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BASF Aktie Prognose

News: Aktuelle Analyse der BASF Aktie

11.03.2026 | 11:11 Uhr
In diesem Artikel
BASF
ISIN: DE000BASF111
|
Ticker: BAS --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur BASF Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Eine mögliche Verminung der Straße von Hormus durch den Iran könnte einen der wichtigsten Handelswege der Welt lahmlegen – mit Folgen, die nicht nur den Chemieriesen BASF treffen.

Eskalation im Nadelöhr des Welthandels

Leider mehren sich die Presseberichte, wonach der Iran die Straße von Hormus vermint haben könnte.

Das wäre die maximale Eskalationsstufe vonseiten des Irans. Das würde bedeuten, dass die Straße von Hormus nun komplett geschlossen ist und auf unabsehbare Zeit geschlossen bleiben wird.

Zuvor haben chinesische und iranische Schiffe die Straße von Hormus noch durchquert, und immer wieder auch Blockadebrecher.

Die wirtschaftlichen Implikationen sind weitreichend. Der Ölpreis dürfte hoch bleiben oder weiter steigen. Das verteuert Transport, Produktion und letztlich fast jedes Konsumgut. Gleichzeitig drohen neue Engpässe bei petrochemischen Vorprodukten. Die Golfstaaten sind zentrale Lieferanten für Kunststoffe, Basischemikalien und Düngemittel. Fällt diese Versorgung teilweise aus oder wird deutlich teurer, trifft das viele Branchen hart, doch vor allem den Chemiesektor.

BASF ist omnipräsent

Und damit beispielsweise auch BASF. Das Geschäftsmodell ist an sich simpel, aber komplex in der Umsetzung. BASF kauft Rohstoffe wie Öl, Gas und Naphtha und erzeugt damit Basischemikalien.

Daraus werden weitere Zwischenprodukte und Spezialchemikalien für eine Vielzahl von Anwendungen hergestellt.
Sie sind die Basis für zahllose Produkte, die in nahezu allen Industriezweigen benötigt werden. Wer Autos baut, Häuser isoliert, Felder düngt oder Smartphones produziert, nutzt direkt oder indirekt Produkte von BASF.

Ein Beispiel:
Aus Erdgas oder Naphtha entstehen zunächst Grundstoffe wie Ethylen oder Propylen. Daraus werden Kunststoffe oder Lösungsmittel hergestellt. Diese landen später in Autoteilen, Verpackungen, Dämmstoffen oder Elektronikgehäusen.

Drei Schockwellen für den Chemiesektor

Ein geopolitischer Schock wie eine geschlossene Straße von Hormus trifft das Geschäftsmodell gleich mehrfach.

Erstens steigen die Energiepreise. Gas ist zentraler Energie- und Rohstoffinput für viele chemische Prozesse. Chemieanlagen verschlingen enorme Mengen Energie. Viele Anlagen rechnen sich nur bei moderaten Preisen.

Zweitens verteuern sich petrochemische Vorprodukte. Die Golfstaaten sind große Produzenten von Kunststoffen, Grundchemikalien und Düngemitteln. Wenn diese Lieferungen teurer werden oder ausfallen, steigen die Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Drittens sinkt die Nachfrage. Höhere Energiepreise verteuern nahezu alle Produkte und Dienstleistungen, was wiederum den Konsum und Investitionen dämpft.

Erstaunliche Gelassenheit

Daher ist es erstaunlich, wie gelassen die Börse bisher auf den Konflikt reagiert. Der Kurs von BASF ist kaum unter Druck gekommen.
Vielleicht stellen sich die Berichte über die angebliche Verminung der Straße von Hormus als falsch heraus – ich hoffe es.

Doch selbst wenn die Wasserstraße nicht vermint wurde, ist der Frachtverkehr dort nahezu zum Erliegen gekommen. Zieht sich der Konflikt in die Länge – und danach sieht es derzeit aus – sind die wirtschaftlichen Folgen dieselben wie im Fall einer Verminung.

BASF hat ohnehin schon seit Jahren mit Problemen zu kämpfen. Das Letzte, was das Unternehmen gebrauchen kann, sind steigende Gaspreise und teurere Vorprodukte.

Beides dürfte nahezu unausweichlich sein. Der Gaspreis in Europa ist bereits spürbar gestiegen. Bevor sich der Konflikt angebahnt hat, lag der Gaspreis im Großhandel bei etwa 30 Euro pro MWh. Aktuell sind es 47,40 Euro je MWh.

Keine gute Ausgangslage

Bisher wurde erwartet, dass der Gewinn von BASF in diesem Jahr um 9 % auf 2,45 Euro je Aktie steigen wird. Mit Blick auf die geopolitische Lage ist das äußerst optimistisch.
Daher wäre es kein Wunder, wenn BASF zeitnah mit einer Gewinnwarnung aufwartet.

