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SÜSS MicroTec Aktie Prognose SUSS MicroTec: Profiteur des KI-Rauschs – aber trotzdem keine Einbahnstraße?

News: Aktuelle Analyse der SÜSS MicroTec Aktie

In diesem Artikel
SÜSS MicroTec
ISIN: DE000A1K0235
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Ticker: SMHN --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SÜSS MicroTec Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Während die KI-Großinvestoren gerade wachsender Skepsis der Anleger ausgesetzt sind, laufen Halbleiter-Aktien weiter – und das gilt auch bzw. gerade für Anlagenbauer wie SUSS MicroTec, die in diesem Bereich agieren. Die dahinterstehende Überlegung hat etwas für sich.

Einst sagte man, dass an einem Goldrausch nur diejenigen wirklich stark verdienen, die den Goldgräbern, die komplett auf eigenes Risiko handelten und eher mehr als weniger vom Glück abhängig waren, die Ausrüstung wie Hacken und Schaufeln verkaufen. Damit kommt man zwar nicht zu gewaltigem Reichtum, aber man macht seinen Gewinn ohne große Risiken. Und diesen Gedanken auf den KI-Bereich zu übertragen, ergibt durchaus Sinn.

Denn wer im KI-Bereich eine Führungsposition erreichen will, muss viel investieren, kann aber nie sicher sein, nicht von anderen ausgestochen zu werden, sodass sich die gewaltigen, aufgewendeten Summen am Ende nicht rechnen. Wer aber die dafür nötigen Rechenzentren und Chips baut, hat dieses Risiko nicht: Man bekommt den Auftrag, wickelt ihn ab und streicht den Gewinn ein.

Allerdings stellt sich da wiederum die Frage, was passiert, wenn diese Investitionswelle vorüber ist. Dann könnten die Bauaufträge ebenso in ein Loch fallen wie die Chipnachfrage. Deswegen fokussieren sich einige Anleger auf die Aktien von Unternehmen, die, bildlich gesprochen, die Maschinen herstellen, mit denen die Hacken und Schaufeln gemacht werden. Und zu denen gehört auch SUSS MicroTec.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SÜSS MicroTec Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung. SUSS (eigentlich SÜSS, aber das in den USA unbekannte „Ü“ wurde vor einiger Zeit gegen ein „U“ ersetzt) stellt Anlagen und Prozesslösungen vor allem für den Halbleitersektor her. Die Logik hinter der Hausse der Aktie: Solche Systeme brauchen die Chiphersteller, um der gestiegenen Nachfrage Herr zu bleiben und immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein.

Dem lässt sich grundsätzlich nicht widersprechen, zumal das Unternehmen für das erste Quartal einen um 69,5 Prozent höheren Auftragseingang als im Vorjahreszeitraum auswies. Und hier geht es nicht um die Chips oder Wafer. Hier geht es um Anlagen, mit denen sie hergestellt werden. Das sind Aufträge, die über einen längeren Zeitraum vorhalten. Ob ein Chiphersteller dann am Ende mit Überkapazitäten dasteht oder nicht: Was er bei den Anlagenbauern geordert hat, wird gebaut und geliefert, das hält das Auftragsbuch länger stabil. Hier investiert zu sein, hat also eine gewisse Logik, aber:

Das heißt im Umkehrschluss nicht, dass für die Chipindustrie fertigende Anlagenbauer endlos lange endlos weit steigende Unternehmensgewinne erreichen werden. Auch hier fällt man irgendwann in ein Auftragsloch, so wie z. B. nach der panischen Bestellwelle der Chiphersteller im Zuge der Lieferengpässe 2022/2023. „Unfallbar“ sind Aktien wie SUSS MicroTec also keineswegs. Und gerade jetzt sollte man da besser ein wenig aufpassen.

Denn just am Montag ist die SUSS-Aktie in den MDAX aufgestiegen, verbleibt aber trotzdem im TecDAX. Das bedeutet kurzfristig höhere Nachfrage, weil institutionelle Investoren, die den MDAX nachbilden, hier jetzt dabei sein müssen. Aber wenn die erst einmal positioniert sind, kann die Nachfrage sinken. Nicht zuletzt, weil die Aktie bereits teuer bewertet ist und das durchschnittliche Kursziel der Analysten bereits überboten wurde.

