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ELMOS Aktie Prognose Elmos Semiconductor: Die „Sippenhaft“ trifft den Falschen

News: Aktuelle Analyse der ELMOS Aktie

In diesem Artikel
ELMOS
ISIN: DE0005677108
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Ticker: ELG -,-- %
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Gültigkeit der Analyse
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Erwartung: Neutral
Zur ELMOS Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Ein kräftiger Abwärtsimpuls führt dazu, dass die Aktie von Elmos Semiconductor an einer wichtigen Widerstandszone abdreht und bringt die Bären wieder ins Spiel. Was aber zur Vorsicht auf der Short-Seite mahnen sollte: Beim Verkaufsdruck klemmt es an der Logik.

Wirklich überrascht hat es ja nicht: KI-Unternehmen mahnen dazu, die Sache besonnener anzugehen, Aktien von zuvor wegen des rasanten KI-Wachstums massiv gestiegenen Halbleiterunternehmen fallen … und Elmos Semiconductor trägt den „Halbleiter“ im Namen. Resultat: Ein Minus von 7,43 Prozent am Montag. Doch speziell hier ist man mit dem Abgabedruck eigentlich an der falschen Adresse.

Denn Elmos Semiconductor stellt zwar Halbleiter her, die haben aber mit dem derzeitigen KI-Boom relativ wenig zu tun. Zwar nutzt Elmos KI-Dienste zur Datenauswertung bei den vom Unternehmen entwickelten, anwendungsspezifischen, integrierten Schaltungen. Aber diese kurz „ASICs“ genannten Chips kommen vor allem in Fahrzeugen zum Einsatz. Eine Veränderung der Nachfragesituation als Reaktion auf womöglich vorsichtiger agierende KI-Unternehmen ist daher logisch nicht herleitbar.

Abgesehen von der bislang offenen Frage, ob die Aussagen der Unternehmenslenker von OpenAI und Anthropic über das Wochenende das Entwicklungstempo im KI-Sektor wirklich bremsen, hat der Abgabedruck des Montags, vermutlich wegen des Wortes „Semiconductor“ im Namen, eigentlich die falsche Aktie getroffen. Aber ist daraus auch eine Einstiegschance ableitbar, bei der man darauf setzt, dass der Markt das Minus des Montags zeitnah „zurücknimmt“?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ELMOS Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Der Gedanke hätte zumindest etwas für sich. Dass die Analysten für Elmos Semiconductor mehrheitlich bullisch sind, das durchschnittliche Kursziel aktuell bei 191 Euro liegt und die Aktie sogar deutlich unter dem niedrigsten aller Experten-Kursziele (160 Euro) liegt, deutet das schon an.

Basis dieses Optimismus im Kreis der Analysten ist der Umstand, dass Elmos trotz des Hemmschuhs, mit seiner engen Bindung an die Automobilindustrie an eine Branche in der Krise gefesselt zu sein, weiter Wachstum zeigt. Und darüber hinaus nicht teuer bewertet ist: Auf Basis des für 2026 im Schnitt geschätzten Gewinns pro Aktie läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis momentan bei knapp 20.

Eine Chance, dass sich diese Aktie vom Sog derjenigen Halbleitertitel, die tatsächlich eng mit dem Thema KI-Wachstum verbunden sind, lösen könnte, wäre also vorhanden. Aber darauf bei einem Chartbild wie diesem direkt zu setzen und sich auf Verdacht auf der Long-Seite zu positionieren, wäre indes äußerst gewagt, denn:

Die Aktie hatte im Vorfeld mehrere Tage lang vergeblich versucht, die 200-Tage-Linie zurückzuerobern. Durch das Minus zum Wochenstart wurde sie an dieser wichtigen Charthürde nach unten abgewiesen und steuert dadurch auf das bisherige Tief der seit Mai laufenden Korrektur zu. Würde der bis in den März zurückreichende Unterstützungsbereich bei 128/129 Euro, um den es jetzt gehen würde, fallen, wäre der Weg nach unten aus rein charttechnischer Sicht erst einmal frei.

