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Adobe Aktie Prognose Adobe: Setzt sich der Abwärtstrend weiter fort?

News: Aktuelle Analyse der Adobe Aktie

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Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Vorherige Analysen der Adobe Aktie

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.12.2025 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Softwarekonzern war einer der frühen Anbieter im Bereich Künstliche Intelligenz und konnte mit Firefly sowie weiteren Innovationsschritten durchaus Akzente setzen. Dennoch wurden Anleger im auslaufenden Börsenjahr nicht wirklich überzeugt.

Die Adobe-Aktie stand über viele Monate hinweg unter konstantem Druck, ausgelöst durch wiederkehrend enttäuschende Kursreaktionen nach Quartalszahlen. Mehrere Kurslücken nach unten zementierten das bärische Bild. Erst die jüngsten Ergebnisse vom 10. Dezember brachten eine kurzfristige Entlastung. Adobe präsentierte zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum – solide Zahlen, die für Aufmerksamkeit sorgten und einen deutlichen Kursschub auslösten. Trotz dieser positiven Überraschung ist die Serie tieferer Hochs im mittelfristigen Trend bislang jedoch nicht gebrochen. Die Aktie befindet sich weiterhin in einer bärischen Struktur und hat noch technische „Beweispflicht“ vor sich.

Expertenmeinung: Der jüngste Kurssprung erfolgte unter hohem Handelsvolumen und könnte sich als erster Hoffnungsschimmer erweisen, doch für eine echte Trendwende braucht es mehr. Solange keine höheren Hochs gebildet werden und die Aktie unter dem Hoch von Ende Oktober notiert, bleibt Vorsicht angebracht.

Erst ein nachhaltiger Anstieg über diese markante Ebene würde den Übergang aus der bärischen Phase wahrscheinlicher machen. Es bleibt abzuwarten, ob der Softwarekonzern schon bald wieder mehr Schwung entwickelt.

Aussicht: NEUTRAL

Adobe Aktie: Chart vom 19.12.2025, Kurs: 355.83 USD, Kürzel: ADBE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Adobe Aktie: Chart vom 19.12.2025, Kurs: 355.83 USD, Kürzel: ADBE | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.12.2025 um 16:24 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Adobe wird vom Markt wie ein KI-Verlierer behandelt. Ein Blick auf Wachstum, Margen und Cashflows wirft jedoch erhebliche Zweifel an diesem Narrativ auf.

Warum Investoren Adobe abschreiben

Während viele Unternehmen im Technologiesektor von der Euphorie um künstliche Intelligenz profitieren, trägt Adobe den Stempel eines potenziellen KI-Verlierers. Doch ist das gerechtfertigt?

Investoren befürchten, dass generative KI-Modelle wie Midjourney oder DALL-E die Eintrittsbarrieren für kreative Arbeit so stark senken, dass komplexe Softwarelösungen überflüssig werden könnten. Diese Angst hat zu einem Kursverfall geführt – die Sorgen scheinen so groß zu sein, dass der starke Geschäftsverlauf in diesem Jahr komplett ignoriert wurde.

Der Markt preist derzeit ein Szenario ein, in dem KI die traditionellen Geschäftsfelder von Adobe kannibalisiert. Die Ankündigung von OpenAIs Video-Generator Sora verstärkte diese Befürchtungen kurzzeitig deutlich und führte zu panikartigen Abverkäufen.
Das Narrativ der Bären lautet, dass “Text-to-Image” oder “Text-to-Video” die mühsame Bearbeitung in Photoshop oder Premiere Pro ersetzen wird.

Diese Sichtweise ignoriert jedoch die tiefe Verankerung von Adobe in den Arbeitsabläufen professioneller Agenturen und Großkonzerne.

Professionelle Workflows per Prompt ersetzen?

Ein Blick auf die Quartalszahlen stellt die Untergangsthesen jedoch infrage. Adobe liefert zweistellige Wachstumsraten und Gewinnspannen, die selbst in der Softwarebranche zur Spitzenklasse gehören.
Das Kerngeschäft zeigt keinerlei Hinweise auf Probleme.

Im Gegenteil – die hohen Margen beruhen auf einer Preissetzungsmacht, die ohne eine dominante Marktstellung nicht durchsetzbar wäre. Die Diskrepanz zwischen der Angst vor Disruption und den tatsächlichen Cashflows war selten so groß wie in diesem Fall.
Entweder wird Adobe doch noch zeitnah disruptiert, oder es liegt aus meiner Sicht eine eindeutige Unterbewertung vor.

