Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits im Juli habe ich einen möglichen Ausbruch der thyssenkrupp-Aktie über das Niveau um 12.50 EUR thematisiert. In den vergangenen Wochen konnte die Aktie diese Marke überschreiten.
Eine nachhaltige Bestätigung des Ausbruchs steht bislang jedoch noch aus. Dafür wären weitere Schlusskurse oberhalb des Hochs der Ausbruchskerze erforderlich. Dies ist bislang noch nicht gelungen. Damit bleibt auch ein möglicher Fehlausbruch ein Szenario, das berücksichtigt werden sollte.
Expertenmeinung: Der Ausbruch über 12.50 EUR ist erfolgt, eine nachhaltige Bestätigung steht jedoch noch aus. Eine solche Bestätigung läge vor, wenn die Kurse das Hoch der Ausbruchskerze überwinden und sich anschließend darüber etablieren würden. Ein Rückfall unter 12.50 EUR würde den Ausbruch hingegen wieder infrage stellen und das Szenario eines Fehlausbruchs stärker in den Vordergrund rücken.
Der 6-Monats-Trend ist weiterhin bullisch ausgerichtet, während die kommenden Handelstage weitere Hinweise auf die Stabilität des Ausbruchs liefern könnten. Auch die 20-Tage-Linie bleibt als wichtige Unterstützung zu beachten.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.08.2026 um 7:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
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thyssenkrupp vor einem möglichen Ausbruch?
— Achim Mautz
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.07.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Industrie- und Technologiekonzern präsentiert sich seit April in einer stabilen Verfassung. Der Kurs entwickelte sich überwiegend nach oben, und die thyssenkrupp-Aktie notiert mittlerweile knapp unter ihrem bisherigen Jahreshoch.
Ob die Marke bei 12,48 EUR nachhaltig überwunden werden kann, könnte sich bereits in den kommenden Handelstagen zeigen. Der Trend befindet sich weiterhin in einer bullischen Phase und wurde lediglich Ende Juni kurzzeitig unterbrochen. Die 20-, 50- und 200-Tage-Linien stützen derzeit das positive Chartbild. Ein nachhaltiger Ausbruch erscheint damit möglich.
Expertenmeinung: Neben dem positiven Chartbild richten Anleger ihren Blick auf die Fortschritte bei der strategischen Neuausrichtung des Konzerns. Vor allem die Entwicklung der Beteiligung an TKMS sowie die Pläne für das Stahlgeschäft und mögliche weitere Abspaltungen stehen im Fokus. Gelingt es dem Unternehmen, die Restrukturierung weiter voranzutreiben und die Profitabilität zu verbessern, könnte sich dies auch positiv auf die Kursentwicklung auswirken.
Aus technischer Sicht bleibt das Chartbild konstruktiv. Erst ein Rückgang unter die 50-Tage-Linie würde die aktuelle Konstellation deutlich eintrüben.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
09.01.2026 08:18 Uhr
Thyssenkrupp mit solidem Start ins neue Jahr
— Achim Mautz
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.01.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Industriekonzern ist solide ins neue Jahr gestartet. Der Thyssenkrupp-Aktie gelang der Ausbruch aus einer mehrmonatigen Seitwärtsphase nach oben und damit auch der Sprung über die psychologisch wichtige Marke bei 10 EUR. Dieser Schritt verleiht der bereits Anfang 2025 gestarteten Aufwärtsbewegung neuen Impuls.
Zuvor pendelten die Kurse über Wochen hinweg in einer engen Range zwischen 8,25 und rund 9,80 EUR. Mit dem Ausbruch hat sich das Chartbild aufgehellt. Sowohl auf mittelfristiger als auch auf langfristiger Ebene präsentiert sich die Aktie in einer weitgehend intakten Aufwärtsbewegung. Die Käuferseite wirkt derzeit wieder aktiver.
Expertenmeinung: Der Bruch der Seitwärtsrange sowie der Anstieg über 10 EUR sind als wichtiges technisches Signal einzuordnen. Solange sich die Aktie oberhalb dieser Zone behaupten kann, bleibt das Chartbild überwiegend bullisch. Rücksetzer in Richtung der Ausbruchsmarke wären charttechnisch zunächst unkritisch und wären im Rahmen einer Normalisierung nicht ungewöhnlich.
Erst ein Rückfall unter die vorherige Range würde das positive Szenario stärker infrage stellen. Aktuell spricht das Setup eher für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung, sofern die Ausbruchszone hält.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
09.12.2025 16:42 Uhr
Thyssen verdient endlich wieder Geld. Wie hoch kann es gehen?
— Tobias Krieg
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
ThyssenKrupp hat seit Jahren Probleme mit der Profitabilität. Wurde gerade der Turnaround eingeläutet? Und was ist mit TKMS?
Die wahren Bremsklötze
Wer schon etwas länger auf LYNX mitließt, wird vielleicht wissen, dass ich mich über die Jahre immer wieder negativ zum Unternehmen geäußert habe. Der internationale Wettkampf im Stahlgeschäft ist hart. Die Produkte sind weitgehend austauschbar und dementsprechend sind die Margen selbst in guten Phasen eher mittelprächtig – der günstigste Anbieter diktiert faktisch den Preis.
Darüber hinaus ist das Geschäft kapitalintensiv. Das sind sicherlich keine Eigenschaften, die ich an einem Investment schätze. Dass das Unternehmen obendrein Probleme mit der Profitabilität hat und immer wieder rote Zahlen schreibt, ist für mich ein K.O.-Kriterium.
Thyssen hat in den letzten 5 Geschäftsjahren nur zweimal einen Gewinn erzielt und langfristig sieht es auch nicht besser aus. Dafür tragen die Tausenden hart arbeitenden Mitarbeiter keinerlei Verantwortung, vielleicht ist selbst der Vorstand nur bedingt schuldig. Die Realität ist schlichtweg, dass die enorme Bürokratie, die hohen Energiekosten und Auflagen es schier unmöglich machen, dass Thyssen im internationalen Wettbewerb wirklich erfolgreich sein kann.
Thyssen und viele andere deutsche Konzerne gleichen im internationalen Wettbewerb einem Boxer, dem man eine Hand auf den Rücken geschnürt und obendrein noch eine Augenklappe verpasst hat.
Endlich wieder schwarze Zahlen
Dass der Konzern nach zwei Jahren in der Verlustzone endlich wieder schwarze Zahlen schreibt, ist erfreulich. Der Umsatz ist im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr zwar um 6 % auf 32,84 Mrd. Euro gesunken, das bereinigt EBIT konnte jedoch um 13 % auf 640 Mio. Euro gesteigert werden.
Unter dem Strich wurde ein freier Cashflow von 363 Mio. Euro und ein Jahresüberschuss von 532 Mio. Euro erzielt, was einem Ergebnis von 0,75 Euro je Aktie entspricht.
Besonders erfreulich ist, dass alle Konzernsparten profitabel waren. Das Segment Automotive hat ein bereinigtes EBIT in Höhe von 187 Mio. Euro erzielt, Decarbon 71 Mio., Materials 132 Mio., Steel Europa 337 Mio. und Marine 127 Mio. Euro.
Darüber hinaus konnte der Auftragseingang um 15 % auf 37,69 Mrd. Euro gesteigert werden. Allerdings ist das vor allem auf die Marine-Sparte zurückzuführen. Ein entscheidender Auftrag war die Nachbestellung von vier U-Booten im Rahmen des deutsch-norwegischen U-Boot-Programms und ein Großauftrag für die Modernisierung von sechs U-Booten des Typs 212A für die Deutsche Marine.
TKMS als Wachstumsmotor
Der Gesamtwert aller Bestellungen belief sich auf 8,8 Mrd. Euro, was mehr als dem vierfachen des Jahresumsatzes entspricht. Der Auftragsbestand kletterte sogar auf 18,2 Mrd. Euro. Die Marine-Sparte des Konzerns TKMS muss sich auf unabsehbare Zeit keine Sorgen mehr um die Nachfrage machen.
Und im Gegensatz zu dem anderen einstigen Kronjuwel (ThyssenKrupp Elevator), wurde TKMS nicht verscherbelt, sondern an die Börse gebracht. Für die Aktionäre ergibt sich dadurch eine gigantische Gelegenheit.
TKMS ist potenziell mehr wert als der Rest-Konzern und das könnte am Ende den Aktionären von Thyssen ebenso helfen wie den Aktionären von TKMS. Bei ThyssenKrupp Elevator gab es damals dieselbe Gelegenheit, doch diese Chance wurde aus unverständlichen Gründen vertan.
Derzeit wird erwartet, dass der Gewinn von TKMS in den kommenden Jahren jeweils 10 – 25 % steigen wird. Legt der Börsenwert in einem ähnlichen Umfang zu, wird TKMS bald wertvoller sein als Thyssen selbst. Da Thyssen jedoch noch 51 % aller ausstehenden Papiere hält, könnte das auch den Kurs von Thyssen beflügeln.
Derzeit liegt der Börsenwert von TKMS bei 4,48 Mrd. Euro und der von Thyssen bei 5,89 Mrd. Euro.
Bleibt der Mutterkonzern in den schwarzen Zahlen, sieht es für die Thyssen-Aktie dank dem Börsengang von TKMS wohl besser aus als jemals zuvor in den letzten 15 Jahren, seitdem ich mich hauptberuflich mit der Börse beschäfige.
Als Anleger stellt sich jedoch die Frage, ob ein Direktinvestment in TKMS statt über den Umweg Thyssen nicht besser sein könnte.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.