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Qiagen Aktie Prognose Qiagen: Die Gerüchte gehen in die zweite Runde

News: Aktuelle Analyse der Qiagen Aktie

In diesem Artikel
Qiagen
ISIN: NL0015002SN0
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Ticker: QIA --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Qiagen Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Im Januar wurde gemunkelt, Qiagen könnte unmittelbar vor einer Übernahme stehen. Doch am Ende verlief die Sache im Sand. Die Aktie, die damals einen Riesensatz nach oben gemacht hatte, fiel tiefer als zuvor. Jetzt sind die Gerüchte wieder da … und die Käufer auch.

Die Aktie des Diagnostik-Spezialisten Qiagen war gestern gerade dabei, den Mitte Mai etablierten, kurzfristigen Aufwärtstrend zu brechen, als am Nachmittag von der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ gemeldet wurde, dass gleich mehrere Private-Equity-Investoren Interesse an einer Übernahme hätten. Sofort schoss die Aktie nach oben und wurde mit +10,62 Prozent Kursanstieg zum Tagessieger im DAX. Was ist davon zu halten?

Bereits Ende Januar war von „Bloomberg“ eine vergleichbare Meldung gekommen, in der es hieß, dass es Interessenten für eine Übernahme gäbe und das deutsch-niederländische Unternehmen dahingehend strategische Optionen prüft. Und damals wie heute kamen diese Aussagen nicht von Qiagen selbst, sondern von namentlich nicht genannten, „mit der Sache vertrauten Personen“. Das klingt nicht nach einem soliden Fundament für einen Einstieg, zumal die Charttechnik, zumindest noch, nicht mitspielt.

Qiagen Aktie: Chart vom 09.07.2026, Kurs 36,67 Euro, Kürzel: QIA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Qiagen Aktie: Chart vom 09.07.2026, Kurs 36,67 Euro, Kürzel: QIA | Quelle: TWS

Sie sehen im Chart, dass die Qiagen-Aktie an die 200-Tage-Linie heranlief, dort aber auf Abgabedruck traf und am Ende auf Höhe des April-Hochs bei 36,62 Euro schloss. Damit ist der Kurs an wichtige Charthürden herangelaufen … aber nicht darüber. Und dass da einige am Tageshoch den ihnen so unverhofft in den Schoß gefallenen Gewinn mitnahmen, überrascht eher nicht. Denn letzten Endes sehen wir hier nur die zweite Runde ein und desselben Gerüchts:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Qiagen Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Qiagen könnte übernommen werden. Das könnte, wenn es denn zu einem Übernahmeangebot käme, zu Gewinnen führen, sofern dieses Angebot entsprechend deutlich über dem letzten Kurs liegen sollte … und falls Qiagen den Aktionären zur Annahme rät. Der Haken ist aber:

Bislang haben wir weder noch. Und die Art und Weise, wie die Aktie Anfang des Jahres in die Knie ging, als sich über diese kolportierten Aussagen angeblich gut informierter Personen hinaus nichts tat, mahnt zur Vorsicht. Denn gerade geplatzte Erwartungen sind ein tadelloser Nährboden, verunsicherte Anleger, die auf einen in Wahrheit gar nicht anfahrenden Zug aufgesprungen waren, unter Druck zu setzen, indem man gezielt auf der Short-Seite agiert. Das könnte erneut passieren … wenngleich es das nicht muss.

Nicht deswegen, weil an den Aussagen diesmal mehr dran sein könnte, denn das weiß man bislang nicht. Qiagen selbst hat sich per Donnerstagabend offenbar noch nicht zu dieser Thematik geäußert. Aber die Aktie ist auf dem derzeitigen Kursniveau nicht teuer bewertet, zugleich sind die Analysten tendenziell optimistisch. Der Abverkauf im Januar startete zudem auf einem deutlich höheren Kursniveau, das könnte die Bären abschrecken. Aber das alleine sind noch keine ausreichenden Argumente, um in eine Aktie einzusteigen.

Solange Qiagen kein bullisches Signal abliefert, indem die gestern nicht überwundene 200-Tage-Linie und darüber hinaus die knapp darüber wartende Widerstandszone 38,90/39,08 Euro überwunden wird, ist die Aktie auf der Long-Seite ein Risiko. Hinzu kommt, dass Dementis des Unternehmens hinsichtlich der Bereitschaft, auf Übernahmeangebote einzugehen, jederzeit denkbar wären und die gestrige Rallye zu Staub zerfallen lassen könnten. Besser wäre es daher, dass beides passt: Nachrichtenlage und Chartbild. Natürlich könnte man, würde man abwarten, den großen Satz nach oben verpassen. Aber wenn man bedenkt, dass dieser Sprung auch ausbleiben und der Schuss nach hinten losgehen könnte, wäre es zweifellos eine Überlegung wert, sich in Zurückhaltung zu üben.