Im Chart fällt auf, dass der Kurs binnen zwei Tagen in der Spitze deutlich gestiegen war. Der erste der beiden Tage war der Abrechnungstag an der Terminbörse, der zweite die Erstaufnahme in den MDAX. Und dieser zweite Tag endete mit einem Intraday-Turnaround nach unten – ein Warnsignal. Ein Warnsignal ist nicht automatisch ein Verkaufssignal. Aber wenn man sieht, dass die mittelfristigen Supportlinien in Form des im Herbst etablierten Aufwärtstrends und der 200-Tage-Linie deutlich tiefer verlaufen, sollte man es sich vielleicht besser zweimal und genau überlegen, ob man im Vorfeld einer ja letztlich nie ausbleibenden Korrektur auf diesen Zug noch aufspringen wollte.

SUSS MicroTec Aktie: Chart vom 22.06.2026, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SUSS MicroTec Aktie: Chart vom 22.06.2026, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SMHN.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.06.2026 um 7:31 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der SÜSS MicroTec Aktie

11.05.2026
08:15 Uhr

SÜSS MicroTec: Ist das jetzt langsam das Ende der Fahnenstange? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.05.2026 um 22:45 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Aktie des für die Halbleiterindustrie fertigenden Spezialanlagenbauers SÜSS MicroTec hat sich seit Ende März im Kurs quasi verdoppelt. Letzten Donnerstag legte das Unternehmen die Bilanz zum ersten Quartal vor. Wer daraufhin kaufte, musste recht weit in die Zukunft blicken.

Und dieser Blick in die Zukunft musste von großer Zuversicht geprägt sein. Denn SÜSS MicroTec betonte zwar, dass der für die kommende Entwicklung entscheidende Auftragseingang Rekordniveau erreicht habe, er stieg von 88,1 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres auf 149,3 Millionen und damit um knapp 70 Prozent. Aber für das laufende Jahr wird das, wenn SÜSS‘ eigene und im Zuge der Bilanzvorlage bestätigte 2026er-Prognose eintrifft, noch keine großen Sprünge bedeuten. Denn aktuell geht man davon aus, dass der Gewinn pro Aktie im Gesamtjahr unter dem des Vorjahres liegen wird.

Für das berichtete Quartal waren die Ergebnisse ohnehin nicht berühmt. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 124,9 auf 86,5 Millionen Euro. Die Marge von Zinsen und Steuern (EBIT-Gewinnmarge) schrumpfte auf 4,3 Prozent nach 18,0 Prozent im Vorjahr.

Und für das Gesamtjahr bleibt es bei der bestehenden Prognose eines Umsatzes zwischen 425 und 485 Millionen Euro (2025: 503 Mio.) und einer EBIT-Gewinnmarge zwischen 8 und 10 Prozent (2025: 13,1 Prozent). Das ist also nicht gerade umwerfend … die Performance der Aktie aber schon. Warum?

Expertenmeinung: Diese Frage muss man sich angesichts einer Bewertung über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 45 für die durchschnittliche 2026er-Gewinnprognose der Analysten durchaus stellen, denn ein derart hohes KGV ist für einen Anlagenbauer auch im Bereich der Halbleiter-Ausrüster ungewöhnlich. Allerdings ist SÜSS da derzeit kein Einzelfall, so liegen die 2026er-KGVs für ebenfalls in diesem Sektor agierende Unternehmen wie ASML Holding oder Aixtron momentan auch untypisch hoch. Die Begründung: 

Die kommenden Jahre würden durch das Wachstum der KI für die Halbleiterunternehmen und diejenigen, die diesen Firmen die Produktionsanlagen liefern, stetes und schnelles Wachstum bescheren. Was vermutlich auch so kommt, nur: Irgendwo ist da eben Schluss mit dem Vorwegnehmen der Zukunft und ein Punkt erreicht, an dem man auch unter Berücksichtigung wahrscheinlichen Wachstums eine Überbewertung konstatieren müsste. Das Problem ist: Genau fixieren kann man nicht, wo ein „genug ist genug“ erreicht wäre. Allerdings können da Ansichten der Analysten durchaus hilfreich sein. Und da wird es bezüglich SÜSS MicroTec interessant.

