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DEUTZ Aktie Prognose DEUTZ: Bilanz überzeugend – aber der Markt wirkt nicht überzeugt

News: Aktuelle Analyse der DEUTZ Aktie

In diesem Artikel
DEUTZ
ISIN: DE0006305006
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Ticker: DEZ -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur DEUTZ Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

DEUTZ legte am vergangenen Donnerstag Halbjahreszahlen vor. Die Aktie sackte zunächst durch, bevor ein Intraday-Turnaround zur Basis für den Ausbruch aus einer Dreiecksformation nach oben wurde.

Der Motorenbauer meldete für das erste Halbjahr einen Umsatzzuwachs von 10,7 Prozent, der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg aufgrund einer deutlich von 5,5 auf 7,1 Prozent gesteigerten EBIT-Gewinnmarge überproportional um 43,1 Prozent. Dass man hier eher keine Eintagsfliege in Sachen Wachstum vor sich hat, unterstrich der Anstieg beim Auftragseingang: Die Neuaufträge hatten ein um 28,7 Prozent höheres Volumen als im ersten Halbjahr 2025.

Hinzu kommt, wenngleich diese Meldung bereits im Juli kam, dass man sich neben Motorenbau, dem Bereich Generatoren und anderen Geschäftsfeldern durch die Übernahme des deutschen Rüstungsunternehmens FFG auch gezielt im Bereich der Verteidigungstechnik aufstellen wird, was das Wachstum mittelfristig auf breitere Füße stellen soll. Trotzdem fiel die Reaktion keineswegs einhellig positiv aus, wie der Chart zeigt:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur DEUTZ Aktie finden Sie hier.

DEUTZ Aktie: Chart vom 10.08.2026, Kurs 10,61 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DEUTZ Aktie: Chart vom 10.08.2026, Kurs 10,61 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Als Reaktion auf das Zahlenwerk sackte die DEUTZ-Aktie am Donnerstag erst einmal durch. Der Kurs gab um bis zu vier Prozent nach, bevor die Aktie zum Handelsende dann doch noch mit einem Plus von 3,3 Prozent schloss. Das brach offenbar das Eis, denn am Freitag ebenso wie am Montag griffen Akteure zu und verhalfen der Aktie auf diese Weise zu einem Ausbruch aus der im Chart zu sehenden Dreiecksformation nach oben. Aber so richtig überzeugen kann dieser Ausbruch noch nicht.

Denn am Freitag war die Aktie erst einmal an der Ende Februar etablierten Abwärtstrendlinie hängen geblieben, erst am Montag gelang ein Schlusskurs über dieser Hürde. Und auch da schloss DEUTZ zwar im Plus, kam aber ein gutes Stück vom Tageshoch zurück. Zugleich fiel im Vorfeld der Bilanz auf, dass der Kursverlauf seit Ende Juli, als die Aktie an der jetzt überbotenen Abwärtstrendlinie abgeprallt war, von auffallend vielen roten Candlestick-Kerzenkörpern bestimmt war. Selbst an Tagen, an denen der Kurs zum Vortag im Saldo stieg, lag der Schlusskurs unter der Eröffnung.

Es scheint, als hätten nicht wenige Akteure in Bezug auf die Halbjahresergebnisse eine Enttäuschung befürchtet und wären auch jetzt noch nicht vollends überzeugt – ansonsten wäre der Anstieg nach den Zahlen dynamischer ausgefallen. Natürlich ist es immer eine sehr individuelle Einschätzung, ob man Bilanzzahlen für ausreichend gut hält, um bei einer Aktie zuzugreifen, aber:

Auffällig ist hier, dass die Analysten in Sachen DEUTZ keineswegs so skeptisch sind wie die Marktteilnehmer. Denn alle sechs die Aktie aktuell einstufenden Analysten sehen sie als kaufenswert an. Und die Spanne der Analysten-Kursziele reicht von 12 bis 14 Euro, selbst das niedrigste aller Kursziele liegt also über dem letzten Kurs.