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 14.09.2026, Kurs 132,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 14.09.2026, Kurs 132,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Und in einem nervösen Marktumfeld wiegt ein klares Trendsignal oft schwerer als logische Argumente, daher wäre es in dieser Gemengelage die bessere Lösung, erst dann über einen Kauf nachzudenken, wenn zuvor auch die Charttechnik grünes Licht gegeben hat. Das hieße im Fall Elmos Semiconductor zwar, einen Anstieg über die mittelfristig wichtige Widerstandszone von 153 bis 160 Euro abzuwarten … aber zum einen wäre die Aktie auch dann aus aktueller Sicht noch nicht überbewertet, zum anderen hätte man dann eine solide Basis unter dem Kurs, an dem man sich für einen tauglichen Stoppkurs orientieren könnte.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.09.2026 um 18:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der ELMOS Aktie

25.08.2026
08:36 Uhr

Elmos Semiconductor: Trend geht vor Fakten — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.08.2026 um 22:06 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Elmos Semiconductor-Aktie hatte in den vergangenen Wochen bereits eine umfangreiche Korrektur gesehen. Aber jetzt ist eine Kreuzunterstützung gefallen, die den Kurs in Richtung einer Linie drückt, von der viele wohl dachten, dass man die so schnell nicht mehr testen würde.

Eigentlich weiß es ja jeder, der sich an der Börse bewegt: „Erwarten Sie das Unerwartete“ steht, wenngleich in unsichtbaren Lettern, über dem Eingang jedes Börsensaals. Aber trotzdem fragt man sich immer wieder: Wie konnte das passieren?

Im Fall der Aktie des ASIC-Herstellers Elmos Semiconductor dürften das einige beim Bruch der wichtigen 200-Tage-Linie gedacht haben, die zusammen mit dem Juli-Tief im Bereich 137,20 bis 141,30 Euro eine Kreuzunterstützung gebildet hatte. Denn immerhin hatte diese Aktie noch im Mai bei 206 Euro ein Rekordhoch ausgebildet. Die Korrektur war also schon im Vorfeld weit gediehen … warum geht es denn jetzt noch tiefer?

Expertenmeinung: Die Frage ist durchaus berechtigt, denn „teuer“ wäre Elmos Semiconductor rein von der Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis nicht mehr. Da käme man auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten auf ein KGV von 19. Im Vergleich zu anderen Halbleiter-Aktien ist das billig. Wobei die zwar derzeit oft immer noch, trotz Korrekturen, deutlich teurer sind als üblich, aber da ist ja diese Sache mit der KI. Allerdings gilt das nicht für Elmos.

Denn das Unternehmen fertigt zwar auch „Chips“, aber diese sogenannten ASICs sind integrierte Schaltungen mit einer ganz bestimmten Funktion, meist im Bereich Automobilbau. Eine höhere Bewertung der Aktie als üblich wäre also in diesem Fall nicht nachvollziehbar. Andererseits: Elmos zeigt kontinuierliches Wachstum … und das, obwohl die Hauptkunden in der Automobilbranche zu finden sind, die derzeit ja bekanntlich nicht gerade auf Rosen gebettet ist.

In einem bullischen Umfeld würde man unterstellen, dass Umsatz und vor allem Marge und Gewinn so richtig durchstarten müssten, wenn die Automobilbranche wieder Wasser unter dem Kiel bekommt und schon mal im Vorgriff auf goldene Zeiten vorkauft. Das Problem:

Aktuell ist das Umfeld der Halbleiter-Aktien, die immer noch korrigieren, eben nicht bullisch. Und auch das Chartbild der Elmos-Aktie ist derzeit klar bärisch. Und da ist es eben nicht selten so, dass sich viele Akteure sagen: Trend geht vor Fakten.

