Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Seit Jahresanfang gab es zwar Versuche, der Mercedes-Aktie neues Leben einzuhauchen, aber alle wurden abverkauft. Aktuell ist sie ins untere Drittel der Performance-Liste der Dax-Aktien gerutscht und ringt mit einer wichtigen Unterstützung. Die keineswegs halten muss.
So mancher Pendler, dessen Spritkosten nicht von der Firma übernommen werden, dürfte sich dieser Tage wünschen, er hätte ein Elektrofahrzeug. Und so manche Firma dürfte angesichts der gestiegenen Kosten für Energie genauso denken. So etwas muss die Absatzperspektive eines Automobilkonzerns wie der Mercedes-Benz Group zwar nicht drücken. Aber es kann, wenn dieser Zustand länger anhält. Dabei hatten die deutschen Autobauer doch gerade erst aufgeatmet, als man in Brüssel ebenso wie in den USA begann, Umweltauflagen zu reduzieren. Die Käufer wollen Verbrenner, hieß es bei den Autobauern, die Pläne für einen stärkeren Ausbau der Elektro-Alternativen wurden hinterfragt und teilweise gekürzt oder eingestampft. Jetzt wirkt es, als sei man dadurch erneut auf dem falschen Dampfer gelandet.
Aber schon ohne den Iran-Konflikt und die in dessen Folge erheblich gestiegenen Energiepreise waren die Ziele bei Mercedes-Benz nicht gerade hochtrabend formuliert. Wachsen wolle man 2026 zwar, aber es wurde ein eher sanft ansteigender Pfad skizziert. Derzeit rechnen die Analysten hier mit einem gegenüber 2025 etwa gut zehn Prozent höheren Gewinn pro Aktie, um die sechs Euro könnte er liegen. Wenn nichts dazwischenkommt. Und selbst diese Schätzung führt zu einer Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis von ca. neun. Für einen Vertreter der Automobilbranche ist das eher teuer. Es ist also nicht wirklich überraschend, dass der Kurs derzeit eher fußlahm daherkommt:
Expertenmeinung: Eine hochvolatile Seitwärtsbewegung im Februar ging zu Monatsbeginn in einen Abwärtsimpuls über, ausgelöst durch die Iran-Problematik und die steigenden Energiepreise. Dabei wurde zuletzt die 200-Tage-Linie unterboten. Momentan ringt der Kurs mit der im April 2025 etablierten, mittelfristigen Aufwärtstrendlinie. Die wurde schon Anfang der vergangenen Woche touchiert und erst einmal gehalten. Doch die Käufer ließen sich nicht in ausreichender Zahl und/oder mit einem genügend ausgeprägten Willen blicken. Resultat:
Die Aktie ist erneut auf diese Linie zurückgefallen. Und obwohl der Kurs seit nunmehr vier Tagen um diese Linie mäandert, ist von den Bullen nichts zu sehen. Sollte diese Linie signifikant und nicht nur, wie bislang, knapp unterboten werden (was man bei Schlusskursen unter 53 Euro annehmen könnte), wäre der Weg aus rein charttechnischer Sicht zwar erst einmal nur bis zum Oktober-Tief bei 51,78 Euro frei. Und darunter lägen dicht gestaffelt weitere, potenzielle Supportmarken, an denen sich die Käuferseite zu einer Gegenattacke formieren könnte, aber:
Damit das passiert, bräuchte es neue, bullische Argumente. Eine schnelle Lösung in Bezug auf die Iran-Situation statt der momentanen, sukzessiven Ausweitung des Konflikts wäre zwar ein solches Argument. Aber das zeichnet sich derzeit nun einmal nicht ab. Und selbst, wenn die derzeitigen Erwartungen des Marktes an einen leichten Anstieg des Nettogewinns im laufenden Jahr konserviert würden, wäre die Aktie ja derzeit eher teuer bewertet. Für eine glaubwürdige Aufwärtswende müsste sich das Umfeld deutlicher aufhellen. Und darauf zu wetten, bevor nicht wenigstens das Chartbild mit einem Ausbruch über den massiv wirkenden Widerstandsbereich 55,10 bis 56,95 Euro ein bullisches Signal auswirft, wäre äußerst riskant. Fazit: Aktuell kein Kandidat für die Einkaufsliste!

--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen





