Börsenblick

Zurück November Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
Gold: too close to call

Man ging in die Wahlnacht nicht nur mit der offenen Frage, ob deren Ergebnis eine Veränderung der US-Außen- und Handelspolitik nach sich ziehen könnte und in welche Richtung das dann ginge. Die Marktteilnehmer konnten ebenso wenig sicher sein, wie der Goldpreis reagieren würde.

Denn angenommen, Donald Trump würde gestärkt aus dieser Wahl hervorgehen und die geopolitischen Spannungen danach noch mehr zunehmen – Gold müsste deswegen nicht zwingend profitieren. Immerhin hatten sich die weltwirtschaftlichen Perspektiven durch den zunehmend aggressiveren Verlauf von Trumps Handelspolitik auch zwischen April und August eingetrübt – aber Gold fiel in dieser Zeit in der Spitze bis zu 200 US-Dollar.

Und auch die Charttechnik bot keinen Fingerzeig, denn mit dem Mitte August auf Tagesbasis entstandenen, bullischen „Morning Star“ etablierte sich zwar eine Aufwärtsbewegung. Aber die bildete erst einmal nur eine den vorherigen Baisseimpuls konsolidierende Flaggenformation, die allemal nach unten verlassen werden könnte. Zumindest so lange, bis neben der unübersehbar von den Bären verteidigten Widerstandslinie bei 1.236 US-Dollar auch die obere Begrenzung dieser Flagge bei 1.247 US-Dollar überboten würde.

Expertenmeinung: Und Gold macht heute Früh keine Anstalten, diese beiden Widerstandsmarken anzugehen. Mit knapp 1.229 US-Dollar notiert der Kurs keine drei US-Dollar über dem Dienstags-Closing … und wies in dieser ja alles andere als langweiligen Wahlnacht nur eine Trading-Spanne von knapp zehn US-Dollar aus, zwischen 1.223 und 1.232,50 US-Dollar. Dass die ausgebliebene Reaktion darauf basiert, dass das endgültige Wahlergebnis am Morgen unserer Zeit noch offen war, ist wenig wahrscheinlich.

Die Republikaner behalten die Senatsmehrheit, die Demokraten erobern die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Ob da ein paar Sitze mehr oder weniger dabei herauskommen, ist zweitrangig. Der eigentliche Grund dürfte sein, dass die Gold-Trader auf die Futures der US-Aktienindizes blickten und feststellen mussten: Dort, am Aktienmarkt, war es „too close to call“, dort war weiterhin offen, wie die Reaktion der Märkte ausfallen wird.

Alle großen US-indizes wiesen ein Plus aus. Eigentlich unerwartet, denn so wie bisher wird der extrem börsenfreundliche Kurs der Regierung jetzt nicht mehr weitergehen. Aber man mag versuchen, diesen kritischen Moment am Aktienmarkt „wegzukaufen“, in der Hoffnung, dass der Abwärtsschwenk dann auch weiterhin ausbleibt. Was kurzfristig gelingen oder grandios schiefgehen kann, wenn alle Akteure heute Nachmittag im regulären US-Handel antreten. Aber solange Dow Jones & Co, keine klare Richtung zeigen, dürfte auch Gold noch keine klare Trendrichtung einschlagen.

Für die Bullen sind die drei Widerstände bei 1.236, 1.247 und 1.269 US-Dollar (letzteres ist die 200-Tage-Linie) entscheidend. Die Bären hingegen hätten ein entscheidendes Signal gesetzt, sollte der Goldpreis die August-Aufwärtstrendlinie bei derzeit 1.196 US-Dollar durchbrechen und diese Flaggen-Formation damit nach unten verlassen.

Chart vom 06.11.2018, Kurs 1.226,18 US-Dollar, Kürzel XAUUSD

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN