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Fast drei Jahre währte der Abstieg der Porsche-Aktie. Doch seit Ende März ist die Aktie der Sportwagenschmiede um gut 40 Prozent gestiegen und wäre aus charttechnischer Sicht auf dem Sprung zu einem Befreiungsschlag. Das wirkt in diesem Umfeld gewagt. Ist es das auch?
Tendenziell ja. Der Aufwärtsschwenk der Aktie begann, nachdem der Kurs aus der breiten Handelsspanne zwischen 39,58 und 49,70 Euro nach unten ausgebrochen war. Kaufen, wenn eine Aktie niemand haben will: Grundsätzlich ist das eine gute Strategie. Doch jetzt notiert die Aktie einen Tick über dem oberen Ende dieser Rage, gut 40 Prozent höher. Und damit stellt sich die Frage, ob sie auf diesem so deutlich höheren Kursniveau immer noch spannend genug ist, damit das bullische Lager aus diesem bislang noch nicht eindeutigen Ausbruch einen signifikanten Befreiungsschlag machen könnte … oder ob die Sache als Bullenfalle endet.
Richtig ist zwar, dass die Analysten von zwei Banken ihre Kursziele im Lauf des Monats nach oben gesetzt haben, bei Goldman Sachs ging man auf 59, bei der UBS auf 60 Euro. Aber damit stellen sie das obere Ende der Kurszielspanne. Das ist normalerweise kein tragendes Argument für eine Hausse. Nicht, wenn das Gros der anderen Experten die Perspektive deutlich skeptischer sieht. Und das ist hier der Fall.
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Expertenmeinung: Nur 6 der 21 die Aktie aktuell mit einer Einstufung versehenden Analysten plädieren für „Kaufen“. 10 Experten raten zum Halten, der Rest ist negativ gestimmt. Die Kurszielspanne reicht von 36 bis zu den oben erwähnten 60 Euro.
Mit 35,62 Euro hatte die Porsche-Aktie das niedrigste aller Kursziele Ende März zwar erreicht. Aber selbst, wenn sie jetzt weiter anziehen würde: Die Aktie muss deswegen nicht den ganzen Weg bis 60 Euro laufen.
Und ob sie wirklich ausbricht, müssen die kommenden Tage ohnehin erst zeigen. Denn aktuell ist das obere Ende der Handelsspane in Form der Widerstandszone 47,80 zu 49,70 Euro nur hauchdünn überboten. Kann sich die Aktie nach oben absetzen, sähe es für die Bullen erst einmal gut aus, das nächste charttechnische Kursziel läge dann bei 54,98 zu 55,58 Euro. Aber es wäre trotzdem ein Befreiungsschlag, der nur auf dem charttechnischen Bein balanciert.

Die Porsche-Aktie ist selbst unter der Annahme der Analysten, dass der Gewinn pro Aktie im laufenden Jahr ein gutes Stück zulegt, teuer. Zwar billigt man der Sportwagenschmiede eine deutlich höhere Bewertung zu als den „Massenherstellern“ der Branche. Aber ein 2026er Kurs-/Gewinn-Verhältnis von momentan 28 bis 29 ist trotzdem untypisch teuer. Da müsste in Bezug auf Absatz und Margen viel gelingen. Und ob das so kommt, ist, nach dem teuren Hin und Her in Bezug auf die Ausrichtung Verbrenner/Elektroantrieb zumindest offen.
Wollte man einem Ausbruch nach oben folgen oder wäre schon investiert, wäre es daher auf jeden Fall zu überlegen, hier konsequente Absicherungen gegen ein Abdrehen nach unten einzubauen. Wobei sich derzeit ein Stoppkurs ein, zwei Prozent unter dieser jetzt fast überbotenen Widerstandszone 47,80 zu 49,70 Euro als Anhalt anbieten würde.
Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/P911.DE/analyst-insights/
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.06.2026 um 23:17 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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