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S&P 500 Aktie Prognose

News: Aktuelle Analyse der S&P 500 Aktie

24.03.2026 | 08:24 Uhr
In diesem Artikel
S&P 500
ISIN: US78378X1072
|
Ticker: SPX --- %

--- Punkte
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Chart-Betrachtungszeitraum
6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse
2 Wochen
Erwartung: Neutral
Zum S&P 500

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ein kurzfristiger Hoffnungsschimmer sorgte gestern für Auftrieb an den globalen Märkten. Aussagen des US-Präsidenten über angeblich konstruktive Gespräche mit dem Iran ließen die Kurse zunächst anziehen.

Die Bewegung wirkte jedoch fragil: Der Iran dementierte entsprechende Gespräche, woraufhin die anfängliche Euphorie schnell nachließ. Zwar konnte sich der Markt bis zum Handelsende stabilisieren, doch das Gesamtbild bleibt wenig überzeugend. Der Index schloss nahe dem Tagestief, was darauf hindeutet, dass Marktteilnehmer die Erholung eher zur Realisierung von Gewinnen nutzten. Neue Kaufdynamik blieb aus. Damit setzt sich die Serie schwacher Reaktionen auf positive Nachrichten fort, was den aktuell dominierenden Abgabedruck unterstreicht. Die übergeordnete Struktur bleibt angeschlagen, und der bärische Grundton prägt weiterhin das Geschehen.

Den aktuellen Kurs und Chart des S&P 500 sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die jüngste Gegenbewegung könnte sich als reine technische Reaktion innerhalb des Abwärtstrends erweisen. Entscheidend wird sein, ob es den Bullen gelingt, Anschlusskäufe zu erzeugen und kurzfristige Widerstände zurückzuerobern.

Bleibt dies aus, könnte der Verkaufsdruck erneut zunehmen, und weitere Tiefs wären möglich. Eine nachhaltige Stabilisierung würde erst mit klaren Signalen einer Trendwende wahrscheinlicher. Der Bereich um 6.550 bleibt vorerst umkämpft.

Aussicht: Neutral

S&P 500 Index: Chart vom 23.03.2026, Kurs: 6.581.00 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500 Index: Chart vom 23.03.2026, Kurs: 6.581.00 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Quelle:
n-tv; https://www.n-tv.de/politik/Trump-verschiebt-nach-produktiven-Gespraechen-Iran-Ultimatum-id30501242.html

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.03.2026 um 7:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

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Vorherige Analysen der S&P 500 Aktie

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.03.2026 um 7:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Volatilität an der Wall Street war bereits in den letzten Monaten sehr hoch. In der vorigen Woche nahm die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt weiter zu und sorgte für turbulente Handelstage im Dow Jones sowie im S&P 500. Auffällig ist dabei vor allem, dass mittlerweile sowohl die 20-Tage-Linie als auch die 50-Tage-Linie nach unten gedreht haben. Aus technischer Sicht stellt dies kein besonders positives Umfeld dar.

Zusätzlich hat sich nach einem tieferen Hoch nun auch ein tieferes Tief gebildet. Damit verschlechtert sich das kurzfristige Chartbild weiter. Zu Wochenbeginn notieren die Futures deutlich im Minus. Sollte sich diese Schwäche im Kassahandel bestätigen, könnte der Trend erstmals seit Anfang 2025 wieder in eine bärische Phase übergehen. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich daher zunehmend auf die nächsten potenziellen Unterstützungsbereiche.

Expertenmeinung: Nach der jüngsten Serie schwächerer Kursbewegungen dürfte sich der Fokus kurzfristig auf die nächsten Unterstützungen richten. Hierbei blicken Marktteilnehmer wohl auf die Tiefs von November 2025. Kommt es in diesen Bereichen zu einer Stabilisierung, könnte die Käuferseite versuchen, eine Gegenbewegung einzuleiten und damit zumindest kurzfristig wieder etwas Ruhe in den Markt zu bringen.

Bleibt der Verkaufsdruck jedoch hoch, könnte sich die Korrekturbewegung ausweiten und der Index könnte weiter an Dynamik nach unten gewinnen.

Aussicht: Neutral

S&P 500 Index: Chart vom 06.03.2026, Kurs: 8.076 EUR, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500 Index: Chart vom 06.03.2026, Kurs: 8.076 EUR, Kürzel: SPX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.01.2026 um 22:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der S&P 500 läuft seit Tagen direkt unter der runden Marke von 7.000 Punkten seitwärts, beim Dow Jones ist es die 50.000, die einfach nicht erreicht wird. Das wirkt wie ein böses Omen … aber ist es auch wirklich eines?

