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Boeing Aktie Prognose Boeing nach 40% Rallye – jetzt durchatmen?

News: Aktuelle Analyse der Boeing Aktie

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Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Vorherige Analysen der Boeing Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.11.2025 um 18:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass bei Boeing der Lack der Boomjahre 2017/2018 ab ist, ist eine Sache. Aber so schlecht, wie die Aktie derzeit aussieht, müsste sie nicht dastehen. Es gibt eine charttechnische Schlüsselzone, auf die es hier in Bezug auf eine Wiederbelebung der Aktie ankäme.

Auch 2025 wird Boeing noch rote Zahlen schreiben. Die 737-MAX-Problematik, Umstrukturierungen und so mancher Streik schlugen und schlagen sich eben in der Bilanz nieder. Aber für 2026 rechnen die Analysten mit einer Rückkehr in die Gewinnzone und ab 2027/2028 sieht man dann Gewinnlevels pro Aktie, wie man sie 2017/2018 erzielt hatte. Zwar weiß man eigentlich, dass bis dahin viel passieren kann, was die Prognosen von heute in das Reißwolf-Material von morgen verwandeln kann. Aber wenn man sich überlegt, wie stur man optimistischen Planspielen derzeit in Sachen KI nachläuft, wundert es schon, dass die Anleger das bei Boeing momentan offenbar nicht tun wollen.

Dabei ist hier bereits mehr in Bezug auf kommende Entwicklungen greifbar als bei Prognosen vieler anderer Branchen. Denn hier ist das Auftragsbuch besonders bedeutsam, weil ein z. B. Chip-Auftrag hurtig erledigt ist, nicht aber einer über mehrere große Verkehrsflugzeuge. Was heute in Boeings Büchern steht, beschäftigt Konzern und Mitarbeiter auf Jahre hinaus. Und in Sachen Neuaufträge sieht es eben gar nicht übel aus:

In den ersten zehn Monaten des Jahres sind bei Boeing 782 Nettobestellungen hereingekommen (netto heißt: Neubestellungen abzüglich Auftragsstornierungen). Und das wundert wenig, wenn man bedenkt, dass die „Zoll-Deal-Strategie“ des US-Präsidenten diejenigen Länder, die einen „Deal“ bekamen, oft dazu verpflichtete, Boeing-Flugzeuge zu kaufen. Natürlich kann eine solche „Protektion“ am Ende zum Bumerang werden, falls viele Airlines prompt ihre Bestellungen stornieren sollten, wenn ein anderer Präsident eine andere US-Politik betreiben würde. Aber bis dahin wäre es ja noch drei Jahre hin. Und das Hier und Jetzt zeigt, dass Boeing bis Ende Oktober mit 493 Maschinen so viele ausgeliefert hat wie zuletzt 2018.

Expertenmeinung: Damit wäre der Weg zurück in die Gewinnzone ebenso wie der Verbleib dort eigentlich geebnet. Doch während 20 von 26 Analysten die Boeing-Aktie als kaufenswert einstufen und das durchschnittliche Kursziel mit momentan 245 US-Dollar sehr weit über dem tatsächlichen Kurs der Aktie liegt, bleiben die Anleger nicht nur eher zurückhaltend, die Aktie bewegt sich sogar in einem intakten Abwärtstrend. Und das, während der US-Aktienmarkt insgesamt nahe seiner erst jüngst markierten Rekorde notiert.

Wenn die Marktteilnehmer erst einmal misstrauisch sind, ändert sich das normalerweise nicht schlagartig. Aber steter Tropfen höhlt den Stein, das gilt nicht nur für Übertreibungsphasen nach oben, sondern auch für die nach unten. Daher könnte die Aktie jederzeit „wiederentdeckt“ und damit für die Long-Seite interessant werden. Wirklich „handelbar“ wäre sie aber erst, wenn sie die charttechnische Schlüsselzone zurückerobert, die sie gerade erst in den vergangenen Wochen durchschlagen hatte. Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, worum es geht:

Boeing Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 186,92 US-Dollar, Kürzel: BA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Boeing Aktie: Chart vom 27.11.2025, Kurs 186,92 US-Dollar, Kürzel: BA | Quelle: TWS

Seit Anfang 2023 hat der Bereich zwischen 188 und 197 US-Dollar ein ums andere Mal als Wendezone fungiert. Mal wirkte die Zone als Support, mal als Widerstand. Aus diesem Bereich ist die Boeing-Aktie in der vergangenen Woche nach unten herausgerutscht. Gelingt es, diese jetzt als Widerstand dienende Kursspanne zurückzuerobern, wäre das ein markant bullisches Signal, das auch so manchen bis dato misstrauischen Anleger für die Long-Seite gewinnen könnte.

Das sollte man im Auge behalten, aber einem solchen Aufwärtsschwenk keineswegs vorgreifen. Denn wie gesagt: Auch Misstrauen kann hartnäckig sein und zu Übertreibungen führen. Dass Boeing den Rebreak über 188/197 US-Dollar schafft, ist ein „Kann“, aber keineswegs ein „Muss“.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Seit 2019 macht Boeing Verluste. Nächstes Jahr soll wieder ein Gewinn gelingen, sofern die Analysten Recht bekommen. Aber die Aktie scheint schon mal vorzulaufen. Nach dem sehr schwachen Jahr 2024 steht sie derzeit auf Platz 3 der Dow Jones-Performer. Wieso?

