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SpaceX Aktie Prognose SpaceX: Mit Vorsicht zu genießen?

News: Aktuelle Analyse der SpaceX Aktie

In diesem Artikel
SpaceX
ISIN: US84615Q1031
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Ticker: SPCX --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur SpaceX Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Am 12. Juni startete der Börsenhandel der SpaceX-Aktie. Dieser bisher größte Börsengang aller Zeiten wurde von großen Erwartungen begleitet, obwohl es da einiges gab, bei dem man eine Augenbraue hätte hochziehen können. Aktuell jedoch verblasst der Glanz bereits.

Das von Elon Musk gegründete und geführte Unternehmen heißt mit vollständigem Namen Space Exploration Technologies und besteht aus drei großen Säulen: zum einen aus dem Raumfahrtsektor, dann aus dem Kommunikationssektor mit dem Starlink-System und zuletzt aus dem KI-Bereich mit „xAI“. Wobei aber nur Starlink bislang Geld verdient, der Rest Geld kostet. Was dazu führte, dass SpaceX im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar 4,9 Milliarden US-Dollar Verlust einfuhr.

Dass SpaceX mittelfristig mit seinen drei Standbeinen einen Haufen Geld verdienen könnte, war das entscheidende Motiv, warum die Anleger diese Aktie haben wollten. Die Emission war deutlich überzeichnet … und die Nachfrage groß genug, dass man über die 555,55 Millionen Aktien, die geplant waren, die Zusatzoption für weitere ausübte (den sogenannten Greenshoe) und so weitere 83,3 Millionen Aktien ausgegeben wurden. Wobei Privatanleger nur einen eher kleinen Teil abbekamen, der im regulären Bereich knapp über 20 Prozent lag, der Greenshoe ging dann komplett an Großinvestoren.

Damit hat SpaceX 85,7 Milliarden US-Dollar eingenommen … und das, ohne dass man sich deswegen von irgendwem hineinreden lassen müsste: Elon Musk bestimmt weiter, wo es langgeht. Die ausgegebenen Aktien entsprechen nur knapp sechs Prozent aller Aktien des Unternehmens. Und von den restlichen hält Elon Musk alleine 42,5 Prozent. Wobei das zwar weniger als die Hälfte der Aktien ist, aber weit mehr als die Hälfte der Stimmrechte. Denn Mr. Musk hat in seinem Bestand „Super-Aktien“, die das zehnfache Stimmrecht einer normalen Aktie haben. Zudem hat er im Vorfeld auch dafür gesorgt, dass niemand an seinem Stuhl sägt: Auf Basis der derzeitigen Regeln könnte er sich nur selbst entlassen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur SpaceX Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Das alleine wäre ein Grund, die Sache ein bisschen skeptisch zu sehen, aber das Thema der noch nicht vorhandenen Gewinne kommt ja noch hinzu. Wenn Morgan Stanley verkündet, dass SpaceX im Jahr 2040 bis zu 3,4 Billionen US-Dollar Umsatz erzielen könnte, ist das erst einmal nichts anderes als eine höchst werbewirksame Behauptung einer Bank, die an diesem Börsengang mitverdient. Denn was in 14 Jahren sein wird, weiß definitiv niemand. Und für den Moment haben wir hier nur eine Aktie, für die man mangels erzieltem Gewinn kein Kurs-/Gewinn-Verhältnis ermitteln kann, dafür aber ein Kurs-/Umsatz-Verhältnis (KUV) … das bei absurden 105 liegt.

Was ebenfalls unerfreulich wirkte, war, dass SpaceX eine Woche nach dem Börsengang mitteilte, dass man gerne gleich noch einmal ein wenig Geld von den Investoren hätte, das man mit einer Anleihe über 20 Milliarden US-Dollar mit eher mäßiger Bonität (Moody’s-Rating Baa1) bei Großinvestoren einsammelt. Das Geld solle zur vollständigen Rückzahlung einer Überbrückungsfinanzierung dienen und „für allgemeine Unternehmenszwecke“.

Da dürfte so mancher Anleger die Stirn gerunzelt haben. Und auch nicht alle Analysten sind überzeugt. Zwar gibt es noch nicht viele Einstufungen zu der ja noch „jungen“ Aktie, aber dass die Kurszielspanne von 62 bis 315 US-Dollar reicht, zeigt: Man kann nicht abschätzen, was das hier am Ende wird. Bei solch breiten Kurszielspannen ist immer etwas Vorsicht geboten. Die, wie das Chartbild auf 60-Minuten-Basis ab dem ersten Börsenkurs zeigt, die Anleger offenbar nach der ersten Kaufwelle im Anschluss an den Einstieg der Aktie bei 150 US-Dollar am 12. Juni (der Emissions-Ausgabepreis für die Erstzeichner lag bei 135 US-Dollar) hier offenbar auch walten lassen.

SpaceX Aktie: Chart vom 23.06.2026, Kurs 156,11 US-Dollar, Kürzel: SPCX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SpaceX Aktie: Chart vom 23.06.2026, Kurs 156,11 US-Dollar, Kürzel: SPCX | Quelle: TWS

Denn nach dem am 16. Juni bei 225,64 US-Dollar markierten Verlaufsrekord nutzten einige offenkundig die Gunst der Stunde und nahmen die schnellen Gewinne mit. Dass das aber so weit ging, dass der SpaceX-Kurs am gestrigen Dienstag im Tief sogar den ersten Kurs von 150 US-Dollar touchierte, ist nicht gerade ein gutes Zeichen: Wo waren diejenigen, die in den ersten Tagen des Handels noch nahezu euphorisch zugegriffen und so ein Kursplus von bis zu 50 Prozent in nur zwei Tagen erzeugt hatten? Warum griffen die nicht auf höherem Niveau wieder zu?

Für eine taugliche charttechnische Analyse dieser Aktie ist es noch zu früh, nach bislang nur sieben Handelstagen. Aber diese immense Volatilität, der beherzte Griff nach dem Geld der Investoren durch die um den Greenshoe erweiterte Emission und die schnell folgende Anleihe sowie die Rückkehr auf „Los“ in Bezug auf den Handelsverlauf lassen nur ein vorläufiges Urteil zu: Hier dürfte Vorsicht wirklich kein Fehler sein.

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SPCX/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.06.2026 um 23:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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