Skip to main content
Bitte wählen Sie:

SMI Prognose SMI Index: Jetzt besser nicht lockerlassen

News: Aktuelle Analyse des SMI Index

In diesem Artikel
SMI
ISIN: CH0009980894
|
Ticker: SMI
|
Währung: Punkte
|
Börse: --
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Der Schweizer Aktienmarkt taucht selten in den Schlagzeilen auf, das führt dazu, dass manche Anleger den dortigen Leitindex SMI kaum im Blick haben. Was sich aber grundsätzlich lohnen würde, denn die bisherige Jahresperformance ist gut. Nur … könnte das auch so bleiben?

Wer die Nachrichtenlage verfolgt, weiß: Donald Trump hat die Schweiz auf dem Kieker. Die Schweiz bekam regelmäßig höhere Zölle verpasst als die EU. Und das ist für ein Land, das so sehr vom Export dominiert ist, natürlich ein Problem. Aber Probleme lassen sich lösen. Und es scheint, dass der Schweiz das gelungen ist, denn die aktuellen Eckdaten zur Schweizer Wirtschaft sehen beeindruckend aus:

In der Jahresrate kommt das Wachstum des Schweizer Bruttoinlandsprodukts auf 1,5 Prozent, die USA haben derzeit auch nicht mehr. Die Exporte haben im Mai, Juni und Juli überdurchschnittlich hohe Levels erreicht. Der Leitzins liegt weiterhin bei null Prozent … und die Inflationsrate bei beneidenswert niedrigen 0,4 Prozent. All das wird begleitet von einer Arbeitslosenrate von nur 3,0 Prozent. Dass es den Schweizer Unternehmen in diesem Umfeld nicht gerade schlecht gehen kann, ist nachvollziehbar. Und so kommt auch der SMI, der Swiss Market Index, der die 20 wichtigsten Aktien der Schweiz umfasst, derzeit daher: bullisch.

Expertenmeinung: Allerdings könnte er aktuell ein wenig Anschub vertragen. Auf mittelfristiger Ebene sehen wir einen Index, der zeigt, dass sich die Marktteilnehmer weder vom „Zoll-Schock“ im Frühjahr 2025 noch vom Angriff auf den Iran Ende Februar 2026 haben bange machen lassen. Der SMI erreichte im Vorfeld dieser beiden Ereignisse jeweils neue Rekordhochs, die, nach 2025 ebenso wie in diesem Jahr, noch höheren Kursen wichen. Was aber auffällt, ist, dass der SMI an der oberen Begrenzung eines vom 2025er-Tief ausgehenden Aufwärtstrendkanals in den vergangenen Wochen mehrfach angestoßen war.

Swiss Market Index: Chart auf Wochenbasis vom 26.08.2026, Kurs 14.542,9 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Swiss Market Index: Chart auf Wochenbasis vom 26.08.2026, Kurs 14.542,9 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS

Das bedeutet nicht zwingend, dass der Index vor einer größeren Korrektur stehen muss, auch die auf Wochenbasis überkaufte Markttechnik macht so etwas nicht zwingend. Aber im Auge behalten sollte man das im bullischen Lager trotzdem, denn dieses Anrennen an das obere Ende des Trendkanals hat auf Tagesbasis dazu geführt, dass sich hier jetzt ein Topp ausbilden könnte.

Wir sehen im Chart auf Tagesbasis, dass Ende Juli versucht wurde, das vorherige Rekordhoch von Anfang Juli zu überwinden. Damit kamen die Bullen nicht weit, es folgte ein Rücksetzer. Der fiel zwar klein aus, aber was eine hochgezogene Augenbraue wert ist, ist, was danach kam: Der Index konnte das Ende Juli erreichte Hoch nicht überwinden. Das dabei entstandene Verlaufshoch bei 14.669,6 Punkten in einem zweiten Anlauf zügig zu überwinden, wäre daher jetzt ein wichtiger Schritt, um das Aufwärts-Momentum zu erhalten.

Swiss Market Index: Chart auf Tagesbasis vom 26.08.2026, Kurs 14.542,9 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Swiss Market Index: Chart auf Tagesbasis vom 26.08.2026, Kurs 14.542,9 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS

Zwar würde hier erst dann wirklich etwas anbrennen, wenn das Februar-Hoch bei 14.064 Punkten fallen würde. Aber da der SMI einerseits in einem grundsätzlich soliden Umfeld läuft, andererseits mit einem Index-KGV um 24 aber nicht mehr billig ist, sollte das bullische Lager jetzt besser nicht lockerlassen, denn wenn eine Aufwärtsbewegung erst einmal für alle erkennbar feststeckt, pflegen den Bullen schnell die Käufer von der Fahne zu gehen.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.08.2026 um 23:10 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Vermögensaufbau an der Börse

Vermögensaufbau ist mehr als reines Sparen und stellt einen strategischen Prozess dar, bei dem es darum geht, das vorhandene Kapital aktiv zu vermehren. Dabei kommt es vor allem auf die Strategie an, die von Anleger zu Anleger sehr unterschiedlich sein kann.