Denn am Freitag senkten zwei der insgesamt sieben die Aktie regelmäßig einschätzenden Analysten ihre Empfehlung von „Kaufen“ auf „Halten“, wobei die Deutsche Bank als Kursziel 94 und Warburg Research 93 Euro nennen – der am Donnerstag als Reaktion auf die Quartalszahlen markierte Verlaufsrekord der Aktie lag bei 90,95 Euro. Zugleich sind diese beiden Zielmarken, die bedingt durch die immense Kaufwelle angehoben wurden, obwohl die Einschätzung nach unten genommen wurde, die höchsten im Feld der Kursziele, was hieße: Die Analysten stufen die Aktie, insgesamt gesehen, jetzt eher als „oben angekommen“ ein.

Dies, die hohe Bewertung und die auf allen Zeitebenen heiß gelaufenen, markttechnischen Indikatoren steigern das Risiko, dass diese Fahnenstange kurz davor ist, zu brechen. Im besten Fall wäre vorerst mit einer volatilen Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen oder einen noch leicht höheren Level zu rechnen, so dass klar wird: Hier noch einzusteigen oder zuzukaufen, wäre mit einem ungewöhnlich hohen Risiko behaftet. Das bedeutet zwar nicht, dass die Aktie automatisch für das bärische Lager interessant wird … aber trotzdem sollte man hier nicht ohne konsequente Stoppkurse dabeibleiben.

SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 08.05.2026, Kurs 88,50 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 08.05.2026, Kurs 88,50 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS

Quellenangaben: Ergebnis des 1. Quartals 2026, 07.05.2026: https://www.suss.com/de/location_71/corporate-news/2026/auftragseingang-im-ersten-quartal-2026-erreicht-rekordniveau
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SMHN.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

31.03.2026
08:33 Uhr

SÜSS MicroTec: Enttäuschungsreaktion trifft auf Käufe – warum? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.03.2026 um 22:31 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der für die Halbleiterindustrie fertigende Anlagenbauer SÜSS MicroTec legte am Montag sein Ergebnis für 2025 sowie einen Ausblick auf 2026 vor. Der Ausblick enttäuschte, aber in zunächst stark gedrückte Kurse hinein kamen Käufe auf. Wie muss man das einordnen?

SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 30.03.2026, Kurs 48,88 Euro, Kürzel: SMHN | Online Broker LYNX
SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 30.03.2026, Kurs 48,88 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS

Für das Jahr 2025 meldete der im TecDAX gelistete Chip-Spezialanlagenbauer einen Umsatz von 503 Millionen Euro nach 446,7 Millionen im Jahr 2024. Doch damit endete bereits die „problemlose Zone“ bei den 2025er-Zahlen. Der Auftragseingang lag wegen einer rückläufigen Nachfrage bei chinesischen Kunden nur bei 471,8 Millionen Euro und damit unter dem Umsatz. Zugleich kam die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 16,7 Prozent im Jahr 2024 auf 13,1 Prozent im Jahr 2025 zurück. Zwar hatte SÜSS MicroTec selbst die Zielzone bei 11 bis 13 Prozent angesetzt, so dass die Marge letztlich knapp über dem oberen Ende der eigenen Ziele lag. Aber gut war der Margen-Rückgang dadurch ja nicht.

Trotzdem lagen diese Werte im Rahmen oder knapp über der durchschnittlichen Analystenprognose, wären also kein Grund gewesen, die Aktie zu Handelsbeginn wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen, immerhin lag der Abschlag am Tagestief bei satten 18,6 Prozent. Das lag am Ausblick auf das laufende Jahr, denn einer der da genannten Werte lag keineswegs im Rahmen der bisherigen Erwartungen: die EBIT-Marge.