Die Kursziele der Investmentbanken für den S&P 500 liegen für 2026 alle über dem derzeitigen Stand, einige reichen bis 8.000 Punkte. Da wäre es ein überzeugender Start in das Börsenjahr gewesen, wenn die ohnehin bereits in Reichweite gelegene „magische“ Marke von 7.000 gleich zu Beginn überboten worden wäre. Aber das scheint sich zäher zu gestalten, als von manchem bullischen Trader vermutlich erwartet wurde:

S&P 500: Tages-Chart vom 16.01.2026, Kurs 6.940,01 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Tages-Chart vom 16.01.2026, Kurs 6.940,01 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Bis auf 0,2 Prozent war man schon dran. Aber jetzt tritt dieser marktbreite US-Index scheinbar auf der Stelle. Und was das Thema Dynamik angeht, wird es dadurch langsam problematisch. Denn am damaligen Rekordhoch des Oktobers war der S&P 500 bis 6.920 Punkte gelaufen. Jetzt, fast drei Monate später, liegt der Index gerade einmal 20 Punkte höher. Das ist dünn.

Kann es sein, dass diese runde Marke für zu viele Marktteilnehmer ein Ziel ist, eine Marke, bei der man nicht nur darüber nachdenkt, Kasse zu machen, sondern es auch wirklich tut? Liegen da so viele Verkaufsorders im Markt, dass die Käufer nicht durchkommen? Und könnte das dazu führen, dass mehr und mehr bullische Trader aufgeben und der Index dadurch direkt unter dieser runden Marke abdreht und eine größere Korrektur startet? Sprich: Ist dieses bisherige Unvermögen, nach oben auszubrechen, ein aus Sicht der Bullen böses Omen?

Expertenmeinung: Nein, eher nicht. Es mag zwar sein, dass in diesem Bereich einiges an Verkaufsorders den Anstieg bremst. Aber ob die abgearbeitet werden können oder nicht, lässt sich noch nicht abschätzen. Das liegt auch daran, dass am Freitag eine Abrechnung an der Terminbörse stattfand. Hier liefen Optionen auf Aktien und Indizes mit Laufzeit Januar aus. Und anders als bei uns sind die Optionen in den USA das entscheidende Derivat der Privatanleger – und diese Abrechnung muss nicht, könnte aber als Bremse gewirkt haben.

Es wäre beispielsweise möglich, dass Optionsverkäufer, die in der Regel zu den großen Adressen zählen, so viele 7.000er Call-Optionen auf den S&P 500 an die Trader verkauft haben, dass sie ein hohes Interesse hatten, diese Optionen nicht zur Abrechnung ins Geld laufen zu lassen, weil das hätte teuer zu stehen kommen können. Ob die 7.000 ein massiver, nicht zu hebender Deckel ist oder eine eher durchlässige Hürde, wird sich daher erst noch herausstellen, zumal es gar nicht unüblich ist, dass die großen US-Indizes eine Zeitlang unter oder an solchen markanten Chartmarken verharren, bevor klar wird, ob die Reise weitergeht oder, was seltener der Fall ist, eine solche „Big Figure“ nicht bezwungen wird und das dann eine Korrektur einläutet.

Richtig ist natürlich, dass die Rahmenbedingungen problematisch sind. Viele US-Konjunkturdaten der vergangenen Tage waren recht gut, aber keineswegs alle. Die Politik im Weißen Haus wird zunehmend aggressiver und unberechenbarer, das wird auch für die Wirtschaft zum Risiko. Und die offene Gerichtsentscheidung über die Zölle sowie das Sägen an der Unabhängigkeit der US-Notenbank sind Damoklesschwerter, die schärfer kaum sein könnten. Aber all das ist nicht erst seit zwei Wochen so und trotzdem hat sich der S&P 500 immer höher gekämpft. Bislang ignorieren viele Anleger diese Risiken. Daher kann es zwar jederzeit sein, dass diese Aspekte schlagartig zurück ins Rampenlicht gelangen, aber es muss nicht. Fazit:

