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Börse aktuell

Börse aktuell: Nachrichten, Analysen und Einordnungen zur aktuellen Börsenentwicklung in Deutschland, den USA und an den internationalen Finanzmärkten. Hier erfahren Sie, was aktuell an der Börse geschieht. Unser Börsenexperte Ronald Gehrt beobachtet das Marktgeschehen und fasst wichtige Börsendaten, Marktentwicklungen und Börsenberichte für Sie zusammen. Mit Börse aktuell erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Börsennachrichten und Einordnungen zu aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Börse: Aktuelle Nachrichten der Woche

Neues von der Börse: Unsere aktuellen Börsennachrichten informieren Sie regelmäßig über die Entwicklungen an den Finanzmärkten. Welche Themen bewegen derzeit die Börse? Welche Ereignisse könnten in der kommenden Woche für Aufmerksamkeit sorgen? Und wie präsentiert sich das aktuelle Marktumfeld – eher von Bullen oder Bären geprägt? In unserer Kolumne ordnen wir die wichtigsten Börsenthemen, Marktdaten und Ereignisse der Woche ein und geben einen Überblick über Entwicklungen, die Einfluss auf den weiteren Börsenverlauf haben könnten.

Börse aktuell vom 07.-13.09.2026

Gibt es ein typisches Aktienmarkt-Schema vor und nach den Midterm Elections?

von

07.09.2026 | 07:00 Uhr
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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Morgen in acht Wochen wird sich zeigen, was die US-Wähler von Donald Trumps ersten knapp zwei Jahren im Amt halten. Dieser Dienstag, der 3. November, könnte einiges verändern. Ob es so kommt und vor allem, was genau danach passieren wird, kann zwar niemand sicher vorhersagen. Doch am Aktienmarkt tendiert man ja bekanntlich nicht dazu, vor solchen Ereignissen die Füße still zu halten. Die Frage ist: Gibt es da eine Art wiederkehrende Struktur, die man als Trader nutzen könnte?

Der derzeitige US-Präsident hat vor der Wahl und auch im Amt viel versprochen, aber sehr wenig davon gehalten. Weder vermeiden die USA Kriege, noch ist die US-Industrie wieder stark. Die Inflation ist für die meisten US-Bürger eine täglich wiederkehrende Last, die Staatschulden steigen rasant, das Wirtschaftswachstum ist für US-Verhältnisse unterdurchschnittlich und das Handelsbilanzdefizit ist trotz der höheren Einfuhrzölle nicht verschwunden. Dafür ist das Ansehen der USA im Rest der Welt im Keller und internationale Investoren überlegen es sich mittlerweile zweimal, ob sie ihr Geld in den USA anlegen sollten.

Börse aktuell: Entwicklung S&P 500, September - November 2006, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung S&P 500, September – November 2006, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4

Diese schwache Regierungsbilanz und die äußerst schlechten Umfragewerte bieten der Opposition die Chance, die Mehrheit in den beiden Kammern des US-Kongresses zu erobern. Für das Repräsentantenhaus, das am 3.11. komplett neu gewählt wird, stehen die Chancen gut, im Senat ist die Sache weniger klar, aber möglich, fünf bisher republikanische Sitze stehen momentan auf der Kippe. Wenn man in dieser Gemengelage über den Aktienmarkt nachdenkt, könnte man im ersten Moment dazu neigen, für die kommenden Wochen steigende Kurse zu sehen, weil viele Anleger in der Erwartung vorkaufen könnten, dass die Ausgangslage nach der Wahl besser wird, weil ein demokratisch dominierter US-Kongress dem Präsidenten Daumenschrauben anlegt. Aber so einfach ist das nicht.

Für die Phasen vor Wahlen gilt immer: „Es kommt darauf an“

Diesen Beitrag begleiten fünf Charts, die abbilden, was sich beim marktbreiten US-Index S&P 500 jeweils ca. zwei Monate vor und im Monat nach einer US-Zwischenwahl getan hat. Und diese Charts der „Midterm Elections“ 2006, 2010, 2014, 2018 und 2022 machen schon klar: Ein „Schema F“, nach dem man zu Beginn der heißen Phase vor einer Wahl eine Position eingehen könnte, weil sich unter dem Strich immer dasselbe abspielt, gibt es nicht.

