Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Mit den am 24.7. vorgelegten, stark ausgefallenen Ergebnissen des 2. Quartals begann bei der zuvor massiv gedrückten ATOSS Software-Aktie eine Aufwärtsbewegung, die bis Ende August weiterging. Doch jetzt stehen die Bullen vor einem charttechnischen Scherbenhaufen.
Innerhalb von zwei Monaten, beginnend Anfang Juli, war die ATOSS-Aktie von ihrem Jahres-Verlaufstief bei 65 Euro um in der Spitze fast 60 Prozent gestiegen. Dabei überwand sie eine ganze Reihe an markanten Widerstandslinien, unter anderem die 200-Tage-Linie. Jetzt wurde ziemlich genau die Hälfte dieses Anstiegs wieder abgegeben. Nur die Hälfte? Da ließe sich doch behaupten: Das ist eine gesunde Korrektur, von hier aus könnte jetzt das zweite Bein der Aufwärtsbewegung starten. Optimismus nach dem Motto „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“ … wäre das hier eine gute Idee?
Dafür spräche, dass die Aktie des Spezialisten für Workforce-Software im Vorfeld vor allem von der sogenannten „KI-Angst“ unter Druck gesetzt wurde, man aber seit Ende Juni mehr und mehr die Sichtweise einnimmt, dass KI und Software sich eher ergänzen als einander entgegenstehen werden. Das führte zu der massiven Erholung, die zugleich eine ungewöhnlich niedrige Bewertung korrigierte, denn:
ATOSS hatte zeitweise ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 20 erreicht. Im Vorfeld, als die Aktie am Rekordhoch auf fast 150 Euro gelaufen war, war sie unstrittig überbewertet gewesen. Da lag dieses KGV auf Basis der damaligen 2025er-Gewinnerwartung der Analysten bei fast 50. Aber für Software-Aktien wäre ein KGV um 30 normal … damit wäre sie jetzt, ausgelöst durch diese Abwärtsbewegung, wieder eher günstig. Und damit nicht genug:
Das Unternehmen hatte im Juli Rekordergebnisse abgeliefert und avisiert, dass sich das Wachstum 2027 fortsetzen würde. Und von irgendwelchem Druck auf die Auftragslage durch KI war hier wie bei anderen Software-Firmen nichts zu lesen. So gesehen stellt sich einem durchaus die Frage: Warum nicht zugreifen, jetzt, da die Hälfte des Anstiegs abverkauft ist und man scheinbar günstig in einen fahrenden Zug zusteigen kann?
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur ATOSS Software Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Weil da dieser eingangs erwähnte „charttechnische Scherbenhaufen“ existiert. Sieht man sich das Chartbild an, kann man nicht mehr mit dem Argument „Es ist nicht vorbei, bevor es vorbei ist“ kommen, einfach, weil es aus charttechnischer Sicht mit dem bullischen Status des Chartbilds eben tatsächlich vorbei ist. Sehen wir uns den Chart an:

Die Aktie hat eine tadellose Schulter-Kopf-Schulter-Formation (kurz SKS-Formation) vollendet und zeigt damit eine klassische Formation für eine Abwärtswende. Dabei sorgte der Bruch der leicht hängenden Nackenlinie der Formation am Freitag auch noch dafür, dass die wichtige 200-Tage-Linie unterboten wurde. Ein eindeutig bärisches Signal.
Aber aus dem Umstand, dass die Aktie damit für den Augenblick bärisch einzuordnen wäre, kann man nicht automatisch ableiten, dass man sie als lukrative Anlage kategorisch abhaken müsste. Dass das durchschnittliche Kursziel der Analysten für ATOSS Software aktuell bei gut 120 Euro liegt, also beinahe 50 Prozent über dem Freitags-Schlusskurs, hat ja seine Gründe, die in der ungebrochenen Dynamik beim Unternehmensgewinn und der aktuell wieder eher niedrigen Bewertung über das KGV zu sehen wären.
Nur sollte man sich hüten, hier ins fallende Messer zu greifen. Was es hier braucht, sind zurückeroberte, jetzt wieder als Widerstand fungierende Unterstützungen, wobei man da konkret das Hoch der rechten Schulter der SKS-Formation bei 95,70 Euro im Auge behalten sollte. Gelänge es, diese Chartmarke wieder zu überbieten, wäre es in der Tat gut möglich, dass dies zum Startschuss für ein „zweites Bein“ der Aufwärtsbewegung würde. Bis dahin gälte indes der Rat: Lieber nur anschauen und noch nicht einsammeln!
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/AOF.DE/analyst-insights/
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.09.2026 um 22:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Mit einem Margin Konto können Sie zum Beispiel mit Hebel handeln und Ihre Trading-Strategien durch Leerverkäufe oder den Einsatz von Optionen und Futures diversifizieren.
Entdecken Sie jetzt die umfangreichen Handelsmöglichkeiten, die Ihnen dieser Kontotyp bietet: Margin Konto




