Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Anbieter von Software- und Fertigungstechnologien galt über Jahre hinweg als robuster Titel an der Wall Street. Aktuell gerät dieses Bild jedoch ins Wanken.
Im gestrigen Handel wurde ein wichtiger Unterstützungsbereich deutlich nach unten durchbrochen. Gleichzeitig zog das Handelsvolumen spürbar an – ein technisches Warnsignal, das häufig auf verstärkte Verkäufe institutioneller Marktteilnehmer hindeuten kann. Damit hat sich die zuvor bereits angespannte Lage weiter verschärft. Der Trend ist in eine bärische Phase übergegangen, und derzeit überwiegt die Verkäuferseite.
Expertenmeinung: Mit dem Bruch der Unterstützung und dem begleitend hohen Volumen wurde ein technisches Verkaufssignal ausgelöst. Solange Autodesk unter der zuletzt verlorenen Zone bei rund 290 USD notiert, bleibt das Risiko weiterer Abgaben erhöht.
Technische Gegenbewegungen sind zwar jederzeit möglich, hätten aktuell jedoch eher korrektiven Charakter. Erst eine zeitnahe Rückeroberung der gebrochenen Unterstützung würde das Chartbild etwas entspannen. Eine mögliche technische Zielzone, die sich aus dem Supportbruch ableiten lässt, liegt derzeit im Bereich um 242 USD.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.01.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Vorherige Analysen der Autodesk Aktie
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.11.2025 um 16:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Wenn jahrzehntelang verlässliche Marktmechanismen plötzlich versagen, wächst die Gefahr eines schwarzen Schwans – und genau darauf deuten die aktuellen Entwicklungen hin.
Warum die Märkte gefährlich instabil sind
Im letzten Artikel (Nutanix: S&P am Allzeithoch, die Hälfte aller Aktien im Crash) bin ich bereits auf die etwas eigenwilligen Kursreaktionen in der laufenden Berichtssaison eingegangen. Derzeit kommt es besonders häufig zu Kurseinbrüchen – selbst wenn die Quartalszahlen gut ausgefallen sind.
Bei Autodesk sah es gestern kurzzeitig danach aus, als könnte die Aktie positiv herausstechen. Doch die Freude der Anleger hielt nur kurz. Nachdem die Aktie mit einem deutlichen Aufschlag in den Handel startete, wurde Autodesk im Tagesverlauf von 320 auf 301 USD abverkauft. Unter dem Strich blieb den Anlegern ein mageres Plus von 2,36 %.
In einem anderen Marktumfeld hätten die Geschäftszahlen wohl problemlos einen Kurssprung von 10 – 15 % auslösen können – aber derzeit eben nicht.
Den Bullen fehlt der Mut. Alle Sentiment-Indikatoren sind dunkelrot, Fear & Greed steht auf extremer Furcht. Gleichzeitig sind Anleger jedoch massiv gehebelt long und die Cashquote von Fonds liegt nahe den historischen Tiefstwerten. All das passt nicht wirklich zusammen – wir bewegen uns auf völligem Neuland.
Wenn alte Muster brechen
Das gilt aber nicht nur für die Aktienmärkte, sondern auch für den Anleihenmarkt und den Währungsbereich. Die Fed hat den Leitzins zuletzt mehrfach gesenkt, doch die Anleihenrenditen haben sich kaum bewegt und der US-Dollar hat auch nicht abgewertet.
Ganz im Gegenteil – als im Frühjahr Panik an den Märkten aufgekommen ist, hat der Dollar abgewertet. Das mag trivial erscheinen, aber über Jahrzehnte hinweg ist in Krisenzeiten immer dasselbe geschehen: Der Dollar hat aufgewertet – unter anderem, da US-Anleger in Krisenzeiten zuerst ausländische Anlagen verkaufen und das Geld repatriieren. Doch dieses Mal nicht.
