Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit Mitte des vergangenen Jahres prägte Schwäche das Chartbild der Deutsche Börse-Aktie. Über weite Strecken bestimmten die Verkäufer das Geschehen und drückten die Kurse schrittweise nach unten.
Erst die dynamische Erholung im November setzte ein erstes Signal für eine mögliche Stabilisierung. In den darauffolgenden Wochen entwickelte sich nach und nach eine Bodenbildungsphase, die bis zum Ende des vergangenen Monats an Kontur gewann. Nun rückt der Widerstandsbereich bei rund 234 EUR in den Mittelpunkt. Dort entscheidet sich, ob aus der Erholung ein nachhaltiger Trendwechsel entstehen kann. Ein Ausbruch über diese Marke würde die Vollendung eines Doppeltiefs bedeuten und das Chartbild spürbar aufhellen.
Expertenmeinung: Gelingt ein dynamischer und nachhaltiger Bruch des Widerstands, könnte dies Anschlusskäufe auslösen und neues Momentum freisetzen. In diesem Szenario könnte die neutrale Phase in eine bullische Struktur übergehen.
Scheitert der Ausbruch hingegen, bestünde die Gefahr einer erneuten Seitwärtsbewegung oder eines Rücksetzers in Richtung der jüngsten Tiefs. Die Reaktion im Bereich von 234 EUR dürfte daher richtungsweisend sein. Ein mögliches nächstes Kursziel läge in der Folge bei 268 EUR. Dieses Niveau ergibt sich aus der Kurszielberechnung des beschriebenen Doppeltiefs.
Aussicht: Bullisch
Deutsche Börse Aktie: Chart vom 02.03.2026, Kurs: 234.40 EUR, Kürzel: DB1 | Quelle: TWS
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.03.2026 um 7:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Vorherige Analysen der Deutsche Börse Aktie
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Selten sieht man einen Kursverlauf, der so ideal in ein Charttechnik-Lehrbuch passen würde wie den der Deutschen-Börse-Aktie. Derzeit ist es ein perfekter Abwärtstrend, der sich hier zeigt. Aber wäre es nicht Zeit für eine Aufwärtswende? Wo wären die entscheidenden Linien?
Die Deutsche-Börse-Aktie macht selten Schlagzeilen, daher ist sie eher eines der Mauerblümchen im DAX. Aber das heißt nicht, dass sie eine langweilige Aktie wäre, die aus einem Seitwärtstrend nicht herauskommt. Das Gegenteil ist wahr:
In der ersten Jahreshälfte gehörte sie zu den stärksten DAX-Outperformern, seit Juni jedoch läuft sie auffallend schlechter als ihr Benchmark-Index. Der Chart zeigt: Viel fehlt nicht mehr, dann ist das gesamte Plus des bisherigen Jahres verloren. Weil massiv negative Nachrichten eine Neubewertung durch Analysten und Anleger ausgelöst haben?
Expertenmeinung: Durchaus nicht, die Sache läuft in ruhigen Bahnen, die Erwartung steht bei einem moderaten Anstieg des Gewinns pro Aktie, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen soll, immer im Bereich von etwa fünf bis zehn Prozent mehr soll es werden. Der eigentliche Grund, wieso die Aktie in der zweiten Jahreshälfte drehte, dürfte darin gelegen haben, dass sie zu diesem Zeitpunkt ziemlich teuer war:
Auf Basis der momentanen Konsensprognose der Analysten soll 2025 ein Gewinn von 11,00 bis 11,20 Euro pro Aktie erreicht werden. Am Rekordhoch, das Anfang Mai bei 294,30 Euro erreicht wurde, hätte das ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 26,3 bis 26,7 ergeben. Für eine Aktie, für die die Analysten für die kommenden Jahre einen Gewinnanstieg im oberen einstelligen Prozentbereich sehen, ist das ziemlich teuer, ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 20 wäre angemessen. Aber jetzt sind wir eben, des Abstiegs des Kurses wegen, bei gut 20. Sprich: Billig wäre die Deutsche-Börse-Aktie zwar noch nicht. Aber um auf diesem Level zu verkaufen, gäbe es auch keine Argumente mehr. Grund genug, ihr einen Platz in der Watchlist zu gönnen, zumal, wie eingangs erwähnt, hier die Charttechnik zuletzt tadellose Signale lieferte.
