In den Corona-Jahren und nach Beginn des Ukraine-Krieges war die Aktie des Biokraftstoff-Herstellers VERBIO für viele ein „Top Pick“. Dann begann ein jahrelanger Abstieg … dem jetzt ein neuer Aufwärtstrend folgen könnte, denn die Vollendung einer „Untertasse“ scheint in Arbeit zu sein.
Als Treibstoffe im Zuge der Lieferengpässe nach den Corona-Lockdowns und nach Beginn des Ukraine-Konflikts knapper waren, konnte VERBIO als Hersteller von Biokraftstoffen deutlich steigende Umsätze und noch deutlicher steigende Gewinne verbuchen. Doch im Geschäftsjahr 2023/2024 begann der Umsatz zu sinken, der Gewinn pro Aktie rutschte spürbar ab … und in dem am 30.6. beendeten Geschäftsjahr 2024/2025 rutschte das Unternehmen sogar in die roten Zahlen.
Schuld war das absolut ausreichende Angebot an herkömmlichen Kraftstoffen, aufgeweichte Umweltvorlagen und, vor allem, die Einfuhr von Kraftstoffen aus dem Ausland, auf denen laut VERBIO zwar „Bio“ draufstand, aber nicht drin war. Doch für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 sieht VERBIO verbesserte Marktbedingungen, zugleich erwarten die Analysten im Schnitt eine Rückkehr in die Gewinnzone im laufenden und einen deutlichen Ausbau des Gewinns im darauffolgenden Geschäftsjahr. Das charttechnische Bild spiegelt diese Rückkehr des Optimismus wider:
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Expertenmeinung: Die Aktie vollzieht, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, eine breit angelegte Bodenbildung. In deren Verlauf wurde bereits eine kleinere Untertassen-Formation (engl. „rounding bottom“) vollendet, als die Aktie mit dem Beginn des vierten Quartals wieder Fahrt aufnahm. Die Nackenlinie dieser kleineren Formation im Bereich 13,05/13,40 Euro dient jetzt als Unterstützung, während sich der Kurs an der Vollendung der größeren „Untertasse“ versucht:

Deren Nackenlinie, die es jetzt zu überwinden gälte, liegt im Bereich 22,85/23,36 Euro und basiert auf Zwischenhochs aus dem ersten Halbjahr 2024. Würde es gelingen, diese Hürde zu nehmen, wäre das ein äußerst bullisches Signal. Doch es wäre keines ohne Risiko, denn:
Der Kurs der Aktie hat sich seit Anfang Oktober glatt verdoppelt. Und das basiert bislang nur auf der von VERBIO kommunizierten Erwartung, dass sich das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr deutlich verbessern werde. Käme es so, stellt sich die Frage, wie viel dieser Verbesserung mit dieser Kursverdoppelung schon eingepreist ist. Und jede kleine Enttäuschung würde in einem solchen, auf Hoffnungen fußenden Szenario die mögliche Basis für einen „sudden death“ der Rallye bedeuten, zumal die Kursziel-Spanne der Analysten nur von 15 bis 18 Euro reicht. Die Aktie ist also bereits sehr weit vorausgelaufen. So potenziell bullisch dieses Chartbild auch daherkommt: Hier wäre Vorsicht geboten!
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