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Seit Frühjahr 2025 läuft die Henkel Vorzugsaktie seitwärts. Dadurch wurde sie vergangenes Jahr zu einem der Mauerblümchen im DAX. Aber jetzt könnte das Chartbild ein Lebenszeichen senden und dies auf Argumente aufmerksam machen, die für diese Aktie sprechen könnten.
Es ist immer dasselbe Spiel: Läuft eine Aktie in einem dynamischen Aufwärtstrend, können sie auch weit überbotene Analysten-Kursziele, eine teure Bewertung und eine mickrige Dividendenrendite erst einmal nicht stoppen. Dreht die Aktie dann aber abwärts, hilft es gar nichts, wenn vorgenannte Faktoren positiv werden. Erst muss eine Wende nach oben her, dann schauen die Anleger wieder hin. Das gilt auch für die Aktie des Konsumgüterkonzerns Henkel.
Jahrelang war die Henkel Vorzugsaktie sehr teuer bewertet, das Kurs-/Gewinn-Verhältnis bewegte sich in einer Spanne zwischen 18 und 28, was für das geringe Umsatzwachstum und den schwankenden, mittelfristig nicht wirklich von der Stelle kommenden Gewinn pro Aktie zu hoch war. Aber man argumentierte, dass man hier eine solide, defensive Aktie für das Depot bekäme, was einen etwas höheren Preis wert wäre. Bis der Trend kippte, seither sehen wir das vorbeschriebenes Phänomen: Was vorher ignoriert wurde, wird auf einmal zum Makel, aber:
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Expertenmeinung: Jetzt bewegt sich das Kurs-/Gewinn-Verhältnis für die durchschnittliche 2025er-Gewinnschätzung knapp unter 14. Die Dividendenrendite liegt, wenn für 2025 in diesem Frühjahr dieselbe Dividende ausgeschüttet wird wie für 2024, bei fast drei Prozent. Und das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt, wenngleich nicht dramatisch höher, aber doch mit 78,70 Euro ein gutes Stück über dem derzeitigen Kurs der Aktie. Was fehlt, ist der charttechnische Weckruf.

Aber dafür hätte das Chartbild jetzt eine gute Vorlage geliefert. Wir sehen, dass die Henkel-Aktie erstmal seit März 2025 für längere Zeit und deutlicher über ihrer 200-Tage-Linie (im Chart dick schwarz hervorgehoben) notiert. Zwar bewegt sich der Kurs weiterhin innerhalb seiner monatelangen Seitwärts-Spanne zwischen 67,80 und 73,56 Euro. Aber es gelang in der vergangenen Woche, einen Rücksetzer genau auf Höhe dieser 200-Tage-Linie zu stoppen. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Käufer langsam aktiver werden.
Ob das schon reicht, um den Kurs aus dieser Handelsspanne nach oben hinaus zu tragen, sollte man, bevor man einen Einstieg erwägt, besser abwarten. Aber wenn es so kommen sollte, könnte eine solche Wiederbelebung auf charttechnischer Ebene durchaus dazu führen, dass diese Aktie im Jahr 2026 eine deutlich erfreulichere Performance zeigt als im Vorjahr.
Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/HEN3.DE/analyst-insights/
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