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 Alphabet Aktie Prognose

Alphabet: Deutliches Warnsignal

News: Aktuelle Analyse der Alphabet Aktie

26.03.2026 | 08:20 Uhr
In diesem Artikel
Alphabet
ISIN: US02079K1079
|
Ticker: GOOG --- %

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Chart-Betrachtungszeitraum
6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse
2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Zur Alphabet Aktie

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Die Alphabet-Aktie zeigt sich in den vergangenen Wochen schwächer und reiht sich damit in das Bild vieler großer US-Technologiewerte ein.

Aus charttechnischer Sicht rücken nun mehrere Unterstützungszonen stärker in den Fokus, da sich die Abwärtsbewegung zuletzt beschleunigt hat.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die großen Mega Caps zeigen sich seit Wochen zunehmend schwach und auch die Alphabet-Aktie reiht sich in dieses Bild ein. Nach einer längeren Phase fehlender Aufwärtsdynamik spitzt sich die Lage nun weiter zu. Die Aktie arbeitet aktuell an der Vollendung einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation, was als Warnsignal gewertet werden könnte. Der Bereich um 296 USD wurde im Wochenverlauf bereits unterschritten und damit eine wichtige Unterstützung aufgegeben. Sollte sich diese Bewegung bestätigen, könnte der Verkaufsdruck weiter zunehmen. Damit würden die Verkäufer tendenziell mehr Einfluss auf das Geschehen erhalten. Als nächster relevanter Anlaufpunkt rückt die 200-Tage-Linie in den Fokus, welche aktuell im Bereich um 262 USD verläuft.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Alphabet Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die aktuelle Konstellation deutet auf eine fragile technische Ausgangslage hin, in der bereits kleinere negative Impulse eine Beschleunigung der Abwärtsbewegung begünstigen könnten. Sollte sich der Bruch der Unterstützung bestätigen, wäre eine Fortsetzung des Abwärtstrends in Richtung der 200-Tage-Linie ein naheliegendes Szenario. Stabilisiert sich die Aktie hingegen kurzfristig und kehrt schnell über die zuletzt unterschrittene Zone zurück, könnte dies den Druck etwas aus dem Markt nehmen. Entscheidend bleibt, ob die potenzielle Schulter-Kopf-Schulter-Formation tatsächlich aktiviert wird oder vorerst scheitert.

Aussicht: Bärisch

Alphabet Aktie: Chart vom 25.03.2026, Kurs: 290.93 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alphabet Aktie: Chart vom 25.03.2026, Kurs: 290.93 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.03.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

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Vorherige Analysen der Alphabet Aktie

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.03.2026 um 7:46 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Das Börsenjahr 2025 verlief für den US-Technologiekonzern über weite Strecken insgesamt solide. Bis in den Januar 2026 hinein präsentierte sich die Alphabet-Aktie in einem klar bullischen Gesamtbild. Erst mit der Veröffentlichung der jüngsten Quartalsergebnisse kam es zu einem spürbaren Dämpfer. Marktteilnehmer nutzten die zuvor starke Rallye, um Gewinne mitzunehmen, wodurch das Papier erstmals seit Monaten in eine neutrale Korrekturphase überging.

Diese Phase ist bislang weiterhin intakt. Die Kurse bewegen sich derzeit konstant unterhalb der 20-Tage-Linie, während auch die 50-Tage-Linie allmählich nach unten zu drehen beginnt. Das hinterlässt aus technischer Sicht ein leicht angeschlagenes Gesamtbild. Auf der Unterseite hat sich im Bereich zwischen etwa 294 und 296 USD eine wichtige Unterstützungszone etabliert.

Expertenmeinung: Die Aktie befindet sich derzeit in einer Phase der Neuorientierung. Stabilisieren sich die Kurse im Bereich der aktuellen Unterstützung, könnte sich daraus eine Basis für einen neuen Aufwärtsimpuls entwickeln. Entscheidend dürfte sein, ob es den Bullen gelingt, wieder Dynamik aufzubauen und die Durchschnittslinien zurückzuerobern. In diesem Fall würde sich das technische Bild spürbar aufhellen. Besonders relevant ist der Widerstandsbereich bei rund 320 USD. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Ebene könnte die Käuferseite wieder stärker in den Fokus rücken.

Aussicht: Neutral

Alphabet Aktie: Chart vom 12.03.2026, Kurs: 302.28 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alphabet Aktie: Chart vom 12.03.2026, Kurs: 302.28 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.01.2026 um 7:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während zahlreiche andere bekannte Tech-Aktien in den vergangenen Wochen spürbar unter Druck gerieten, zeigte sich die Alphabet-Aktie auch zum Start ins neue Jahr von ihrer starken Seite. Titel wie Meta Platforms, Microsoft oder Apple mussten zuletzt Federn lassen.

