Ein angehobenes Kursziel führte dazu, dass Nordex mit einem kräftigen Plus von 9,96 Prozent in die Woche startete. Dadurch wurde der Grundstein für ein Ende der wochenlangen Korrektur gelegt. Aber jetzt müssten die Käufer dranbleiben, um daraus ein bullisches Signal zu machen.
Die Bank of America hob ihr Kursziel für die Aktie des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex zu Wochenbeginn von 50 auf 54 Euro an, zugleich wurde die Empfehlung von „Neutral“ auf „Kaufen“ angepasst. Was natürlich ein positiver Aspekt ist. Aber dass die Aktie daraufhin gleich um knapp zehn Prozent nach oben sauste, das war nichts, womit man einfach so hätte rechnen können.
Man gewinnt den Eindruck, dass nicht wenige Marktteilnehmer nur auf eine Art Startschuss gewartet haben, um zuzugreifen. Und rein von der Faktenlage her wäre das auch nachvollziehbar. Denn diese Aktie ist zwar von Februar 2025 bis April 2026 extrem stark gelaufen. Aber was die Bewertung angeht, ist sie trotzdem noch nicht „teuer“.
Auf Basis der durchschnittlichen Analystenschätzung für den Gewinn pro Aktie, die für 2026 um zwei Euro liegt, käme Nordex derzeit auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von etwa 20. Was dann eine normale Bewertung wäre, wenn man unterstellen würde, dass der Gewinn pro Aktie in den kommenden zwei Jahren im Schnitt jeweils um zehn Prozent steigen wird. Doch die Experten erwarten für 2027 ein Gewinnplus von 20, für 2028 von 12 Prozent. Erst danach vermutet man, dass die Dynamik verflachen wird.
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Expertenmeinung: So gesehen wäre auch ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 25 oder etwas mehr keine Überbewertung. Und das sehen viele Analysten auch so, denn von 15 Experten stufen die Aktie derzeit neun mit „Kaufen“ ein, das durchschnittliche Kursziel findet sich bei knapp 49 Euro. Nahe am bisherigen Jahreshoch also … und dann, auf diesem Level, hätte die Nordex-Aktie dann auch ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 25. Nur braucht es nach einer wochenlangen Korrektur, in der sich so gar nichts nach oben bewegte, ein Argument, um aktiv zu werden. Und es scheint, die Heraufstufung durch die Bank of America hat es geliefert.
Doch auch wenn damit ein günstiges Fundament für einen neuen Aufwärtsimpuls geschaffen wurde: Die Aktie ist damit an, aber noch nicht über die Widerstandszone gelaufen, deren Überwinden die Aufwärtswende aus charttechnischer Sicht vollenden würde.

Wir sehen im Chart, dass der Nordex-Kurs im Verlauf der vergangenen Woche endlich die im Februar entstandene Aufwärts-Kurslücke geschlossen hat. Nicht nur das Schließen dieses „Gaps“ an sich bot den Käufern eine Chance, sondern auch der Umstand, dass der damalige Kurssprung darauf basierte, dass Nordex eine deutlich bessere Perspektive für 2026 vorlegte, als man zuvor erwartet hatte. In dem Moment, als diese Lücke geschlossen war, notierte die Aktie also auf einem Kursniveau, das sie hatte, bevor man von diesem stärker als erwartet ausfallenden Wachstum wusste. Ein Wachstum, das zumindest bis zum Halbjahresende auch so „geliefert“ wurde.
Von diesem Schließen der Kurslücke aus gelang durch das kräftige Plus des Montags der Anstieg über die Widerstandszone 37,54/38,50 Euro und, noch wichtiger, über die 20-Tage- und die 200-Tage-Linie. Doch jetzt müsste auch noch die Widerstandszone 41,36/42,16 Euro überwunden werden, an die der Kurs am Montag herangelaufen ist. Wenn das gelingen sollte, hätte die Aktie aus charttechnischer Sicht erst einmal freie Bahn … die Bullen haben es in der Hand!
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/NDX1.DE/analyst-insights/
Meldung über die Kursziel-Anhebung der Bank of America: https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/AKTIE-IM-FOKUS-BofA-Empfehlung-bringt-kraeftige-Nordex-Erholung-in-Gang-60ae1884-bb5b-4752-a23b-690b88665aa3
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.09.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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