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LOreal Aktie Prognose L’Oréal: Das war ein bullisches Signal

News: Aktuelle Analyse der LOreal Aktie

In diesem Artikel
LOreal
ISIN: FR0000120321
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Gültigkeit der Analyse
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Zur LOreal Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Seit Sommer 2025 stellte der Bereich zwischen 406 und 412 Euro für die L’Oréal-Aktie einen Deckel dar, der nicht zu heben war. Jetzt hat sie diesen Widerstand überwunden – und das mit Schwung. Der Auslöser: Die Ergebnisse des 3. Quartals, die am Donnerstagabend kamen.

Es scheint, dass der alte Spruch mal wieder greift: „Des einen Leid ist des anderen Freud‘. Während die ausgewiesenen Luxusgüter-Konzerne LVMH, Kering und Hermès mit ihren Ergebnissen enttäuschten, überraschte L’Oréal, der Spezialist für Kosmetik und Pflege im gehobenen, unterhalb der Kategorie Luxus liegenden Preissegment, positiv:

L’Oréal meldete am Donnerstagabend für das dritte Quartal zwar nur die Veränderung beim Umsatz, die Ergebnisse zu Margen und Gewinn kommen hier nur zum Ende eines Halbjahres. Aber dieses Umsatzplus konnte sich sehen lassen: L’Oréal gelang im dritten Quartal währungsbereinigt ein Zuwachs von 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auf bereinigter vergleichbarer Basis (like-for-like) lag das Wachstum bei 7,7 Prozent, während der ausgewiesene Umsatz um 11,9 Prozent zulegte.

Mit diesem Ergebnis wurde die Erwartung der Analysten deutlich übertroffen. Was die Anleger und Experten gleichermaßen beeindruckt haben dürfte, war zudem, dass alle Geschäftsbereiche Wachstum auswiesen und der Umsatz in allen Weltregionen anzog. Die Folge war ein massiv bullisches Signal in der Aktie.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur LOreal Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Begleitet von mehreren angehobenen Analysten-Kurszielen machte die L’Oréal-Aktie am Freitag einen Satz von 7,5 Prozent und lief damit deutlich über die eingangs als „Deckel“ ausgewiesene Widerstandszone im Bereich 406/412 Euro hinaus. Aus rein charttechnischer Sicht läge der nächste Kurszielbereich jetzt bei 460,00/461,85 Euro, das sind die Höchstkurse der 2023/2024 entstandenen Toppbildung, wobei 461,85 Euro den bisherigen Verlaufsrekord markieren. Ein Ziel, das nach dem starken Anstieg zum Wochenschluss nicht mehr weit entfernt ist. Aber reicht der Schwung auch, um darüber hinauszulaufen?

L’Oréal Aktie: Chart vom 23.10.2026, Kurs 436,30 Euro, Kürzel: OR | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
L’Oréal Aktie: Chart vom 23.10.2026, Kurs 436,30 Euro, Kürzel: OR | Quelle: TWS

Das ist zumindest offen genug, um nicht einfach davon auszugehen, dass es so kommt. Es fällt auf, dass diejenigen Analysten, die am Freitag auf diese Quartalszahlen reagierten, zwar ihre Kursziele angehoben haben, die Spanne dieser neu vergebenen Ziele aber von 417 bis 470 Euro reicht. Selbst das höchste, neue Ziel liegt also nur unwesentlich über der nächsten charttechnischen Zielzone. Warum sind die Experten hier eher zurückhaltend?

Das liegt unter anderem daran, dass die L’Oréal-Aktie auf Basis der erwarteten Gewinne bereits relativ ambitioniert bewertet ist. Noch wäre sie damit nicht zwangsläufig überbewertet, aber bei der Bewertung macht es sich deutlich bemerkbar, dass so mancher Anleger längst erkannt hatte, dass L’Oréal weiter gut unterwegs war, während die Sterne bei den Luxusgüterkonzernen sanken. Daher sehen wir bei Letzteren intakte Abwärtstrends, während L’Oréal vor diesem Ausbruch nach oben monatelang gegen diesen Widerstand angerannt war und damit längst auffallend intensive relative Stärke zur „Konkurrenz“ aufgebaut hatte.

