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Dass die Deutsche Telekom, wie am Donnerstag mitgeteilt, ihre Ziele für das vergangene Jahr übertroffen hat und 2026 weiterwachsen will, klang gut. Die absoluten Wachstumsraten sind hier zwar eher klein. Doch das hindert die Käufer derzeit nicht, zuzugreifen. Warum?
Der Umsatz des Telekommunikationskonzerns legte 2025 um 2,9 Prozent zu, der um Sonderfaktoren bereinigte, operative Gewinn, gerechnet als EBITDA, stieg um 2,8 Prozent. Der bereinigte Gewinn pro Aktie stieg immerhin von 1,90 auf 2,00 Euro … etwas mehr als das EBITDA, aber mit knapp 5,3 Prozent Anstieg muss man dennoch konstatieren: Dynamisch ist etwas anders. Und der Ausblick für 2026?
Da will man den Gewinn pro Aktie auf 2,20 Euro steigern, um zehn Prozent also, konstante Wechselkurse vorausgesetzt. Das wäre normalerweise wenig genug, um eine Enttäuschungsreaktion hervorzurufen. Vor allem wenn man sich ansieht, dass die Aktie am Vorabend der am Donnerstag vorgestellten Zahlen seit dem Jahresende 2025 ein Plus von 22 Prozent erreicht hatte. Denn wenn die Aktie schneller steigt als der Gewinn, wird die Bewertung teurer. Da ist man mit Verkäufen gemeinhin schnell bei der Hand. Doch hier kam es nicht dazu.
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Expertenmeinung: Zwar schloss die T-Aktie am Bilanztag, d.h. am Donnerstag, um 2,3 Prozent tiefer. Aber wären die Akteure ernstlich enttäuscht gewesen, wäre der Abschlag deutlich größer ausgefallen. Beispiele der jüngsten Vergangenheit zeigen ja: Da wird dieser Tage nicht lange gefackelt, da kann ein Minus auch schnell mal prozentual zweistellig werden. Das hier waren eher Gewinnmitnahmen. Und nur einen Tag später, am Freitag, waren die Käufer schon wieder da, zogen die Aktie im Verlauf auf ein neues Jahreshoch (34,36 Euro) und glichen das Vortages-Minus mit einem Schlusskurs von 34,09 Euro mehr als aus. Woher kommt die Begeisterung für diese lange Jahre stiefmütterlich behandelte Aktie?

Da dürfte dasselbe dahinterstecken wie bei der Wiederentdeckung der Versorger-Aktien oder den jüngsten Käufen bei im Vorjahr deutlich gedrückten Konsumgüter-Herstellern: die Robustheit des Geschäftsfelds auf der einen und eine oft überdurchschnittliche Dividende auf der anderen Seite. Zumal die T-Aktie auf Basis der unternehmenseigenen 2026er-Gewinnprognose mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 15,5 im Vergleich der vergangenen zehn Jahre noch nicht am oberen Ende der Bewertungsspanne angekommen wäre.
Kurstreibend kann auch die auffallend einhellige Sicht der Analysten zur Telekom-Aktie sein. Dort ist man durch die Bank bullisch. Alle 18 die Aktie regelmäßig einschätzenden Analysten sehen sie entweder als kaufenswert an oder urteilen mit „Übergewichten“. Und die am Bilanztag vergebenen Kursziele lagen mit einer Spanne zwischen 35,70 und 42,00 Euro alle oberhalb des aktuellen Kursniveaus.
Zwar hat die T-Aktie jetzt die Widerstandszone 34,44 zu 34,62 Euro vor sich, die möglicherweise nicht ganz einfach zu bezwingen wäre. Aber solange der durch die 20-Tage-Linie verstärkte Unterstützungsbereich 31,82 zu 32,07 Euro hält, bliebe der Weg nach oben grundsätzlich offen.
Quellenangaben: Geschäftsjahresbericht 2025, 26.02.2026:
https://www.telekom.com/de/medien/medieninformationen/detail/bericht-zum-geschaeftsjahr-2025-1102176
Analysten-Einschätzungen:
https://finance.yahoo.com/quote/DTE.DE/analyst-insights/
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