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Als Reaktion auf die Ergebnisse des ersten Quartals stieg die Symrise-Aktie am Mittwoch zwar, schaffte aber den anfangs noch greifbar wirkenden Sprung über wichtige Charthürden nicht. Damit sitzt die Aktie zwischen Baum und Borke. Wie kann man das einordnen?
Was in Frankreich üblich ist, ist in Deutschland die Ausnahme: Die wenigsten deutschen Unternehmen veröffentlichen außerhalb beendeter Halbjahre nur die Umsatzergebnisse. Der Hersteller von Duft-, Geschmacks- und Kosmetikgrundstoffen Symrise gehört zu dieser kleinen Gruppe, daher kamen gestern im Rahmen der Meldung zum ersten Quartal auch nur die Umsätze auf den Tisch. Die fielen zwar marginal besser aus als erwartet. Aber mit 1,25 Milliarden Euro lag der Umsatz trotzdem um 5,2 Prozent niedriger als die 1,32 Milliarden, die man im Vorjahresquartal erreicht hatte. Wobei das „organische“ Minus weit kleiner ausfiel:
Mittlerweile hat man am Aktienmarkt offenbar akzeptiert, dass die Unternehmen „währungsbereinigte“ Ergebnisse vorlegen und man dadurch den negativen Effekt des starken Euros herausrechnet. Der bei Symrise immerhin das Gros des Umsatzrückgangs verursacht hat, aber natürlich werden wir es wohl nicht erleben, dass Unternehmen irgendwann durch einen schwachen Euro gesteigerte Umsätze und Gewinne relativieren werden. Aber die Grundaussage, die über den Zahlen hing, lautete dadurch:
Ohne den Euro – für den Symrise ja auch nichts kann – wären wir knapp behauptet aus dem Quartal gegangen und sind weiter zuversichtlich, dass das Jahr unseren Erwartungen entsprechen wird. Diese umfassen konkret ein organisches, also währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent und eine operative Gewinnmarge zwischen 21,5 und 22,5 Prozent (nach 21,9 Prozent 2025). Allzu viel Gewinnwachstum sieht man also im laufenden Jahr nicht, aber:
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Expertenmeinung: Das hat man im Zuge des langen Abstiegs des Kurses zwischen Herbst 2024 und Ende 2025 auch schon eingepreist. Denn die in früheren Jahren im Verhältnis zum Gewinnwachstum mit Kurs-/Gewinn-Verhältnissen (KGV) zwischen 30 und 40 zu teuer bewertete Aktie würde auf Basis der aktuellen, durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten derzeit nur noch ein KGV von knapp 20 ausweisen – und das ist eher günstig. Alleine, es fehlte am zündenden Funken, um die Symrise-Aktie wieder in Fahrt zu bringen. Und auch gestern blieb er aus.
Ein nur marginal besser als seitens der Analysten erwartet ausgefallener Umsatz reichte da offenkundig nicht. Was nicht überrascht, schließlich weiß man noch nichts über die Gewinnmarge und den Gewinn an sich, das kommt alles erst nach dem Ende des ersten Halbjahres. Und so nutzen einige den am Tageshoch immerhin 6,37 Prozent ausmachenden Anstieg der Aktie, um Gewinne mitzunehmen – und so blieb Symrise trotz des verbleibenden Zugewinns von 3,05 Prozent unterhalb der Widerstandszone zwischen 77,56 und 79,22 Euro, deren Überwinden die laufende Bodenbildung einer Vollendung ein gutes Stück näherbringen würde.
Bis das gelungen ist, sollte man hier eher zurückhaltend bleiben, denn auch, wenn der Kurs dadurch über seiner 200-Tage-Linie blieb: Die Reduzierung anfangs deutlich größerer Gewinne unterstreicht, dass hier nicht Optimismus, sondern – noch – Skepsis dominiert.

Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartals 2026, 29.04.2026:
https://www.symrise.com/de/newsroom/artikel/symrise-berichtet-solide-umsatzergebnisse-fuer-das-erste-quartal-2026-und-bestaetigt-ausblick
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