Denn womöglich ist Adobe nicht das Opfer einer Disruption, sondern ein möglicher Profiteur.

Warum Agenturen und Konzerne bei Adobe bleiben

Mit der Einführung von Firefly hat der Konzern generative KI direkt in seine bestehende Produktpalette integriert, anstatt sich von externen Tools verdrängen zu lassen. Der entscheidende Wettbewerbsvorteil liegt hierbei in der Rechtssicherheit. Firefly wurde auf Basis von lizenzierten Adobe-Stock-Bildern trainiert, was Unternehmenskunden vor Urheberrechtsklagen schützt. Das ist ein Argument, das für Compliance-Abteilungen der allermeisten Unternehmen schwerer wiegen dürfte als die niedrigeren Kosten offener Modelle.

Die Integration von KI dient Adobe zudem als Vehikel für Upselling und Kundenbindung. Funktionen wie “Generative Fill” in Photoshop reduzieren die Arbeitszeit für Routineaufgaben deutlich und erhöhen den Nutzwert der Software.

KI fungiert hier als Co-Pilot und nicht als Ersatz für den kreativen Profi. Dadurch gelingt es Adobe, die Nutzer noch tiefer in das eigene Ökosystem zu ziehen. Gleichzeitig erhöht das die Wechselkosten für Unternehmen, da isolierte KI-Tools keine integrierten Workflows ermöglichen – sie sind lediglich Alternativen für einzelne Aufgaben.

Das zeigen auch die Rückmeldungen, die ich aus meinem geschäftlichen Umfeld erhalte – sei es aus der hauseigenen Grafik-Abteilung als auch von den vielen Anlegern, mit denen ich zu tun habe.

Wachstum, Margen und Cashflows sprechen Klartext

Während die Bären über den Untergang von Adobe philosophieren, hat das Unternehmen im gesamten Geschäftsjahr ein nahezu konstantes Wachstum verzeichnet. Das Umsatzplus lag in allen vier Quartalen bei 10 – 11 %.

Darüber hinaus wurden die Erwartungen durchweg übertroffen und überproportionale Gewinnsteigerungen erzielt.

Der Auftragsbestand (RPO) ist im Jahresverlauf von 19,96 auf 22,52 Mrd. USD gestiegen, wobei die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte wieder zugenommen hat.

Im letzten Quartal lag der Gewinn mit 5,50 USD je Aktie über den Erwartungen von 5,38 USD. Mit einem Umsatz von 6,19 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 6,10 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 10 % und einem Gewinnsprung von 14 %.

Damit hat Adobe das bis Ende November laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 11 % auf 23,77 Mrd. USD, einem Gewinnsprung um 14 % auf 20,94 USD je Aktie und einem operativen Rekord-Cashflow von 10 Mrd. USD abgeschlossen.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt Adobe einen Umsatz von 26,0 Mrd. USD, einen Anstieg der annualisierten Umsätze um 10,2 % und einen Gewinnsprung auf 23,40 USD je Aktie in Aussicht.

Jetzt muss man sich nur noch die Frage stellen, was so ein Unternehmen wert sein könnte. Ist die Antwort darauf „mehr als eine forward P/E von 14,9“, dann könnte Adobe interessant sein.

Adobe Aktie: Chart vom 17.12.2025, Kurs: 348 USD - Kürzel: ADBE | Online Broker LYNX
Adobe Aktie: Chart vom 17.12.2025, Kurs: 348 USD – Kürzel: ADBE | Quelle: TWS

Adobe hat kurzzeitig den mehrjährigen Aufwärtstrend durchbrochen, die Bären konnten jedoch keinen nachhaltigen Profit daraus schlagen. Statt weiter einzubrechen, konnte die Aktie wieder in den Aufwärtstrend zurückkehren und die Schlüsselstelle bei 332 USD zurückerobern.

Gelingt jetzt ein Anstieg über 365 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 383 USD einleiten. Darüber wäre der Weg in Richtung 422 oder 440 USD frei.

Fällt die Aktie doch wieder unter 332 USD zurück, könnte sich das Blatt doch noch einmal wenden.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Über Monate hinweg wurde die starke Entwicklung von Adobe ignoriert. Doch jetzt springt die Aktie plötzlich an. Ist das der Rallyestart?