Was zumindest die Möglichkeit beinhaltet, dass hier bereits viele, die diesen derzeitigen Vorteil des Unternehmens erkannt haben, investiert sind und der Aktie daher auf dem Weg an und über das bisherige Rekordhoch die Käufer ausgehen könnten. Ein „könnte“ ist gemeinhin kein allzu gutes Argument, um bereits Gewinne mitzunehmen. Charttechnisch lässt sich jedoch festhalten, dass die Zone 406/412 Euro nach dem Ausbruch nun als möglicher Unterstützungsbereich zu betrachten ist.

Quellenangaben:
Ergebnis des 3. Quartals 2026, 23.10.2026: https://www.loreal-finance.com/eng/press-release/sales-30-september-2026
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/OR.PA/analyst-insights/

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.10.2026 um 21:38 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der LOreal Aktie

23.04.2026
08:26 Uhr

L’Oréal: Beeindruckende Zahlen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 22.04.2026 um 22:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Ergebnisse der großen französischen Luxusgüterkonzerne für das erste Quartal fielen eher enttäuschend aus. Doch L’Oréal als Vertreter der „Kategorie dahinter“, der gehobenen Preisklasse der Kosmetik, scheint zu überzeugen: Die Zahlen lagen über den Erwartungen.

Am Mittwochabend meldete L’Oréal für das erste Vierteljahr einen Umsatzanstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Eine Steigerung, die auf „like-for-like“-Basis, bei der Währungsveränderungen herausgerechnet werden, mit 7,6 Prozent sogar noch spürbar größer ausfiel. Dabei bleibt China zwar weiter ein schwieriger Markt, die Region Nordasien verzeichnete zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 9,0 Prozent, aber die anderen Weltregionen vermochten das mehr als auszugleichen. Vor allem Europa beeindruckte mit einem satten Umsatzplus von 11,5 Prozent, was umso schwerer wiegt, als die Verbraucher im europäischen Raum derzeit insgesamt sehr zurückhaltend agieren.

L’Oréal hat offenbar allerhand richtig gemacht – und das wurde nachbörslich honoriert: Bis zum US-Handelsende zog der Kurs gegenüber dem offiziellen Schlusskurs, als diese Zahlen noch nicht bekannt waren, um knapp 5,5 Prozent auf 365,90 Euro an. Angesichts dieser erfreulichen Überraschung war das Plus nachvollziehbar … aber der Chart zeigt:

L‘Oréal Aktie: Chart vom 22.04.2026, Kurs 344,90 Euro, Kürzel: OR | Online Broker LYNX
L‘Oréal Aktie: Chart vom 22.04.2026, Kurs 344,90 Euro, Kürzel: OR | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Das kann die Basis für ein Doppeltief werden, das eine Aufwärtswende begründet. Aber das Zwischenhoch, das für die Vollendung einer solchen Formation überboten werden müsste, liegt bei 369,80 Euro. Bevor die Käufer diese Hürde nicht nehmen, ist hier noch nichts gelungen. Mehr noch:

Knapp darüber, bei 374,40 Euro, wartet mit der 200-Tage-Linie, im Chart dick schwarz hervorgehoben, gleich die nächste markante Widerstandslinie. Erst darüber würde sich aus rein charttechnischer Sicht mehr Aufwärtspotenzial bis an die nächste Kursziel-Region 395/400 Euro eröffnen. Das kann gelingen, mit diesem guten ersten Quartal hätten die Bullen ein gutes Argument auf ihrer Seite. Aber:

Solange sich das geopolitische Umfeld nicht glaubwürdig aufhellt, wäre hier Vorsicht angezeigt, zumal L’Oréal ja wie alle französischen Unternehmen gestern nur die Umsätze, nicht aber die Entwicklung der Gewinnmarge und des Gewinns veröffentlichte … darauf muss man bis zum Ende des ersten Halbjahres warten. Einer Aufwärts-Trendwende vorzugreifen, bevor sie nicht schwarz auf weiß im Chartbild vollzogen ist, bleibt daher riskant … aber einen Platz auf der Watchlist hätte L’Oréal aus meiner Sicht auf jeden Fall verdient – und dort recht weit oben!

Quellen:
Ergebnis des 1. Quartals 2026, 22.04.2026:
https://www.loreal-finance.com/eng/press-release/first-quarter-2026-sales

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

17.02.2026
08:13 Uhr

L’Oréal: Ein starker Konter! — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.02.2026 um 22:25 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Freitag reagierte die L’Oréal-Aktie auf am Vorabend veröffentlichte Bilanzdaten mit einem Kursrückgang von in der Spitze gut sieben Prozent. Am Montagabend war fast das gesamte Minus wieder aufgeholt. Das sollte man sich genauer ansehen.

