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Kontron Aktie Prognose Die Börse scheint es nicht zu verstehen: So tickt Kontron

News: Aktuelle Analyse der Kontron Aktie

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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Vorherige Analysen der Kontron Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.11.2025 um 10:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Spektakuläre Kurskapriolen, Short-Angriffe und Insiderkäufe. Hinter den Kulissen tobt ein Kampf um das Vertrauen der Anleger.

Gezielter Angriff?

In den letzten Monaten hat die Kontron-Aktie einen Höhenflug erlebt. Seit Ende 2024 ist der Kurs von unter 16 auf 29 Euro gestiegen, ein Plus von etwa 80 %.
Doch der Weg war alles andere als geradlinig. Immer wieder kam es zu Kurskapriolen.

Der letzte Kurssturz wurde ausgelöst, als bekannt wurde, dass mehrere Hedgefonds Leerverkaufspositionen eröffnet haben.
Dem Bundesanzeiger zufolge sind gleich vier Hedgefonds Short.

Viel interessanter ist aus meiner Sicht aber das Timing. Wie der Zufall es so will, kamen die Meldungen über die Short-Positionen fast zeitgleich mit der Nachricht, dass Goldman Sachs seine Beteiligung an Kontron reduziert hat.

Ich würde das natürlich niemals behaupten, aber ein gezielter Angriff würde auch nicht anders aussehen.
Ebenso gut ist es möglich, dass die Hedgefonds schlichtweg vorher schon wussten, dass Goldman seine Beteiligung reduzieren würde und den Moment der Schwäche genutzt haben.

Insider schlagen zu

Der Vorstand hat auf die Situation souverän reagiert und vorläufige Quartalszahlen vorgelegt, um dem „fundamental unbegründeten Kursrutsch“ entgegenzuwirken und „Marktspekulationen vorzubeugen“.
Da inzwischen auch die abschließenden Zahlen vorliegen, werden wir die vorläufigen Zahlen überspringen und später im Artikel den Quartalsbericht durchleuchten.

Die vorläufigen Zahlen waren aber nicht die einzige vertrauensbildende Maßnahme. Der CEO und Großaktionär hat am 28. Oktober bei einem Kurs von 23,12 Euro für über 100.000 Euro Aktien von Kontron gekauft.
CFO Billek hat bei einem Kurs von 23,10 Euro zugeschlagen und 2.000 Anteile für etwas mehr als 46.000 Euro gekauft.

Anschließend hat Ennoconn International Investment Co., die in Verbindung mit dem Aufsichtsratsmitglied Chu steht, bei einem Preis von 22,08 Euro pro Aktie auf einen Schlag 30.000 Aktien mit einem Gesamtwert von 662.400 Euro erworben.

Einige Hedgefonds und Goldman scheinen skeptisch zu sein, doch die Insider sind es nicht.

Strategische Neuausrichtung trägt Früchte

Die Geschäftszahlen zeigen, warum das der Fall ist. Da Kontron das COM-Geschäft, welches in etwa einen Jahresumsatz von 100 Mio. Euro erzielt hat, verkauft hat, ist der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten mit 1,18 Mrd. Euro nahezu unverändert.

Die Profitabilität hat sich jedoch deutlich verbessert. Das Konzernergebnis ist von 62,3 auf 110,8 Euro gestiegen. Der Gewinn je Aktie kletterte von 1,01 auf 1,80 Euro.

Der Auftragsbestand konnte seit dem Jahreswechsel von 2,08 auf 2,44 Mrd. Euro massiv gesteigert werden. Die Auftragsbücher sind demnach prall gefüllt, was für eine Fortsetzung des Wachstums spricht.
Der Wert der Projekt-Pipeline ist sogar von 6,64 auf 7,80 Mrd. Euro gestiegen.

Die strategische Neuausrichtung des Unternehmens scheint sich auszuzahlen:
Kontron hat den Großteil des IT-Geschäfts im Jahr 2022 an Axians verkauft. Damals verblieben drei IT-Gesellschaften mit einem Umsatz von 220 Mio. Euro in Ungarn, Rumänien und Österreich. 70 Mio. Euro an IT-Geschäft wurden mittlerweile beendet.

