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Am Mittwoch, den 05. August, legte Siemens Energy die Zahlen zum Ende Juni beendeten Quartal vor. Die Aktie schloss gegenüber dem Vortag unverändert … was nicht weiter problematisch gewesen wäre, wenn sie nicht am Tageshoch deutlich in der Gewinnzone notiert hätte.
Die Siemens Energy-Aktie hatte als Reaktion auf das am Morgen vorgelegte Ergebnis des 3. Geschäftsjahresquartals (Geschäftsjahresende ist hier immer der 30.9.) mit einer großen Aufwärts-Kurslücke eröffnet und lag direkt danach am Tageshoch um 5,7 Prozent im Plus. Am Ende des Tages landete sie genau auf dem Vortages-Closing … und hatte zeitweise sogar leicht im Minus notiert.
Das ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Erstens, weil die Ergebnisse allesamt über den Prognosen lagen. Zweitens, weil dieser Abverkauf anfänglicher Gewinne keineswegs im charttechnischen Nirgendwo begann.
Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 18,5 Prozent zu, der Auftragseingang immerhin um 8,5 Prozent. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn stieg von knapp 0,5 auf 1,62 Milliarden Euro, deutlich mehr als im Vorfeld von den Analysten geschätzt, basierend auf einer sehr stark von 5,1 auf 14,2 Prozent gesteigerten Gewinnmarge.
Zu diesen positiven Nachrichten gesellte sich die Mitteilung, dass das „Problemkind“ wieder profitabel arbeitet: Die spanische Windkraft-Tochter Siemens Gamesa.
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Expertenmeinung: Ein wenig unbefriedigend mag für manche gewesen sein, dass Siemens Energy die bisherige Prognose für das komplette, am 30.9. endende Geschäftsjahr insgesamt beibehielt und nur in Bezug auf die Gewinnmarge die Tendenz zum oberen Ende der kommunizierten Bandbreite avisierte. Aber wenn man sich ansieht, dass die Aktie seit dem Frühjahr korrigiert, könnte man denken, dass da genug an überzogenen Erwartungen aus dem Kurs heraus sei, um einen initialen Kurssprung angesichts solcher Zahlen auch durchzuhalten.
Dass das nicht gelang, deutet zum einen an, dass da eben doch einige noch mehr erwartet hatten, sprich die „Whisper Numbers“, die über den offiziellen Prognosen zu liegen pflegen, nur erreicht oder sogar verfehlt wurden. Zum anderen zeigt dieses Chartbild, dass mit den Bären hier offenbar noch zu rechnen ist.
Immerhin drehte der Kurs am Tageshoch präzise auf Höhe der steileren der beiden aktuellen Abwärtstrendlinien und am unteren Ende der Widerstandszone 159,40/163,78 Euro ab. Das zeigt, dass die Leerverkäufer an neuralgischen Zonen im Chartbild aktiv Gegenwehr leisten und die Käuferseite im Gegenzug nicht imstande ist, den daraus erwachsenden Abgabedruck aufzufangen.
Damit bleibt Siemens Energy, gute Zahlen hin oder her, auf der Watchlist. Erst, wenn diese beiden Abwärtstrendlinien mit Schlusskursen über 168 Euro bezwungen wären, könnte man hier wieder über die Long-Seite nachdenken.
Quellenangaben:
Ergebnis des 3. Geschäftsjahresquartals 2025/2026, 05.08.2026: https://assets.siemens-energy.com/dam/f86b8ac4-58dd-47e8-9a76-b49d004cdfee/2026-08-05-Earnings_Release_Q3_FY26_DE-pdf_Original%20file.pdf
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.08.2026 um 22:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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