Damit wäre die Aktie also womöglich ganz grundsätzlich nicht mehr zu teuer, aber solange dieser Abwärtstrend läuft, ist der das dominante Element. Daher ist es durch den Bruch der 200-Tage-Linie durchaus wahrscheinlich geworden, dass die Aktie die übergeordnete, nach dem „Zoll-Schock“ im April 2025 etablierte Aufwärtstrendlinie bei aktuell 122 Euro testet und sich erst dort entscheidet, ob das bärische Lager seine Gewinne einstreicht, leer verkaufte Aktien zurückkauft und das dann gegebenenfalls ausreicht, um diese Korrektur zu beenden. Damit hätte man zwei Optionen:

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 24.08.2026, Kurs 133,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 24.08.2026, Kurs 133,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Man versucht sich im Zuge eines Tests dieser Linie bzw. der aktuell noch vorgelagerten Unterstützungszone 128/129 Euro an einem antizyklischen, hochspekulativen Einstieg mit einem engen Stoppkurs unter der Trendlinie … was indes nur für erfahrene, wirklich risikofreudige Trader eine Option wäre.

Oder man wartet konsequent auf ein klares, bullisches Signal in Form eines Ausbruchs über die aktuell bei 167 Euro verlaufende Abwärtstrendlinie. Wobei Letzteres immerhin den Vorteil hat, dass diese abwärts laufende Linie mit der Zeit immer näherkommt, sodass die Entscheidung, hier vorsichtiger zu agieren, nicht zum „Warten auf Godot“ würde.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

05.08.2026
08:10 Uhr

Elmos Semiconductor: Noch bleibt die Chance für einen 2. Versuch — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.08.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass Elmos Semiconductor weiterhin robustes Wachstum vorweisen würde, war im Vorfeld allseits erwartet worden. Die Frage, die die Marktteilnehmer bzgl. der Halbjahresbilanz umtrieb, lautete vielmehr: Ist das Wachstum so stark, dass es für einen neuen Aufwärtsimpuls reicht?

Wir sehen es im Chart: Die Antwort lautet nein – zumindest für den Dienstag, den Tag der Bilanzvorlage. Was einerseits nicht unbedingt überrascht, andererseits aber nichts ist, was in Stein gemeißelt sein müsste. Denn ein Argument, um die Elmos-Aktie in eine nennenswerte Verlängerung der ohnehin bereits recht weitreichenden Korrektur zu schicken, lieferte das Zahlenwerk wiederum auch nicht.

Der Anbieter von ASICS (anwendungsspezifische Chips vor allem für die Automobilindustrie) steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,4 Prozent. Die operative Gewinnmarge konnte von 20,40 auf 24,1 Prozent verbessert werden, so dass der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional um 36,1 Prozent anzog. Wenn man bedenkt, dass Elmos Semiconductor als Hauptkunden mit dem Automobilsektor eine unter Druck stehende Branche hat, war dieses Wachstum aller Ehren wert.

Die Prognose für das Gesamtjahr wurde zugleich bestätigt. Weiterhin plant Elmos mit einem Umsatzanstieg von zwölf Prozent +/- zwei Prozentpunkten und einer EBIT-Marge zwischen 23 und 26 Prozent, will heißen: Man lag zur Halbzeit des Geschäftsjahres absolut im Plan. Aber eben auch nicht mehr.

Expertenmeinung: Zwar ist die Bewertung der Aktie angesichts eines KGV (Kurs-/Gewinn-Verhältnis) von aktuell 21 auf Basis der durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten für 2026 im Vergleich zu vielen anderen Aktien aus dem Halbleitersektor eher günstig. Aber Elmos agiert eben in einem ganz spezifischen Bereich, der mit Infrastruktur und KI wenig bis gar nichts zu tun hat. Und dass ausgerechnet die derzeit eher ratlos wirkende Autoindustrie der Hauptkunde ist, stimmt so manchen Anleger eher vorsichtig.

