Börsenblick

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Analyse:
Gold: Das könnte kurzfristig ein wenig zäh werden …

Es ist schon beeindruckend, wie eisern die Trader im Gold auf der Long-Seite agieren, obwohl sie seit Wochen mit einem stur steigenden Aktienmarkt konfrontiert werden, der suggeriert, dass die Wende zum Besseren längst vollzogen ist und somit ein Investment in einen „sicheren Hafen“ wie Gold blockiertes Kapital wäre. Das zeigt, dass man außerhalb des Aktienmarkts wieder einmal den deutlich rationaleren Blick auf die Lage hat. Denn nicht nur Gold, auch Anleihen bleiben auf ihren hohen Levels und unterstreichen so, dass diejenigen, die sich die Entwicklung der Corona-Pandemie und der Konjunkturdaten genauer ansehen, keinen Schritt weit von ihrer Erwartung abweichen. Konkret von der Erwartung, dass die Aktien-Hausse auf Sand gebaut ist und nicht wenige, die dort schon wieder bis zur Halskrause Long sind, über kurz oder lang in Gold flüchten werden.

Ob die Gold-Bullen am Ende Recht behalten, wird sich weisen. Ob Gold aber auch dann, wenn der Aktienmarkt wieder in die Knie gehen sollte, einfach weiter zulegt, hängt aber für den Moment auch von einem anderen Aspekt ab, nämlich, ob die jetzt laufenden Gewinnmitnahmen aufgefangen und charttechnische Verkaufssignale verhindert werden können. Denn für solche Gewinnmitnahmen gibt es ein Argument, das mit Corona nichts zu tun hat, sondern mit der Vergangenheit:

Expertenmeinung: Der Kurs ist zwar vergangene Woche aus seiner wochenlangen Handelsspanne nach oben ausgebrochen, stößt jetzt jedoch auf eine alte, nichtsdestotrotz aber markante Widerstandszone. Unser ganz langfristiger Chart auf Monatsbasis zeigt, dass es nach dem Rekordhoch des Jahres 2011 eine volatile Seitwärtsbewegung gab, deren obere Wendemarken im Bereich 1.791 bis 1.803 US-Dollar liegen. Diese Zone ist zwar schon viele Jahre alt, kann aber dennoch das Geschehen aktiv beeinflussen, weil damals viele bei den Aufwärtsschüben darauf gesetzt hatten, dass Gold das vorherige Rekordhoch und womöglich auch noch die 2.000 US-Dollar-Marke überwinden wird. Doch die Abgaben derer, die jetzt ihren Einstandskurs endlich wiedersehen und erleichtert aussteigen, dürften sich nicht ewig hinziehen. Die Bullen werden versuchen, das auszusitzen. Was hieße:

Solange Gold nicht kurzfristig deutlicher nachgibt, wobei man da als kritische Marke das Juni-Verlaufstief bei 1.670 US-Dollar sehen könnte, stehen die Chancen gut, dass diese Abgaben an der Widerstandszone 1.791/1.803 US-Dollar bald abgearbeitet sind und das Edelmetall dann das mögliche Kursziel 1.800 US-Dollar in eine Etappe auf dem Weg zum bisherigen Rekordhoch von 1.921 US-Dollar verwandelt. Welches den Anstieg, sollte sich die o.a. Erwartung erfüllen, dass es eine zweite Fluchtwelle vom Aktienmarkt in die „sicheren Häfen“ geben wird, keineswegs dauerhaft aufhalten müsste.

Gold Chart vom 29.06.2020, Kurs 1.768,80 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | Online Broker LYNX

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