Börse aktuell: Entwicklung S&P 500, September - November 2010, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung S&P 500, September – November 2010, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4

Und das kann auch nicht überraschen. Denn es kommt auf mehrere Faktoren an, ob man einer solchen Wahl mit Vorfreude oder mit Sorge entgegensieht.

Zunächst einmal ist immer die Frage: Wo kommen wir her, wie ist die Lage aktuell? Und da dürfte die Sichtweise der breiten Bevölkerung und die des Aktienmarkts im aktuellen Fall nicht dieselbe sein. Denn ja, die Gesamtwirtschaft läuft nicht, wie sie könnte, und viele Konsumenten erleben schwierige Zeiten. Woran Donald Trump bzw. die republikanische Partei einen nennenswerten Anteil haben. Aber der Aktienmarkt erreicht ein Rekordhoch nach dem anderen. Zwar vor allem wegen des KI-Booms. Aber dass es den gibt, auch daran haben Trump und seine Partei eben ihren Anteil. Würden demokratische Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus die Regulierung verschärfen und daher die Hausse der derzeit im Hype befindlichen Aktien ausbremsen – oder nicht? Tendenziell eher ja, so gesehen mag ein Teil der Anleger einem Machtwechsel im Kongress womöglich gar nicht mal so positiv gegenüberstehen.

Tendenzen sind bei US-Wahlen keine tauglichen Wegweiser

Ein weiteres „es kommt darauf an“ betrifft den Wahlausgang an sich. Denn aufgrund des Mehrheitswahlsystems ist es schwieriger abzuschätzen, wie sich die Mehrheitsverhältnisse nach dieser Zwischenwahl, in der das komplette Repräsentantenhaus, ein Drittel der Senatssitze, aber nicht der Präsident selbst zur Wahl steht, wirklich darstellen werden. Außerdem ist die Frage: Werden beide Kammern des Kongresses an die Demokraten gehen, sodass der Präsident zur „Lame Duck“ wird, weil er nichts mehr einfach so durch den Kongress bringen kann … oder bleibt der Senat republikanisch, während das Repräsentantenhaus demokratisch wird, sodass der Kongress die „Lame Duck“ im Spiel wird?

Börse aktuell: Entwicklung S&P 500, September - November 2014, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung S&P 500, September – November 2014, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4

Dass Donald Trump derzeit miserable Umfragewerte hat, bietet dahingehend keine taugliche Wegweisung. Denn es kommt darauf an, wo die Wähler sitzen, die ihm die Treue halten. Es kommt darauf an, wie die Wähler die einzelnen republikanischen Kandidaten unabhängig von der Person Trump beurteilen. Die Zwischenwahlen sind, weil der Präsident selbst nicht zur Wahl steht, deutlich mehr „Personenwahlen“ in Bezug auf die Kandidaten als bei den Hauptwahlen. Daher sind Umfragewerte, bei denen die Befragten aus allen Ecken der USA stammen, nicht viel wert, wenn man vorhersagen wollte, wie die Wahl am Ende wirklich ausgeht.

Donald Trump ist für die Anleger Unsicherheitsfaktor Nr. 1 … nach der Wahl womöglich erst recht.

Und in diesem Fall gibt es noch ein weiteres „es kommt darauf an“. Eines, das aus dem Wahlergebnis einen großen Sieg für die US-Wirtschaft insgesamt machen könnte … oder das Gegenteil. Denn angenommen, die Demokraten würden es schaffen, beide Kongresskammern zu erobern: Was würde der US-Präsident dann tun? Würde er ein solches Wahlergebnis überhaupt hinnehmen? Es wäre überraschend. Und was würde er tun, wenn er es nicht akzeptiert? Auch das ist offen. Und für die Trader damit ein komplett unkalkulierbares Risiko.