Während der Umsatzausblick seitens SÜSS MicroTec auf 425 bis 485 Millionen Euro angesetzt wurde und damit komfortabel um die durchschnittliche Prognose der Analysten von 445 Millionen herum lag, sieht das Unternehmen die EBIT-Marge nach den 13,1 Prozent im Vorjahr nur noch bei acht bis zehn Prozent. Das war deutlich unter der bisherigen Konsens-Schätzung von 11,6 Prozent. Und das hieße, dass der Gewinn vor Zinsen und Steuern im laufenden Jahr in einer Spanne zwischen 34 und 48,5 Millionen Euro liegen würde – deutlich unter den 69,5 Millionen des Vorjahres. Bisher waren die Analysten im Schnitt von etwa 52 Millionen ausgegangen.

Kein Wunder also, dass das negativ honoriert wurde. Es wirkt vielmehr wie ein Wunder, dass es gelang, das Minus angesichts einer solchen Prognose am Tagesende auf 6,27 Prozent zu reduzieren. Was trieb die Käufer da um?

Expertenmeinung: Es war eine typische Reaktion auf das Wort „Übergangsjahr“– und genau das tauchte in der Meldung des Unternehmens auf. SÜSS MicroTec erklärte, dass 2026 ein Jahr werde, das zwar rückläufige Zahlen bringen werde, die anstehenden, neuen Produkte danach aber die Basis für profitables Wachstum in den kommenden Jahren sein würden. Und man kam gleich mit weit nach vorne reichenden Zielen um die Ecke: 2030, so SÜSS, wolle man einen Umsatz im Bereich 750 bis 900 Millionen erreichen und die für 2026 auf acht bis zehn Prozent angesetzte EBIT-Marge auf 20 bis 22 Prozent steigern.

Käme es so, wäre die Aktie hier und heute mit Blick auf 2030 billig. Doch wer hat den langen Atem, heute mit Blick auf Ziele zu kaufen und investiert zu bleiben, die vier Jahre entfernt liegen und deren Erreichen niemand garantieren kann? Wer gestern kaufte, hakte Ende März bereits das Jahr 2026 ab und blickte nach vorne. Das ist eine recht wacklige Basis für einen stabilen Aufwärtstrend … indem sich die Aktie derzeit auch gar nicht befindet.

Ein mittelfristig bärisches Signal wäre zwar erst im Fall eines Bruchs der markanten Unterstützungszone 37,04 zu 39,90 Euro gegeben. Aber auch, wenn das Sommerhoch 2025 bei 47,48 Euro zum Handelsende verteidigt wurde, bullisch wäre die Aktie erst wieder, wenn es gelingt, die am Montag unterbotene November-Aufwärtstrendlinie mit Schlusskursen über 52,50 Euro zurückzuerobern und damit zugleich das Minus des Montags komplett zu egalisieren. Aber auch dann wäre Vorsicht geboten. Zum einen, weil SÜSS MicroTec eine hochvolatile Aktie ist, zum anderen, weil Käufe auf Basis von weit in der Zukunft liegenden Unternehmenszielen immer hochspekulativ sind.

Quellen:
Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, Ausblick auf 2026, 30.03.2026:
https://www.suss.com/de/news/corporate-news/2026/suss-hat-im-geschaeftsjahr-2025-alle-prognosewerte-erreicht-und-einen-neuen-rekordumsatz-erzielt

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.02.2026
08:26 Uhr

SÜSS MicroTec: Das war eine ziemlich irrationale Achterbahnfahrt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.01.2026 um 22:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Wenn die Schwankungsintensität bei einer Aktie plötzlich auffallend zunimmt, sollte es plausible Argumente dafür geben. Bei SÜSS MicroTec ging es in der vergangenen Woche zu wie in einer Achterbahn … aber es fehlte an Gründen dafür. Da sollte man aufpassen.

