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Aktuelle Analyse:
Gold: Beherrschen die Bullen die Torero-Taktik?

Die Torero-Taktik bedeutet, dass man sich der Gegenseite nicht stellt, sondern ausweicht, bis die Trader des gegnerischen Lagers ihr Pulver verschossen haben und/oder sie sich auf der sicheren Seite wähnen und so durch die plötzliche Gegenwehr überrumpelt werden.

Dieses Verhalten findet man tendenziell im Bären-Lager, wo sich die Short-Seller im Zuge einer Rallye unsichtbar machen, keinerlei Widerstand leisten und erst an markanten Widerständen und bei überkaufter Markttechnik zum Gegenangriff übergehen, dann aber umso entschlossener. Beim Goldpreis könnte es jedoch gut sein, dass es dort die Bullen sind, die sich zuletzt so geschickt verhalten haben. Noch allerdings fehlt dafür der letzte Beweis.

Sehen wir uns das Chartbild an: Der Wochenchart zeigt, dass der Goldpreis unmittelbar unterhalb der bereits seit fünf Jahren bestehenden, massiven Widerstandszone zwischen 1.357 und 1.388 US-Dollar scharf abgewiesen wurde.

Chart auf Wochenbasis vom 19.03.2019, Kurs 1.307,04 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Aktienempfehlungen

Einem „Shooting Star“ folgte eine lange rote Kerze. Nur folgte dieser roten Kerze erst einmal kein weiterer Abgabedruck. Doch das bullische Lager schlug weder sofort noch mit aller Macht zurück, man scheint es vorsichtig anzugehen. Was aber womöglich der richtige Weg ist, um einen erfolgversprechenden Konter zu fahren und die Zone 1.357/1.388 US-Dollar ein weiteres Mal – und dann womöglich erfolgreich – anzugehen. Dahingehend ist der Chart auf Tagesbasis interessant:

Hier sehen wir, dass Gold derzeit in der Widerstandszone 1.300/1.309 US-Dollar notiert. Am Donnerstag vergangener Woche wurde ein erster Versuch, diese Zone zurückzuerobern, genau auf Höhe der diesen Widerstandsbereich aktuell verstärkenden 20-Tage-Linie abgewiesen.

Grundsätzlich ist das ein zuverlässiges Signal, dass die Bären die Lage im Griff haben. Aber auch da kam über dieses reine Abwehren der bullischen Ambitionen kein weiterer Druck nach. Das dürfte die Bullen hellhörig gemacht haben. Wenn die Gegenseite nicht mehr zustande bringt als reine Defensivaktionen, um ihr Terrain zu verteidigen, wirkt sie angreifbar.

Und genau das wird jetzt versucht: Der Goldpreis notiert erneut in dieser Widerstandszone. Und sollte es gelingen, diesen Bereich mit Schlusskursen über 1.315 US-Dollar glaubwürdig zu überwinden, könnten die Bullen schnell mutiger werden, dann auch wieder in Richtung 1.357/1.388 US-Dollar starten. Ideal wäre da natürlich ein Aktienmarkt, der aufgrund negativer Nachrichten in die Knie geht und neue Käufer in den angeblich „sicheren Hafen“ des Goldes ausweichen ließe.

Ein ausreichend wankender Aktienmarkt, wobei es da vor allem auf den Taktgeber Wall Street ankäme, war am Dienstag zwar noch nicht gegeben, wenngleich die US-Indizes zeitweise gute Gewinne nicht halten konnten. Aber wer weiß, womöglich hilft die Reaktion auf die heute Abend anstehende Entscheidung der US-Notenbank den Gold-Bullen? Wichtig ist: Dem Ausbruch nach oben vorzugreifen wäre in jedem Fall sehr riskant, man sollte abwarten, bis der Chart tatsächlich mit Closings von 1.315 US-Dollar oder höher grünes Licht gibt.

Chart auf Tagesbasis vom 19.03.2019, Kurs 1.307,04 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Aktienempfehlungen

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