Börse aktuell: Entwicklung S&P 500, September - November 2018, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung S&P 500, September – November 2018, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4

Er könnte das Parlament einfach noch mehr umgehen als jetzt und noch intensiver mit sogenannten „Executive Orders“ agieren. Denn die kann der Kongress nicht einfach widerrufen, es ist aufwändig, solche Anweisungen, die ja die Trump unterstellten Regierungsbereiche betreffen, zu egalisieren. Und käme es so, wäre das Umfeld nicht nur trotz, sondern gerade wegen eines demokratischen Siegs in den Midterm Elections möglicherweise ein negatives … für die US-Wirtschaft, aber am Ende der Kette auch für die US-Aktienmärkte. Was bedeutet:

Der 3. November könnte zur Wundertüte werden … und genau so sollte man als Anleger damit umgehen

Es ist zwar denkbar, dass sich im Vorfeld dieser Zwischenwahlen in acht Wochen ein Trend durchsetzt, der entweder Hoffnung oder Sorge Ausdruck verleiht. Aber in dieser Konstellation würde das höchstwahrscheinlich eine deutlich instabilere Angelegenheit als in den fünf hier in den Charts abgebildeten „Midterms“ zuvor. Vor allem unmittelbar vor und in den ein, zwei Wochen nach dem Wahltag scheint vieles möglich. Daher ließe sich als Fazit ziehen:

Börse aktuell: Entwicklung S&P 500, September - November 2022, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung S&P 500, September – November 2022, Midterm Elections | Quelle: marketmaker pp4

Es gibt nicht nur kein verlässliches Schema für das Verhalten der US-Aktienmärkte im Vorfeld von Zwischenwahlen. Diese Wahl und ihre Folgen sind darüber hinaus noch weniger berechenbar als üblich, daher sollte man diese kommenden Wochen mit besonderer Vorsicht angehen, statt eine persönliche Erwartung stur „durchzuhandeln“ … denn das könnte teuer kommen!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche!

Ihr

Ronald Gehrt

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.09.2026 um 21:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Börse aktuell: DAX, Dow Jones und Co.

Unsere aktuellen Börsennachrichten informieren Sie über wichtige Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten. Ein Schwerpunkt unserer Berichterstattung liegt auf den großen Aktienindizes wie dem DAX sowie den US-Börsen mit Dow Jones, Nasdaq und S&P 500. Diese Indizes zählen zu den wichtigsten Barometern für die Börsenentwicklung weltweit. Darüber hinaus werfen wir einen Blick auf Aktien, die aktuell im Fokus der Marktteilnehmer stehen, und ordnen relevante Ereignisse an den Börsen ein. So erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Themen der Börse aktuell.

Börse: Aktuelle Entwicklung und Trends

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Börse: Aktuelle Einordnungen zum Marktgeschehen

Neben Börsennews erhalten Sie auch Einordnungen, die dabei helfen können, das aktuelle Marktgeschehen besser zu verstehen. Die Börse setzt sich aus zahlreichen Märkten zusammen. Unterschiedliche Länder, Branchen und Finanzprodukte werden von verschiedenen wirtschaftlichen und politischen Faktoren beeinflusst. Dadurch kann es schwierig sein, Entwicklungen und Trends an den Finanzmärkten umfassend zu verfolgen und einzuordnen. Mit Börse aktuell fasst unser Börsenexperte die wichtigsten Börseninformationen zusammen und gibt einen Überblick über relevante Themen und Entwicklungen der kommenden Börsenwoche.

Börse aktuell: Die letzten Nachrichten

31.08.2026
07:00 Uhr

Der MACD-Indikator: Ist seine Zeit womöglich abgelaufen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 29.08.2026 um 23:27 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vor zwanzig, dreißig Jahren war der MACD „der“ markttechnische Indikator schlechthin. Doch es ist ruhig geworden um dieses einstige Top-Tool in der Werkzeugkiste der technischen Trader. Hat er wirklich ausgedient? Oder muss man diesen Trendfolge-Indikator nur wieder neu entdecken?

Der MACD ist im Prinzip eine geniale Sache. Die Aufgabe dieses Indikators ist es zum einen, die Trendrichtung und Trendintensität anzuzeigen und zum anderen Signale auszugeben, wenn der Trend von einem Aufwärts- in einen Abwärtstrend und zurück wechselt. Eigentlich bietet der MACD also vieles von dem, was man sich als Trader wünschen kann.

