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Infineon konnte am gestrigen Mittwoch, den 05. August, im Rahmen der Ergebnisse zum 3. Geschäftsjahresquartal mit einem Rekordumsatz aufwarten. Der lag sogar über den Prognosen, der Haken war aber: Andere Kennzahlen taten das nicht. Die Aktie fiel … und das genau an entscheidenden Charthürden.
Der KI-Boom führt zu einem knappen Angebot bei Halbleitern. Dass auch Infineon, obgleich nicht ganz unmittelbar mit dem Thema KI verbunden, davon profitieren würde, nahm man im Vorfeld der Ergebnisse zum 3. Quartal des am 30.9. endenden Geschäftsjahres bereits an. Und ja, mit 4,17 Milliarden Euro setzte das Unternehmen solide 13 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum, die durchschnittliche Prognose lag mit 4,13 Milliarden einen Tick niedriger. Das war soweit gut.
Was den Akteuren aber missfallen musste, war, dass die aus diesem hohen Bedarf an Halbleitern resultierende Fähigkeit, höhere Preise durchzusetzen, sprich die Gewinnmarge zu steigern, nicht so ausgeprägt war wie erhofft: Mit 19,1 Prozent lag die Marge zwar höher als die 18,0 Prozent im Vorjahr, aber nicht so hoch wie gedacht. Das führte dazu, dass auch der Gewinn pro Aktie mit 0,44 Euro leicht unter dem Analysten-Konsens von 0,45 Euro blieb.
Darüber hinaus avisierte Infineon für das laufende, letzte Geschäftsjahresquartal einen Umsatz um 4,7 Milliarden Euro und für das Gesamtgeschäftsjahr 2025/2026 ein Umsatzplus von etwa elf Prozent.
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Expertenmeinung: Gut, aber nicht gut genug für eine Aktie, die gerade in einem intakten Abwärtstrend unterwegs ist, weil überzogene Erwartungen jetzt von der Realität eingeholt werden. Das Resultat am Bilanztag war ein Minus von 5,7 Prozent, das klar machte: Die Short-Seller, sprich die Bären, sind mit Infineon noch nicht fertig.
Die Aktie, die am Vorabend der Ergebnisse genau an der kurzfristigen, von Ende Juni stammenden Abwärtstrendlinie geschlossen hatte, drehte dort sowie an der parallel laufenden 20-Tage-Linie nach unten ab und bestätigte den Abwärtstrend damit. Zumindest vorerst.
Denn da der Kurs noch in der Nähe der den Abwärtsimpuls enger führenden 10-Tage-Linie blieb, wäre die Möglichkeit, in einem zweiten Anlauf doch noch nach oben auszubrechen und mit Schlusskursen klar über 65 Euro charttechnisch wieder Spielraum bis in den Bereich 74/75 Euro zu erlangen, noch nicht vom Tisch.
Wenn das gelingen soll, müsste es aber zeitnah geschehen, denn wenn nicht umgehend Gegenwehr aufkommt, dürften die Bären keinen Grund sehen, darauf zu verzichten, angesichts der für einen Aufwärtsschwenk nicht gut genug ausgefallenen Bilanzzahlen das unterhalb des bisherigen Korrekturtiefs bei 54,06 Euro entstehende charttechnische Abwärtspotenzial in den Bereich 48,23 bis 50,80 Euro auszuloten.
Quellenangaben:
Ergebnis des 3. Geschäftsjahresquartals, 05.08.2026: https://www.infineon.com/row/public/documents/corporate/press/2026/infpr202608-125d.pdf
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.08.2026 um 22:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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