Ob einem das in Verbindung mit einer Bilanz, die in einem nicht gerade einfachen Umfeld robustes Wachstum ausweist, als Kaufargument reicht, ist, wie gesagt, eine individuelle Sache. Aber insgesamt präsentiert sich hier ein Bild, das das Halten einer bestehenden Position unterstützen würde und zugleich hervorhebt, dass das bärische Lager derzeit keine Argumente hätte, um sich ausgerechnet diese Aktie vorzuknöpfen.

Quellenangaben:
Ergebnis des 1. Halbjahres 2026, 06.08.2026: https://www.deutz.com/de/news/pressemitteilungen/news-detail/deutz-waechst-im-ersten-halbjahr-2026-zweistellig-2030-ziele-werden-durch-milliarden-transaktion-deutlich-frueher-erreicht/
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DEZ.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.08.2026 um 23:17 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der DEUTZ Aktie

08.05.2026
08:12 Uhr

DEUTZ: Bullisch … aber noch auf dünnen Beinen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.05.2026 um 22:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Motorenhersteller DEUTZ hat sich zeitig um weitere Geschäftsfelder gekümmert, das beginnt sich auszuzahlen. Das Ergebnis des ersten Quartals kam stark daher, die Aktie stieg. Das Chartbild kann indes noch nicht wirklich gefallen … da bleibt Vorsicht angebracht.

DEUTZ‘ klassisches Kerngeschäft sind Dieselmotoren. Aber in den vergangenen Jahren weitete das Unternehmen seine Tätigkeit aus, man produziert auch Motoren mit alternativen Antrieben und mobile Batteriesysteme. Zudem hat sich der Konzern intensiver als zuvor dem Rüstungsbereich zugewandt. Die Ergebnisse des ersten Quartals deuten an, dass sich das auszahlt.

Zwar stieg der Umsatz nur um 8,4 Prozent. Aber aufgrund einer von 5,2 auf 7,0 Prozent gesteigerten EBIT-Gewinnmarge legte das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) deutlich überproportional zu und stieg von -4,0 Millionen im Vergleichsquartal 2025 auf 31,1 Millionen Euro. Und dass man sich hier erst am Anfang eines guten Weges in Sachen Wachstum befinden könnte, zeigte sich beim Auftragseingang:

Der stieg um 41,2 Prozent auf 771 Millionen Euro. Daraus errechnet sich in Relation zum Umsatz von 530 Millionen eine Book-to-Bill-Ratio von 1,45 zu 1. Und noch im laufenden Jahr will DEUTZ weiter Fahrt aufnehmen, es blieb beim Ausblick eines 2026er-Umsatzes von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro und einer angestrebten EBIT-Gewinnmarge zwischen 6,5 und 8,0 Prozent. Dass die Aktie als Reaktion auf das Zahlenwerk steigt, war also folgerichtig, zumal:

Expertenmeinung: Auch die (wenigen) die Aktie regelmäßig einstufenden Analysten sind bullisch. Alle fünf sehen die Aktie als kaufenswert an, die Spanne der Kursziele bewegt sich zwischen 11,50 und 12,90 Euro. Da wäre also noch Luft nach oben für den Kurs, wenn es nach den Analysten ginge.

Wobei diese Kursziele nicht einfach aus der Luft gegriffen sind. DEUTZ hat eine sinnvoll erscheinende Wachstumsstrategie, in den kommenden Jahren weiter steigende Gewinne sind also durchaus eine realistische Perspektive. Dafür ist die Bewertung mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 12 für die durchschnittliche 2026er-Gewinnschätzung nicht zu teuer. Zwar werden die Bäume auch hier nicht einfach in den Himmel wachsen, aber bevor man für DEUTZ eine Überbewertung unterstellen könnte, wäre ein Erreichen und Überwinden des bisherigen Jahres-Verlaufshochs von 12,50 Euro grundsätzlich möglich.