Und wenn man sich einmal im folgenden Chart, der den DAX vor etwa 25 Jahren zeigt, dessen Signale ansieht, kommt man nicht umhin festzustellen: Diese Kauf- und Verkaufssignale lagen doch gar nicht schlecht. Trotzdem sieht man ihn heutzutage immer weniger. Woran liegt das?

Börse aktuell: Entwicklung DAX, 2001 - 2002 - MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung DAX, 2001 – 2002 – MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4

Was genau ist der MACD?

Sehen wir uns erst einmal an, was genau dieser MACD eigentlich ist. Sein voller Name bietet bereits einen Hinweis: Moving Average Convergence Divergence. Es geht also um gleitende Durchschnitte und um deren Annäherung beziehungsweise deren Auseinanderlaufen. Das klingt schlau und ist es grundsätzlich auch. Der Aufbau des Indikators ist ein bisschen komplex, weshalb meine Erfahrung ist, dass viele, die diesen MACD benutzt haben oder benutzen, gar nicht so genau wissen, was da eigentlich passiert.

Ich denke, es kann nicht schaden, das genau zu verstehen, denn nur, wer weiß, womit er arbeitet, kann auch einschätzen, ob dieses Werkzeug für das eigene Trading geeignet ist oder nicht.

Der MACD setzt sich aus drei exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMAs) zusammen, im Folgenden kurz GDs genannt. Dabei kann man gleich vorausschicken: Für die klassische MACD-Einstellung gelten die Perioden 12, 26 und 9 – je nach gewähltem Zeitraster also Tage, Wochen, Monate oder auch Stunden. Welches Zeitraster man für den Basiswert, in unserem Fall den DAX, nutzt, ist dabei unerheblich: Die drei GDs des MACD beziehen sich immer auf das gewählte Zeitraster des Basiswerts.

Variationen, wie sie bei anderen Indikatoren vorkommen und oft auch Sinn ergeben, sind hier weniger üblich.

Zwei dieser GDs werden vom Kurswert her subtrahiert, und zwar wird der Kurslevel des GD 26 vom Kurslevel des GD 12 abgezogen. Diese Differenz wird als Linie, im folgenden Chart blau, abgebildet. Diese Linie wird MACD-Linie genannt.

Börse aktuell: Entwicklung DAX, 2023 - 2024 - MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung DAX, 2023 – 2024 – MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4

Im Chartbild des MACD bedeutet ein Wert der MACD-Linie oberhalb der Nulllinie, dass der Kurswert des GD 12 über dem des GD 26 liegt, unter der Nulllinie liegt der GD 12 vom Kurslevel her unter dem GD 26. Dabei kommt der Aspekt „Covergence – Divegence“ insofern ins Spiel, als die Trendintensität als umso stärker unterstellt wird, je weiter die MACD-Linie von der Nulllinie entfernt ist.

Was aber für sich genommen noch keine Signale auslöst, die Signale besorgt der dritte GD. Da geht es um den GD 9. Und zwar, das ist entscheidend, ist das nicht der Neun-Tage-/Wochen-/Monate- etc.-GD des Basiswerts, sondern der 9-Tage-GD der MACD-Linie selbst. Und wenn dieser 9-Tage-GD, auch Signallinie oder Trigger-Linie genannt, gekreuzt wird, dann wirft der MACD damit ein bullisches oder bärisches Signal aus

Diese Signallinie einzubauen, war eine clevere Entscheidung, denn so erhält der MACD eine Glättung, die als Signalgeber durchaus sinnvoll ist. Und dadurch ist er auch reinen charttechnischen Trendlinien überlegen, die der MACD-Linie für sich genommen ähnlich wären, nicht aber, wenn man diesen „GD der Differenz zweier GDs“ zusätzlich ins Spiel bringt.

Dabei zeigt der oberste Chart: Die Signale, die der Indikator in der Zeit zwischen Herbst 2001 und Herbst 2002, in einer schwierigen Börsenphase, generierte, waren durchaus nicht schlecht. Warum also hat der MACD an Aufmerksamkeit eingebüßt?

Warum ist der MACD auf dem Abstellgleis gelandet?