Bis zu neuen Bilanzdaten ist es beim Hersteller von Spezialanwendungen für die Halbleiterindustrie noch lange hin: Die nächsten Zahlen, die dann auch das vierte Quartal beleuchten, stehen erst mit der 2025er-Gesamtjahresbilanz am 30. März an. Sofern keine vorläufigen Zahlen gemeldet würden. Aber da kam zuletzt nichts aus dieser Richtung, was die immensen Schwankungen der Aktie hätte auslösen können. Nach einem ruhigen Montag ging es bei SÜSS-Aktie zu wie in der Achterbahn. Erst ein kräftiger Anstieg, dann ein 2 Tage währender Abverkauf, gestern dann eine Gegenreaktion nach oben. Handelsspanne in dieser vergangenen Woche: vom Tief aus gerechnet: 19 Prozent. Zu viel, um es zu ignorieren.

Man würde allerdings fündig, wenn man nach Auslösern sucht, die außerhalb der Situation und Perspektive von SÜSS MicroTec liegen: Die ASML Holding legte am Mittwoch ihre Quartalszahlen nebst Ausblick auf 2026 vor. Aber diese Zahlen fielen hervorragend aus – warum also sollte SÜSS MicroTec, die als Zulieferer für die Chipindustrie immerhin im selben Sektor agieren, daraufhin derart schwanken? Weil es ASML auch tat? Das ist höchstwahrscheinlich der Grund für diese immense Volatilität. Nur ist es kein guter.

Expertenmeinung: Nicht gut, weil schon bei ASML Kursschwankungen auftraten, die den Eindruck erwecken, dass hier gefährlich viel Spekulation auf immens hohem Kursniveau vorliegt. Erst erreichte die ASML-Aktie als Reaktion auf die sogar besser als prognostiziert ausgefallenen Zahlen ein neues Rekordhoch, dann rutschte sie ins Minus. Am Donnerstag wurde ein Erholungsversuch abverkauft, am Freitag gelang es, eine Gegenbewegung ins europäische Handelsende zu retten. Die SÜSS MicroTec-Aktie bewegte sich dazu wie ein Schatten. Derart starke Kursausschläge, die nur „nachmachen“, was beim größten der Chipindustrie-Zulieferer im Kurs passiert? Das zeugt nicht von vernunftbezogenem Trading. Und wenn sich der Faktor Vernunft verabschiedet, steigt das Risiko.

Zudem ist das nicht gut, weil es keinen Grund gibt, zu unterstellen, dass das, was bei ASML in Sachen Aufträge, Umsatz, Marge und Gewinn passiert, automatisch auch bei SÜSS so aussehen müsste, nur weil man im selben Metier arbeitet.

Fazit: Diese Achterbahnfahrt zeigt auf, dass wir uns bei dieser Aktie in einer zunehmend riskanten Phase bewegen, in der irrationale Faktoren starke Reaktionen auslösen können. Daher sollte ein Schlusskurs unterhalb des Vorwochen-Verlaufstiefs bei 46,16 Euro, der dann auch den Bruch der Kreuzunterstützung aus 20-Tage-Linie und dem Hoch des vergangenen Sommers bedeuten würde, unbedingt als Anhalt für eine konsequente Stopp-Absicherung in Betracht gezogen werden.

SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 30.01.2026, Kurs 49,78 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 30.01.2026, Kurs 49,78 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

18.11.2025
08:32 Uhr

SÜSS MicroTec: Heute noch mau, in Zukunft dann wow? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.11.2025 um 16:46 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Das Chartbild von SÜSS MicroTec ist zwar höchst originell, aber in dem ungewöhnlichen Kursverlauf der letzten Monate steckt viel Spekulation. Derzeit gleicht man ein negatives „Ist“ durch große Erwartungen an die Zukunft aus … die indes leider nie sicher vorhersagbar ist.