Durch den Abgang des COM-Geschäfts und die Reduktion der IT-Aktivitäten gingen rund EUR 170 Mio. Umsatz verloren. Ein weiterer Verkauf von IT-Aktivitäten ist in Planung.
Gleichzeitig konnte aber die Gross Marge von 34,7 % im Jahr 2022 auf 41,7 % in Q3 2025 gesteigert werden. In derselben Zeit stieg das EBITDA von 70 Mio. Euro 2022 auf 220 Mio. Euro (operativ ohne Sondereffekt). Die Fokussierung zahlt sich aus.

Massiver Gewinnsprung in diesem Jahr

Die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde bestätigt. Kontron stellt weiterhin ein operatives EBITDA von mehr als 220 Mio. Euro in Aussicht, zuzüglich einmaliger positiver Sondereffekte in Höhe von 46 Mio. Euro durch den Verkauf von COM.

Kontron stellt demnach für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinnsprung von 1,47 auf etwa 2,47 Euro je Aktie in Aussicht.
Das KGVe liegt demnach bei 9,3.

Darüber hinaus sieht sich das Unternehmen gut positioniert, um den Wachstumskurs und die Profitabilität auch im kommenden Jahr fortzusetzen.
Der gemeldete Gewinn je Aktie könnte dennoch auf der Stelle treten, da der positive Sondereffekt durch den Verkauf von COM wegfallen wird.

Womöglich ist auch das einer der Gründe für den Short-Angriff auf die Aktie. Sinkt der gemeldete Gewinn im nächsten Geschäftsjahr, lässt sich das gut für Negativ-Schlagzeilen nutzen – auch wenn das operative Ergebnis gleichzeitig steigt.

Daher wird auch mit einer steigenden Dividende gerechnet. Die Ausschüttung für 2025 könnte von 0,60 auf 0,83 Euro je Aktie steigen, was einer Dividendenrendite von 3,63 % entspricht.

Kontron Aktie: Chart vom 12.11.2025, Kurs: 22,82 EUR - Kürzel: KTN | Online Broker LYNX
Kontron Aktie: Chart vom 12.11.2025, Kurs: 22,82 EUR – Kürzel: KTN | Quelle: TWS

Aus technischer Sicht war der Abverkauf von untergeordneter Bedeutung. Die Aktie ist nicht in den Abwärtstrend zurückgekehrt, sondern ist abgeprallt und anschließend wieder über 22,50 Euro gestiegen.
Dadurch sind die Bullen wieder im Vorteil. Ausgehend von dieser Basis könnte es jederzeit wieder zu einem Anstieg in Richtung 24 oder 25 Euro kommen. Darüber würde ein Kaufsignal ausgelöst.

Fällt die Aktie jedoch unter 22,50 Euro, muss mit einem erneuten Rücksetzer bis 21 Euro gerechnet werden. Wirklich problematisch wird die Sache aber erst unter 20 Euro.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Wenn Anleger das Interesse verlieren, entstehen oft die besten Chancen. Warum Sie sich Kontron jetzt genauer anschauen sollten.

Systematisch mögliche Kursraketen identifizieren

An der Börse verläuft vieles in Zyklen, die vor allem durch das zunehmende oder sinkende Interesse von Anlegern getrieben wird.

Zeitweise stehen Aktien oder ganze Sektoren im Fokus der Anleger, sie sind beliebt und gehen durch die Decke. Meistens wird das durch Wachstumsfantasien oder starke Geschäftszahlen getrieben.
In beiden Fällen kommt es in der Regel dazu, dass der Kurs wesentlich schneller steigt, als es rational und fundamental zu rechtfertigen wäre.
Bei Kontron ist das beispielsweise in den Jahren bis 2018 geschehen.

Es kam zu einer Überbewertung, die unweigerlich in einem Crash oder einer langwierigen Stagnation münden musste.
Läuft das Geschäft tendenziell schlecht, kommt es meistens zu Crashs. Läuft es gut, tendiert der Kurs meistens seitwärts.

Während dieser Seitwärtsbewegungen sinkt das Anlegerinteresse immer weiter. Wer möchte schon in eine Aktie einsteigen, die auf der Stelle tritt?

Man sollte nicht unterschätzen, wie groß der psychologische Effekt von sinkenden oder stagnierenden Kursen auf Anleger ist.
In solchen Situationen ist die naheliegendste Erklärung, dass mit dem Unternehmen „etwas nicht stimmt“.

