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Am Freitagabend war noch offen, ob es zu militärischen Aktionen gegen den Iran kommt. Damit gingen die Gold-Trader mit offenen Fragen ins Wochenende – aber nicht mit einer offenen Ausgangslage im Chart. Zudem wurde am Samstag klar: Die Angriffe haben begonnen.
So, wie sich der Gold-Chart zum Ende des Februars präsentierte, könnte man ohnehin infrage stellen, ob es zu dieser erneuten militärischen Eskalation kommen musste, um den Kurs des Edelmetalls weiter im Aufwärtstrend zu halten. Denn wichtiger als solche Argumente für steigende Kurse, die ja letztlich immer subjektiv sind, sind klare Fakten im Chartbild. Und die sprachen per Freitagabend sehr klar für das bullische Lager.
Besonders bemerkenswert ist die Lage im langfristigen Bild auf Monatsbasis. Wenn wir uns ansehen, wie kritisch der Januar ablief, kann man jetzt vor einem eindeutigen Signal dahingehend sprechen, dass die Käuferseite bislang imstande ist, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Sehen wir uns das mal an:
Expertenmeinung: Der Januar zeigte eine fulminante, deutlich über die normale Aktivität bei Gold hinausgehende Hausse, nur: Zum Monatsende brach die da entstandene Fahnenstange, in etwa die Hälfte der Monatsgewinne gingen per Ende Januar verloren … und im Februar fehlte anfangs nicht viel, dann wäre sogar das komplette, bisherige Plus des Jahres dahin gewesen. Aber die jetzt vollendete Monatskerze des Februars zeigt, dass die Käufer die kritische Lage tadellos zu bereinigen vermochten. Einziges, aber nicht unwichtiges Problem: Markttechnisch bleibt Gold damit auf Monatsbasis so heiß gelaufen wie womöglich noch nie, wie der extrem tief in der überkauften Zone notierende RSI-Indikator zeigt.

Dieser Turnaround im Februar schlägt sich natürlich auch entsprechend positiv im Chart auf Tagesbasis nieder. Hier sehen wir, dass es den Käufern gelang, den Goldpreis nach dem knappen, aber am Ende eben doch erfolgreichen Test der Kreuzunterstützung aus 50-Tage-Linie und August-Aufwärtstrendlinie zu Monatsbeginn in einen neuen, kurzfristigen Aufwärtstrend zu bugsieren. Der zwar hochvolatil abläuft, aber bislang klar aufwärts weist.

Bis zum Verlaufsrekord bei 5.608 US-Dollar wären es zwar noch einige Prozentpunkte, aber das Februar-Verlaufstief liegt deutlich weiter entfernt. Ein Chartbild wie dieses könnte auch ohne Argumente, die einen erneuten Zustrom von Kapital in einen angeblich „sicheren Hafen“ befeuern würden, ausreichen, um die Bullen bei der Stange zu halten. Bei derart emotionalen Kursbewegungen muss man das Wort „könnte“ zwar dick rot unterstreichen, nicht zuletzt mit einem besorgten Seitenblick auf die überhitzte Markttechnik. Aber grundsätzlich bleibt als Fazit des Februars: Die Tür nach oben steht weiter offen.
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