DEUTZ Aktie: Chart vom 07.05.2026, Kurs 11,10 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DEUTZ Aktie: Chart vom 07.05.2026, Kurs 11,10 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS

Aber wir sehen, dass der Kurssprung als Reaktion auf die Bilanzzahlen auf Gewinnmitnahmen traf, die dazu führten, dass wir hier einen in der Luft hängenden Doji im Chartbild sehen, der sehr nach einem kritischen „Gravestone Doji“ aussieht. Hier sind also keineswegs alle davon überzeugt, dass DEUTZ auf diesem Level noch viel Luft nach oben hat. Es müssten daher umgehend Anschlusskäufe aufkommen, die dann nicht sofort auf Abgaben treffen, sprich: Die Aktie sollte zügig weiter zulegen, um das grundsätzlich bullische Setup zu erhalten.

Gelingt das nicht, sollte man die Supportlinie bei 10,64 Euro im Auge behalten. Sollte die fallen, wäre ein Test der gerade erst perfekt als Sprungbrett bewährten 200-Tage-Linie bei aktuell 9,37 Euro ein realistisches Szenario. Solange diese Linie hält, wäre das für mittel- und längerfristige Positionen zwar kein Problem, aber wer hier aggressiv Long agiert, sollte eher schon im Fall eines Closings unter 10,64 Euro vorsichtig werden.

Quellenangaben: Bilanz des 1. Quartals 2026, 07.05.2026: https://www.deutz.com/de/news/pressemitteilungen/news-detail/deutz-startet-mit-starkem-wachstum-ins-geschaeftsjahr-2026

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DEZ.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

27.03.2026
08:17 Uhr

DEUTZ: Gut … aber nicht gut genug — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.03.2026 um 22:02 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Motorenhersteller DEUTZ meldete am Donnerstag solide Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn für das Jahr 2025. Zugleich plant man für 2026 ebenfalls mit dynamischem Wachstum. Das war zwar gut, hatte aber einen Haken: Die Analysten hatten mehr erwartet.

Umsatz +12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) +46,4 Prozent auf 112 Millionen, EBIT-Gewinnmarge rauf von 4,2 Prozent im Jahr 2024 auf 5,5 Prozent. Das war respektabel. Zugleich lag der Auftragseingang mit +13,7 Prozent etwas über dem Umsatzplus: Das war also eigentlich ein Jahr, über das man sich als Aktionär nicht beklagen kann. Und im laufenden Jahr will DEUTZ weiter kräftig wachsen:

Das Unternehmen sieht beim Umsatz 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro, zugleich will DEUTZ die im Vorjahr auf 5,5 Prozent gestiegene EBIT-Gewinnmarge in eine Range zwischen 6,5 und 8,0 Prozent steigern. Würde man die Mitte der beiden Spannen hernehmen, käme man so auf einen Anstieg beim EBIT von 55 Prozent auf 174 Millionen Euro. Das ist nicht zu verachten, aber warum fiel die Aktie dann als Reaktion auf diese Zahlen?

Expertenmeinung: Weil all das nicht nur keine positive Überraschung war, sondern sogar eine eher negative. Denn die Analysten hatten im Vorfeld bei Umsatz und Gewinn für 2025 etwas mehr geschätzt, konkret einen Umsatz von 2,09 Milliarden statt der 2,04 Milliarden, die es am Ende wurden. Beim EBIT hatte man im Schnitt 115 Millionen erwartet, gemeldet wurden, wie geschrieben, 112. Und was das laufende Jahr angeht, war man von einem Anstieg des EBIT auf 200 Millionen ausgegangen. Was zwar im Rahmen von DEUTZ‘ Prognose-Bandbreite läge, aber nur, wenn es ans obere Ende ginge.