Genau dieses Auseinanderlaufen habe ich bereits vor zwei Wochen angesprochen – und erneut zeigt sich, wie hilfreich der Blick auf relative Stärke und Schwäche bei der Aktienauswahl sein kann. Alphabet bewegt sich weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend, erkennbar an höheren Hochs und höheren Tiefs. Die eingezeichnete Trendlinie wurde bislang konsequent verteidigt und trifft aktuell nahezu punktgenau auf die 20-Tage-Linie. Nun richtet sich der Fokus der Anleger zunehmend auf die anstehenden Quartalszahlen.

Expertenmeinung: Technisch bleibt das Bild überwiegend positiv. Der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch unterstreicht die Stärke des Trends. Solange Alphabet oberhalb der Trendlinie und der 20-Tage-Linie notiert, wirkt der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Kurzfristige Rücksetzer wären nicht ungewöhnlich, würden das Gesamtbild jedoch erst bei einem Bruch der letzten höheren Tiefs deutlicher infrage stellen. Der Trend spricht derzeit eher für die bullische Seite. Noch haben Anleger rund zwei Wochen Zeit, denn am 04. Februar stehen die nächsten Quartalsergebnisse des Unternehmens an. Diese könnten weitere richtungsweisende Impulse liefern.

Aussicht: Bullisch

Alphabet Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs: 330.00 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alphabet Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs: 330.00 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.01.2026 um 7:54 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Start ins neue Börsenjahr verlief für einige Schwergewichte alles andere als ideal. Titel wie Apple oder Microsoft gerieten in den ersten Handelstagen spürbar unter Druck. Die Alphabet-Aktie hingegen zeigte sich bislang deutlich robuster.

Das Papier konnte die Ende Dezember zurückeroberte 20-Tage-Linie verteidigen und wird aktuell sehr konsequent von diesem gleitenden Durchschnitt nach oben begleitet. Der Abstand zum bisherigen Allzeithoch ist inzwischen überschaubar, und die Serie höherer Hochs sowie höherer Tiefs ist weiterhin intakt. Damit scheinen derzeit die Käufer die Oberhand zu haben. Solange das letzte markante Tief von Mitte Dezember nicht unterschritten wird, bleibt das übergeordnete Bild weiterhin eher bullisch.

Expertenmeinung: Technisch präsentiert sich Alphabet in einer sehr stabilen Struktur. Die 20-Tage-Linie fungiert als kurzfristiger Leitfaden und dient als dynamische Unterstützung. Ein Ausbruch über das bisherige Allzeithoch könnte als positives technisches Signal gewertet werden und die Aufwärtsdynamik stützen. Kurzfristige Rücksetzer sind zwar jederzeit möglich, würden das positive Gesamtbild jedoch erst dann stärker infrage stellen, wenn das Dezember-Tief unterschritten wird. Bis dahin bleibt der Trend insgesamt weiter aufwärtsgerichtet.

Aussicht: BULLISCH

Alphabet Aktie: Chart vom 07.01.2026, Kurs: 189.11 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Alphabet Aktie: Chart vom 07.01.2026, Kurs: 189.11 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.12.2025 um 16:17 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Vorherrschaft von Nvidia scheint gebrochen und OpenAI zündet „Code-Red“. Wohl nie zuvor war der Wettkampf um technologischen Vorsprung so intensiv wie im KI-Zeitalter.

Wahrscheinlichkeit nahe null

Im KI-Bereich ist derzeit so viel in Bewegung, dass es kaum mehr möglich ist, auf dem Laufenden zu bleiben. Die Entwicklungen überschlagen sich.

Beginnen wir mit dem CEO von IBM, einer der prominentesten Persönlichkeiten der Branche.
Arvind Krishna schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass die derzeit zur Verfügung stehenden Technologien zu einer echten künstlichen Intelligenz (AGI) führen, als extrem gering ein, nämlich auf nur null bis ein Prozent.

Darüber hinaus widerspricht er der These, dass es eine KI-Blase gibt, warnt jedoch davor, dass ein Teil des Kapitals zur Finanzierung des KI-Wachstums gefährdet sein könnte. Er zieht dabei Parallelen zur Konsolidierung im Glasfaserbereich, wo letztlich nur wenige Akteure signifikante Gewinne erzielen konnten.

Ich stimme Krishna in diesem Punkt zu. Es ist aus meiner Sicht äußerst wahrscheinlich, dass die meisten KI-Start-ups in Flammen aufgehen werden und sich am Ende wenige Akteure den größten Teil des Kuchens schnappen – mir wäre keine neue Technologie bekannt, bei der das nicht der Fall war.