Menschen ändern sich nie, die Börse also auch nicht, das ist ein Spruch, der ebenso zeitlos wie zutreffend ist. Aber das gilt nicht für die Art und Weise, wie sich die Kurse auf kurzfristiger Ebene verhalten. Die Schwankungsbreite der Kurse ist zwar heutzutage nicht zwangsläufig insgesamt größer als vor zehn oder zwanzig Jahren. Aber innerhalb der Kursranges entstehen Impulse tendenziell abrupter und sind unsteter. Das macht einem Indikator, der einen Trend indizieren soll, Probleme.

Und so sehen wir im folgenden Chart, dass man beim DAX mit den MACD-Signalen im bisherigen Verlauf dieses Jahres nicht gerade viel Freude gehabt hätte.

Börse aktuell: Entwicklung DAX, 2026 - MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung DAX, 2026 – MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4

Der Grund für diese hektischeren Kursbewegungen liegt unter anderem im heute viel schnelleren und insgesamt einfacher abzuwickelnden Handel. Das führt zu einem steigenden Anteil sehr kurzfristiger Trades – und das macht Trends unsteter. Dass man mit dem MACD in Seitwärtsbewegungen, wie wir sie beim DAX im zweiten Quartal 2026 gesehen haben, keinen Blumentopf gewinnen kann, ist indes nicht die Schuld des Indikators, denn dafür ist er eben nicht gemacht.

Er soll Trends und Trendwechsel identifizieren. Liegt aber kein eindeutiger Richtungstrend vor, sollte man als Trader auf die für solche Phasen besser geeigneten markttechnischen Oszillatoren wie Stochastik, Williams Percent Range (%R) oder RSI wechseln.

Der Zeitrahmen ist ein entscheidender Faktor

Aber nichts zwingt einen Trader, den MACD nur auf einer kurzfristigen Zeitebene zu verwenden. Wenn das Tagesgeschehen zu hektisch wird, warum dann nicht auf eine Ebene wechseln, auf welcher der MACD durch ein größeres Zeitraster „geglättete“ Kurse als Basis erhält? Der nachfolgende Chart zeigt den Indikator über gut fünf Jahre auf Grundlage des DAX auf Wochenbasis – und Sie sehen:

Börse aktuell: Entwicklung DAX, 2021 - 2026 - MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung DAX, 2021 – 2026 – MACD Signale | Quelle: marketmaker pp4

Das sieht schon besser aus als das unbefriedigende Ergebnis der MACD-Signale, die wir beim DAX auf Tagesbasis im bisherigen Jahresverlauf gesehen haben. Plötzliche Abrisse des Basiswerts und schlagartige Aufwärtswenden kann der Indikator zwar auch in einem längeren Zeitraster nicht ideal in Signale umsetzen. Aber die Zukunft vorhersagen und daher reagieren, bevor etwas passiert – diese so wünschenswerte Eigenschaft kann Ihnen auch kein anderer Indikator bieten.

Fazit: Der MACD mag heutzutage ein wenig aus dem Blickfeld vieler Anleger gerückt sein, aber seine Qualitäten als Trendfolge-Indikator hat er keineswegs eingebüßt. Nur wäre es sinnvoll, ihn nicht auf einer zu kurzfristigen Ebene einzusetzen!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche!

Ihr

Ronald Gehrt

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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24.08.2026
07:00 Uhr

Der „chinesische Patient“: Diesen Risikofaktor sollte man nicht ausblenden — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
S&P 500 Index
Neutral
US-Dollar / Chinesischer Renminbi Yuan
Neutral
Shanghai Composite Index
Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.08.2026 um 9:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Man hätte es kommen sehen müssen. Aber man hat die Gefahr einfach ignoriert … um jetzt vor einem Problem zu stehen, das Lösungen einfordert, die aber niemand liefern kann. Was klingt, als ginge es um den Klimawandel oder die Schuldenkrise, beschreibt das, was man mittlerweile als das „chinesische Problem“ bezeichnen könnte.