Wenn Systeme und Muster, die Jahrzehnte gegolten haben, plötzlich nicht mehr gelten, kann das enorme Gefahren mit sich bringen. Verlassen sich zu viele Anleger darauf, dass in Zukunft dasselbe passieren wird wie in der Vergangenheit, kann das zu systemischen Krisen führen.
Warnschüsse noch und nöcher …
Was anderes als genau das ist beispielsweise 2008/2009 geschehen? Zu viele Anleger hatten sich darauf verlassen, dass die Immobilienpreise immer weiter steigen würden. Am Ende wurden die Käufer und die Kreditgeber eines Besseren belehrt.
Es wäre gut möglich, dass sich gerade in irgendeiner Ecke der Finanzwelt ebenfalls eine Entwicklung anbahnt, die keiner kommen sieht.
Warnschüsse gab es mehr als genug. Der letzte schwarze Schwan in Form von Zolldrohungen haben wir erst im April erlebt.
Nur wenige Monate zuvor, im August 2024, kam es fast zu einer Implosion des Yen-Carry-Trades – ein Paradebeispiel für einen schwarzen Schwan. Man sollte eigentlich meinen, dass Anleger aus den Warnschüssen lernen … aber Anleger sind massiv gehebelt Long und die Cashquote von Fonds liegt nahe den historischen Tiefstwerten.
Auf mehreren Ebenen überzeugend
Doch kommen wir zurück zu Autodesk. Der Gewinn lag in Q3 mit 2,67 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 2,50 USD. Mit einem Umsatz von 1,85 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen von 1,80 Mrd. USD ebenfalls übertroffen. Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 18 % und einem Gewinnsprung um 23 %.
Der freie Cashflow hat sich auf 430 Mio. USD mehr als verdoppelt, was allerdings auch auf eine Umstellung der Vertragspraktiken zurückzuführen ist. Dadurch wurde der freie Cashflow im Vorjahr gemindert. Es zeigt jedoch, wie profitabel Autodesk ist.
Das Wachstum hat sich über alle Geschäftsbereiche und alle Regionen erstreckt. Sowohl in Americas, EMEA als auch APAC wurden zweistellige Wachstumsraten erzielt. Dasselbe gilt für die drei wichtigsten Produktkategorien AECO, Autocad und MFG, auf die mehr als 90 % des Konzerngeschäfts entfällt.
Ausblick und Bewertung
Daher zeigt sich der Vorstand weiter optimistisch. Die Umsatzprognose für das bis Ende Januar laufende Quartal wurde von 7,02 – 7,10 auf 7,15 – 7,20 Mrd. USD deutlich erhöht. Die Gewinnerwartungen wurden von 9,80 – 9,98 auf 10,18 – 10,25 USD je Aktie erhöht, der freie Cashflow soll auf 2,26 – 2,29 statt 2,20 – 2,28 Mrd. USD steigen.
Selbst wenn man die Lage mit allen Mitteln schlechtreden wollen würde, es wäre kaum möglich.
Autodesk wird derzeit mit einer forward P/E von 29,5 bewertet. Das mag viel erscheinen, aber bei deutlich zweistelligen Wachstumsraten, der starken Marktstellung und der guten Skalierbarkeit des Geschäfts scheint das angebracht.
Im kommenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis um 13 % auf 11,58 USD je Aktie steigen, was für Autodesk ein verhältnismäßig schlechtes Jahr wäre. Da die Dynamik zuletzt anhaltend hoch war, ist es möglich, dass die Erwartungen zu niedrig sind. Sollten sie es nicht sein, sinkt die P/E dennoch auf 26. In den letzten fünf Jahren lag die P/E durchschnittlich bei 47 und am absoluten Tief bei 25,5.
Fällt die Aktie jetzt unter 285 USD, könnte das dennoch eine Korrektur in Richtung 267 USD einleiten. Darunter kommt es zu einem Verkaufssignal, dass theoretisch sogar Kursverluste bis in den Bereich 225 – 235 USD auslösen könnte.