Erst waren es die Qualitätsmängel und die daraus resultierenden Unglücksfälle, dann kam auch noch Corona dazu: Boeing bekam in den letzten Jahren kein Bein auf den Boden, Airbus konnte sich freuen. Und dass überdies Pannen bei Boeings „Starliner“ dazu führten, dass zwei Astronauten monatelang auf der Raumstation ISS festsaßen. Und die beiden vor Jahren bei Boeing bestellten, neuen „Air Force One“-Maschinen mehrere Jahre hinter dem Zeitplan liegen, erinnert die Anleger immer wieder daran, dass es hier nicht läuft, wie es laufen sollte.

Trotzdem zog die Aktie seit Anfang April beeindruckend an. Zunächst fiel sie im Zuge der allgemeinen Zollpanik stärker als ihr Heimatindex Dow Jones, zog dann aber umso dramatischer an. Gerechnet vom bisherigen Jahres-Verlaufstief, das am 7. April bei 128,88 US-Dollar erreicht wurde, stieg der Kurs in der Spitze um knapp 63 Prozent. Das bisherige Jahres-Verlaufshoch wurde bei 209,66 US-Dollar erreicht, seither konsolidiert die Aktie, ohne aber bislang Anzeichen nennenswerten Drucks zu zeigen.

Boeing Aktie: Chart vom 23.05.2025, Kurs 202,36 US-Dollar, Kürzel: BA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Boeing Aktie: Chart vom 23.05.2025, Kurs 202,36 US-Dollar, Kürzel: BA | Quelle: TWS

Mit dieser Kaufwelle gelang es, die seit Anfang 2023 bestehende Schlüsselzone zwischen 192 und 197 US-Dollar zu überwinden, die die seither entstandene Handelsspanne zwischen 128,88 US-Dollar (7. April 2025) und 267,54 US-Dollar (21. Dezember 2023) fast genau in der Mitte teilt. Man ist also wieder im bullischen Bereich der Trading-Range. Aber kann die Boeing-Aktie da auch bleiben?

Expertenmeinung: Müsste sich Boeing mühsam Schritt für Schritt aus der Krise kämpfen, womöglich nicht. Doch die Nachrichtenlage bietet den Bullen in der Tat eine Chance, denn seit einigen Monaten füllt sich Boeings Auftragsbuch wie von Zauberhand … wobei eine gewisse Mithilfe des US-Präsidenten kaum zu übersehen ist.

Für die Entwicklung des neuen F47-Kampfjets bekam Boeing statt Lockheed Martin den Zuschlag. Bei der Einigung mit Großbritannien war ein „Paket“ von Boeing-Flugzeugen inklusive. Bei Trumps Nahost-Reise war Boeing mit dabei, es kam zu Bestellungen von u.a. Quatar Airways und Etihad Airways. Und darüber hinaus wurde jetzt bekannt, dass die US-Regierung einem „Deal“ zugestimmt habe, durch den Boeing um einen Prozess im Rahmen der Abstürze von 737MAX-Maschinen herumkommt. Und dem bullischen Lager dürfte vorschweben, dass Boeing bei jeder Einigung im von den USA losgetretenen Handelsstreit unsichtbar mit im Boot sitzt.

Ob es wirklich so kommt, muss sich zwar erst zeigen. Aber diese Rallye basiert auf dem Eindruck, hier habe sich auf einmal eine Situation manifestiert, die dem Flugzeugbauer reichlich Aufträge sichert und den Rücken freihält. Und bislang taucht nichts auf, das dem zuwiderläuft. Was man nicht weiß ist, wo der Gewinn pro Aktie dadurch in ein, zwei Jahren landen könnte. Aber denkbar – wenngleich so etwas nie sicher sein kann – wäre es dadurch schon, dass die Aktie weiter zulegt.

Nach in der Spitze 63 Prozent in wenigen Wochen war die Aktie markttechnisch heiß gelaufen, das hat sich durch die wenigen Tage, in denen der Kurs bislang konsolidiert, noch nicht wirklich abgebaut, will heißen: Die Konsolidierungsphase könnte noch weitergehen. Aber solange die jetzt wieder als Support dienende Unterstützungszone 192 zu 197 US-Dollar nicht wieder deutlich unterboten wird, bliebe die Tür für die Bullen grundsätzlich offen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Gestern vor Börsenbeginn präsentierte der US-amerikanische Flugzeughersteller seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Die erfreuliche Nachricht: Der Verlust fiel deutlich geringer aus als von Analysten prognostiziert. Der Umsatz erreichte 19,50 Milliarden USD, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von beachtlichen +17,7 % entspricht.