Selbst wenn das nicht der Fall sein sollte, stellt sich die Frage nach dem Kurspotenzial der Aktie. BASF kommt auf ein KGVe von 18,7 und ist damit im historischen Kontext bereits jetzt hoch bewertet. Langfristig pendelt das KGV um einen Wert von 13,5.
Die hohe Bewertung war nur zu rechtfertigen, weil mit einer substanziellen Erholung der Chemiebranche gerechnet wurde – genau die steht jetzt aber zur Disposition.

BASF Aktie: Chart vom 11.03.2026, Kurs: 45,71 EUR – Kürzel: BAS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 11.03.2026, Kurs: 45,71 EUR – Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Fällt die Aktie jetzt unter 45 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 41,60 und 39 Euro. Darunter würde sich das Chartbild weiter eintrüben.

Gelingt hingegen ein Anstieg über 48,15 Euro, könnte das eine Erholung in Richtung 51 – 54 Euro ermöglichen.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.03.2026 um 10:52 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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Vorherige Analysen der BASF Aktie

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.02.2026 um 7:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Chemiekonzerns setzte im gestrigen Handel ein deutliches Signal und knüpfte damit an die positiven Tendenzen der vergangenen Monate an.

Nach der Bodenbildung zwischen Oktober und November 2025 übernahmen die Bullen zunehmend die Kontrolle und etablierten eine Serie höherer Hochs und höherer Tiefs. Seit Jahresbeginn präsentiert sich die BASF-Aktie in einem insgesamt bullischen Umfeld und rückt wieder stärker in den Fokus der Anleger. Charttechnisch könnte sich der Weg in Richtung der nächsten markanten Widerstandszone um 55 EUR öffnen. Gleichzeitig fällt jedoch der inzwischen große Abstand zur 50-Tage-Linie auf, was auf eine kurzfristige Überhitzung des Kursverlaufs hindeutet.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.11.2025 um 8:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Chemiekonzern geriet Anfang September deutlich unter Druck. Der Verkaufsdruck nahm spürbar zu, und die Kurse näherten sich den Tiefpunkten des Sommers. An dieser Stelle gelang jedoch eine Stabilisierung, und die BASF-Aktie konnte einen ersten Boden ausbilden.

Die Bullen unternahmen seither mehrere Versuche, eine nachhaltige Trendwende einzuleiten, scheiterten jedoch bislang an markanten Widerstandszonen. In den letzten Handelstagen zeigt sich jedoch ein spürbarer Stimmungswandel: Der jüngste Kursanstieg wurde von anziehendem Handelsvolumen begleitet – ein Hinweis darauf, dass auch größere Marktteilnehmer wieder aktiv werden. Dies könnte der Startschuss für eine mögliche Trendwende sein.

Expertenmeinung: Fundamental bleibt das Umfeld für Chemiewerte herausfordernd. Hohe Energiepreise, eine schwächelnde europäische Industrie und geringe Nachfrage aus China belasten weiterhin. Kurzfristig könnte ein Angriff auf die letzten Widerstände erfolgen. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber wäre das erste valide Kaufsignal seit Monaten.

Solange die Herbsttiefs Bestand haben, bleibt die Chance auf eine Wende gegeben – auch wenn die Bären noch nicht aufgegeben haben.

Aussicht: BULLISCH

BASF Aktie: Chart vom 24.11.2025, Kurs: 44.29 EUR Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 24.11.2025, Kurs: 44.29 EUR Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Quelle:
Quartalsbericht (Quarterly Statement) zum 3. Quartal 2025 von BAS; https://www.basf.com/global/de/media/news-releases/2025/10/p-25-211.html

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.11.2025 um 20:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Quartalsbilanz brachte die Antwort auch nicht: Wird BASF in absehbarer Zeit wieder richtig Fahrt aufnehmen? Und wenn ja, was könnte man dann schon mal einpreisen? Noch können sich die Trader nicht entscheiden. Aber wenn der Ausbruch kommt, kann man dann mitziehen?

Während zugleich immer mehr Volatilität in den Markt kommt, bleibt die Aktie des Chemiekonzerns BASF weiter in ihrer engen, seit zwei Monaten geltenden Handelsspanne gefangen, die, wie der Chart zeigt, noch von einer weiteren Trading-Spanne eingehüllt wird. Letztere wurde im August einmal kurz nach oben verlassen, dann wurden die Bullen aber zügig abgefangen. Die Perspektiven waren einfach nicht positiv genug, um weitere Käufer auf diesem Niveau zum Einstieg zu motivieren, also ging es wieder zurück in die vorherige Schiebezone. Und das führt zu einem Aspekt, den man, will man hier einen Ausbruch handeln, immer im Hinterkopf haben sollte:



Expertenmeinung: Ein Ausbruch aus einer Seitwärtsspanne wird zwar immer wahrscheinlicher, je länger sie anhält. Vor allem, wenn diese Spanne wie in diesem Fall so schmal ist, dass sie sogar für Range-Trader nicht allzu lukrativ ist. Aber das erhöht nicht die Chance, dass ein solcher Ausbruch dann auch nachhaltig sein wird.

