Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Gold: Könnte hier der „sichere Hafen“ sein?

Die beginnende Invertierung der Zinskurve … die Angst, die US-Notenbank könnte schon zu weit gegangen sein mit den Leitzinserhöhungen, weil man fürchten muss, dass die US-Konjunktur auf tönernen Füßen steht … dazu die unerfreuliche Erkenntnis, dass der US-Präsident den Erfolg des Meetings mit Xi Jinping in Sachen Handelskrieg übertrieben positiv dargestellt hat … und nicht zuletzt die Befürchtung, dass die Chancen auf einen geordneten BrExit immer kleiner werden:

All das sorgte rund um den Globus für Druck auf die Aktienmärkte. Schlägt jetzt die Stunde des Goldes, greift jetzt wieder das alte Attribut des „sicheren Hafens“? Das ist möglich, aber man sollte das nicht einfach voraussetzen. Denn dem Goldpreis erwächst durch diese Entwicklung eine klassische Konkurrenz, die bislang nicht da war: der Anleihemarkt, vor allem der in den USA.

Denn solange die US-Leitzinsen stiegen und man davon ausging, dass diese Entwicklung sich fortsetzen wird, war der Einstieg in Anleihen wenig attraktiv. Die Zinsen waren schon recht interessant, man rechnete aber mit noch höheren, noch lukrativeren Zinsen. Und solange das Zinsniveau steigt, kann man am Anleihemarkt auch nicht mit Kursgewinnen rechnen. Aber jetzt greift die Vermutung um sich, dass die US-Anleihen ihr Rendite-Hoch gesehen haben, ab sofort Käufe von US-Bonds gute Rendite und Kursgewinne obendrein bringen. Gegen diese Konkurrenz muss Gold antreten.

Expertenmeinung: Es würde sich daher anbieten, konsequent entsprechend der charttechnischen Signale zu agieren und nicht „aus dem Bauch heraus“ angesichts einer sich zuspitzenden Lage der Weltwirtschaft und der Aktienmärkte bei Gold Long zu gehen. Wir sehen im Chart: Gold ist in der Tat dabei, wichtige Hürden anzugehen, deren Überwinden aus charttechnischer Sicht den Weg für einen kräftigen Aufwärtsimpuls ebnen würde. Aber noch ist Gold „dran“, nicht „drüber“.

Derzeit ist der Goldpreis an die markante Widerstandslinie bei 1.237 US-Dollar heran gelaufen. Die wäre aber erst dann als signifikant überboten anzusehen, wenn das Oktober-Verlaufshoch bei 1.243,52 US-Dollar auf Schlusskursbasis überwunden ist. Und dann wäre da noch die obere Begrenzungslinie des im Sommer entstandenen Aufwärtstrendkanals bei aktuell 1.258 US-Dollar. Und in diesem Bereich ist sie nicht der alleinige Widerstand, dort verläuft zudem noch die wichtige 200-Tage-Linie. Das ist die eigentlich entscheidende Zone.

Wenn Gold dort durchkommt, wäre charttechnischer Spielraum bis an die schon oft von beiden Seiten angegangene Zone 1.300/1.310 US-Dollar. Dann wäre ein Signal entstanden, das Tradern und nach Alternativen suchenden, mittel- und langfristigen Investoren zugleich den Eindruck vermitteln würde, hier in der Tat einen „sicheren Hafen“ gefunden zu haben … auch, wenn man natürlich objektiv unterstreichen muss, dass es an der Börse keine Bereiche gibt, in denen man absolut risikolos investieren könnte. Bis zu einem Break über diesen aktuell bei 1.258 US-Dollar und langsam höher wandernden Widerstandsbereich aber wäre Gold, auch bei Closings über 1.237 US-Dollar, aber ausschließlich eine Long-Chance auf Trading-Ebene.

Chart vom 04.12.2018, Kurs 1.238,33 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | LYNX Online Broker

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