Warum Kurse nicht immer die Realität widerspiegeln

Was gerade bei Adobe geschieht, offenbart ein grundlegendes psychologisches Problem der Börse. Schaut man sich die Kursentwicklung an, bekommt man unweigerlich das Gefühl, dass mit dem Unternehmen etwas nicht stimmt.
Wäre alles in Ordnung, würde der Kurs schließlich steigen, nicht wahr?

Doch dabei handelt es sich um einen Trugschluss. Es kommt an der Börse ständig vor, dass Kurse und fundamentale Realität auseinanderdriften. In vielen Fällen wird diese Diskrepanz innerhalb einiger Monate aufgelöst, in anderen Fällen dauert es sehr viel länger.
Doch am Ende geschieht immer dasselbe: Der Kurs folgt den Fundamentaldaten.

Die Realität kann lange ignoriert werden, jedoch nicht auf ewig – und je länger die Phase der Ignoranz dauert, umso impulsiver geht es anschließend aufwärts. Die Zahl der Beispiele, die das belegen, ist schier endlos.

Expedia als Lehrstück

Nehmen wir beispielsweise Expedia. Das Unternehmen hatte bereits 2022 ein neues Rekordergebnis eingefahren und das Jahr 2019 übertroffen. Der Kurs dümpelte dennoch vor sich hin.
Im Jahr 2023 folgte ein Gewinnsprung um 43 % und trotzdem trat die Aktie auf der Stelle.

Wer sich nicht vom Kursgeschehen beirren ließ und darauf vertraut hat, dass die Gravitation auch für Expedia gilt, wurde belohnt. Die Aktie hat sich mehr als verdoppelt.

Bei Adobe könnte sich eine ähnliche Situation anbahnen. Nach Ansicht der Bären ist das Unternehmen ein KI-Verlierer. Dieser Umstand, gepaart mit der schwachen charttechnischen Lage, hat dazu geführt, dass die starke geschäftliche Entwicklung seit Monaten ignoriert wird.
Denn anhand der Zahlen lassen sich keinerlei Probleme.

Adobe liefert Rekorde

Adobe hat im letzten Jahr auf allen Ebenen neue Rekorde geliefert. Der Umsatz ist um 13 % auf 47,87 USD je Aktie gestiegen, der Gewinn um 15 % auf 18,42 USD und der freie Cashflow um 16 % auf 17,51 USD je Aktie.

Seitdem hat sich die positive Entwicklung konsequent fortgesetzt. Im ersten Quartal wurden die Erwartungen durchweg übertroffen und die Gewinnerwartungen für 2025 in Höhe von 20,20 – 20,50 USD je Aktie bestätigt.
Als Reaktion darauf ist der Kurs eingebrochen.

Im zweiten Quartal lag der Gewinn mit 5,06 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 4,98 USD. Mit einem Umsatz von 5,87 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 5,80 Mrd. USD ebenfalls übertroffen. Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 11 % und einem Gewinnsprung von 13 %.

Daraufhin wurde die Gewinnprognose von 20,20 – 20,50 auf 20,50 – 20,70 USD je Aktie erhöht.
Der Kurs von Adobe hat daraufhin weiter nachgegeben.

Ist der Startschuss gefallen?

Gestern, am 11. September, hat das Unternehmen die Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und tatsächlich hat die Aktie positiv reagiert. Vorbörslich notiert Adobe 4,41 % im Plus bei 366 USD.

In Q3 lag der Gewinn mit 5,31 USD je Aktie wieder über den Erwartungen von 5,16 USD. Mit einem Umsatz von 5,99 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 5,90 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 11 % und einem Gewinnsprung von 14 %.
Neben dem organischen Wachstum haben dazu auch die laufenden Aktienrückkäufe beigetragen – im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der ausstehenden Papiere von 448 auf 424 Millionen Stück gesunken.

Der Auftragsbestand (RPO, Remaining Performance Obligations) konnte hingegen von 18,14 auf 20,44 Mrd. USD gesteigert werden.
Die Zeichen stehen demnach weiterhin auf Wachstum.

KI-Verlierer oder KI-Gewinner?

Inzwischen entfällt fast ein Viertel der Umsätze auf Produkte, die auch KI-Funktionen beinhalten. Der annualisierte Umsatz in diesem Bereich liegt inzwischen bei mehr als 5 Mrd. USD.

Daher hat Adobe die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 23,5 – 23,6 auf 23,65 – 23,70 Mrd. USD und die Gewinnerwartungen von 20,50 – 20,70 auf 20,80 – 20,85 USD je Aktie erhöht.
Auf Jahressicht entspräche das einem Gewinnsprung von etwa 13 %.