Die Tendenz an den meisten Aktienmärkten weltweit weist seit Monaten wieder aufwärts. Der negative Faktor hoher Energiepreise und geopolitischer Spannungen wird durch die „Hypes“, die auf viele Anleger wie glitzernde Glasperlen wirken, übertüncht. Der feste Glaube daran, dass es reicht, einfach das zu kaufen, was die anderen auch kaufen, um sein Geld zu vermehren, ist daher bei vielen noch ungebrochen. Und wenn man diese so angenehme, weil einen zugleich jeglichen Kümmerns und Lernens enthebende „Strategie“ fährt, merkt man bisweilen nicht, dass der Treibsand, auf dem man steht, bereits bis zu den Knien reicht. Weil man ja nur nach oben, auf die nächsten Rekorde, schaut.

Würde man jedoch, weil man weiß, was ein Anleger können und tun muss, nach unten sehen, dann würde man dort als einen wichtigen Aspekt, der dabei ist, die Leichtfertigen ins Straucheln zu bringen, China vorfinden. China? Der Wirtschaftsgigant, der einen Rekord beim Export nach dem anderen markiert, soll ein Problem sein? Ja … und der Umstand, dass Chinas Exportvolumen stetig steigt, ist kein Beweis für das Gegenteil, sondern nur ein Effekt von Chinas Problemen. Und Donald Trump ist da beileibe nicht das größte.

Anderer Leute Fehler zu wiederholen und zu glauben, man kann es besser, endet oft gleich

Im Prinzip ließe sich der Kern der Misere auf diese immer wiederkehrende, wohl typisch menschliche Neigung zurückführen, dass man nur zu gerne glauben mag, dass etwas, das einem viel verspricht, früher aber woanders dramatisch schiefging, in diesem Fall ganz bestimmt gutgehen wird. Der Klassiker der Argumente ist in diesen Fällen: Aber das hier ist doch etwas ganz anderes! Ist es aber höchst selten. Und in Bezug auf Chinas jahrelangen Immobilienboom war es das eben nicht. Obwohl man am Beispiel der geplatzten US-Immobilienblase 2007/2008 ff. ein noch frisches Vorbild hatte, wie man es nicht machen darf, lief es am Ende genauso. Und es ging genauso schief.

Börse aktuell: Entwicklung ausgewählter chinesischer Immobilienaktien, 2017 - 2026 | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung ausgewählter chinesischer Immobilienaktien, 2017 – 2026 | Quelle: marketmaker pp4

Zu viele hatten sich zu hoch verschuldet in dem irrigen Glauben, dass sich ihre Kredite durch einen rasanten Anstieg des Werts ihrer Immobilien quasi selbst zurückzahlen. Bis zum Punkt X, als ein groteskes Überangebot auf massiv überzogene Preise traf. Seither fallen die chinesischen Immobilienpreise. Doch jetzt will kaum einer noch kaufen, während die, die es zu viel zu hohen Preisen taten, auf immensen Schulden bei einem zugleich sinkenden Wert ihrer Kredit-Sicherheit sitzen.

Der in der vergangenen Woche veröffentlichte Konjunkturdaten-Korb für den Juli zeigt, dass dieser Abstieg der Immobilienpreise und damit für die, die sie besitzen, ihres Werts, einfach nicht endet. Im Juli lag der Preisindex des Immobilienmarkts 3,2 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats … und dieser Abstieg läuft bereits seit vier Jahren! Dass das in Kombination mit den Unsummen, die in den Boomjahren an Schulden aufgenommen wurden, auf den Konsum drückt, ist klar. Und so wundert es nicht, dass das Volumen des chinesischen Einzelhandelsumsatzes, das vor Corona noch regelmäßig Jahres-Wachstumsraten zwischen acht und über zwanzig Prozent auswies, im Juli nur noch mickrige 0,6 Prozent über dem Vorjahresmonat liegt. Aber eine hoch verschuldete Wirtschaft ist zum Wachstum verdammt, sonst könnte das Kartenhaus zusammenbrechen. Und an diesem Punkt kommt der Rest der Welt ins Spiel.

