Börsenblick

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Analyse:
Gold: Die Bullen leben noch … aber sind sie auch stark genug?

Wenn man sich nur den Tageschart des Goldpreises ansieht, könnte man zu dem Schluss gelangen, dass das Edelmetall anzog, als der europäische Aktienmarkt nach anfänglich sehr kräftigen Kursgewinnen als Reaktion auf die EZB-Entscheidung wieder nachgab und die Gold-Bullen dachten, es käme zu einem Selloff bei DAX & Co.. Und dann hätten sich die Gewinne wieder in Luft aufgelöst, als die US-Börsen den Donnerstag mit starken Gewinnen und, was S&P 500 und Nasdaq 100 anging, nahe der bisherigen Rekordhochs beendete. Das wäre in der Tat ein schlüssiges Szenario gewesen. Nur war es nicht so.

Gold zog nämlich mit der Bekanntgabe der EZB-Maßnahmen um 13:45 Uhr an und hielt bis kurz vor 15 Uhr beeindruckende Gewinne, während die europäischen Aktien parallel dazu zulegten. Dann fiel Gold zusammen mit DAX, Euro Stoxx etc. zurück, als den Bullen dort kurzfristig die Luft ausging. Gold lief also nicht gegen, sondern mit dem Aktienmarkt. Erst, als gegen 16 Uhr das Gerücht aufkam, Donald Trump werde mit China eine Art „Interims-Deal“ mit einer gegenseitigen Reduzierung der Zölle vereinbaren, um die Chancen für eine Einigung im Zuge der Verhandlungen im Oktober zu erhöhen, gaben die Gold-Bullen auf und stiegen wieder aus. Bemerkenswert, denn:

Expertenmeinung: Was wir am Donnerstag gesehen haben, war eine entschlossene Attacke entgegen der ersten Reaktionen am Aktienmarkt. Das zeigt, dass das bullische Lager noch präsent und willens ist, die Chancen auf der Oberseite aufrechtzuerhalten. Aber damit ist man eben vorerst gescheitert. Heißt das, dass der Weg nach unten jetzt doch frei ist?

Der Chart zeigt, dass die Bären jetzt zumindest ihre Chance hätten. Denn so ist Gold am nächstgelegenen Widerstand in Form der bei derzeit 1.517 US-Dollar verlaufenden 20-Tage-Linie abgewiesen worden und wieder auf die Kreuzunterstützung aus der oberen Begrenzung der aus dem Juli stammenden Flaggenformation und der April-Aufwärtstrendlinie zurück gefallen.

Ein schwacher Tag würde jetzt reichen, um den Kurs durch diese bei 1.480/1.483 US-Dollar liegende Zone zu drücken und damit aus charttechnischer Sicht den Weg bis knapp 1.420 US-Dollar freizugeben. Wobei die Short-Trader dann natürlich unmittelbar die weit wichtigere Zone aus Februar-Hoch und 200-Tage-Linie im Auge haben würden. Sind die Bullen also geschlagen?

Noch nicht, aber es wird eng. Das wird davon abhängen, ob die wichtigsten Aktienindizes weiter zulegen oder nicht. Mit den Hoffnungen auf die US-Notenbanksitzung am Mittwoch und der potenziellen Sogwirkung des großen Abrechnungstermins an der Terminbörse am kommenden Freitag im Rücken ist die Chance da, dass die Aktien noch einmal eine Schippe drauflegen.

Das könnte genug sein, um die Käuferseite bei Gold so zu dezimieren, dass die Bären den Kurs unter 1.480 US-Dollar drücken können. Anders wäre das Bild, wenn das bullische Lager umgehend einen erneuten Anlauf unternehmen und es dann schaffen würde, einen Schlusskurs oberhalb der 20-Tage-Linie bei 1.517 US-Dollar durchzusetzen. Aber solange das nicht gelungen ist, hätten die Bären jetzt erst einmal ihren Matchball!

Chart vom 12.09.2019, Kurs 1.498,12 US-Dollar, Kürzel XAUUSD | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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