Deutsche Börse Aktie: Chart vom 22.09.2025, Kurs 224,70 Euro, Kürzel: DB1 | Quelle: TWS
Wir sehen im Chart, dass der Kurs bis Mai von der 20-Tage-Linie geführt wie auf Schienen stieg, nur kurz vom allgemeinen Chaos Anfang April unterbrochen. Nach einer kurzen Toppbildung etablierte sich ab Ende Juni dann eine Abwärtstrendlinie, unter welcher die Aktie exakt abwärts läuft. Wobei sie mustergültig an der wichtigen 200-Tage-Linie stoppte, dort einen Stabilisierungsversuch unternahm und, als der scheiterte, neue Fahrt nach unten aufnahm. Auch an der knapp darunter liegenden Unterstützungszone 245,10/248,50 Euro kam es zum Versuch, den Abstieg zu stoppen – auch das misslang. Und es dürfte vor allem dieses erneute bärische Chartsignal gewesen sein, das die Aktie in den letzten Tagen weiter drückte, denn neue Nachrichten oder negative Analysten-Kursziele kamen da keine.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt übrigens momentan bei 270 Euro und würde bullischen Tradern jetzt neben der nicht mehr zu teuren Bewertung allemal Argumente liefern, dem derzeitigen, mustergültigen Abwärtstrend eine Aufwärtswende folgen zu lassen. Aber auf Verdacht in einem intakten Abwärtstrend gegen den Strom zu agieren, ist immer ein kaum kalkulierbares Risiko. Besser wäre abzuwarten, bis wir hier genauso solide bullische Signale sehen, wie sie die Bären mit dem Bruch der 200-Tage-Linie und der Supportzone 245,10/248,50 Euro erhielten. Da die Abwärtstrendlinie diese jetzt zum Widerstand gewordene Zone fast erreicht hat, ließe sich auf Basis des momentanen Kursbilds sagen: Über 250 Euro wäre die Aktie grundsätzlich bullisch, schafft sie den Rebreak über die bei 257 Euro laufende 200-Tage-Linie, dann erst recht.
Natürlich könnte sich in den kommenden Wochen auch auf deutlich tieferem Level eine Konstellation ausbilden, die in ein bullisches Signal mündet. Aber solange das nicht der Fall ist, wäre Abwarten und Beobachten die bessere Lösung, denn wenn es hier schon so tadellos nach dem Lehrbuch läuft, sollte man auch einen Satz nicht ignorieren, der in jedes Lehrbuch gehören würde: „Was billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden.“ Übertreibungen nach unten sind nie ausgeschlossen!
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der DAX in den letzten Monaten neue Höhen erreichte, blieb die Deutsche Börse-Aktie deutlich hinter der positiven Marktstimmung zurück. Den Auftakt zur Schwäche lieferte der Bruch der ersten im Chart eingezeichneten Unterstützung Anfang Juni – ab diesem Zeitpunkt wechselte der Trend in eine neutrale Korrekturphase.
Mitte Juli folgte dann der nächste Rückschlag, als das Zwischentief von Juni bei 266.40 EUR nach unten durchbrochen wurde. Damit ging die Aktie in eine bärische Trendphase über, in der sie sich auch aktuell noch befindet.
Expertenmeinung: Für Anleger stellt sich die Frage, ob die Abwärtsdynamik in den kommenden Wochen weiter zunimmt. Sollte die Aktie die nächste Unterstützung und somit die Marke bei rund 255 EUR unterschreiten, könnte sich der Abwärtstrend nochmals verstärken.
Gelingt es der Käuferseite hingegen, eine Stabilisierung einzuleiten, wäre zumindest eine technische Gegenbewegung möglich – dafür braucht es jedoch klare Signale, die derzeit noch ausbleiben. Solange diese fehlen, bleibt das Risiko weiterer Kursverluste erhöht. Ein erster Lichtblick wäre frühestens mit der Rückeroberung der 50-Tage-Linie erkennbar.
Aussicht: BÄRISCH
Deutsche Börse Aktie: Chart vom 25.08.2025, Kurs: 257.70 EUR, Kürzel: DB1 | Quelle: TWS
Über den Autor
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.