S&P 500: Monats-Chart vom 16.01.2026, Kurs 6.940,01 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Monats-Chart vom 16.01.2026, Kurs 6.940,01 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Dieses Wassertreten des S&P 500 ist noch kein Grund, um mittelfristige Long-Trades glattzustellen und/oder die Seite zu wechseln. Und ob das in Kürze der Fall wäre, ist nicht voraussagbar. Daher wäre es eine sinnvolle Lösung, sich konsequent am Chartbild zu orientieren. Seit Monaten wird der Aufwärtstrend des Index von diesem Dreigestirn aus 20-Tage-, 50-Tage- und 100-Tage-Linie geführt, Letztere bildet aktuell bei 6.742 Punkten das untere Ende dieser mitlaufenden Zone. Sollte diese Zone gebrochen werden, brennt etwas an. Solange das aber nicht der Fall ist, hätte das bullische Lager jederzeit die Chance, kurzfristige Flaute-Phasen wie die derzeitige zu seinen Gunsten nach oben aufzulösen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.12.2025 um 20:21 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Es fehlt noch ziemlich genau ein Prozent, dann hätte der marktbreite US-Index S&P 500 die magische, runde Marke von 7.000 Punkten erreicht. Da in den USA auch an Silvester noch gehandelt wird, ist das grundsätzlich machbar. Aber was passiert, wenn das Ziel erreicht ist?

In der Zeit zwischen den Jahren geht es an den Aktienmärkten normalerweise ruhig zu. Der Umsatz ist niedrig, die Schwankungsbreite ebenfalls. Aber in den meisten Jahren haben diese Tage vor dem Jahresende eines gemein: eine Tendenz gegen den vorherigen Trend taucht sehr selten auf. Dies und die prozentuale Nähe zur runden Marke von 7.000 Punkten lassen es gut denkbar erscheinen, dass der S&P 500 diese Linie um Silvester herum erreicht. Damit hätte er einen Level erreicht, den ihm Anfang 2025, trotz Unkenntnis der Turbulenzen durch die US-Zölle, kaum jemand zum Jahresende zugetraut hätte.

Was auch daran liegt, dass nur wenige erwartet haben dürften, dass der Index von der durchschnittlichen Bewertung der in ihm gelisteten Aktien mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25,7 so ungewöhnlich teuer werden könnte. Und wirklich rechtfertigen lässt sich die hohe Bewertung derzeit nicht, denn dass die US-Wirtschaft 2026 so richtig durchstarten wird, ist momentan nicht die wahrscheinlichste Variante für die Zukunft. Aber ist das ein Grund, um nahe an dieser „magischen“ 7.000 auszusteigen oder sogar Short zu gehen?

Expertenmeinung: Es ist ein Aspekt, der zur Vorsicht anhalten sollte, mehr aber (noch) nicht. Denn wäre die Bewertung ein alles entscheidendes Element für die Masse der Marktteilnehmer, wäre der S&P 500 ja gar nicht erst auf einem so teuren Bewertungsniveau angekommen. Die meisten hätten dann schon bei einem KGV von 24 oder 25 verkauft und dadurch den Anstieg gestoppt. Haben sie aber nicht. Warum also sollte das Erreichen einer runden Marke oder das Anschwellen der Bewertung auf ein KGV von 26 oder gar 27 das ändern?

Solange der Aufwärtstrend intakt bleibt und den Käufern das Geld nicht knapp wird, kann es weiter nach oben gehen. Zumal viele Akteure wenig bis gar kein Grundwissen über die Börsen mitbringen und daher nur zu gerne der Erzählung glauben, dass sinkende Leitzinsen für Aktien automatisch bullisch seien. Das führt dazu, dass schwache Konjunkturdaten nicht zu Abgabedruck, sondern zu Käufen führen, weil man sich sagt: Je schlechter die Gesamtlage, desto schneller sinken die Zinsen … und steigen die Aktien.

Selbst diejenigen, die wissen, dass der „Booster-Effekt“ sinkender Leitzinsen erst am Ende eines Senkungszyklus wirklich greift und bis dahin sogar eher weniger konsumiert und investiert wird, weil alle auf noch billigere Kreditzinsen warten, könnten weiter im bullischen Boot bleiben, alleine, weil sie wissen: Die Masse macht den Trend. Und ob der rational unterfüttert ist oder nicht, spielt keine Rolle. Wer Geld verdienen will, muss dem Trend folgen. Aber trotzdem ist kein Aktienindex eine Einbahnstraße. Zumal es da ja noch den zweiten Faktor gibt: das Geld.