Der Kursverlauf der letzten Monate ist von Kurslücken geprägt, die nicht nur ungewöhnlich zahlreich, sondern auch ungewöhnlich groß ausfallen. Basis dieser abrupten Kursimpulse waren Zahlen bzw. Aussagen des Unternehmens. Im Juli enttäuschten Quartalszahlen die Anleger, man erkannte, dass 2025 kein so gutes Jahr werden würde, wie man das vom für die Chipindustrie fertigenden Anlagenbauer erwartet hatte. Doch einige ließen sich nicht entmutigen und kauften in die gedrückten Kurse hinein. Fast hätte die SÜSS-Aktie dadurch die Abwärtslücke vom Juli wieder geschlossen … aber dann kamen Ende Oktober Vorab-Zahlen zum dritten Quartal nebst gesenkter Gesamtjahresprognose.

Wieder war die Aktie am Boden. Und wieder zog sie an. Auslöser waren die am 6. November präsentierten endgültigen Quartalszahlen. Die kannte man zwar. Aber es kam ein Statement des SÜSS MicroTec-Chefs, das die Trader wieder in Wallung versetzte: Der CEO schrieb, dass man im 4. Quartal auf Basis konkreter Kundenanfragen jetzt mit einer sehr deutlichen Belebung des Auftragseingangs rechne. Und schon ging es mit der Achterbahn wieder aufwärts. Knapp unterhalb des Kreuzwiderstands aus Juni-Abwärtstrendlinie und 200-Tage-Linie war dann allerdings erst einmal Schluss … bis gestern.

Denn am Montag war bei SÜSS MicroTec Kapitalmarkttag. Und den nutzte man, um weit in die Zukunft zu blicken, was ja in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist, obwohl man auch und gerade in den Chefetagen von Unternehmen wissen sollte, dass die Zukunft immer auch das Unerwartete beinhaltet. Vor allem, wenn man – wie hier der Fall – fünf Jahre vorausblickt und für das Jahr 2030 Ziele formuliert. Die indes äußerst positiv daherkamen:

Expertenmeinung: Ausgehend von der 2025er-Umsatzprognose von 470 bis 510 Millionen Euro will SÜSS bis 2030 einen Umsatz zwischen 750 und 900 Millionen erreichen. Zugleich soll die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 11 bis 13 Prozent im laufenden Jahr deutlich auf 20 bis 22 Prozent zulegen.

SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 17.11.2025, Kurs 36,62 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Die Aktie machte am Montagmorgen einen Satz nach oben und war sofort über dem Kreuzwiderstand bei 35,30/35,90 Euro, an dem sie zuvor nicht vorbeigekommen war. Sogar das Oktober-Verlaufshoch bei 37,34 Euro wurde erreicht und intraday kurz überboten. Aber dann setzten Abgaben ein. Die waren zwar zu dünn, um das Plus allzu sehr zu verringern, am Ende standen immer noch stattliche +8,34 Prozent zu Buche. Aber sie zeigten, dass einige Marktteilnehmer diese ambitionierten Ziele als das einordneten, was sie nun einmal sind:

Als ambitionierte Ziele. Niemand könnte sicher absehen, wie sich die wirtschaftliche Lage insgesamt und bei SÜSS MicroTec im Besonderen im Jahr 2030 darstellt. Was man erreichen will und was man erreichen wird, ist schon zu oft zweierlei bei allen möglichen, auch sehr großen Konzernen gewesen, um diese Ziele als in Stein gemeißelte Blicke in die Zukunft ansehen zu dürfen. Und heute zu kaufen mit Blick auf etwas, das in fünf Jahren sein könnte, ist ohnehin eine eher verwegene Idee. Aktuell backt man bei SÜSS noch weit kleinere Brötchen. Und ob die so schnell verdaut werden, dass es gelingt, die Aktie auch noch über die nächsten Charthürden und mit Schlusskursen über dem Juni-Hoch bei 47,48 Euro sogar in einen mittelfristigen Befreiungsschlag zu tragen, ist zumindest fraglich.

