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Wenngleich die Aktien aus dem Software-Sektor kein Bleigewicht mehr für den TecDAX sind, ohne die Titel des Halbleiter-Sektors ist der Weg nach oben auf Dauer kaum zu schaffen. Diese Aktien waren in der Vorwoche Thema Nr. 1. Und sie werden es auch diese Woche sein.
Die sich in den Quartalszahlen von Meta, Alphabet und Amazon manifestierenden monetären Klimmzüge der großen KI-Investoren machten die Anleger zuletzt äußerst nervös, zumal finanzielle Probleme dort auch auf die Umsatz- und Gewinnperspektive all derjenigen Unternehmen ausstrahlen, die von dieser Investitionswut momentan profitieren und weiterhin profitieren sollen:
Auf die Unternehmen, die Rechenzentren errichten, die dafür nötige Energie-Infrastruktur liefern, auf die Halbleiterunternehmen und auf deren Zulieferer wie Hersteller von Produktionsanlagen und Verbrauchsgütern wie z. B. Wafern. Das führte beim Nasdaq 100 am Freitag zu massiven, beim TecDAX immerhin zu spürbaren Abschlägen. Gestern konnte sich der TecDAX zwar etwas erholen. Aber nachdem der Nasdaq 100 als „großer Bruder“ am Montagabend von einem anfänglichen Plus ins Minus abgedreht ist, könnte das heute auch von unserem „kleinen Nasdaq“ reflektiert werden. Wobei es jetzt um eine andere Problematik, wenngleich immer noch bezogen auf dasselbe Thema, geht: um die politische Seite des KI-Booms.
Expertenmeinung: Die Befürchtungen, die zum Wochenstart dazu führten, dass ein anfänglicher Kursanstieg an der Nasdaq abverkauft wurde, betreffen auch die deutschen Aktien, die man mit dem Thema KI in Verbindung bringt. Und im TecDAX sind diese reichlich vertreten: Infineon, SUSS MicroTec, Siltronic, Aixtron, Jenoptik. Dabei geht es jetzt nicht mehr um die Frage, ob da eine Kreditblase entsteht, sondern darum, ob die Expansion der KI weiter so ungebremst möglich sein wird, wenn die Demokraten heute bei den US-Zwischenwahlen die Mehrheit in einer bzw. beiden Kammern des US-Kongresses erringen sollten.
Denn man geht davon aus, dass der bisherige Umgang der US-Regierung mit dem Thema KI, die von jedweder Kontrolle nichts hören will, ein anderer würde, wenn der US-Kongress da nicht mehr mitspielt. Angesichts der jüngsten Umfrage wäre dieses Szenario eines, das durchaus denkbar wäre. Und es wäre zudem eines, das unmittelbar auf die Kurse wirken könnte, denn:
Im Gegensatz zum Ölpreis, bei dem man das Hier und Jetzt tradet und keine Perspektive der kommenden Monate und Jahre, ist eben dieser langfristige Ausblick genau das, worauf die Trader in Bezug auf die KI-Aktien seit Monaten setzen. Das hieße: Eine genauere Überwachung und Regulierung von KI durch einen demokratisch dominierten US-Kongress träfe genau das Argument der Bullen ins Mark, die eine völlig freie Expansion in den Kursen vorweggenommen haben.
Dementsprechend kann es nach dieser Wahl, ein überzeugendes Ergebnis der Demokraten vorausgesetzt, nicht nur an der Nasdaq, sondern auch beim TecDAX heiß hergehen, aber:
Bislang ist der TecDAX nur am oberen Ende seiner seit August geltenden Handelsspanne abgeprallt.

Erst wenn der Index mit Schlusskursen unter 3.916 Punkten die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bricht und diese Handelsspanne nach unten verlässt, würde es aus charttechnischer Sicht eng. Und erst wenn dann auch noch die aktuell bei 3.845 Punkten verlaufende 200-Tage-Linie fallen sollte, wäre ein auf mittelfristiger Ebene relevantes bärisches Signal mit einem ersten Kursziel in der Region von 3.200 bis 3.400 Punkten gegeben. Dazu muss es nicht kommen. Aber es wäre wohl ratsam, die Möglichkeit eines solchen größeren Abwärtsimpulses im Hinterkopf zu behalten.

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.11.2026 um 22:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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