In den vergangenen zwei Monaten war öfter zu beobachten, dass mal der Dow Jones kräftig zulegte, dafür aber der Nasdaq 100 unter Druck kam und umgekehrt. Das wirkte, als würde Kapital vor allem hin und her bugsiert, ohne dass wirklich viel „frisches Geld“ zufließen würde. Der S&P 500, der die Aktien beider Indizes fast komplett mit einschließt, bewegt sich dadurch seit zwei Monaten seitwärts.

Richtig ist zwar, dass es gelungen ist, die vorherigen Rekordlevels vom Oktober und November jetzt zu überbieten und dadurch auch über die obere Begrenzung des ganz langfristigen Aufwärtstrendkanals hinauszulaufen, den wir im Chart auf Monatsbasis sehen. Aber was fehlt, ist das Momentum, der Schwung, den ein Ausbruch mitbringen sollte, um eine gute Chance zu haben, nachhaltig zu wirken.

S&P 500: Monats-Chart vom 26.12.2025, Kurs 6.929,92 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Monats-Chart vom 26.12.2025, Kurs 6.929,92 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

In diesen Tagen vor Silvester tut sich wenig in Bezug auf ein Umdenken von kleinen und großen Akteuren. Daher wären die 7.000 zwar in keiner Weise ein „Muss“, aber sie wären möglich. Wichtiger ist jedoch, was sich danach tut:

Es sind die ersten Handelstage des neuen Jahres, an denen die Weichen gestellt werden. Und an denen sich zeigt, ob weiterhin genug frisches Anlegerkapital zu- und deutlich weniger abfließt, um den Trend weiterzuführen. Eine insgesamt gestiegene Verschuldung der Privathaushalte, eine in den Daten zum Verbrauchervertrauen abzulesende Verunsicherung hinsichtlich der kommenden Monate und die weiter – wenn auch zuletzt langsamer – steigenden Lebenshaltungskosten sind Faktoren, die einen bullischen Januar zumindest mit einem Fragezeichen versehen.

Achten Sie auf das „Dreigestirn“ der gleitenden Durchschnitte der letzten 20, 50 und 100 Handelstage, die den S&P 500 n den vergangenen Monaten geführt haben. Sollte die unterste, die 100-Tage-Linie, die zuletzt im November hielt, brechen, wäre das ein Signal dafür, umgehend deutlich vorsichtiger mit Long-Trades umzugehen und ggf. sogar die Seite zu wechseln.

S&P 500: Tages-Chart vom 26.12.2025, Kurs 6.929,92 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Tages-Chart vom 26.12.2025, Kurs 6.929,92 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.11.2025 um 23:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

In den letzten Wochen ging es eher ruhig zu am US-Markt. Doch am Donnerstag und Freitag war auf einmal richtig etwas geboten. Der S&P 500 rutschte dadurch genau an die Linie, die halten muss, um eine größere Korrektur zu vermeiden. Und noch ist offen, wie das ausgeht.

Was viele Marktteilnehmer irritieren dürfte, ist das Fehlen eines mit Händen zu greifenden Grundes dafür, dass die US-Indizes am Donnerstag erst kräftig zulegten, dann aber massiv abrutschten und tief in der Verlustzone schlossen. Die im Vorfeld mit Hochspannung erwarteten Nvidia-Quartalszahlen waren gut. Vielleicht kein Grund, den Gesamtmarkt massiv höher zu ziehen, aber im Gegenzug eben auch kein Grund für einen Abverkauf. Und dass die September-Arbeitsmarktdaten, die am Donnerstag nachgereicht wurden, eine Leitzinssenkung im Dezember verhindern, ist nicht zwingend. Denn erstens waren sie so gut auch wieder nicht, zweitens sind sie letzten Endes „alt“. Wichtiger wäre – auch für die US-Notenbank – zu wissen, was seither passiert ist. Und das wird man vorerst nicht erfahren.