Die Boeing-Aktie reagierte sehr positiv auf diese Ergebnisse und legte im gestrigen Handel um rund 6 % zu. Damit wurde die Serie tieferer Hochs vorerst unterbrochen, und der Trend befindet sich nun wieder in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Ob die Bullen auch weiterhin die Oberhand behalten, dürfte davon abhängen, ob der gestrige Kurssprung verteidigt werden kann. Ein weniger positives Signal wäre ein Schließen der Kurslücke sowie ein Rückfall unter die 50-Tage-Linie – ein Szenario, das bereits Ende März zu einer deutlichen Korrektur geführt hatte.

Auf der Oberseite dürften sich die Käufer nun auf die im Chart markierte Widerstandslinie konzentrieren. Ein Ausbruch darüber wäre ein weiteres positives Signal. Bis dahin bleibt die Bewertung für die Boeing-Aktie zunächst neutral.

Aussicht: NEUTRAL

Boeing Aktie: Chart vom 23.04.2025, Kurs: 172.37 USD, Kürzel: BA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Boeing Aktie: Chart vom 23.04.2025, Kurs: 172.37 USD, Kürzel: BA | Quelle: TWS

Quelle:
Earningswhispers.com; https://www.earningswhispers.com/epsdetails/BA

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Spatzen hatten es bereits von den Dächern gepfiffen, am Freitag wurde es dann amtlich: Boeing hat den Zuschlag für die Entwicklung eines neuen Kampfjets mit der Bezeichnung F-47 erhalten. Die Aktie stieg … aber bullisch ist sie trotzdem noch nicht.

Die meisten Analysten, die Boeing regelmäßig auf dem Schirm haben, raten zum Kauf oder doch zumindest dazu, die Aktie zu halten. Das klingt gut, hat aber einen Haken: Das durchschnittliche Kursziel dieser Experten liegt bei 196 US-Dollar. Und damit in der Zone, über die die Boeing-Aktie hinaus müsste, um mittelfristig wieder als bullisch zu gelten. Wie geht das zusammen? Das ist deswegen nachvollziehbar, weil sich die Aktie die meiste Zeit der vergangenen zwölf Monate auf einem Kursniveau herumgedrückt hatte, das unter dem derzeitigen lag. Die Analysten-Einschätzungen fallen daher als echtes Kaufargument aus. Aber was ist nun mit diesem Kampfjet-Auftrag?

Der Vertrag hat einen Wert von über 20 Milliarden US-Dollar, hieß es. Das klingt im ersten Moment wie ein „Game Changer“ und ja, es ist natürlich nicht nichts. Aber wenn man sich ansieht, dass Boeing 2024 einen Umsatz von 67 Milliarden auswies und wir hier von einer sich über viele Jahre hinziehenden Aktion reden, bis tatsächlich die ersten Flugzeuge ausgeliefert werden könnten, relativiert sich die Sache. Wie lange sich vor allem Neukonstruktionen hinziehen können, ließe sich an den 2018 bestellten neuen Air-Force-One-Maschinen ersehen. Der Liefertermin war 2024 … es ging also um sechs Jahre. Und fertig sind diese beiden Maschinen bis heute nicht.

Expertenmeinung: Daher war diese Meldung, mit der man bereits am Donnerstag gerechnet hatte, auch keine, die imstande war, die Boeing-Aktie aus ihrer „Krisenzone“ unterhalb des Widerstandsbereichs 196/200 US-Dollar herauszubringen. Es gelang nicht einmal, die naheliegendere Zone 182,57 zu 188,66 US-Dollar zu überwinden, nicht zuletzt, weil einige in die Kursgewinne als Reaktion auf die F-47-Meldung gleich mal Gewinne mitnahmen.

Das Sentiment für Boeing ist weiterhin ein eher negatives, nach den Problemen mit der 737 MAX. Und das gilt nicht nur für die Aktionäre, sondern offenbar auch weiterhin für die Airlines. Boeing verzeichnete in den ersten zwei Monaten des Jahres 41 Neubestellungen (Stornierungen bereits abgezogen), das ist mager. Zugleich „verbrennt“ das Unternehmen weiterhin Geld, der Netto-Cashflow ist negativ. Dass die Mittelabflüsse langsam kleiner werden und Boeings Finanzvorstand unlängst sagte, dass der Cashflow bis Jahresende wieder positiv werden könnte, hilft für den Moment wenig.

Boeing Aktie: Chart vom 21.03.2025, Kurs 178,11 US-Dollar, Kürzel: BA | Online Broker LYNX
Boeing Aktie: Chart vom 21.03.2025, Kurs 178,11 US-Dollar, Kürzel: BA | Quelle: TWS

Nicht zuletzt deswegen sind die Kursziele der Analysten mit diesen im Schnitt 196 US-Dollar eher verhalten. Und die Trader werden nicht übersehen, dass das Konsens-Kursziel und diese markante Widerstandszone 196/200 US-Dollar auf einer Höhe liegen. Dass diese Hürde grundsätzlich genommen werden könnte, ist sicher richtig. Aber dass dieser Neuauftrag der US-Regierung alleine das bewirken könnte, ist zweifelhaft. Bevor Boeing nicht klar über 200 US-Dollar notiert, dürfte die Aktie auf den meisten Einkaufslisten bullischer Trader wohl nicht auftauchen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.