Das Ausbleiben einer größeren, positiven Überraschung, sprich ein „wie erwartet“, reichte daher nicht für einen nennenswerten Aufwärtsimpuls. Im Gegenteil, die Aktie gab erneut Boden preis und fiel zum Handelsende um 3,89 Prozent. Aber ist die Chance für eine Aufwärtswende damit vertan?

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 04.08.2026, Kurs 143,20 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 04.08.2026, Kurs 143,20 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Nicht unbedingt, die Käuferseite hätte hier durchaus noch die Option eines zweiten Versuchs. Der Chart zeigt, dass die Elmos-Aktie am Tagestief fast die 200-Tage-Linie touchiert hatte, sich dort dann aber etwas lösen konnte. Diese Linie hatte bereits in der Vorwoche gehalten, damit bestünde die Chance, dass die Bullen diese Konstellation als Sprungbrett für einen neuen Aufwärtsimpuls nutzen.

Aber ob das gelingt, ist erst einmal offen. Hinzu kommt, dass über dem derzeitigen Kurs eine ganze Reihe an markanten Widerstandslinien wartet. Elmos müsste diese Charthürden durch Schlusskurse über 175 Euro überwinden, bevor sie wieder bullisch wäre. Was, nicht zuletzt aufgrund der eher günstigen Bewertung, zwar denkbar wäre … aber zwischen „denkbar“ und „gelungen“ stehen hier genug Widerstandslinien, um das besser erst einmal abzuwarten.

Quellenangaben:
Ergebnis des 1. Halbjahres 2026, 04.08.2026: https://www.elmos.com/ueber-elmos/investor/finanznachrichten/aktuelles/elmos-setzt-starke-operative-entwicklung-im-ersten-halbjahr-2026-fort.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

12.06.2026
08:15 Uhr

Elmos Semiconductor: Was müsste hier jetzt gelingen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.06.2026 um 22:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

In den letzten fünf Wochen hat Elmos Semiconductor vom Rekordhoch aus in der Spitze gut 22 Prozent korrigiert. Das scheint einigen auszureichen. Gestern gehörte die Aktie zu den Top-Gewinnern im TecDAX. Doch noch ist Elmos nicht wieder bullisch – was muss dazu gelingen?

Rein vom Chartbild her ist diese Frage recht einfach zu beantworten. Wir sehen im Chart, dass die Aktie des Herstellers von ASICS, d.h. von sogenannten anwendungsspezifischen, integrierten Schaltungen, ein Topp vollendet hat, dessen Nackenlinie bei 169 Euro verläuft.

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 10.06.2026, Kurs 168,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 10.06.2026, Kurs 168,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Solange dieser Bereich nicht zurückerobert wurde, bliebe es bei einer kurzfristig bärischen Tendenz mit nächstem Kursziel 153,00/154,60 Euro, wo Zwischenhochs aus dem März Unterstützung bieten könnten. Aber eine Rückkehr über die Nackenlinie des Topps würde die Aktie erst einmal nur in eine neutrale Beurteilung bringen. Um ein neues, bullisches Signal zu generieren, müsste mehr passieren.

Dazu müsste die Elmos-Aktie zusätzlich wieder über die 20-Tage- und die 50-Tage-Linie laufen, die die Hausse im Vorfeld wie Leitstrahlen geführt hatten … und darüber hinaus die kurzfristige Abwärtstrendlinie überbieten. Die liegt aktuell bei 183 Euro – ginge der Kurs da auf Schlusskurbasis klar drüber, hätten die Bullen eine Ausdehnung der Korrektur abgebogen und aus rein charttechnischer Sicht wieder Luft nach oben, idealerweise an und ggf. sogar über den bisherigen Verlaufsrekord bei 206 Euro. Aber wäre ein solcher Befreiungsschlag auch stabil?