Aber eigentlich dürfte diese Ungewissheit nicht das Problem sein, zumindest nicht für das bullische Lager, denn über Monate hinweg lautete die Parole „keine Nachrichten sind gute Nachrichten“. Und dass der vor Handelsbeginn noch schwache S&P 500 nebst den anderen großen US-Indizes am Freitag auf einmal mehrere ruckartige Aufwärtsschübe sah, deutet an, dass viele weiterhin so denken. Denn der erste kam gegen 13:30 Uhr unserer Zeit, als Notenbank-Mitglied John Williams erklärte, er sehe durchaus Spielraum für kurzfristige, weitere Zinssenkungen. Der nächste kam, als die US-Regierung meldete, dass der Inflationsbericht für Oktober ganz ausfallen werde und die November-Daten erst am 18. Dezember kommen, aber:

Expertenmeinung: So eindeutig ist die Sache eben doch nicht. Denn würde die erdrückende Mehrheit der US-Akteure damit in Sachen Zinssenkungen und Vermeidung unguter Daten den Daumen gehoben haben, hätte der S&P 500 nicht so weit unter seinem Tageshoch schließen dürfen. Zumal noch ein anderer Faktor dazu kommt, der die Sache knifflig einschätzbar macht: die Abrechnung der Optionen am Terminmarkt, die am Freitag stattfand. Damit steht eine Reihe an Fragen im Raum, die über das Wochenende erst einmal ohne Antwort blieben:

War ein Anstieg der Skepsis und Nervosität gegenüber dieser „Nebelfahrt“ ohne Konjunkturdaten der Grund, warum am Donnerstag viele die Reißleine zogen? Zeigte die Gegenbewegung des Freitags, dass das bullische Lager willens und imstande ist, wichtige Unterstützungslinien zu verteidigen? Oder wäre der Kursanstieg kleiner ausgefallen oder sogar ausgeblieben, wäre nicht ausgerechnet an diesem Tag eine Abrechnung an der Terminbörse gelaufen? Und wenn das so sein sollte: Kommen die Verkäufer dann zurück, dienen die Abgaben Richtung Freitags-Handelsende, die das Plus ein gutes Stück eingrenzten, da womöglich als Omen?

Wir werden es im Verlauf dieser Woche wohl erfahren. Wer hier gerade nicht positioniert ist, hat dabei einen großen Vorteil: Man muss sich dann nicht das Hirn zermartern, sondern kann in aller Ruhe abwarten, ob der S&P 500 in diesen Abgrund fällt, über dem er auch nach der Gegenreaktion am Freitag noch mit einem Bein hängt … oder eben nicht.

S&P 500: Tages-Chart vom 21.11.2025, Kurs 6.602,99 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Tages-Chart vom 21.11.2025, Kurs 6.602,99 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Es geht um die Unterstützung 6.550/6.555 Punkte, die der Index am Donnerstag und Freitag kurzzeitig sogar schon unterboten hatte, sich am Freitag aber darüber retten konnte. Nur eben nicht allzu weit darüber. Unterhalb dieser Linie finden sich erst einmal keine potenziellen Unterstützungen, die tragfähig wirken … eine Folge des so steten, ohne nennenswerte Rücksetzer abgelaufenen Anstiegs zwischen Juli und September.

Die nächste, massivere Auffangzone, die zugleich die 200-Tage-Linie einschließt, wartet erst im Bereich 6.100/6.160 Punkte. Es ist also durchaus ein Abgrund, an dem der marktbreite Index jetzt steht. Und angesichts der großen Unsicherheit über die Rahmenbedingungen kann die Entscheidung, ob dieser Bereich um 6.550/6.555 hält oder nicht, die Marschrichtung auf Wochen hinaus vorgeben.

S&P 500: Wochen-Chart vom 21.11.2025, Kurs 6.602,99 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Wochen-Chart vom 21.11.2025, Kurs 6.602,99 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.11.2025 um 12:40 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Donnerstag war schwach, der Freitag begann genauso. Zu Beginn des regulären Handels hatte der S&P 500 gut 1,3 Prozent im Minus gelegen. Doch kaum war der Handel gestartet, kamen Käufe auf, die die Verluste am Ende fast komplett tilgten. Was steckte dahinter?

Man wird nervös am US-Aktienmarkt. Einige wichtige Konjunkturdaten des Oktobers werden wohl, da die Datenbasis im Zuge des Shutdowns nicht erhoben wurde, ausbleiben. Auffallend viele Mitglieder des FOMC, des Entscheidungsgremiums der US-Notenbank, äußern sich in Bezug auf eine erneute Leitzinssenkung in der letzten Sitzung des Jahres (10. Dezember) skeptisch bis ablehnend. Und mit der offenen Entscheidung des Supreme Court in Bezug auf die Rechtmäßigkeit der Zölle hängt ein Damoklesschwert über dem, was in Washington über Monate hinweg einfach getan und nicht hinterfragt wurde.