Adobe kommt demnach auf eine forward P/E von 17,6. Damit kommt Adobe derzeit auf eine Bewertung, die normalerweise Unternehmen mit niedrigen einstelligen Wachstumsraten zugestanden wird.
Sollten sich die Disruptionsfantasien der Bären nicht bewahrheiten, ergibt sich daraus ein entsprechendes Kurspotenzial. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 38.

Adobe Aktie: Chart vom 12.09.2025, Kurs: 366,00 USD - Kürzel: ADBE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Adobe Aktie: Chart vom 12.09.2025, Kurs: 366,00 USD – Kürzel: ADBE | Quelle: TWS

Adobe könnte einen Doppelboden ausgebildet haben, der Kurspotenzial bis 382 USD bietet. Darüber käme es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 422 und 440 USD.
Kann auch diese Hürde überwunden werden, würde das mittelfristige Kursgewinne bis 500 – 512 USD ermöglichen.

Fällt die Aktie hingegen unter 332 USD, ist die Bodenbildung vorerst gescheitert und die Bullen haben ihre Chance.

Geschäftsmodell

Adobe Inc. ist eines der führenden Technologieunternehmen im Bereich Softwarelösungen für Kreativ- und digitale Medien.

Kern des Geschäftsmodells ist der Verkauf von Software-Abonnements, insbesondere über die cloudbasierte Plattform Adobe Creative Cloud, die eine Vielzahl von Anwendungen für Grafikdesign, Video- und Bildbearbeitung, Webentwicklung und digitales Marketing bündelt.

Zu den bekanntesten Produkten zählen Adobe Photoshop, Illustrator, Premiere Pro und Acrobat, aber auch Marketing- und Analyseplattformen wie Adobe Experience Cloud, die Unternehmen bei der Optimierung digitaler Marketingstrategien unterstützen.

Aus Sicht eines Investors bringt das mehrere Vorteile mit sich. Das Unternehmen profitiert von wiederkehrenden Einnahmen, gleichzeitig stärkt das Abo-Modell die Kundenbindung.

Was von den meisten Anlegern jedoch übersehen wird, ist der Umstand, dass das Datengeschäft eine immer größere Rolle spielt.
Adobe ist in den Köpfen der Anleger noch immer ein Synonym für Photoshop. Mit der Entwicklung der Adobe Experience Cloud hat das Unternehmen aber längst einen großen Schritt in Richtung datengetriebener Geschäftsmodelle gemacht.
Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, große Mengen an Kundendaten zu erfassen, zu analysieren und für personalisierte Marketingmaßnahmen zu nutzen.

Zudem verschafft die Verbindung von Kreativsoftware und Datendiensten Adobe einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil: Während andere Softwareanbieter entweder Kreativtools oder Marketing-Analytics anbieten, deckt Adobe beide Bereiche ab und ermöglicht so eine ganzheitliche Lösung.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Bullisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit einem Gewinnsprung von fast 40 % gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres konnte der US-amerikanische Softwarekonzern gestern nach Börsenschluss positiv überraschen. Die Analystenerwartungen wurden sowohl auf der Gewinn- als auch der Umsatzseite übertroffen. Lediglich die sogenannten Flüsterschätzungen wurden nicht erreicht. Die Adobe-Aktie reagierte dennoch im nachbörslichen Handel mit leichten Abschlägen. Nach wie vor scheinen die Bullen zu wenig Schwung zu haben, um die Kurslücke von März zu schließen. Der Trend befindet sich derzeit in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Interessant ist auch die Tatsache, dass der Konzern seine Gewinn- und Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2025 nach oben revidiert hat. Auch dieser Umstand wird von Anlegern nur bedingt honoriert. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass die Kurse seit April bereits mehr als 20 % an Wert zugelegt haben. Für die kommenden Handelstage wäre es wesentlich, das letzte Zwischentief von Anfang Juni bei 396.73 USD möglichst nicht zu unterschreiten. Solange die Bullen dieses Niveau verteidigen können, bleibt zumindest die Chance auf weiter steigende Kurse bestehen.

Aussicht: BULLISCH

Adobe Aktie: Chart vom 12.06.2025, Kurs: 413.68 USD, Kürzel: ADBE | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Adobe Aktie: Chart vom 12.06.2025, Kurs: 413.68 USD, Kürzel: ADBE | Quelle: TWS

Quelle: Earningswhispers.com

https://www.earningswhispers.com/epsdetails/ADBE

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.