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Die Analysten heben den Daumen, trotzdem kam Nordex seit Mai einfach nicht in Fahrt. Gestern drohte sie sogar, aus ihrer Trompeten-Formation nach unten herauszurutschen. Doch eine Meldung am Abend könnte diese Dornröschen-Aktie aufwecken.
Wir zeigen Ihnen hier zwei Charts. Der eine zeigt die Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers zum Ende des regulären Handels um 17:30 Uhr, der andere die Situation zum Ende des nachbörslichen Handels um 22 Uhr. Sie sehen: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.


Am späten Nachmittag noch im Minus und mit einem Schlusskurs von 34,86 Euro gerade eben so in der vor Kurzem bereits gezeigten Trompeten-Formation geblieben, am späten Abend dann kraftvoll an dieser unteren Begrenzungslinie der Formation abgeprallt und mit 37,40 Euro (Kurs auf der Tradegate-Plattform) zum Vortag mit einem deutlichen Plus unterwegs. Was hat diesen abendlichen Turnaround ausgelöst?
Die Meldung der vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals – eine Meldung, die aus charttechnischer Sicht, zumindest für die Bullen, im genau richtigen Moment erfolgte. Denn diese starke Reaktion macht deutlich, dass die gemeldeten Zahlen das Potenzial hätten, die Aktie aus ihrem monatelangen Dämmerschlaf herauszuholen. Was kam da auf den Tisch?
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Nordex Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Mit 2,187 Milliarden Euro lag der Umsatz leicht über der durchschnittlichen Analystenprognose, aber weit über den 1,706 Milliarden Euro des Sommerquartals 2025, das war ein Plus von 28,2 Prozent. Aber für diejenigen, die da am Abend zugriffen, war etwas anderes weit wichtiger: die operative Gewinnmarge. Diese EBITDA-Marge, die im 3. Quartal 2025 noch bei 8,0 Prozent lag, stieg auf 12,7 Prozent, auf ein Level, auf das vor wenigen Jahren noch kaum jemand zu hoffen gewagt hatte. Dadurch stieg der operative Gewinn weit überproportional zum Umsatz: Hier kamen laut diesen vorläufigen, noch ungeprüften Zahlen 278 Millionen Euro zusammen, 104,4 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Zwar behielt das Unternehmen den bisherigen Gesamtjahres-Ausblick für den Umsatz bei (8,2 bis 9,0 Milliarden Euro), aber die Prognose für die EBITDA-Marge wurde recht deutlich nach oben korrigiert. Statt der bisher angenommenen 8,0 bis 11,0 Prozent sieht Nordex jetzt 11,5 bis 12,5 Prozent … was den zu erwartenden Gewinn pro Aktie entsprechend deutlich nach oben verschiebt.
Damit wäre diese Aktie, die am Ende des regulären Handels mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 17,1 auf Basis der bisher von den Analysten prognostizierten Gewinne ohnehin schon niedrig bewertet war, noch günstiger … dass der Kurs am Ende des nachbörslichen Handels dann nicht mehr wie um 17:30 Uhr 0,4 Prozent zum Vortag im Minus, sondern 6,8 Prozent im Plus lag, macht sie da noch lange nicht „teuer“.
Aber auch, wenn dieser kraftvolle Aufwärtsschwenk am unteren Ende dieser in blau eingezeichneten Trompeten-Formation die Chance offeriert, sich ans obere Ende der „Trompete“ bei derzeit etwa 42,50 Euro zu bewegen: Erst, wenn diese Formation tatsächlich nach oben verlassen wurde, wäre die Aktie für die Bären „verloren“ und wieder bullisch. Noch sehen wir hier also „nur“ eine Chance für die Rückkehr zu alter Aufwärtsdynamik … allerdings beileibe keine schlechte.
Quellenangaben:
Vorab-Ergebnisse zum 3. Quartal, 15.10.2026, 20:30h: https://www.nordex-online.com/de/2026/10/die-nordex-group-meldet-starke-vorlaeufige-ergebnisse-fuer-das-dritte-quartal-2026-und-hebt-ihre-prognose-fuer-die-ebitda-marge-im-gesamtjahr-2026-an/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.10.2026 um 22:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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