Der Vollständigkeit halber sollte jedoch gesagt sein, das die Bewertung von Autodesk bei 225 USD sehr viel niedriger als jemals zuvor wäre. Theoretisch ist so etwas möglich, wahrscheinlich ist es jedoch nicht.
Gelingt ein Anstieg über 300 USD, haben die Bären ihre Chance vorerst vertan.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das US-amerikanische Softwareunternehmen wurde von mir zuletzt Mitte Juni mit „bullisch“ bewertet. Die Aktie befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer klar definierten, trendbestätigenden Formation, und es erschien wahrscheinlich, dass die Bullen von hier aus den nächsten Impuls in Richtung Norden starten könnten. Dieser kam wenig später auch weitgehend planmäßig, und die Autodesk-Aktie konnte weiter an Wert zulegen. In dieser Woche folgte dann ein abrupter Rückschlag: Die Kurse drehten deutlich nach unten und verloren spürbar an Wert. Auslöser war die Nachricht, dass der Konzern ein mögliches Übernahmeangebot für den Mitbewerber PTC in Erwägung zieht. Eine solche Akquisition könnte zwar langfristig strategisch sinnvoll sein, doch der Markt reagierte zunächst mit klarer Skepsis. Die Unsicherheit über Preis, Finanzierung und mögliche Synergien belastete das Papier merklich.
Expertenmeinung: Laut Bloomberg soll es insgesamt um beachtliche 23 Milliarden USD gehen, die zum Teil in bar und zum Teil in Aktien gezahlt werden sollen. Der zuvor bestehende Aufwärtstrend scheint damit vorerst beendet. Technisch betrachtet wurde mit dem jüngsten Kursrückgang die 20-Tage-Linie deutlich unterschritten, was kurzfristig als Schwächesignal interpretiert werden kann. Noch besteht die Möglichkeit, dass die Bullen erneut das Ruder übernehmen – dafür müsste sich der Kurs allerdings schnell stabilisieren.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Long / Buy
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Seit 2013 konnte sich die Aktie des auf 2D- und 3D-Konstruktionen spezialisierten Softwareunternehmens mehr als verzehnfachen. Das Unternehmen überzeugt bereits seit Langem mit soliden Fundamentaldaten und ist bei Anlegern immer wieder gefragt. Aktuell scheint die Autodesk-Aktie erneut attraktiv zu sein, denn die Kurse befinden sich in einer engen Konsolidierung knapp unter einem wichtigen Widerstand. Dieser liegt derzeit in etwa auf Höhe der psychologisch relevanten Marke von 300 USD. Der übergeordnete Trend zeigt sich aktuell in einer bullischen Phase.
Expertenmeinung: Besonders auffällig ist auch die Tatsache, dass sich das Handelsvolumen in den letzten beiden Wochen deutlich verringert hat. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Zahl der Verkaufswilligen nachlässt. Damit könnten die Bullen nun leichteres Spiel haben, den genannten Widerstand nach oben zu überwinden. Sollte dies gelingen, dürfte ein neues Kaufsignal entstehen. Idealerweise würde ein Ausbruch von erhöhtem Volumen begleitet. Es bleibt abzuwarten, ob die Aktie dies noch in dieser Woche umsetzen kann.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Die Umstellung ist geglückt, der Cashflow zieht stark an. Bisher wird das an der Börse vollkommen ignoriert. Zeit, um zuzuschlagen?
Nach der letzten Analyse ist Autodesk schnurstracks von 240 auf 325 USD gestiegen, befindet sich aktuell aber wieder in einer Korrektur. Könnte das die nächste Kaufgelegenheit sein?