Hinzu kommt, dass man langsam wahrnimmt, dass die Verschuldung der US-Bürger weiter steigt, immer mehr Menschen das Geld knapper wird und dies am Ende nicht nur dem Konsum, sondern auch dem Mittelzufluss in Richtung Aktienmarkt Probleme bereiten wird. Dass der S&P 500 seit einigen Wochen nicht mehr recht vorankommt und immer mal wieder Rücksetzer auftauchen, ist daher nicht überraschend. Wenn etwas überraschen könnte, dann eher die bislang höchst überschaubare Dimension der Abgaben.

Zum Wochenschluss dominierten sie allerdings, die Verkäufe. Am Donnerstag ließen sich die Käufer nicht blicken. Am Freitag starteten die Indizes durch im Vorfeld gedrückte Index-Futures im Minus. Aber dann, auf einmal, wurde kräftig zugelangt. Welche Nachricht hatte das ausgelöst, die offenbar pünktlich um 15:30 Uhr eintrudelte?

Expertenmeinung: Es war keine Nachricht, sondern ein charttechnischer Aspekt: Der S&P 500 drohte mit der Eröffnung im Minus unter die 50-Tage-Linie zu fallen. Und nicht nur er, beim Nasdaq 100 sah es präzise gleich aus. Dieser gleitende Durchschnitt der letzten 50 Börsentage ist ein in den USA vielbeachteter Leitstrahl eines Trends. Und wären die Verkäufe weitergegangen und hätten S&P 500 und Nasdaq 100 dadurch unter ihren 50-Tage-Linien geschlossen, wäre das ein bärisches Signal geworden, das Anschluss-Verkäufe hätte befürchten lassen.

S&P 500: Tages-Chart vom 14.11.2025, Kurs 6.734,11 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Tages-Chart vom 14.11.2025, Kurs 6.734,11 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Also wurde sofort seitens derjenigen Akteure gekauft, die den Trend unbedingt halten wollten und über die nötigen Barreserven verfügten, um das auch aktiv anzugehen. Wobei sie sich der Schützenhilfe kurzfristiger Trader sicher sein konnten, denn wir sehen im Chart auf Tagesbasis, dass der S&P 500 diese 50-Tage-Linie bereits im Oktober erfolgreich verteidigt hatte und am Freitag zuvor genau dort ebenfalls eine Kaufwelle einsetzte. Nach dem Motto „was einmal klappte, wird wieder klappen“ dürften viele diese Käufe zum Handelsstart als Signal dafür gesehen haben, sofort mit auf den Zug zu springen.

S&P 500: Stunden-Chart vom 14.11.2025, Kurs 6.734,11 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
S&P 500: Stunden-Chart vom 14.11.2025, Kurs 6.734,11 Punkte, Kürzel: SPX | Quelle: TWS

Wir sehen aber auch – das wird besonders im Chart des S&P 500 auf Stundenbasis deutlich – dass es zum Handelsende hin wieder Verkäufe gab. Das eliminiert zwar den grundsätzlich positiven Aspekt der Verteidigung der Linie nicht, sollte aber als Warnung gesehen werden: Keineswegs alle glauben, dass das ausreicht, um den Index wieder nachhaltig auf Hausse-Kurs zu bringen. Und die Skepsis hat durchaus ihre Berechtigung, immerhin sind all die den Aufwärtstrend zuletzt bremsenden Faktoren weiterhin da.

Daher sollte man dieses grundsätzlich eindrucksvolle Aufkaufen der Verluste lieber als das sehen, was es ist: als Rettungskäufe. Die zwar das Zeug haben können, erneute Abgaben erst einmal vom Tisch zu bringen. Aber das muss nicht gelingen, immerhin war der S&P 500 nur eine Woche, nachdem man diese Linie verteidigt hatte, am Freitag erneut dort gelandet.

Zweimal die 50-Tage-Linie in kurzer Zeit zu verteidigen, das kann ein Sprungbrett für einen neuen Aufwärtsimpuls werden. Aber es ist eben auch eine dadurch deutlich zutage getretene Achillesferse. Sollte diese aktuell bei 6.704 Punkten verlaufende Linie (bei normaler Berechnung, als exponentieller GD läge die Linie bei 6.687 Punkten) in nächster Zeit doch noch auf Schlusskursbasis brechen, wäre das Signal, das davon ausgeht, gerade wegen der vorherigen Verteidigungsversuche ein besonders markantes.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.