Mögliche Strategien für Ihren Vermögensaufbau finden Sie hier:

Vermögen aufbauen: Die besten Tipps

Die Core Satellite Strategie – Kernportfolio mit Satelliten

Die Dividendenstrategie – Alles was Sie darüber wissen sollten

Loading ...
Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der SMI Aktie

18.11.2025
08:26 Uhr

Swiss Market Index (SMI): Endet das hier als Bullenfalle? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.11.2025 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Vergangene Woche legte der Schweizer Leitindex SMI rasant zu, überbot das Oktober-Hoch und erreichte den höchsten Level seit dem Zoll-Crash Anfang April. Auslöser war die zu erwartende Zoll-Einigung mit den USA. Jetzt fällt der Index. Ebenfalls wegen dieser Einigung.

Dass es der Schweiz gelingen würde, sich mit den USA zu einigen und den im Frühjahr auf drastische 39 Prozent angehobenen Einfuhrzoll in die USA zu drücken, pfiffen die Spatzen bereits in der Vorwoche von den Dächern. Entsprechend erfreut griffen Marktteilnehmer bei den Aktien zu, der Swiss Market Index (SMI) stieg über das Oktober-Hoch. Dieses vorherige Hoch endete als Bullenfalle, weil es misslungen war, den Index über der da zeitweise leicht überbotenen Widerstandszone 12.441/12.668 Punkte zu halten. Aber diesmal, so dachten sich die Käufer, kann mit dem Rückenwind dieser anstehenden, guten Nachrichten ja nichts schiefgehen. Doch die Charts zeigen:

SMI: Tages-Chart vom 17.11.2025, Kurs 12.597,82 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMI: Tages-Chart vom 17.11.2025, Kurs 12.597,82 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS

Aktuell könnte genau das doch passieren. Denn richtig ist zwar, dass für die Schweizer Exporte in die USA jetzt – wie für die EU – ein Einfuhrzoll von 15 Prozent gilt. Aber zwei Faktoren machen die Anleger zu Recht unruhig:

Expertenmeinung: Zum einen zeigte die am Montag vorgelegte Berechnung des Schweizer Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal, wie heftig negativ die hohen Zölle auf die Konjunktur gewirkt hatten, denn die Wirtschaftsleistung ist im Sommerquartal gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent geschrumpft. Und schon da, im zweiten Quartal, hatte es nur noch für ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent gereicht.

Zum anderen wurde jetzt deutlich, dass es diese Einigung nicht zum Nulltarif gab. Das, was die Anleger mittlerweile über die Details wissen, von denen es am Freitag hieß, die würden noch bekanntgegeben werden, konnte ihnen nicht gefallen. Entscheidender Aspekt dabei: Die Verhandler der Schweiz hätten sich laut den USA verpflichtet, den immerhin im Vorjahr fast 40 Milliarden US-Dollar ausmachenden Handelsbilanzüberschuss mit den USA bis 2028 auszugleichen. Was hieße: Entweder man verkauft weniger in den USA oder die Schweizer kaufen mehr US-Güter. Das ist nichts, was man sich hätte wünschen mögen.

Es überrascht daher nicht, dass die Ersten wohl schon am Freitag angesichts der nebulösen Aussagen über noch bekanntzugebende Details vorsichtig wurden und verkauften. Jetzt, im Licht der Nachrichtenlage, die andeutet, dass die Schweiz mit diesem „Deal“ nicht der erhoffte große Gewinner sein wird, und mit den Wachstumsdaten, die die Abhängigkeit von den USA recht plastisch hervorheben, wird es auf der Oberseite eng.

Zwar würde der SMI erst dann eine echte Bullenfalle sehen, wenn er nicht nur unter die jetzt wieder im Feuer stehende Zone 12.441/12.668 Punkte rutscht, sondern auch die wenig tiefer im Bereich 12.225/12.290 Punkte verlaufende Kreuzunterstützung aus 200-Tage-Linie und April-Aufwärtstrendlinie bricht. Aber das Risiko, dass es so kommt, ist gestiegen … während ein bullisches Signal auf kurzfristiger Ebene erst dann wieder gegeben wäre, wenn das Vorwochen-Verlaufshoch bei 12.843 Punkten auf Schlusskursbasis überboten wäre und damit deutlich würde, dass sich der Optimismus in Sachen Zoll-Deal doch noch irgendwie hat durchsetzen können.

SMI: Wochen-Chart vom 17.11.2025, Kurs 12.597,82 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SMI: Wochen-Chart vom 17.11.2025, Kurs 12.597,82 Punkte, Kürzel: SMI | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.