Dass eine Aktie keineswegs im Rampenlicht stehen muss, um mit ihr eine gute Performance erzielen zu können, belegt die Aktie der Deutschen Börse. Zum Ende des 3. Quartals belegte sie Platz 5 in der DAX-Performance-Rangliste. Jetzt könnte sich entscheiden, ob noch mehr drin ist.
Ob die Kurse an den Aktienmärkten steigen oder fallen, kann der Deutschen Börse als Betreiber von Handelsplattformen wie der Frankfurter Wertpapierbörse und als Emittent von Indizes grundsätzlich egal sein, Hauptsache, die Umsätze stimmen. Damit ist die Aktie in Börsenphasen, in denen der Fokus auf wachstumsstarken, konjunktursensiblen Titeln liegt, für viele weniger lukrativ. Umso interessanter wird diese aus konjunkturzyklischer Sicht fast wie ein „sicherer Hafen“ wirkende Aktie, wenn um sie herum Unsicherheit das Geschehen bestimmt … so, wie es derzeit der Fall ist.
Seit 2019 gelang es dem Unternehmen, den Gewinn pro Aktie jedes Jahr zu steigern. Auch für dieses und die kommenden Jahre erwarten das die meisten Analysten, was dazu führt, dass man im Expertenlager grundsätzlich positiv gestimmt ist. 9 von 15 Analysten stufen sie als kaufenswert ein, der Rest als Halteposition, niemand rät zum Ausstieg. Allerdings liegt das durchschnittliche Kursziel für die Deutsche Börse-Aktie derzeit bei knapp 296 Euro. Um hier optimistisch in Sachen Aufwärtspotenzial zu sein, müsste man sich daher am höchsten aller Kursziele orientieren. Das findet sich bei immerhin 345 Euro.
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Expertenmeinung: Und rein von der Bewertung her müsste ein solcher Kurs noch keine Überbewertung bedeuten, denn aktuell liegt das Kurs-/Gewinn-Verhältnis auf Basis der durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten bei knapp 23. Zwischen 20 und 25 lag es in den vergangenen zehn Jahren. Ein wenig Luft wäre da also noch … vorausgesetzt, die Aktie schafft es über die Hürde, an der sie am Mittwoch, zum Ende des dritten Quartals, erst einmal nicht vorbeikam.
Sie sehen im Chart, worum es da geht: Im Mai 2025 hatte die Deutsche Börse-Aktie ihr bisheriges Rekord-Verlaufshoch bei 294,30 Euro markiert. Dieses Hoch zusammen mit dem kurz danach entstandenen, mit 291,80 Euro etwas tiefer liegenden Zwischenhoch bildet die Widerstandszone, die zu überwinden sich das bullische Lager jetzt offenbar entschlossen hat.

Ende August war die Aktie bereits an diese Zone herangelaufen, drehte dort aber erst einmal ab. Dass es nur wenige Wochen später zu einem erneuten Anlauf kommt und der Kurs im Vorfeld noch oberhalb der markanten Unterstützungslinie in Form des im April bei 269,60 Euro ausgebildeten Zwischenhochs nach oben drehte, spricht derzeit zugunsten des bullischen Lagers.
Aber „billig“ ist die Aktie nicht mehr … und dass sie gestern, zum Quartalsultimo, erst einmal an dieser Widerstandszone 291,80 zu 294,30 Euro gestoppt hat, lässt es ratsam erscheinen, erst einmal abzuwarten, ob große Adressen womöglich entscheiden, die Deutsche Börse-Aktie im jetzt beginnenden 2026er-Schlussquartal überzugewichten … oder nicht. Zwar wäre die Chance für einen Ausbruch auf neue Hochs erst dann vorerst vom Tisch, wenn der im Februar etablierte, mittelfristige Aufwärtstrend bei derzeit 257 Euro unterboten würde. Aber es einfach mal darauf ankommen zu lassen und eine Long-Position zu etablieren, bevor diese entscheidende Widerstandszone klar überwunden wurde, wäre dennoch unnötig gewagt.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/DB1.DE/analyst-insights/
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.09.2026 um 21:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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