Bis es nicht mehr ignoriert werden kann

Dabei werden realwirtschaftliche Fortschritte gerne übersehen oder schlichtweg ignoriert.

Wie lange Fakten an der Börse ignoriert werden, davon kann jeder erfahrene Anleger ein Liedchen singen. Wie viele Beispiele fallen Ihnen ein, in denen der Markt unaufhörlich gestiegen ist, obwohl die dunklen Wolken längst sichtbar waren?

In den letzten 12 Monaten habe ich ein halbes Dutzend Analysen zu Kontron geschrieben und immer wieder darauf hingewiesen, dass hier so ein Fall vorliegt. Sie finden mehrere ausführliche Artikel zum Unternehmen auf LYNX Broker.

Dort können Sie im Detail nachlesen, was in dieser Zeit geschehen ist. Kurz zusammengefasst lässt es sich wie folgt ausdrücken:
Kontron hat nach der strategischen Neuausrichtung auf IoT eine deutliche Zunahme der Wachstumsdynamik erlebt, etliche Großaufträge an Land gezogen, erhebliche Gewinnsteigerungen verzeichnet und Quartal nach Quartal neue Rekorde eingefahren.
Der Auftragsbestand war bereits Anfang des vergangenen Jahres so hoch, dass aus meiner Sicht vollkommen klar war, wohin die Reise gehen würde.

Im ersten Quartal 2024 lag der Auftragsbestand bei 1,84 Mrd. Euro und der Wert der Projekt-Pipeline bei 5,35 Mrd. Euro, was damals dem anderthalb beziehungsweise Vierfachen des Jahresumsatzes entsprach.

Das bringt mir jetzt auch nichts mehr …

Alles schön und gut, denken Sie sich vielleicht. Welchen Nutzen haben all diese Informationen rückblickend noch?
Aus meiner Sicht ist der Erkenntnisgewinn enorm.

Anhand von Kontron lässt sich exemplarisch aufzeigen, wie man zukünftige Gewinner identifizieren könnte. Es ist natürlich nicht die einzige Methode, um potenzielle Kursraketen zu finden, es ist aus meiner Sicht jedoch eine der einfachsten und zuverlässigsten.

Läuft der Kurs einer Aktie über Jahre hinweg seitwärts, obwohl Umsatz, Gewinn und Cashflow stetig steigen, baut sich mit der Zeit immer mehr Druck auf. Doch irgendwann können die Fakten nicht mehr ignoriert werden.

In den meisten Fällen mündet das in einer impulsiven Aufwärtsbewegung und es kommt zu einem Umdenken an der Börse. Zuerst steigen fundamental orientierte Anleger ein, dann aktive Trader und schlussendlich die breite Masse.

Man muss sich nur vorab positionieren und abwarten, den Rest erledigt die Gravitation.

Kontron Aktie: Chart vom 18.08.2025, Kurs: 24,96 EUR - Kürzel: KTN | Online Broker LYNX
Kontron Aktie: Chart vom 18.08.2025, Kurs: 24,96 EUR – Kürzel: KTN | Quelle: TWS

Der erste Aufwärtsimpuls hat Kontron von etwa 16 auf 29 Euro katapultiert. Das könnte jedoch erst der Anfang einer langwierigen Rallyephase sein.

Der Kurs ist heute nicht höher als 2018, obwohl der Gewinn doppelt so hoch ist und sich die Qualität des Unternehmens durch die strategische Neuausrichtung verbessert hat.

Im letzten Geschäftsjahr hat Kontron einen Gewinnsprung um 16 % auf 1,42 Euro je Aktie erzielt und im laufenden Geschäftsjahr konsequent daran angeknüpft.

Im ersten Quartal konnte der Umsatz von 356,1 auf 385,4 Mio. Euro und der Gewinn von 0,26 auf 0,33 Euro je Aktie gesteigert werden. Der Auftragsbestand kletterte von 2,08 auf 2,19 Mrd. Euro und der Wert der Projekt-Pipeline sogar von 6,64 auf 7,45 Mrd. Euro.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz von 395,7 auf 423,8 Mio. Euro und der Gewinn von 0,35 auf 1,12 Euro je Aktie zu.