Quellenangaben: Aussagen des Kapitalmarkttages vom 17.11.2025:
https://www.suss.com/de/investor-relations/pressemitteilungen/corporate/suss-stellt-auf-dem-capital-markets-day-ambitionierte-plane-fur-weiteres-umsatzwachstum-und-eine-nachhaltige-margensteigerung-vor/1104724916

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

07.11.2025
08:28 Uhr

SÜSS MicroTec: Ja, was denn nun? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.11.2025 um 22:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Ende Oktober meldete SÜSS MicroTec ein schwaches 3. Quartal und senkte die Margen-Prognose für das Gesamtjahr. Die Aktie brach ein. Gestern kamen endgültige Zahlen – und ein positiver Ausblick für das 4. Quartal. Die Aktie stieg. Was denn nun, Daumen hoch oder runter?

Man fragt sich, ob die gestern im Zuge der endgültigen Ergebnisse getätigten Statements wirklich nur gut eine Woche vorher, als der Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für den Halbleiterbereich vorläufige Ergebnisse vorstellte, nicht absehbar waren. Denn wenn dem doch so war, hätte man den Abgabedruck, der am 28. Oktober auf die Vorabzahlen folgte, deutlich mindern können. Klar ist: Momentan läuft es nicht, wie man sich das vorstellt.

SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 30,10 Euro, Kürzel: SMHN | Online Broker LYNX
SÜSS MicroTec Aktie: Chart vom 06.11.2025, Kurs 30,10 Euro, Kürzel: SMHN | Quelle: TWS

Der CEO nannte das 3. Quartal „insgesamt nicht zufriedenstellend“. SÜSS MicroTec erzielte im Sommerquartal einen Umsatz von 118 Millionen Euro, das waren 15,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zum Gewinn machte das Unternehmen zwar keine konkreten Angaben, aber den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte man sich ausrechnen, weil SÜSS die EBIT-Marge nannte. Die war bereits Ende Oktober gemeldet worden und lag bei 10,5 Prozent. Klar unter der durchschnittlichen Analysten-Prognose, die bis Ende Oktober galt. Und noch klarer unter den 16,9 Prozent, die im 3. Quartal 2024 erzielt wurden. Daraus errechnete sich ein EBIT von 12,39 Millionen Euro nach 17,32 Millionen im Jahr zuvor. Nicht gut.

SÜSS MicroTec senkte daraufhin die Gesamtjahresprognose in Bezug auf die EBIT-Marge von zuvor 13 bis 15 auf 11 bis 13 Prozent. Die Anleger zogen die Reißleine, die Aktie brach um gut 27 Prozent ein. Gestern stieg sie nach den testierten Zahlen um 12,9 Prozent. Was war jetzt anders als Ende Oktober?

Expertenmeinung: Im Endeffekt nur ein Satz, der in der Quartalsmeldung zu finden war. Der CEO schrieb, dass man im 4. Quartal auf Basis konkreter Kundenanfragen jetzt mit einer sehr deutlichen Belebung des Auftragseingangs rechne. Das brachte einen Kurssprung der Aktie hervor. Aber der Chart zeigt, dass der Kurs noch weit davon entfernt ist, die Abwärtslücke zu schließen, die durch die Prognosesenkung am Abend des 27. Oktober aufgerissen wurde. Was noch nicht ist, kann noch werden, könnte man zwar sagen. Aber kann man dem Braten trauen?

Man sollte ihn zumindest äußerst vorsichtig beäugen. Denn in diesem vierten Quartal bleibt es bei nennenswerter Kostenbelastung durch einen neuen Standort in Taiwan. Zudem verschieben sich einige Projekte ins Jahr 2026. Effekte steigender Aufträge würde man also nicht vor dem ersten Quartal sehen. Und bis SÜSS darüber berichtet, ist es Frühjahr 2026. Zumal: Der CEO schrieb von steigenden Kundenanfragen und nicht davon, dass da jetzt bereits ein kräftiger Schub besiegelter, neuer Aufträge auf dem Tisch läge.

Daher steht dieses „Auf“ nach dem vorherigen, drastischen „Ab“ auf hinreichend dünnen Beinchen, um bei SÜSS zunächst besser in der Beobachter-Rolle zu bleiben. Zumal der Kurs gestern vom Tageshoch ein Stück zurückkam und vorerst weiter unterhalb von allen wichtigen Charthürden notiert, die zu überwinden für einen Befreiungsschlag nötig wären.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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