BASF Aktie: Chart vom 18.11.2025, Kurs 41,90 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 18.11.2025, Kurs 41,90 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Denn dieses Seitwärts-Geschiebe kommt ja nicht aus dem Nichts. Aus Anlegersicht ist die aktuelle Gemengelage bei BASF zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel. Daher ist für die Frage, ob man im Fall eines Ausbruchs aus der engeren Trading-Range zwischen 41,48 und 45,03 Euro oder (was natürlich sicherer wäre) aus der erweiterten Handelsspanne zwischen 40,75 und 45,97 Euro mitziehen könnte, ein Faktor besonders wichtig:

Erfolgt ein Ausbruch, egal ob nach oben oder unten, nur deswegen, weil die Trader endlich mal wieder Bewegung in der Aktie sehen wollen und daher aus Ungeduld heraus aktiv werden? Oder erfolgt ein solcher Impuls auf Basis neuer, die Sicht auf die Aktie bzw. die Umsatz- und Gewinnperspektiven nennenswert verändernder Nachrichten?

Wenn sich der Kurs aus diesen beiden Handelsspannen löst, ohne dass es seitens BASF oder dem für den Konzern relevanten Umfeld Neues gäbe, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Ausbruch – in egal welche Richtung – schnell abgefangen wird, unerfreulich hoch. Was nicht heißt, dass er scheitern muss. Aber man müsste darauf gefasst sein und mit gezielt engen Stoppkursen arbeiten, die greifen, sobald die Aktie wieder in ihre Schiebezone zurückkehrt.

Besser wäre es daher, sich nicht zu unüberlegt mitreißen zu lassen, wenn der Kurs ausbricht, sondern genau abzuwägen, ob ein solcher charttechnischer Ausbruch auf der Nachrichtenseite so unterfüttert ist, dass er aus eigenem Ermessen eine gute Chance hat, nachhaltig zu werden. Wäre es so, könnte die Aktie in beide Richtungen einiges an „aufgestauter Energie“ freisetzen. Aber bis dahin sollte man sich, so man nicht innerhalb dieser schmalen Handelsspanne sehr kurzfristig tradet, in Geduld üben. Denn meist kann man dann am Ende konstatieren: Nicht vorzugreifen, sondern zu warten und genau hinzuschauen, hat sich gelohnt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Fehlausbruch über die Marke von rund 46,50 EUR setzte die BASF-Aktie in den letzten Wochen spürbar unter Druck. Was zunächst wie eine mögliche Trendfortsetzung aussah, entwickelte sich zunächst zu einer stärkeren Korrektur. Die Käuferseite zog sich rasch zurück, und die Verkäufer übernahmen das Kommando.

Erst im Bereich einer charttechnisch markanten Unterstützungslinie kam es zu einer kurzfristigen Erholung. Die Aktie konnte sich bis zur fallenden 50-Tage-Linie vorarbeiten, dort jedoch nicht weiter zulegen. Seit Beginn der aktuellen Handelswoche zeigt sich erneut Schwäche – und es bleibt offen, ob die bestehende Unterstützungszone dieses Mal verteidigt werden kann.

Expertenmeinung: Die Zone zwischen 40,50 EUR und 41,50 EUR ist aktuell aus technischer Sicht besonders relevant. Ein nachhaltiger Bruch dieses Bereichs könnte ein neues Verkaufssignal auslösen und Abwärtspotenzial bis zu den April-Tiefs eröffnen. Gelingt jedoch eine Stabilisierung oberhalb dieser Zone und im weiteren Verlauf ein Anstieg über die 50-Tage-Linie, wäre eine technische Erholung in Richtung 46,50 EUR denkbar. Derzeit überwiegt jedoch die Abwärtsdynamik, weshalb das kurzfristige Bild weiterhin kritisch zu beurteilen ist.

Aussicht: BÄRISCH

BASF Aktie: Chart vom 16.10.2025, Kurs: 42.55 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 16.10.2025, Kurs: 42.55 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Aus dem margenschwachen Lackgeschäft wird ein Joint-Venture mit Carlyle. BASF erhält dadurch frisches Kapital. Grundstein für ein Comeback?

Carlyle steigt ein, 40 % bleiben in Ludwigshafen

BASF hat einen Käufer für sein Lackgeschäft gefunden. Wie aus einer Mitteilung hervorgeht, steigt der US-Finanzinvestor Carlyle ein – BASF soll jedoch mit 40 Prozent beteiligt bleiben.
Für die Sparte wurde ein Unternehmenswert von 7,7 Mrd. Euro angesetzt. Die Transaktion wird demnach 5,8 Mrd. Euro in die Kasse von BASF spülen.

