SS&C Technologies gehört zu den unsichtbaren Gewinnern der Finanzbranche. Doch der Kurs hinkt der operativen Entwicklung hinterher.
Gründer-CEO und größter Aktionär
SS&C Technologies ist ein weltweit agierender Fintech-Konzern und hat sich auf die Bereitstellung von Technologielösungen für Investment- und Asset-Management-Firmen, Versicherungen, Pensionsfonds, Banken und anderen Finanzinstituten spezialisiert.
SS&C bietet eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen an, die auf die spezifischen Anforderungen der Finanzbranche zugeschnitten sind.
Das Unternehmen wurde 1986 von Bill Stone gegründet, der bis heute CEO und größter Einzelaktionär des Unternehmens ist und rund 13 % der Anteile hält.
Der Vorstand hat also größtes Interesse daran, einen Mehrwert für die Anleger zu schaffen, und das gelingt ihm auch.
Seit dem Börsengang 2010 hat sich der Aktienkurs mehr als verzehnfacht, obwohl der Kurs seit Monaten weitgehend auf der Stelle tritt.
Auf Rekordkurs
Derartige Kursgewinne sind nur möglich, wenn sich das Geschäft gut entwickelt.
SS&C ist es gelungen, den Umsatz binnen zehn Jahren von 1,00 Mrd. auf 5,88 Mrd. USD zu steigern.
Der Gewinn kletterte in dieser Zeit von 43 Mio. auf 760 Mio. USD.
Das Wachstum ist jedoch nicht vollständig organisch erfolgt, sondern wurde auch durch eine Vielzahl von Zukäufen unterstützt.
Um die Expansion zu finanzieren, hat man sowohl auf Schulden als auch die Ausgabe neuer Aktien zurückgegriffen.
Die Zahl der ausstehenden Papiere kletterte in dieser Zeit von 181 auf 246 Millionen Stück, ist jedoch seit einigen Jahren leicht rückläufig. An dieser Front haben sich die Trends demnach umgekehrt.
Die langfristigen Verpflichtungen belaufen sich auf etwa 7 Mrd. USD. Das kann man kritisieren, doch der Erfolg scheint SS&C recht zu geben und die Verschuldung ist im Vergleich zum Gewinn und Cashflow auch nicht ausufernd hoch.
Dass sich die Übernahmen gerechnet haben, lässt sich am einfachsten an den Daten je Aktie ablesen.
Der Umsatz hat sich binnen zehn Jahren von 5,24 auf 23,18 USD je Aktie vervielfacht. Der Gewinn kletterte von 1,33 auf 5,41 USD je Aktie.
Aktuelle Geschäftsentwicklung: Erwartungen erneut geschlagen
Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. SS&C hat die Erwartungen in allen drei Quartalen übertroffen, der Kurs tendiert dennoch seitwärts.
Im letzten Quartal lag der Gewinn mit 1,57 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 1,46 USD. Mit einem Umsatz von 1,57 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 1,55 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 7,0 %. Gleichzeitig hat sich die operative Marge von 22,2 auf 23,3 % erhöht, wodurch das operative Ergebnis um 12,5 % auf 365,7 Mio. USD gesteigert werden konnte.
Das Ergebnis je Aktie kletterte sogar um 17,2 % auf 1,57 USD.
Darüber hinaus hat sich die Wachstumsdynamik zuletzt verbessert. In den ersten sechs Monaten konnte der Gewinn um 9,8 % gesteigert werden, in Q3 sogar um 17,2 %.
Derzeit wird erwartet, dass der Gewinn im Geschäftsjahr 2025 um 12 % auf ein Rekordniveau von 6,06 USD je Aktie steigen wird.
SS&C kommt demnach auf eine forward P/E von 14,3.
Sollte das Ergebnis 2026 wie erwartet um 9 % auf 6,60 USD je Aktie steigen, würde die P/E dadurch auf 13,1 sinken.
Im langjährigen Durchschnitt lag die P/E von SS&C bei 16.

Gelingt jetzt ein Ausbruch über das Widerstandsband bei 89 – 91 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit extrapolierten Kurszielen bei 99 – 100 und 105 USD.
Fällt die Aktie hingegen unter 79 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.
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