Google vs. OpenAI

Beim Rennen um die beste KI scheinen derzeit Google und OpenAI die Nase vorn zu haben.

Die jüngsten Maßnahmen bei OpenAI sind ein deutliches Zeichen für den extrem zugespitzten Wettbewerb im KI-Sektor. CEO Sam Altman rief intern einen „Code Red“ aus und kündigte an, zusätzliche Ressourcen massiv in die Weiterentwicklung von ChatGPT zu leiten.

Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die wachsenden Wettbewerbsrisiken, die vor allem von Gemini 3 ausgehen.
Die neueste Version der Google-KI gilt als signifikanter Leistungssprung und scheint bei OpenAI eine regelrechte Panik ausgelöst zu haben.

Einem internen Memo zufolge, über das The Information berichtete, sollen mehrere Initiativen verschoben oder eingestellt worden sein. Darunter auch der bislang geplante Einstieg in werbefinanzierte Produkte, der bisher öffentlich nicht bestätigt war.

Altman hat Presseberichten zufolge eine vollständige Konzentration auf die Kerntechnologie eingeleitet.

Die Maßnahmen bei OpenAI zeigen, dass der Kampf um die technologische Spitze in die nächste Runde geht. Für OpenAI könnten die Fortschritte von Google existenzbedrohend sein.

OpenAI schreibt tiefrote Zahlen und benötigt daher unbedingt Fremdkapital. Wird das Unternehmen technologisch überholt oder gar abgehängt, wird die Kapitalbeschaffung jedoch schwierig. Schließt sich der Geldhahn, gehen schlichtweg die Lichter aus.

Die technologische Führerschaft ist für OpenAI existenziell, um die hohe Bewertung des Unternehmens zu rechtfertigen und die notwendigen Mittel für die Entwicklung von ChatGPT zu sichern.

Google und Amazon brechen das Nvidia-Monopol

Doch es findet nicht nur ein Wettlauf um die beste KI statt, sondern auch ein Kampf um die Hardware.

Die Infrastruktur ist das Schlachtfeld, auf dem die nächste Phase des KI-Wettlaufs ausgetragen wird, und hier vollzieht sich aktuell ein Paradigmenwechsel, der Nvidias jahrzehntelange Dominanz infrage stellt.

Mit der Einführung von Gemini 3 hat Google einen Meilenstein gesetzt: Das Modell läuft nun vollständig auf den hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs). Aus Nutzersicht wird Gemini 3 bereits als ebenbürtig oder sogar überlegen gegenüber dem aktuellen Marktführer ChatGPT wahrgenommen und bietet zudem eine höhere Geschwindigkeit.

Mit der vollständigen Verlagerung auf die eigene TPU-Infrastruktur durch Google wurde das Monopol von Nvidia gebrochen.

Darüber hinaus unterscheiden sich Google und Nvidia auch in ihrer Herangehensweise beim Thema KI.
Google nimmt bewusst einen leichten Effizienzverlust in Kauf, um die Systemstabilität und Zuverlässigkeit der Architektur zu maximieren. Dies ist besonders vorteilhaft für die Verarbeitung langer Kontexte und für agentische Modelle, die auf eine fehlerfreie, langwierige Operation angewiesen sind.

Alphabet Aktie: Chart vom 03.12.2025, Kurs: 315,81 USD - Kürzel: GOOGL | Online Broker LYNX
Alphabet Aktie: Chart vom 03.12.2025, Kurs: 315,81 USD – Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS

Besonders spannend daran ist aus meiner Sicht, dass Google inzwischen als der KI-Gewinner schlechthin betrachtet wird. Ich hatte in früheren Analysen bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass Google aus meiner Sicht ein KI-Gewinner ist – doch der Markt schien das damals noch vollkommen anders zu sehen.

Die Hybrid-Strategie von AWS

Amazon ist inzwischen der dritte eigenständige Akteur im Kampf um die Hardware. Denn das Unternehmen hat ebenfalls eine komplett eigenständige Infrastruktur entwickelt – jedoch mit einem Kniff.

Amazons Strategie im Hardware-Bereich ist besonders bemerkenswert, da sie auf Interoperabilität setzt. Derzeit arbeitet Amazon Web Services (AWS) bereits an den Trainium4-Chips, die in Zukunft wohl einen integralen Bestandteil der AWS-KI-Infrastruktur bilden werden und Nvidias NVLink Fusion Racks nutzen.