Exportflut aus China. Eine Art „Notwehr“, die keinem etwas bringt

Wenn die eigenen Leute nicht genug zum Wachstum beitragen können, müssen es eben andere tun. Und so wundert es nicht, dass Chinas Industrieproduktion im Juli zum Vorjahreszeitraum um 4,5 Prozent stieg (Juli-Daten für Deutschland und die USA gibt es noch nicht, aber im Juni stieg die US-Produktion um 1,1 Prozent, die deutsche ging zum Juni 2025 um 0,1 Prozent zurück), obwohl die Binnennachfrage mau ist. Man exportiert, was irgend geht, um das Wachstum aufrechtzuerhalten. Und da das einstige Hauptziel der Exporte in Form der USA durch Trumps Importzölle steiniges Terrain geworden ist, wird eben der Rest der Welt mit chinesischen Gütern geflutet. Damit haben die europäischen Unternehmen ein Problem.

Börse aktuell: Entwicklung chinesische Industrieproduktion in Prozent, 1995 - 2026 | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung chinesische Industrieproduktion in Prozent, 1995 – 2026 | Quelle: marketmaker pp4

Denn da geht es eben nicht mehr wie vor 30 oder 40 Jahren um billigen Plastikkrempel, wenngleich es den auch noch gibt. Aber mittlerweile ist China im Hochtechnologiebereich eine große Adresse und in manchen Sektoren längst führend. Das Land, das europäische und US-amerikanische Konzerne so fröhlich als „Billig-Werkbank“ benutzt hatten, kann jetzt eben auch, was die europäischen oder US-amerikanischen Auftraggeber früher gezielt an Know-how daheim behielten.

Was sich diejenigen, die ihre Produktion nach China auslagerten, hätten denken können, aber ganz offenbar nicht wollten, weil ihnen das Hemd näher war als die Hose: „Jetzt produzieren wir in China billig und steigern so unseren Gewinn. Was in der Zukunft passiert, ist erst einmal egal, das lösen wir dann schon“, mag man damals gedacht haben. Nun, jetzt sind wir in dieser Zukunft von damals angekommen. Und als einzige Lösung scheint der Politik einzufallen, Chinas Importflut, wo möglich, auszusperren, um denen unter die Arme zu greifen, die mit ihrem „Outsourcing“ das Problem erst angestoßen hatten und jetzt selbst wenig mehr zu Lösungen beitragen können als zu lamentieren.

Zwar müsste all das, was China in den Rest der Welt verschifft, auch erst einmal verkauft werden. Und das klappt nur bedingt, wenn man die Berichte von großen Mengen an chinesischen Elektrofahrzeugen liest, die unverkauft auf Halde stehen. Aber der Druck auf die Unternehmen in Europa bleibt … und auch die US-Unternehmen können sich, trotz der Hürde höherer Importzölle für chinesische Waren, davon nicht freimachen, zumal:

Der Wachstumsmarkt China ist für viele Unternehmen zur „Problemzone“ geworden

Es geht ja nicht nur um das, was aus China auf unsere Märkte kommt. Es geht auch darum, was China aufgrund der angespannten Wirtschaftslage nicht aus dem Ausland importiert oder wenn doch, was nicht so nachgefragt wird wie früher. Vor zwanzig Jahren mag es noch zutreffend gewesen sein, dass man, wenn man in China gute Qualität kaufen wollte, tendenziell auf europäische, japanische oder US-Marken zurückgriff. Heute sind heimische Marken für chinesische Verbraucher sehr oft eine vergleichbar gute, bisweilen bessere und oft günstigere Wahl. Und so, wie sich die Sache insgesamt derzeit darstellt, scheint vielen Exporteuren aus Europa und den USA zu diesem Problem bislang nichts einzufallen.

Börse aktuell: Entwicklung USD/CNY, 2020 - 2026 | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung USD/CNY, 2020 – 2026 | Quelle: marketmaker pp4

Dabei hat man momentan wenigstens noch den Vorteil, dass der chinesische Yuan gegenüber dem US-Dollar ebenso wie zum Euro sukzessiv fällt. Das erhöht die Gewinnspanne von in China verkauften Waren, zugleich sinkt die Gewinnspanne der verkauften chinesischen Güter in den USA und Europa, weil man beim Rücktausch der erlösten Summe für einen Euro oder einen US-Dollar durch den Wertverlust der eigenen Währung eben weniger Yuan erlöst als in früheren Jahren. Und man darf annehmen (da man in Peking imstande ist, den Außenwert der eigenen Währung gezielt mit zu beeinflussen), dass China so versucht, die Exportflut auf diesem Weg etwas „sanfter“ zu gestalten, um den Widerstand einzudämmen. Aber was, wenn die Lage dort nicht besser wird und man sich entscheidet, den Yuan wieder aufzuwerten, um wieder auf konjunkturelle Touren zu kommen?