Warum Anleger Kontron jetzt nicht mehr ignorieren sollten

Nach sechs Monaten hat Kontron somit nahezu so viel verdient wie im Vorjahr. Der positive Trend dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen, denn der Auftragsbestand konnte von 2,08 auf 2,28 Mrd. Euro und der Wert der Projekt-Pipeline konnte von 6,64 auf 7,72 Mrd. Euro gesteigert werden.

Daraufhin hat Kontron die Prognose für das EBITDA in diesem Jahr von mindestens 220 auf mindestens 270 Mio. Euro erhöht, was einem Anstieg um 40 % oder mehr entspricht.

Den Konsensschätzungen zufolge dürfte das Ergebnis in diesem Jahr um 50 % auf 2,20 Euro je Aktie steigen.
Das bedeutet, dass das KGVe heute genauso hoch oder niedrig ist wie am Tief von 2024 bei etwa 16 Euro.

Das spricht dafür, dass das Kurspotenzial noch nicht ausgeschöpft sein könnte. Hinzu kommt eine solide Dividendenrendite von 3,0 %.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

An der Börse wird oft ignoriert, was fundamental längst offensichtlich ist – Kontron liefert den Beweis. Jetzt startet die Aktie durch.

Auf zu neuen Höhen?

In den letzten Monaten hatte ich mich immer wieder positiv zur Aktie geäußert. Um genau zu sein, reicht die Geschichte bis Anfang 2022 zurück, als Kontron noch unter dem Namen S&T firmierte, nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine unter die Räder kam und nicht mal die Hälfte wert war.

Es hat ein wenig gedauert, doch inzwischen kommt richtig Schwung in die Sache. Kontron ist impulsiv durchgestartet und gerade dabei den letzten relevanten Widerstand vor dem Allzeithoch zu durchbrechen.

Kontron Aktie: Chart vom 16.07.2025, Kurs: 27,52 EUR - Kürzel: KTN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Kontron Aktie: Chart vom 16.07.2025, Kurs: 27,52 EUR – Kürzel: KTN | Quelle: TWS

Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über die Widerstandszone bei 26,50 – 26,80 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit extrapolierten Kurszielen bei 30 und 32 Euro.

Fällt die Aktie jedoch unter 26,50 Euro zurück, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan und es muss mit einem erneuten Rücksetzer bis 26 oder 25 Euro gerechnet werden.

Irgendwann folgen die Kurse – und zwar immer

Die Gründe für die starke Kursentwicklung sind vielfältig. Seitdem Kontron das Geschäft vollständig auf IoT ausgerichtet hat, läuft es blendend.
Seitdem hat das Unternehmen etliche Großaufträge und beispielsweise auch eine wichtige Zertifizierung der US-Rüstungsindustrie erhalten.

Das hat dazu geführt, dass der Gewinn im letzten Jahr um 20 % auf 1,47 Euro je Aktie gestiegen ist.
Das, ebenso wie jegliche Meldungen zu neuen Großaufträgen, wurde an der Börse weitgehend ignoriert. Wer bei LYNX Broker mitliest, konnte es aber kaum verpassen. Unter diesem Artikel finden Sie 5 weitere Analysen zur Aktie aus den letzten Monaten.

An der Börse kommt das ständig vor. Fakten werden ignoriert, bis es nicht mehr möglich ist.

Denn die starke Entwicklung vom Vorjahr hat sich auch 2025 fortgesetzt. Im ersten Quartal konnte der Umsatz um 8 % auf 385,4 Mio. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis verbesserte sich um 27 % auf 0,33 Euro je Aktie.

Kontron entfesselt

Der Auftragsbestand erreichte mit 2,19 Mrd. Euro ein neues Rekordhoch. Der Wert der Projekt-Pipeline stieg von 6,64 auf 7,45 Mrd. Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr stellt man ein „starkes operatives Wachstum“ in Aussicht. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll auf mindestens 220 Mio. Euro steigen, nach 191,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Den Konsensschätzungen zufolge soll das Ergebnis um 23 % auf 1,92 Euro je Aktie steigen. Kontron kommt demnach auf ein KGVe von 14,3.

Wer nach weiteren Argumenten sucht, wird schnell fündig. Gestern hat Kontron bekanntgegeben, dass man einen Servicevertrag mit SNCF Frankreich (Société Nationale des Chemins de fer Français) im dreistelligen Millionenbereich an Land gezogen hat. Très bien.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.