Börsenblick

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Indexanalyse:
Dax, Gold, Silber: Das totale Marktversagen?

Aktuelle Analyse des DAX Index

Extrem²

Die weltweiten Aktienmärkte fallen ins Bodenlose. Die Volatilität ist enorm. An einem Tag geht es 5 oder 10% aufwärts, dann wird umgehend wieder abverkauft.
Blickt man auf die Wochenkerzen von S&P500 & Co. ist unter dem Strich keinerlei Erholung zu erkennen.
Der Dax eröffnete heute mit einem Gap-Down, das wird langsam zur Gewohnheit, vor allem montags. Das Jahrestief ist fast schon wieder erreicht.

Egal wohin man schaut, nur noch Extremwerte.  Der Fear-and-Greed-Index, eigentlich ein zuverlässiger Indikator, ist seit Tagen am Anschlag.
Der Volatilitäts-Index VIX hat sogar das Hoch aus der Finanzkrise überschritten.
Aktien, die über dem EMA oder SMA 200 notieren gibt es kaum noch. Nie waren es weniger.
Die Investitionsquote von US-Fondsmanagern ist auf ein neues Rekordtief gefallen und unter Privatanlegern findet man quasi keine Bullen mehr.

Spricht das nicht für ein Tief?

Normalerweise würde das alles für einen Boden am Aktienmarkt sprechen. Tatsächlich wurden die Tiefs der letzten Jahrzehnte (!) schon erreicht, lange bevor die Stimmung derart schlecht war.
Das Problem ist nur, dass all diese Indikatoren eben auch schon vor 5 oder 8 Handelstagen komplett am Anschlag waren. Geholfen hat es nicht.
Indikatoren, die Jahrzehnte zuverlässig funktioniert haben, versagen einfach.

Es fehlt noch etwas

Sie versagen aber nur vermeintlich, denn die Stimmung ist eine Sache. Was aber wirklich zählt, ist was gehandelt wird.
Die breite Masse muss entmutigt aufgeben und kapitulieren, erst dann kann es zu einem nachhaltigen Tief kommen.
Das war vor 5 oder 8 Handelstagen aber noch nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Vola und Angst waren zwar auf Extremwerten, doch entgegen anderer Crashs wurde einfach weiter gekauft.

Für Sie als Anleger gibt es eine einfache Möglichkeit, um zu erkennen, wie sich die breite Masse verhält: Die In- und Outflows der marktbreiten ETFs, wie zum Beispiel dem SPDR S&P 500 ETF (Ticker: SPY).
Die ersten großen Verkäufe gab es hier am vergangenen Mittwoch. Ein schlechter Tag reicht aber nicht aus. Vor allem, da am Folgetag bereits wieder gekauft wurde und die großen ETFs im Technologiesektor noch immer Mittelzuflüsse verzeichnen.

Es ist also wahrscheinlich, dass wir das Tief noch nicht gesehen haben. Was fehlt, ist die Kapitulation.

Die große Chance?

An anderer Stelle könnten wie diese Kapitulation bereits gesehen haben. Bei Edelmetallen ergibt sich gerade eine sehr interessante Gesamtkonstellation.
Eigentlich sollten Gold und Silber in der Krise profitieren und das ist auch so. Vor den Verkaufsstellen der großen Händler bildeten sich zuletzt lange Schlangen. Teilweise war kein Gold mehr zu bekommen.
Im Internet werden Münzen und Barren weit über dem Spot-Preis gehandelt.

Dennoch ist der Gold- und Silber-Kurs an der Börse gesunken. Wie passt das zusammen? Die Goldbugs werden wie gewöhnlich behaupten, dass der Markt manipuliert wird. Meinetwegen können sie das glauben, vielleicht ist es auch so. Ich hätte aber eine viel einfachere Erklärung.

Anleger flüchten in Cash und verkaufen alles, was noch Buchgewinne verzeichnet. Wie sinnvoll das ist, ist eine andere Sache. Es ist aber Fakt.
Derzeit trifft das vor allem auf zwei Assetklassen zu: Anleihen und Edelmetalle. Die ETFs in diesen Sektoren verzeichneten zuletzt massive Mittelabflüsse.
Anleihenmarkt ist gigantisch und wird durch die Zentralbanken gestützt. Daher waren die Auswirkungen auch kaum zu spüren.

Marktversagen

Im Vergleich dazu sind Gold und Silber an der Börse winzige Märkte und sie werden auch nicht gestützt. Gleichzeitig wurden die Margin-Anforderungen erhöht.
Deshalb kamen Edelmetalle auch unter Druck, entgegen der eigentlichen Logik. Das alles hat nun zu einer äußerst interessanten Gesamtkonstellation geführt. Die physische Nachfrage ist enorm, gleichzeitig hat an der Börse ein regelrechter Ausverkauf stattgefunden.

Das dürfte langsam ein Ende finden, der Kurs sollte sich stabilisieren und dem physischen Preis angleichen.
Eine physische Unze Gold wird derzeit ab 1.500 Euro gehandelt. Das entspricht 1.606 USD und somit deutlich mehr als der Spot-Preis von 1.493 USD.

Noch extremer ist die Lage bei Silber. Die Lieferzeiten bei den großen Händlern liegen bei 6 Wochen und mehr. Die günstigsten Münzen beginnen bei 17,70 Euro je Unze, Barren sogar bei über 20 Euro.
Verkehrte Welt, wohin man schaut. Das ist ein Aufschlag von 50-100% über dem Spotpreis.

Man kann es nicht anders bezeichnen: Wir erleben aktuell ein Marktversagen. Nicht nur bei Edelmetallen.
Bullische Anleger könnten von dieser verrückten Situation profitieren, indem sie ETFs auf Gold und Silber erwerben. Physisch kann man sich ja ohnehin nicht mehr engagieren.

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Chart vom 23.03.2020 Kurs: 1.492 Kürzel: XAUUSD - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 23.03.2020 Kurs: 12,53 Kürzel: XAGUSD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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