Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Seit drei Monaten läuft die VERBIO-Aktie in einer überschaubaren Kursspanne seitwärts. Dabei ist das Thema Biokraftstoffe hochaktuell und spannend. Es war klar: Man wartet auf den Ausblick 2026/2027. Der kam gestern – doch die Aktie brach trotzdem nicht aus. Was tun?
Die Rahmenbedingungen seit Ende Februar mögen für das Gros der Wirtschaft äußerst unerfreulich sein, aber für den Hersteller von Biokraftstoffen VERBIO waren sie günstig. Veränderte regulatorische Rahmenbedingungen und eine steigende Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen kamen dem Unternehmen zugute. Nachdem VERBIO bereits im August vorläufige Ergebnisse vorgelegt hatte, kamen gestern die endgültigen Zahlen für das am 30.6. beendete Geschäftsjahr 2025/2026:
Der Umsatz stieg um 18,5 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Der operative Gewinn, gerechnet als EBITDA, legte um über 1.300 Prozent auf 193,7 Millionen Euro zu, der Nettogewinn kam auf 64 Millionen Euro. Zugleich gelang es, die Netto-Finanzverschuldung um rund 44 Prozent zu senken. Starke Zahlen, die man aber seit der Vorab-Veröffentlichung am 3. August in großen Teilen kannte. Aber wenngleich die Aktie danach eine Zeit lang zulegen konnte:
Sie bewegte sich damit nur vom unteren an das obere Ende ihrer da bereits bestehenden Seitwärtsspanne. Also, so durfte man vermuten, kommt eine Trendentscheidung erst, wenn das auf dem Tisch liegt, was deutlich wichtiger ist als das, was war: der Ausblick auf das seit 1. Juli laufende Geschäftsjahr 2026/2027.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur VERBIO Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Dieser Ausblick kam am Donnerstag. VERBIO erwartet für 2026/2027 ein EBITDA zwischen 210 und 250 Millionen Euro und peilt eine weitere deutliche Senkung der Finanzverschuldung an. Wenn man sich überlegt, wie gewaltig der Anstieg des EBITDA im vorherigen Geschäftsjahr ausgefallen war, und bedenkt, wie volatil das Geschäft mit Biokraftstoffen ist, hätte man das eigentlich als respektabel ansehen können. Zumal VERBIO erfahrungsgemäß sehr konservativ plant bzw. kommuniziert.
Das Problem mag gewesen sein, dass man das am Markt einerseits zwar honorierte, auf der anderen Seite aber die VERBIO-Prognose mit den Erwartungen der Analysten verglich. Und die lagen im Schnitt bei 241 Millionen Euro und damit am oberen Ende dessen, was das Unternehmen avisiert. Am Ende stand im gestrigen Handel ein Minus von 3,14 Prozent, das signalisierte, dass die Enttäuschung überwog; man hatte sich da also mehr vorgestellt. Aber was fängt man mit diesem vermeintlichen Signal an, das, wenn man sich den Chart ansieht, keines ist?
Denn Sie sehen im Chart, dass die Aktie dadurch weiter in einem „Patt“ bleibt, wie es markanter kaum sein könnte: Der Kurs liegt im Bereich der 200-Tage-Linie ebenso wie der 20-Tage-Linie. Und diese beiden gleitenden Durchschnitte wiederum liegen inmitten der Seitwärtsrange mit ihren Begrenzungszonen bei 26,22 zu 27,30 und 32,92 zu 34,16 Euro. Was fängt man mit einer solchen Aktie konkret an?

Hier ist schlicht Geduld gefragt. Solange diese Zone nicht verlassen wird, ist ein Vorgriff auf einen Ausbruch, egal, in welche Richtung man da setzen wollte, nur eine unkalkulierbare Wette … wenngleich das bullische Lager noch den Hauch eines Vorteils hat, weil es bislang gelungen ist, die noch leicht ansteigende 200-Tage-Linie zu halten. Aber das muss keine Prognosekraft haben. Letzten Endes sollte man hier die Nerven behalten, indem man sich weiter konsequent zurücknimmt und abwartet. Denn die Aktie eines Biokraftstoff-Herstellers wird in einem Umfeld wie diesem nicht für immer und ewig seitwärts vor sich hin zuckeln … nur Geduld.
Quellenangaben:
Ergebnis des Geschäftsjahres 2025/2026, 24.09.2026: https://www.verbio.de/presse/pressemitteilungen/bilanzpressekonferenz-verbio-schafft-die-ergebniswende-und-kehrt-zur-dividendenzahlung-zurueck/
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.09.2026 um 22:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Sie möchten ein Depot für Ihre GmbH, AG oder UG eröffnen und Betriebsvermögen in Wertpapieren anlegen? Informieren Sie sich jetzt über unser Wertpapierdepot für Geschäftskunden: Mehr zum Firmendepot über LYNX