Richtig ist, dass der Kosmetik-Riese am Donnerstagabend ein Ergebnis vorlegte, das man in Analystenkreisen, zumindest im Schnitt, etwas besser erwartet hatte. Auch richtig ist aber, dass das Ergebnis nicht schlecht war. Bedenkt man, dass der Konsum auch in gehobenen Preissegmenten weltweit zu kämpfen hat, war es durchaus respektabel, dass L’Oréal in allen Bereichen gegenüber 2025 mit Pluszeichen aufwarten konnte – außer beim Gewinn pro Aktie, der geringfügig von 11,95 auf 11,44 Euro zurückkam. Was indes nicht für den operativen Gewinn galt:

Da ging es leicht von 8,69 auf 8,89 Milliarden Euro nach oben, basierend auf einem (wenngleich weniger als gedacht) gestiegenen Umsatz, der um (nicht währungsbereinigt) 1,3 Prozent zulegte, und einer von 20,0 auf 20,2 Prozent gesteigerten operativen Marge. Auch die Dividende wird angehoben, von 7,00 auf 7,20 Euro. Was allerdings auch weniger war als von den Experten im Vorfeld vermutet. Dass die Aktie daraufhin am Folgetag nicht durch die Decke gehen konnte, war klar. Aber für einige war das zeitweise gut sieben Prozent ausmachende Minus offensichtlich überzogen:

L‘Oréal Aktie: Chart vom 16.02.2026, Kurs 385,05 Euro, Kürzel: OR | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
L‘Oréal Aktie: Chart vom 16.02.2026, Kurs 385,05 Euro, Kürzel: OR | Quelle: TWS

Noch am Freitag gelang es, den Abschlag bis zum Handelsende auf 4,9 Prozent einzugrenzen. Und was beeindruckt, dass die L’Oréal-Aktie am Montag 3,4 Prozent zulegte und damit bis auf 1,7 Prozent (von oben gerechnet) an das Kurslevel herankam, das die Aktie vor der Vorlage der Bilanz gesehen hatte. Und das ist vom Chartbild her durchaus ermutigend, denn wir sehen, dass die Aktie damit da nach oben drehte, wo es wichtig wurde:

Expertenmeinung: Der Kurs hat damit oberhalb der mittelfristigen, im vergangenen April etablierten Aufwärtstrendlinie gedreht und mit dem Anstieg des Montags die 200-Tage-Linie zurückerobert. Das alleine ist aber noch nicht bullisch, sondern hat nur ein bärisches Signal verhindert. Um ein mittelfristig relevantes, bullisches Signal zu generieren, müsste L’Oréal die Widerstandszone 395/399 Euro überwinden und sich, anders als bei den vorherigen Ausbruchsversuchen, auch darüber festsetzen. Aber mit ihren Käufen haben die Akteure den Weg nach oben zumindest freigehalten. War das also doch nicht so schlecht, was da gemeldet wurde?

Das kann man durchaus so sehen. Denn auch wenn es insgesamt etwas weniger wurde als erhofft: L’Oréal wächst, auch in diesem schwierigen Umfeld. Richtig ist zwar, dass vor allem das Geschäft in China im vierten Quartal enttäuschend verlief. Aber in Europa ist das Wachstum robust … und auch in Nordamerika, zumindest, wenn man den Währungseffekt ausklammert und den reinen Warenabsatz betrachtet. Und das ist angesichts des Gegenwinds durch die US-Zölle beeindruckend.

Da der Euro nicht für alle Zeit steigen und dadurch die Gewinne drücken wird und auch China über kurz oder lang wieder in Fahrt kommen wird, bleibt die Perspektive, auch in den kommenden Jahren weiter wachsen zu können, also erhalten … und darauf dürfte es denen, die diese Aktie zuletzt in Abgabedruck hinein eingesammelt haben, angekommen sein, aber:

Ob das alleine ausreicht, um den Kurs über die vorgenannte Widerstandszone zu heben, ist fraglich genug, um L’Oréal auf der Beobachtungsliste zu belassen, bis sich zu grundsätzlich ermutigenden Bilanzzahlen auch de facto bullische Chartsignale gesellt haben.

Quellenangaben: Ergebnis des Geschäftsjahres 2025, 12.02.2026: https://www.loreal-finance.com/eng/press-release/2025-annual-results

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.