Expertenmeinung: Um eine nachhaltige Wiederbelebung des Aufwärtstrends zu erreichen, reicht die Charttechnik normalerweise nicht aus. Sie kann den ersten Impuls liefern, aber wenn diejenigen, die rein charttechnisch vorgehen, daraufhin reagiert haben, müssten andere Argumente die Bewegung stützen: die Umsatz- und Gewinnperspektive – sei es für das Unternehmen selbst oder zumindest für die Branche – und/oder bullische Analysten-Kursziele. Und da wird die Sache schon weniger einfach.

Denn die Elmos-Aktie ist zwar mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 22 auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten weit weniger teuer als andere Halbleiteraktien. Aber es ist eben auch „keine wie die anderen“. Hier geht es nicht um die Hoffnung auf explodierende Umsätze und Margen durch KI, sondern um ASICS, anwendungsspezifische, integrierte Schaltungen, die Elmos Semiconductor vor allem für die Automobilindustrie fertigt. Dass es bei Elmos vorangeht, obwohl die Automobilindustrie kriselt, ist aller Ehren wert und eine gute Basis für deutlich anziehende Unternehmensgewinne, sollte es bei Elmos‘ Kundschaft mal wieder zu goldenen Zeiten kommen. Aber die Motivation, hier auf diesem Kursniveau noch massiv zuzugreifen, könnte durch die fehlende „KI-Phantasie“ durchaus gedämpft werden, daher:

Wenn Elmos Semiconductor diese aktuelle, kurzfristige Abwärtstrendlinie als Widerstand herausnimmt, wäre die Aktie vom Chartbild her wieder bullisch. Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass die Kursphantasie hier womöglich nicht dieselbe wäre wie bei den „echten“ Chip-Aktien mit KI-Bezug. Auf der anderen Seite kann das aber das Abwärtsrisiko mindern, wenn diese KI-Phantasie wieder einen Dämpfer bekäme. Elmos ist es wert, im Auge behalten zu werden … aber man sollte dann eher auf rein charttechnischer Ebene agieren und einem in dieser Hinsicht noch ausstehenden Befreiungsschlag besser nicht vorgreifen.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

26.05.2026
08:38 Uhr

Elmos Semiconductor: Die Bullen grausen sich (noch?) vor nichts — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.05.2026 um 21:32 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Elmos Semiconductor agiert im derzeit heiß begehrten Bereich der Halbleiter. Zugleich hat sich das Unternehmen in der jüngsten, schwierigen Phase hoch respektabel geschlagen. Bis hier würde ich mit den Bullen mitgehen. Aber was den aktuellen Kurslevel angeht, eher nicht.

Das Börsenjahr 2025 beendete die Elmos Semiconductor-Aktie mit 97,00 Euro. Am 8. Mai wurde mit 206,00 Euro ein neues Rekordhoch erzielt. Sie ging schnell und führte weit, diese Hausse. Und bei derart drastischen Kaufwellen tut man immer gut daran, die Sache vorsichtig abzuklopfen, statt immer weiter zu kaufen in der trügerischen Gewissheit, die anderen Käufer werden schon wissen, was sie tun. Denn aus meiner Sicht finden sich hier drei Aspekte, die zur Vorsicht mahnen.

Expertenmeinung: Eigentlich gehört Elmos ja nicht zu denjenigen Halbleiterunternehmen, denen man im Sog der gewaltigen Investitionen in KI dramatisch steigende Umsätze und Gewinne zubilligt. Denn Elmos Semiconductor fertigt integrierte Schaltungen, sogenannte ASICS, die spezifische Funktionen vor allem in Automobilen erfüllen. Das sind zwar auch Halbleiter, aber eben keine, die direkt mit KI zusammenhängen würden.

