Die Deutsche Börse-Aktie ist eine von drei von mir heute vorgestellten Aktien, die seit Beginn des Angriffs auf den Iran gestiegen sind und sich damit vom Gesamtmarkt abkoppeln konnten. Die Frage ist bei allen dreien die gleiche: Hat diese relative Stärke Hand und Fuß?
Sie ist die, die meistens eher zulegt, wenn es an den Aktienmärkten dramatisch wird: die Deutsche Börse-Aktie. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie grundsätzlich logisch: Je hektischer es bei DAX & Co. zugeht, desto größer wird der Umsatz. Und an dem verdient der Börsen-Betreiber eben mit. Zugleich ist das Geschäft eher wenig von konjunkturellen Aspekten betroffen, die die meisten anderen Branchen entweder stützen oder ausbremsen. So gesehen könnte man sagen:
Ja, hier wäre das Geld in Phasen, wie wir sie jetzt am Aktienmarkt sehen, „gut geparkt“. Aber taugt das auch zu mehr als zu einer kurzfristigen Umschichtung, bei der das hier gebundene Kapital schnell wieder in konjunktursensiblere Titel zurückfließt, wenn sich der Pulverdampf legt?
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Expertenmeinung: Das wäre denkbar genug, um das im Auge zu behalten. Mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 20 auf Basis des von den Analysten im Schnitt für 2026 erwarteten Gewinns pro Aktie ist die Deutsche Börse zwar nicht gerade ein Schnäppchen, liegt aber in etwa in der Mitte der Bewertungsspanne der letzten zehn Jahre. Das wäre also kein Hindernis für höhere Kurse. Aber das derzeit vermutlich entscheidende Motiv, nämlich mehr Umsatz durch einen nervösen Markt, ist nun einmal ein flüchtiges. Das sehen wir auch daran, wie sich der Kurs im April 2025 im Zuge des Trump’schen Zoll-Schocks verhielt:
Damals erholte sich die Aktie schnell und überbot das vorherige Hoch zügig, weil man auf den gewinnfördernden Effekt hektischer Märkte setzte. Nur hielt das nicht vor. Ab Mai 2025 gab es für den Kurs nur noch eine Richtung: abwärts. Das hat zwar dazu geführt, dass eine zuvor zu hohe Bewertung jetzt eine moderate ist. Aber man sollte im Hinterkopf haben, dass sich das Argument, das die Aktie dieser Tage treibt, auch diesmal nicht zwingend allzu lange halten muss.

Daher würde es sich anbieten, wenn, dann streng nach den Vorgaben des Chartbildes zu agieren. Nach welchem die Aktie nach dem Überwinden der Widerstandszone 231,55 zu 234,10 Euro und damit nach dem Ausbruch aus einer monatelangen Bodenbildungs-Range sowie nach dem in der vergangenen Woche gelungenen Anstieg über die 200-Tage-Linie zwar aktuell bullisch ist, die nächste, markante Widerstandszone 245,10 zu 248,50 Euro aber schon direkt über sich hat. Gelingt es, diese nächste Hürde zu nehmen, bliebe die Deutsche Börse bullisch … aber am besten immer mit dem Zusatz „auf Abruf“, der dazu führen sollte, dass man eine solche Position sorgsam mit einem Stoppkurs absichert und diesen mit jeder weiteren überbotenen Charthürde sukzessiv nachzieht.
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