Der unangefochtene Marktführer
Autodesk ist der weltweit führende Anbieter von Software für CAD und Computeranimation. Die computergestützten 3D-Design-Programme kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz. Beispielsweise in den Bereichen Architektur, Gebäudetechnik, Hoch- und Tiefbau, Automotive, Transportwesen, Mechanik, Maschinenbau, Medien und Unterhaltung sowie Versorgung, Medizintechnik und Telekommunikation.
Mit den Softwarelösungen von Autodesk lassen sich digitale Modelle und Abläufe von Projekten zeichnen und konstruieren und dadurch visualisieren, simulieren und analysieren. So lassen sich Pläne, Ideen und Konzepte am PC vor der Umsetzung virtuell erstellen, planen, testen und optimieren.
Man kann sich leicht vorstellen, wie vielfältig die Anwendungsfelder dieser Anwendungen sind. Autodesk ist nicht auf eine einzelne Branche angewiesen und ist entsprechend gut diversifiziert. Derzeit hat man eine installierte Basis von mehr als vier Millionen Nutzern, hinzu kommt das Vielfache an Schülern und Studenten.
In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte man den Umsatz von 3,26 auf 5,44 Mrd. USD deutlich steigern. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert. Das Nettoergebnis kletterte von 215 Mio. auf 906 Mio. USD. Der operative Gewinn konnte von 2,79 auf 7,60 USD je Aktie gesteigert werden.
Drei Schüsse, drei Treffer
Seit der letzten Analyse hat Autodesk dreimal Quartalszahlen vorgelegt und dreimal die Erwartungen übertroffen.
Am vergangenen Donnerstag hat man die Zahlen zum Schlussquartal vorgelegt, also die Daten inklusive Januar. Der Gewinn lag mit 2,29 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 2,15 USD. Mit einem Umsatz von 1,64 Mrd. USD hat man die Analystenschätzungen von 1,63 Mrd. USD ebenfalls übertroffen. Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 12 % und einem Gewinnsprung um 10 %.
Die Zahlen sind jedoch durch eine Umstellung der Abo-Praktiken verfälscht. Die Details können Sie unter „Umstellung verursacht Reibung“ nachlesen.
Inzwischen ist die Umstellung weitgehend vollzogen, daher zieht der freie Cashflow wieder stark an. Im Schlussquartal konnte der FCF um 59 % auf 678 Mio. USD gesteigert werden.
Ausblick und Bewertung
Der Jahresumsatz kletterte um 12 % auf 6,13 Mrd. USD und das Ergebnis konnte um 11 % auf 8,47 USD je Aktie gesteigert werden. Der freie Cashflow verbesserte sich um 23 % auf 1,57 Mrd. USD.
Es ist die Regel, dass im Schlussquartal ein bedeutender Teil des FCF erzielt wird, in diesem Jahr war der Anteil aber besonders hoch. Dasselbe gilt für den Zuwachs auf Jahressicht.
Für das seit Anfang Februar laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatz von 6,90 – 6,97 Mrd. USD und ein Ergebnis von 9,34 – 9,67 USD je Aktie in Aussicht gestellt. Das würde einem Umsatzplus und einem Gewinnsprung von etwa 13 % entsprechen. Der freie Cashflow soll jedoch um 35 % auf 2,08 – 2,18 Mrd. USD steigen.
Autodesk kommt demnach auf einen forward P/FCF von 27,7. Das ist im Verhältnis zu den vorliegenden Wachstumsraten und den Charakteristiken des Geschäfts vertretbar. In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 38.
Größere Rücksetzer könnten sich demnach als Gelegenheit herausstellen. Fällt die Aktie jetzt unter 275 USD, muss mit einer Ausdehnung der Korrektur in Richtung 267 und 250 – 255 USD gerechnet werden.
Gelingt hingegen eine nachhaltige Rückkehr über 275 USD, besser noch 280 USD, könnte das eine Erholung in Richtung 300, 310 oder 325 USD einleiten.
Über den Autor
Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.
Analysemethode
Die Aktienanalysen von TobiasKrieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.