China ist weltwirtschaftlich gesehen durch seine Immobilien-Misere ein Problem und ein Risiko für die kommenden Jahre. Zwar ist das „chinesische Problem“ wenigstens greifbarer und weniger unberechenbar als Donald Trumps Wirtschaftspolitik, könnte aber ähnlich gefährlich sein. Vor allem, weil sich ein Karren, der durch diese geplatzte Immobilienblase wirklich sehr tief im Dreck steckt, nicht einfach mit einem Fingerschnipp herausziehen lässt, was man auch daran erkennt, dass die zahlreichen Stimuli, die Peking angeschoben hatte, das Problem bislang nicht lösen konnten. Zumindest, wenn man einem Fehler nicht gleich den nächsten folgen lassen will … und immerhin das scheint man in China vom „amerikanischen Patienten“ der dortigen Immobilienkrise gelernt zu haben:

Noch vermeidet man monetäre Segnungen nach dem Gießkannen-Prinzip … noch.

Überschuldung und faule Kredite durch Unmengen an billigem Geld „wegzuspülen“, sprich Schulden mit noch mehr Schulden zu überdecken, ist eine blitzschnelle Lösung … aber mit potenziell dramatisch toxischen Langzeit-Folgen. Bei uns war es vor allem die sogenannte Euro-Krise, die das belegte. In den USA spielt man dieses Spiel jedoch weiterhin. Die Staatsverschuldung steigt fröhlich immer weiter, immer mal kurz unterbrochen durch die Show des Haushalts-Gezeters, um einen „Shutdown“ zu vermeiden, aber letztlich mit dem Plazet der gesamten US-Politik. Solange man sich über Anleihen noch Geld bei egal wem holen kann, tut man es ungehemmt … und nach genau diesem Prinzip agieren offenbar auch weiter viele US-Verbraucher. Denn dort ist die Verschuldung im privaten Sektor in den vergangenen fünf Jahren von gut zehn auf zuletzt 13,9 Billionen US-Dollar gestiegen. Eine beeindruckende Wachstumsrate, nur leider im falschen Bereich.

China versucht zwar, über Zuschüsse und Steuervergünstigungen auch direkt beim Verbraucher anzusetzen, tut das aber bislang weniger aggressiv und weniger nach dem Gießkannen-Prinzip, als man es ab 2008 in Europa und den USA gesehen hatte. Aber wir sollten uns besser nicht zu sicher sein, dass man diese Vorsicht aufrechterhält, wenn die Misere noch ein paar Jahre weitergeht. Und das kann sie, denn hohe Schulden bei einem zugleich schwindenden Wert der Immobilie und damit des wertvollsten Gutes, das die meisten Haushalte haben: Bei einer Klemme wie dieser könnte man leicht in eine Rezession rutschen.

Börse aktuell: Entwicklung Shanghai Composite Index und S&P 500, 2021 - 2026 | Quelle: marketmaker pp4 | Online Broker LYNX
Entwicklung Shanghai Composite Index und S&P 500, 2021 – 2026 | Quelle: marketmaker pp4

Wegschauen heißt für Anleger, das Feuer aus den Augen zu lassen!

Die vermeidet man bislang durch die Exportflut und durch massive Anstrengungen beim technologischen Fortschritt. Aber beides erfreut den Rest der Welt eben in keiner Weise. Man wehrt sich dagegen, dürfte das in Zukunft wohl noch intensiver und aggressiver tun. Damit bleibt China für die Weltwirtschaft und letzten Endes dadurch auch für die Aktienmärkte weltweit ein Risikofaktor. Einer, den viele so gut wie nie und wenn, dann nur flüchtig wahrnehmen. Aber das Feuer unbeaufsichtigt zu lassen, war schon immer eine schlechte Idee!

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Börsenwoche!

Ihr

Ronald Gehrt

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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