Quellenangaben: Bloomberg-Meldung zu Qiagen und möglichen Übernahme-Interessenten: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-07-09/eqt-advent-und-kkr-sondieren-einstieg-bei-qiagen-kreise

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/QIA.DE/analyst-insights/

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.07.2026 um 21:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Qiagen Aktie

29.04.2026
08:08 Uhr

Qiagen: Von der Übertreibung direkt in eine Untertreibung gelaufen? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.04.2026 um 21:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am späten Montagabend legte Qiagen vorläufige Zahlen zum ersten Quartal vor, am gestrigen Dienstag fiel die Aktie daraufhin auf das tiefste Kursniveau seit Herbst 2019. Da die 2026er-Prognose gesenkt wurde, wirkte das auf den ersten Blick logisch. Aber auf den zweiten auch?

Der Gewinn lag im ersten Quartal zwar im Rahmen der Erwartungen, der Umsatz blieb aber darunter, wenngleich nicht dramatisch. Das führte zu einer Anpassung der Gesamtjahresprognose, aber auch die fiel nicht gerade gewaltig aus. Beim Umsatz peilt der Diagnostik-Spezialist noch einen Anstieg von ein bis zwei Prozent an, bislang hatte man da fünf Prozent gesehen.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

26.01.2026
08:28 Uhr

Qiagen: Das ist gewagt! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.01.2026 um 22:33 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass die sonst zu den ruhigen DAX-Aktien gehörende Qiagen auf einmal in kurzer Zeit einen Kurssprung von in der Spitze 21 Prozent hinlegt, zieht Aufmerksamkeit auf sich. Aber könnte man der Aktie neben Aufmerksamkeit auch einen Teil der Barreserve widmen und einsteigen?

Auslöser dieses am Mittwochmorgen entstandenen Kurssprungs war eine Meldung des Nachrichtenportals „Bloomberg“ vom Vorabend, die sich schnell verbreitete, wobei offenbar nur die Kernaussage zum Lauffeuer wurde … und die auch noch „gefiltert“. Denn „Qiagen könnte übernommen werden“ wäre zwar ein Satz, der einen solchen Kurssprung erklären würde. Aber die eigentliche Bloomberg-Überschrift lautete anders, konkret: „Biotech-Unternehmen Qiagen erwägt strategische Optionen bis hin zum Verkauf: Kreise“. Und das ist nun einmal etwas anderes als eine konkret im Raum stehende Übernahme.

Darüber hinaus basieren diese Informationen nicht auf einem offiziellen Statement des Diagnostik-Spezialisten selbst, sondern auf an „Bloomberg“ durchgesteckten Aussagen von „mit der Angelegenheit vertrauten Personen“. Und wenn man sich genauer ansieht, was da kolportiert wurde, kommt man zu dem Schluss, dass diejenigen, die da umgehend gekauft und eine große Aufwärts-Kurslücke ausgelöst haben, äußerst gewagt unterwegs sind, denn:

Expertenmeinung: In der „Bloomberg“-Meldung hieß es, das Unternehmen prüfe aufgrund von neuen Interessenbekundungen in Bezug auf eine Übernahme strategische Optionen, zu denen auch ein Verkauf gehören könnte. Was so viel heißt wie: Man überlegt sich jetzt gerade erst, ob ein Verkauf überhaupt zur Debatte stehen würde. Es gibt also noch keine Gespräche oder einen avisierten Übernahmepreis pro Aktie. Konkret ist bis jetzt überhaupt nichts.

Wenn man sich überlegt, dass selbst fortgeschrittene Übernahmegespräche scheitern können, wie man gerade bei Wacker Neuson erlebt hat, erscheint ein solcher Kurssprung „ins Blaue hinein“ leichtsinnig. Der einzige Aspekt, der davon abhalten könnte, diese Situation zu nutzen, um nahe am Hoch der letzten zwölf Monate den Gewinn einzustreichen, wie es einige mit Blick auf den Chart am Donnerstag und Freitag auch taten, ist:

Auf dem derzeitigen Niveau bewegt sich der Qiagen-Kurs im Bereich des durchschnittlichen Analysten-Kursziels von momentan 46 Euro. Zugleich sehen wir ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis um 23, das liegt im Rahmen des für diese Aktie Normalen. Daher könnte man Qiagen durchaus halten und einfach den Stoppkurs unter die jetzt als Unterstützung dienende Zone 44,20/44,97 Euro nachziehen. Aber diesem ohnehin schon mangels echter Substanz gewagten Kurssprung jetzt erst hinterherzulaufen, das wäre mehr als riskant.

Quellenangaben: Bloomberg-Bericht über einen möglichen Verkauf des Unternehmens, 20.01.2026: https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-01-20/biotech-unternehmen-qiagen-erwagt-strategische-optionen-bis-zum-verkauf-kreise

Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/QIA.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.