Zwar hätte man angesichts der bereits im Vorfeld kräftigen, Anfang März losgetretenen Korrektur denken können, dass ja schon vorher zu hohe Erwartungen ausgepreist worden sind, so dass diese etwas kleineren Brötchen, die da gebacken werden sollen, niemanden mehr schrecken müssten. Aber sieht man sich an, wie extrem die DEUTZ-Aktie seit dem vergangenen Frühjahr gelaufen war, kommt einem nicht nur der Spruch „Was hoch steigt, kann auch tief fallen“ in den Sinn, sondern man erinnert sich auch, dass DEUTZ ja in den Kreis der Aktien gelangt war, die man mit „Rüstungsphantasie“ in Verbindung bringt. Denn im Verlauf des vergangenen Jahres hatte DEUTZ selbst betont, dass man sich in diese Richtung gezielt mehr engagieren werde. Das könnte jetzt auf die Aktie drücken, denn:

Der Auftragseingang lag 2025 ja nur geringfügig höher als der Umsatz. Was andeutet: Eine Ausweitung der Produktion in Richtung Verteidigungssektor dauert seine Zeit, die Aktie hatte das aber im Eilzugtempo vorweggenommen. Diese „Luft“ scheint jetzt aus dem Kurs herauszugehen. Allerdings sehen wir auch, dass bereits die Hälfte der Hausse zwischen April 2025 und Februar 2026 korrigiert wurde. Und wir sehen, dass die Aktie zwar unter ihre 200-Tage-Linie gefallen ist, nicht allzu weit unterhalb des gestrigen Tiefs, aber die breite Supportzone 6,71 zu 7,95 Euro warten würde.

Denkbar wäre es also durchaus, dass DEUTZ so langsam „auskorrigiert“ ist, zumal die Unwägbarkeiten, die von der Situation in Nahost ausgehen, durch die bisherige Korrektur seit Anfang März ja bereits Eingang in den Kurs gefunden hat.

Da diese Entwicklung um den Iran aber absolut nicht eingrenzbar ist und jederzeit neue, negative Impulse aussenden könnte, würde man zwar bewusst darauf verzichten, das Korrekturtief „abzufischen“ (was sowieso selten bis nie funktioniert), und höher einsteigen, wenn man erst einmal abwartet, ob nicht nur Unterstützungen halten, sondern auch Hürden genommen werden können. Aber man hätte dann ein Indiz dafür im Rücken, dass der Abgabedruck geringer wird und könnte gezielt engere Stoppkurse unter die zuvor überbotenen Widerstände legen. Derzeit wäre das Überwinden der Zone zwischen 200-Tage-Linie, dem Jahreshoch 2025 und der aktuell auf 10,20 Euro nach unten gelaufenen 20-Tage-Linie eine solche potenzielle Schlüsselzone.

DEUTZ Aktie: Chart vom 26.03.2026, Kurs 8,37 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DEUTZ Aktie: Chart vom 26.03.2026, Kurs 8,37 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS

Quellenangaben: Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, Ausblick auf 2026, 26.03.2026: https://www.deutz.com/de/news/pressemitteilungen/news-detail/deutz-waechst-und-erzielt-2025-in-schwierigem-marktumfeld-eines-der-besten-ergebnisse-der-juengeren-unternehmensgeschichte

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

09.09.2025
08:15 Uhr

DEUTZ: Da ist schon sehr viel Zukunft eingepreist — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.09.2025 um 8:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als der Motorenhersteller DEUTZ Anfang des Jahres mitteilte, dass man im Bereich Rüstung viel Potenzial sehe und sich sukzessive breiter und in diese Richtung aufstellen würde, schoss der Kurs nach oben.