Die Integration von NVLink Fusion in die Trainium-Architektur ist ein pragmatisches Zugeständnis an das etablierte CUDA-Ökosystem von Nvidia und ermöglicht hybride Systemarchitekturen, in denen die Amazon-Hardware nahtlos mit Nvidia-GPUs kommunizieren kann.

AI Factories

AWS hat außerdem das neue Konzept der „AI Factories“ vorgestellt. Bei diesem Ansatz wird AWS KI-Infrastruktur, die sowohl Nvidia- als auch Trainium-Komponenten umfasst, direkt vor Ort in den Rechenzentren der Kunden bereitgestellt.

Diese AI Factories werden den Kunden sicheren Zugriff mit niedriger Latenz auf die notwendigen Rechenressourcen, Datenspeicherung und KI-Dienste ermöglichen. Laut AWS könnten diese AI Factories besonders für Organisationen in stark regulierten Branchen und im öffentlichen Sektor von großem Nutzen sein, da sie eine hohe Kontrolle und Sicherheit gewährleisten.

Dieses Konzept könnte auch eins der größten Probleme von AWS lösen: ausreichend Kapazität bereitzustellen.

Die Rolle von Nvidia im wandelnden Markt

Nvidia behält zwar weiterhin eine dominante Stellung und ist aktuell aggressiv darauf ausgerichtet, die Performance pro Watt ihrer GPUs zu optimieren, nimmt hierfür jedoch eine höhere technische Komplexität in Kauf.

Im Gegensatz zu Google setzt Nvidia auf eine vergleichsweise geringere HBM-Nutzung pro Chip, um eine hohe Rohleistung zu erzielen, was die Entwicklung kleinerer, schnellerer Netzwerke für die Modellparallelisierung begünstigt.

Der Ansatz von Google ist hingegen durch eine massive Nutzung von High-Bandwidth Memory (HBM) geprägt, um den Speicherbedarf für große Modelle zu decken.

Perspektivisch dürfte ein immer größerer Anteil des aktuellen GPU-Marktes durch spezialisierte xPU-Lösungen von Google und Amazon ersetzt werden.

Schätzungen zufolge dürfte der Marktanteil von Nvidia und AMD von derzeit 90 % bis 2028 auf etwa 80 % sinken. Angesichts des rapiden Gesamtwachstums des KI-Marktes stellt dieser relative Rückgang jedoch kein Problem für Nvidias Geschäft dar.

Langfristig jedoch erschließen sich Google und Amazon mit der Entwicklung eigener Chips gigantische Märkte und reduzieren ihre Abhängigkeit von externen Lieferanten.

Ein weiterer wichtiger Trend, der durch die Notwendigkeit massiver KI-Modelle entsteht, ist der steigende Bedarf an Arbeitsspeicher, was wiederum ein großes Wachstumspotenzial für Speicherhersteller wie Micron und SK Hynix bedeutet.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der IT-Konzern bleibt auf der Überholspur und konnte auch dieses Mal die hohen Erwartungen der Analysten übertreffen. Am Mittwoch nach Börsenschluss präsentierte Alphabet seine Quartalsergebnisse – und diese fielen stark aus. Mit einem Gewinnanstieg von über +35 % gegenüber dem Vorjahr sowie einem Umsatzwachstum von +15,9 % lieferte das Unternehmen überzeugende Zahlen ab und übertraf die Konsensschätzungen klar.

Anleger reagierten positiv, und die Alphabet-Aktie setzte ihren Aufwärtstrend mit neuen Allzeithochs fort. Dennoch zeigt sich eine leichte Ermüdung: Der Schlusskurs lag deutlich unter dem Tageshoch, was darauf hindeutet, dass erste Investoren Gewinne realisiert haben. Zudem hat sich die Aktie inzwischen spürbar von der 50-Tage-Linie entfernt – ein mögliches Signal für eine überkaufte Marktsituation.

Expertenmeinung: Alphabet überzeugt nicht nur charttechnisch, sondern auch fundamental. Das anhaltend starke Wachstum im Werbegeschäft, die zunehmende Profitabilität der Cloud-Sparte und der Fokus auf KI-gestützte Anwendungen stützen die positive Perspektive. Der jüngste Kursanstieg spiegelt das Vertrauen der Anleger in die langfristige Innovationskraft des Unternehmens wider. Dennoch sollten Investoren nach der jüngsten Rallye achtsam bleiben. Ein Rücksetzer in Richtung des 20-Tage-Durchschnitts wäre aktuell nicht überraschend.

Aussicht: BULLISCH

Quelle: Earningswhispers.com
https://www.earningswhispers.com/epsdetails/GOOGL

Alphabet Aktie: Chart vom 30.10.2025, Kurs: 281.48 USD, Kürzel: GOOGL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.