Also müsste diese Hausse der Aktie darauf basieren, dass die Automobilindustrie in nächster Zeit boomt und dadurch die Nachfrage nach ASICS explodiert … oder darauf, dass die Aktie im Vergleich zum Umsatz- und Gewinnwachstum noch günstig bewertet wäre. Aber Ersteres zeichnet sich momentan nicht ab und Letzteres ist nicht der Fall. Denn ja, die Analysten rechnen für Elmos im laufenden Jahr mit einem um 20 Prozent höheren Gewinn pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr. Aber der Kurs ist um ein Vielfaches gestiegen. Was auf Basis dieser 2026er-Gewinnschätzung zu einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26 führt. Für den Halbleitersektor teuer. Und per Ende 2026 hatte dieses KGV noch bei 16,5 gelegen, Ende 2024 sogar nur bei 9,1, Ende 2023 bei 12,8.

Und was ich höchst bemerkenswert fand, ist der Umstand, dass zwei Großaktionäre von Elmos am 11. Mai im „beschleunigten Bookbuilding-Verfahren“ (anders formuliert: Im Hauruck-Tempo) etwa zehn Prozent der Elmos-Aktien, die bis dahin nicht frei handelbar, weil in festen Händen, waren, an Großinvestoren verkauften. Und das mit einem ordentlichen „Großhandels-Rabatt“: Die Aktie hatte an diesem Abend mit 192,60 Euro geschlossen, verkauft wurden sie zu 176 Euro, also mit einem Abschlag von 8,6 Prozent. Das führte zwar zu dem im Chart zu sehenden, kräftigen Abwärtsimpuls am 12. Mai. Aber der Kurs stabilisierte sich umgehend … jetzt zieht die Aktie schon wieder an.

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 25.05.2026, Kurs 189,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 25.05.2026, Kurs 189,00 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Der Vorstandschef von Elmos erklärte sinngemäß, das sei eine gute Sache, weil damit der Streubesitz erhöht würde und das die Aktie attraktiver machen und bessere Chancen für den Aufstieg in den MDAX bedeuten könne. Erste Frage: Warum muss man so dringend in den MDAX, wenn man schon im TecDAX ist? Zweite Frage: Ist es ein reiner Zufall, dass hier nur einen Tag nach einem Rekordhoch und bei untypisch teurer Bewertung der Aktie „Kasse gemacht“ wurde?

Angenommen, ich wäre in der Lage, über eine große Position an Aktien eines Unternehmens zu verfügen: Würde ich nicht genau dann verkaufen, wenn ich zu der Ansicht gelange, dass man jetzt so viel Gewinn damit machen kann wie möglich, weil die Luft nach oben dünn ist?

Diese drei Aspekte zu ignorieren und einfach weiter zuzugreifen, halte ich für bemerkenswert ambitioniert. Zumindest knapp unter der 50-Tage-Linie bei aktuell 166 Euro oder, wenn man nicht besonders aggressiv investiert ist, unter der Supportzone 153,00/154,60 Euro, wäre ein Stoppkurs auf jeden Fall einen Gedanken wert. Nicht zuletzt, wenn man sich ansieht, wo die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gerade verläuft: bei 109 Euro!

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

05.05.2026
08:18 Uhr

Elmos Semiconductor: Die Zahlen kamen vorzeitig – jetzt wird es spannend! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.05.2026 um 22:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Elmos Semiconductor legte Stunden vor dem eigentlichen Termin via Ad-hoc-Meldung vorab die Ergebnisse des 1. Quartals vor und hob die 2026er-Prognose an. Mitten in der Handelszeit sorgte das für massive Bewegung … und wirft die Frage auf: War es das jetzt für die Bullen?

Aus meiner Sicht sind solche Aktionen ja eher unglücklich. Es ist ja richtig, dass ein Unternehmen, wenn es marktrelevante Informationen hat, diese umgehend allgemein zugänglich machen muss, wenn das Risiko besteht, dass ansonsten Insiderwissen entsteht und genutzt wird. Aber in jedem Unternehmen wissen viele nicht erst in der Minute, in der eine Bilanz vorgelegt wird, was drinsteht. Ob da wirklich am Montag um 16:13 Uhr vorab die Zahlen veröffentlicht werden müssen, die am Folgetag morgens (also heute) ohnehin anstehen? Aber hier war es eben so – und das sorgte für kräftige Kursbewegungen.