DEUTZ Aktie: Chart vom 08.09.2025, Kurs 9,945 Euro, Kürzel: DEZ | Online Broker LYNX
DEUTZ Aktie: Chart vom 08.09.2025, Kurs 9,945 Euro, Kürzel: DEZ | Quelle: TWS

Letzte Woche meldete man einen Zukauf, der dieses Ziel bedient, aber:
Der am 2. September gemeldete Zukauf von Sobek, eines Herstellers hochspezialisierter Elektroantriebe, ist keiner, der die bis dahin geltende Ausgangslage auf den Kopf stellen würde. Das Unternehmen hat etwa 70 Mitarbeiter und rechnet nach eigenen Angaben mit einem 2025er-Umsatz im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich. Zum Vergleich: DEUTZ setzte 2024 1,8 Milliarden Euro um.

Zwar ist es ohne Zweifel positiv, dass sich DEUTZ breiter aufstellt. Aber Sobek ist ein kleiner Zukauf, der zudem kein reiner Hersteller von Antrieben für militärisch nutzbare Drohnen ist, sondern diese Antriebe auch anbietet, ebenso aber Antriebe für zivile Drohnen und den Motorsport. Dass Sobek mit der größeren Präsenz und Marktmacht von DEUTZ eine gute Möglichkeit hat, gezielt im Bereich militärischer Drohnen zu expandieren, ist sicher richtig. Die Frage stellt sich aber, wann und wie erheblich das Umsatz und Gewinn von DEUTZ nach oben bewegen wird. Denn wie gesagt:

Sobek ist ein kleines Unternehmen, dessen Umsatzanteil innerhalb des DEUTZ-Konzerns bei – wenn man für 2025 einfach mal 50 Millionen unterstellt – unter drei Prozent liegen würde. Und bevor dieses Unternehmen DEUTZ’ Kasse schneller füllt, will der Kaufpreis, den man auf einen niedrigen, dreistelligen Millionenbetrag schätzt, erst einmal wieder verdient sein.

DEUTZ wird nur von relativ wenigen Analysten regelmäßig beobachtet, daher ist bisher nur ODDO BHF mit einem neuen Kursziel präsent. Hier wertete man die Verbreiterung der Produktpalette positiv und hob das Kursziel von zuvor 9,40 auf 10,40 Euro an. Aber viel fehlt nicht mehr, bis dieses Kursziel erreicht ist. Heißt das: Der „Deckel“ für die Hausse ist nahe?

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Expertenmeinung: Nicht zwingend, denn man weiß ja, dass Kursfantasie bisweilen auch mit wenigen Fakten auskommt oder kleine, positive Aspekte zu großen aufbläst, zumindest, solange der Aufwärtstrend intakt bleibt. Außerdem ist es ja nicht so, dass dieser kleine Zukauf einem notleidenden Unternehmen aus der Patsche helfen müsste: DEUTZ’ Halbjahreszahlen waren hervorragend und lösten nach ihrer Veröffentlichung Anfang August einen zweitägigen Kursanstieg aus, der jetzt, nach mehrwöchiger Konsolidierung, wieder Fahrt aufnimmt.

Doch selbst das höchste aller nach der Halbjahresbilanz vergebenen Kursziele liegt bei 11,30 Euro. Und mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 15 für die aktuelle, durchschnittliche 2025er-Gewinnschätzung, die sich operativ durch den Sobek-Zukauf nicht verändern wird, ist die Aktie schon vernünftig bewertet. Noch nicht teuer, aber eben auch nicht mehr unbedingt kaufenswert. Was tun?

Dranbleiben wäre, wenn man die Aktie hat, die vernünftigste Lösung – allerdings nicht ohne Stoppkurs, den man leicht unter die Supportzone 7,70/8,07 Euro oder, als aggressiver Trader, sogar unter das letzte, kleine Zwischentief bei 8,78 Euro verorten könnte. Denn DEUTZ ist eher markteng, da können kleine Nachrichten schnell mal große Wirkungen entfalten. Aber jetzt erst neu einzusteigen, nachdem diese Meldung über den Zukauf bereits für einen erneuten Anstieg gesorgt hat, wäre riskant. Hier sollte, wer über einen Kauf nachdenkt, besser eine Korrektur abwarten … die zwar auf sich warten lassen kann, aber letztlich nie ausbleibt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.