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Nachdem die HelloFresh-Aktie Mitte März als Reaktion auf einen unerwartet mageren 2026er-Ausblick auf ein neues Rekordtief fiel, versuchte man sich an einer zögerlichen Erholung. Mit den gestrigen Ergebnissen zum 1. Quartal könnte die schon wieder vorbei sein.
Der Hersteller von Kochboxen und Fertiggerichten setzte im ersten Vierteljahr 13,2 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum – der Abstieg der Umsätze konnte also weiterhin nicht gestoppt werden.
Dass das Umsatzminus auf Basis konstanter Währungen „nur“ 7,7 Prozent betrug, konnte die Anleger nicht besänftigen, denn erstens sind Währungen nie konstant, zweitens wären -7,7 Prozent auch ohne Währungsbereinigung schon schwach genug gewesen.
Der bereits um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn (AEBITDA) fiel auf 23,6 Millionen Euro. Dass der Gewinn laut Annahme von HelloFresh 25 Millionen höher gelegen hätte, hätte es nicht in vielen Regionen schwere Winterstürme gegeben, war offensichtlich ebenfalls ein Argument, das kaum jemanden beeindruckte.
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Expertenmeinung: Noch geht es abwärts mit Umsatz und Gewinn … und ein „es wäre besser gelaufen, wenn dieses oder jenes nicht gewesen wäre“ ist nichts, das Anleger hören möchten. Und auch nicht, dass dieses Quartal keinen Anlass gab, die schwache 2026er-Prognose, die im März für das bisherige Rekordtief der Aktie sorgte, zum Positiven zu verändern. Es bleibt bei dem Ausblick eines um drei bis sechs Prozent niedrigeren Umsatzes und einem AEBITDA zwischen 375 und 425 Millionen Euro. Und manch einer mag sich gedacht haben: Noch bleibt es dabei. Wer weiß, ob selbst das über das Jahr hinweg zu halten ist.
Und so präsentierte sich die Aktie auch: Vorsichtige Hoffnung, die den Kurs anfangs immerhin bis zu gut zwölf Prozent höher trug, wich Abgaben. Am Ende des Tages stand ein Minus von 0,62 Prozent zu Buche. Und dass HelloFresh nahezu auf Tagestief schloss, machte deutlich: Als klar wurde, dass diese Zahlen zu vielen mager waren, mochte niemand die Hand aufhalten. Mutlose Bullen: Das ist eine Einladung für das bärische Lager.
Durch den Abverkauf anfänglicher Gewinne landete die Aktie wieder auf der Supportzone 4,1860/4,3210 Euro, die derzeit durch die 20-Tage-Linie verstärkt wird. Diese Zone muss nicht brechen … aber die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, ist mit diesem Abwärtsschwenk als Reaktion auf die Quartalsergebnisse gestiegen. Auf einer Watchlist für Long-Trades hätte die Aktie derzeit keinen Platz.

Quellenangaben: Ergebnisse des 1. Quartals 2026, 06.05.2026:
https://ir.hellofreshgroup.com/media/document/1592e9d3-dbb4-4f2c-982f-3bef49e1ac51/assets/HelloFresh_Earnings_Presentation_Q12026.pdf?disposition=inline
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