Die Handelsspanne der Aktie des Herstellers von vor allem für die Automobilindustrie gefertigten ASICS (anwendungsspezifische, integrierte Schaltungen) betrug dadurch satte 7,5 Prozent … und mit 196,20 Euro im Hoch wurde ein neuer Verlaufsrekord erzielt. Aber wir sehen es im Chart:

Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 04.05.2026, Kurs 184,20 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Elmos Semiconductor Aktie: Chart vom 04.05.2026, Kurs 184,20 Euro, Kürzel: ELG | Quelle: TWS

Am Ende schloss die Aktie deutlich unter dem Eröffnungskurs, was zeigt, dass die Rallye auf Gewinnmitnahmen traf. Unter dem Strich stand dadurch nur ein relativ überschaubares Plus von 0,33 Prozent. Überschaubar, nicht zuletzt deshalb, weil immerhin die Gesamtjahresprognose angehoben wurde – was meist zu stärkeren Kursgewinnen führt. Was ließe sich daraus ableiten?

Expertenmeinung: Zum einen, dass man mit guten Nachrichten bereits gerechnet hatte – nicht umsonst ist diese Aktie seit Jahresbeginn wie auf Schienen gestiegen. Zum anderen, dass diese Anhebung der 2026er-Guidance womöglich nicht so beeindruckend ausfiel, dass sie nach dem vorangegangenen Anstieg noch viele Käufe generieren konnte. Und ja, das war in der Tat so.

Denn Elmos Semiconductor korrigierte die Umsatzprognose von bisher +11 Prozent +/- 3 Prozent nur auf 12 Prozent +/- 2 Prozent. Das heißt: Das untere Ende der Spanne wurde eingegrenzt, das obere aber nicht erhöht. Darüber hinaus adjustierte Elmos die Prognose für die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von zuvor 24 Prozent +/- 2 Prozent auf 23 bis 26 Prozent (2025: 21,8 Prozent). Viel war das also nicht.

Das 1. Quartal kam auf ein Umsatzplus von 20,2 Prozent, das EBIT lag mit 36,2 Millionen Euro um 41,4 Prozent über dem des 1. Quartals 2025, die EBIT-Marge stieg von 20,2 auf 23,8 Prozent. Das war gut. Aber es war so durchaus erwartet worden. Das Resultat:

Der große Kurssprung blieb aus. Und da die Spanne der Analysten-Kursziele, die von 135 bis 180 Euro reicht, mit dem gestrigen, neuen Verlaufsrekord bereits überboten wurde, ist der Gedanke nicht abwegig, dass man jetzt, nachdem die „Good News“ auf dem Tisch liegen und womöglich auf Monate hinaus keine frischen Kaufargumente kommen, gerade das vorläufige Ende dieser beeindruckenden Hausse gesehen haben könnte.

Der heutige Tag könnte da bereits Entscheidungen bringen. Sollte es nicht gelingen, an das gestrige Verlaufshoch anzuknüpfen, sollte man den Blick sicherheitshalber nach unten richten und eine konsequente Absicherung der Gewinne vornehmen. Für aggressive Trades würde sich als Anhalt für einen Stop Loss die heute auf etwa 170/171 Euro laufende 20-Tage-Linie anbieten, für weniger spekulative Positionen die durch die 50-Tage-Linie verstärkte Supportzone im Bereich 153,00 zu 154,60 Euro. Das ist eher eng, aber wenn man sich ansieht, dass die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 105 Euro und damit meilenweit unter dem Aktienkurs verläuft, wird klar: Bis da hinunter will man nicht mit seinen Long-Trades durchgereicht werden.

Quellenangaben: adhoc-Meldung über das Ergebnis des 1. Quartals nebst Prognoseanhebung, 04.05.2026: https://www.elmos.com/ueber-elmos/newsroom/pressemitteilungen/aktuelles/ad-hoc-elmos-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-angehoben.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ELG.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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