Carlyle möchte das Lackgeschäft zukünftig als eigenständiges Unternehmen führen. Es wäre gut möglich, dass der US-Investor operativ mehr aus der Lack-Sparte herausholt, als das unter dem Dach von BASF der Fall war. Die Transaktion soll im zweiten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Der Verkauf der Lack-Sparte markiert für BASF einen bedeutenden Schritt im laufenden Konzernumbau und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, von einer Wertsteigerung zu profitieren.
Der vollständige Ausstieg ist zwar geplant, erfolgt aber ohne festen Zeitrahmen.

Das ist ein dicker Brocken

Für BASF ist das keine kleine Summe. Der Mittelzufluss in Höhe von 5,8 Mrd. Euro entspricht rund 15 % des Börsenwerts des deutschen Chemiekonzerns.

Die Reaktion an der Börse war verhalten, doch strategisch stärkt der Verkauf die finanzielle Flexibilität von BASF. Die freigesetzten Mittel schaffen Spielraum, um in margenstärkere und wachstumsorientierte Geschäftsfelder zu investieren.

Für den Chemieriesen, der in den letzten Jahren unter schwacher Nachfrage und hohen Energiekosten gelitten hat, ist dies ein wichtiger Schritt zur Fokussierung auf profitablere Kernbereiche.

Darüber hinaus dürfte die hohe Dividende dadurch vorerst gesichert sein. Der Verkaufserlös würde theoretisch ausreichen, um die Dividende drei Jahre lang zu finanzieren.

Befreiungsschlag für den Konzernumbau?

Ob der Schritt langfristig zu neuem Wachstum führt, hängt davon ab, wie erfolgreich BASF seine verbleibenden Geschäftsbereiche ausrichtet. Das Unternehmen setzt zunehmend auf Spezialchemikalien, Batteriematerialien und nachhaltige Lösungen in der Agrar- und Materialforschung.
Abgesehen von den hohen Investitionen, die im Zuge dieser Neuausrichtung in China getätigt wurden, ist das vermutlich der richtige Schritt.

Diese Geschäftsbereiche bieten höhere Margen und eine geringere Konjunkturanfälligkeit.
Der Verkauf des Lackbereichs, der stark von der kriselnden Automobilindustrie und der Konjunktur abhängig war, passt ganz klar in diese strategische Linie.

Vielleicht kann BASF durch diese Neuausrichtung endlich wieder an alte Stärke anknüpfen. Denn das Geschäftsmodell von BASF ist und bleibt einzigartig. Der Konzern betreibt eines der weltweit größten integrierten Produktionsnetzwerke, das sogenannte „Verbundsystem“.

Hoffnung auf Sonderdividende

Dieses System erlaubt es, Zwischenprodukte effizient weiterzuverarbeiten und Synergien zwischen den Sparten zu nutzen. Dadurch senkt BASF die Kosten, reduziert Abfälle und steigert die Energieeffizienz – ein struktureller Vorteil, der das Unternehmen einst groß gemacht hat.

Eine andere Möglichkeit, um das Kapital im Sinne der Anleger einzusetzen, wäre die Ablösung teurer Schulden oder Aktienrückkäufe. Die beiden Optionen habe ich allerdings eher der Vollständigkeit halber genannt. Es ist unwahrscheinlich, dass ein großer Teil der Verkaufserlöse für diese Zwecke genutzt wird.

Eine etwas wahrscheinlichere Variante wäre eine Sonderdividende. Die Aktionäre von BASF können im kommenden Jahr auf deutlich mehr als die üblichen 5 % hoffen.
Im kommenden Jahr wird eine reguläre Dividende in Höhe von 2,29 Euro erwartet, was derzeit einer Dividendenrendite von 5,35 % entspricht.
Die Ausschüttung erfolgt voraussichtlich im Mai.

BASF schiebt sich seit Jahren seitwärts und notiert aktuell wieder am unteren Ende der Spanne. Auf dem aktuellen Niveau könnte sich daher ein Longtrade anbieten – sollten sich die Geschäftszahlen entsprechend entwickeln, könnte daraus auch ein Investment werden.

BASF Aktie: Chart vom 13.10.2025, Kurs: 42,79 EUR - Kürzel: BAS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 13.10.2025, Kurs: 42,79 EUR – Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 45, 48 und 50 Euro. Darüber wäre sogar Platz bis 54 Euro. Über 54 Euro, oder spätestens 57 Euro würde sich das Chartbild nachhaltig aufhellen.

Fällt die Aktie hingegen per Wochenschluss unter 41,50 Euro, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.