern als Reaktion auf diese Prognosesenkung um 10,76 Prozent.

Das wäre nachvollziehbar gewesen, wenn Analysten und Anleger im Vorfeld Luftschlösser gebaut und weit mehr Gewinn erwartet hätten, als dies Qiagen selbst avisiert hatte. Das herbe Minus wäre umso mehr keine Überraschung gewesen, wenn die Bewertung abenteuerlich hoch gewesen wäre, denn dann reichen auch kleine Risse im Gebälk, um Luftschlösser einstürzen zu lassen. Aber weder noch war der Fall.

Die durchschnittliche Analystenprognose für den 2026er-Gewinn hatte mit 2,51 US-Dollar im Rahmen des avisierten gelegen. Und das Kurs-/Gewinn-Verhältnis, in früheren Jahren hier meist in einer Spanne zwischen 20 und 30 gelegen, lag vor diesem gestrigen Abverkauf bei 13. Jetzt, nach diesem Minus, liegt es bei 11,65. Da kann man durchaus staunen. Was ist hier los, warum wird die Aktie dermaßen gedrückt?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Qiagen Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Als einen Grund könnte ich mir gut vorstellen, dass das eine Folge davon ist, dass zu viele im Vorfeld zu leichtfertig agierten und damit auf die Nase fielen. Ende Januar hatte die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ gemeldet: „Biotech-Unternehmen Qiagen erwägt strategische Optionen bis hin zum Verkauf: Kreise“. Einige machten aus dieser Meldung im Geiste eine unmittelbar bevorstehende Übernahme und kauften wie wild. Das Ergebnis war der immense Kurssprung vom 21. Januar, der indes am August-Hoch 2025 hängenblieb und sofort in Abgaben überging. Abgaben, die den Kurs Anfang März durch den schwachen Gesamtmarkt auch aus der vorherigen Handelsspanne nach unten herausdrückten – und damit zu einem gefundenen Fressen für das bärische Lager machten.

Aber irgendwann müsste es ja mal genug sein, angesichts dieser so ungewöhnlich günstigen Bewertung. Und ja, das müsste es, aber ob das bereits jetzt der Fall ist? Es könnte zwar sein, dass viele Leerverkäufer, sprich bärische Trader, jetzt ihre leerverkauften Aktien zurückkaufen (eindecken), weil sie sich sagen: Die „bad news“ liegen auf dem Tisch, alle Rahmendaten inklusive einer Prognose für das laufende Quartal sind jetzt bekannt, also warum noch auf weiter fallende Kurse setzen, wenn einem gerade so große Gewinne in den Schoß gefallen sind? Aber:

Das Problem an der Sache ist eben das Wörtchen „könnte“. Die Qiagen-Aktie läuft in einem intakten Abwärtstrend. Bevor man den als bezwungen ansehen könnte, müsste der Kurs mindestens über 39 Euro und damit zurück in die alte Handelsspanne steigen. An jedem nennenswerten, charttechnischen Widerstand müsste man damit rechnen, dass die Bären wieder aktiv werden. Daher: Ja, die Aktie wäre jetzt, auf einem Level, das man zuletzt im Herbst 2019 gesehen hatte, grundsätzlich interessant. Aber so, wie das Chartbild derzeit daherkommt, wäre das nur etwas für erfahrene Trader mit der nötigen, absoluten Konsequenz bei Kapitaleinsatz und Positionsabsicherung!

Qiagen Aktie: Chart vom 28.04.2026, Kurs 29,13 Euro, Kürzel: QIA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Qiagen Aktie: Chart vom 28.04.2026, Kurs 29,13 Euro, Kürzel: QIA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Quellenangaben: Vorläufiges Quartalsergebnis und Prognosesenkung, 27.04.2026:
https://corporate.qiagen.com/English/newsroom/press-releases/press-release-details/2026/QIAGEN-reports-preliminary-Q1-2026-results-achieves-adjusted-EPS-outlook-with-mixed-sales-trends-updates-full-year-2026-outlook/default.aspx

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/QIA.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.04.2026 um 21:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der Qiagen Aktie

26.01.2026

Qiagen: Das ist gewagt! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.01.2026 um 22:33 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass die sonst zu den ruhigen DAX-Aktien gehörende Qiagen auf einmal in kurzer Zeit einen Kurssprung von in der Spitze 21 Prozent hinlegt, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Aber könnte man der Aktie neben Aufmerksamkeit auch einen Teil der Barreserve widmen und einsteigen?

Auslöser dieses am Mittwochmorgen entstandenen Kurssprungs war eine Meldung des Nachrichtenportals „Bloomberg“ vom Vorabend, die sich schnell verbreitete, wobei offenbar nur die Kernaussage zum Lauffeuer wurde … und die auch noch „gefiltert“. Denn „Qiagen könnte übernommen werden“ wäre zwar ein Satz, der einen solchen Kurssprung erklären würde. Aber die eigentliche Bloomberg-Überschrift lautete anders, konkret: „Biotech-Unternehmen Qiagen erwägt strategische Optionen bis hin zum Verkauf: Kreise“. Und das ist nun einmal etwas anderes als eine konkret im Raum stehende Übernahme.

Darüber hinaus basieren diese Informationen nicht auf einem offiziellen Statement des Diagnostik-Spezialisten selbst, sondern auf an „Bloomberg“ durchgesteckten Aussagen von „mit der Angelegenheit vertrauten Personen“. Und wenn man sich genauer ansieht, was da kolportiert wurde, kommt man zu dem Schluss, dass diejenigen, die da umgehend gekauft und eine große Aufwärts-Kurslücke ausgelöst haben, äußerst gewagt unterwegs sind, denn:

Expertenmeinung: In der „Bloomberg“-Meldung hieß es, das Unternehmen prüfe aufgrund von neuen Interessenbekundungen in Bezug auf eine Übernahme strategische Optionen, zu denen auch ein Verkauf gehören könnte. Was so viel heißt wie: Man überlegt sich jetzt gerade erst, ob ein Verkauf überhaupt zur Debatte stehen würde. Es gibt also noch keine Gespräche oder einen avisierten Übernahmepreis pro Aktie. Konkret ist bis jetzt überhaupt nichts.

Wenn man sich überlegt, dass selbst fortgeschrittene Übernahmegespräche scheitern können, wie man gerade bei Wacker Neuson erlebt hat, erscheint ein solcher Kurssprung „ins Blaue hinein“ leichtsinnig. Der einzige Aspekt, der davon abhalten könnte, diese Situation zu nutzen, um nahe am Hoch der letzten zwölf Monate den Gewinn einzustreichen, wie es einige mit Blick auf den Chart am Donnerstag und Freitag auch taten, ist:

Auf dem derzeitigen Niveau bewegt sich der Qiagen-Kurs im Bereich des durchschnittlichen Analysten-Kursziels von momentan 46 Euro. Zugleich sehen wir ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 23, das liegt im Rahmen des für diese Aktie Normalen. Daher könnte man Qiagen durchaus halten und einfach den Stoppkurs unter die jetzt als Unterstützung dienende Zone 44,20/44,97 Euro nachziehen. Aber diesem ohnehin schon mangels echter Substanz gewagten Kurssprung jetzt erst hinterherzulaufen, das wäre mehr als riskant.

Quellenangaben: Bloomberg-Bericht über einen möglichen Verkauf des Unternehmens, 20.01.2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-01-20/biotech-unternehmen-qiagen-erwagt-strategische-optionen-bis-zum-verkauf-kreise

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/QIA.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.