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XAGUSD Prognose Silber: Kursziel erreicht … was könnten die Short-Seller jetzt tun?

News: Aktuelle Silber Analyse des London Silber Spot

In diesem Artikel
London Silber Spot
ISIN: XC0009653103
|
Ticker: XAGUSD
|
Währung: USD
|
Börse: --
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Der Silberpreis hat jetzt nahezu alle Kursgewinne, die in der zweiten, dynamischeren Hausse-Welle aufgelaufen sind, wieder verloren und nähert sich einer markanten Unterstützung, die für viele ein Kursziel sein könnte. Was könnte das bärische Lager jetzt tun?

Erfahrungsgemäß neigen Anleger dazu, den Bären insofern Genügsamkeit zu unterstellen, als sie hoffen, dass das Erreichen eines abwärts gerichteten Kursziels dazu führt, dass diese Short-Seller ihre Positionen schließen, damit sie aus dem Weg sind und der Kurs nach oben drehen kann. Auffällig ist, dass man das bei den Bullen nicht erwartet. Da ist die allgemeine „Denke“, dass das Erreichen eines Kursziels nur die Etappe zum nächsthöheren ist. Der vermutliche Grund: Die große Mehrheit der Marktteilnehmer ist immer nur auf der Long-Seite unterwegs und neigt daher dazu, die Alternativen, die sich an bestimmten Punkten bieten, in Richtung der eigenen, stets nach oben gerichteten Hoffnungen auszulegen. Was im Fall von Silber hieße, dass man so denken könnte:

„Das markante Hoch vom Oktober 2025 bei 54,25 US-Dollar ist nahezu erreicht. Hier werden die Short-Seller ihren Gewinn einstreichen und idealerweise ins Bullen-Lager wechseln. Immerhin hat Silber ja schon als mehr genug korrigiert.“

Es würde mich nicht überraschen, wenn genau diese Erwartung bei vielen derzeit vorherrscht, vor allem bei denen, die mangels Stoppkursen massiv in die Verlustzone gerissen wurden. Aber wie heißt es doch in Bezug auf die Börse? Alles kann, nichts muss. Auch die Bären müssen hier nicht die Segel streichen, vor allem, wenn man sich das Chartbild ansieht.

Expertenmeinung: Das Bären-Lager hat den Trend im Rücken, die Käuferseite jedoch eine immense Phalanx an Widerständen vor der Brust. Da ist klar, wer momentan den leichteren Weg hat. Und die Frage ist: Was spräche argumentativ dafür, dass Silber den nächsten Hausseschub lostritt, einen, der all diese Charthürden bezwingt? Dass das Edelmetall einen Ausbruchsversuch nach oben zu Beginn des Iran-Kriegs aufgeben musste und damit als „sicherer Hafen“ nicht funktionierte, danach aber auch nicht als „normales Asset“ mit den anziehenden Aktienmärkten mitlief, stellt potenzielle Long-Trader vor die Frage:

Welche Argumente hätte ich denn, um erwarten zu können, dass hier viel vorangeht? Kann man da nicht allzu viel finden, geht das vermutlich anderen auch so. Was dazu führen kann, dass man mit einem Switch auf Long, nur, weil ein Kursziel erreicht ist, womöglich ziemlich allein auf weiter Flur stünde. Und erfahrene Trader denken sich solche Szenarien eben durch, was hieße: Es kann gut sein, dass die Hoffnung, dass der Abstieg des Silberpreises vorbei ist, auch genau das bleibt: eine Hoffnung.

Silberpreis: Chart vom 25.06.2026, Kurs 58,30 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 25.06.2026, Kurs 58,30 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Der Blick auf den Chart zeigt, dass Silber jetzt sehr nahe an diesem Support aus dem Herbst 2025 bei 54,25 US-Dollar dran ist. Darunter wäre die nächste denkbare Zielmarke das Oktober-Verlaufstief vom Vorjahr bei 45,55 US-Dollar. Und was bekommen die Bullen für einen Ausblick? Dass ihr Weg der eindeutig steinigere wäre. Eine Gegenreaktion nach oben kann natürlich jederzeit kommen, immerhin ist der Silberpreis mittlerweile seitens markttechnischer Indikatoren überverkauft, aber:

Um daraus eine Aufwärtswende zu machen, müsste man sich durch zahlreiche potenzielle Bremsmarken hindurchkämpfen. Erst, wenn Silber mit Schlusskursen über 76 US-Dollar auch die mittelfristige Abwärtstrendlinie überwunden hätte, wäre ein echtes, bullisches Signal gegeben. Was bedeutet: Es wäre keine Überraschung, wenn die Bären auch beim punktgenauen Erreichen dieser Supportlinie bei 54,25 US-Dollar Bären bleiben würden!

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.06.2026 um 21:39 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Alle Börsenblick Artikel

Vorherige Analysen der London Silber Spot Aktie

18.06.2026
08:21 Uhr

Silber: Mit dem Rücken zur Wand, aber noch nicht besiegt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.06.2026 um 22:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Viel ist von der Super-Hausse des Silbers nicht übriggeblieben. Und momentan sieht es nicht so aus, als hätte das bullische Lager Willen und Kapitalkraft, um das Ruder herumzureißen. Aber unverhofft kommt auch hier oft. Welche Marken sind hier auf beiden Seiten jetzt wichtig?

Nach dem Kurseinbruch als Folge der extrem heiß gelaufenen Hausse im Vorfeld gab es immer mal wieder Versuche, den Silberpreis mit Hauruck-Aktionen wieder in Fahrt zu bringen. Aber ob auf der Ober- oder auf der Unterseite, man kam nicht weit … und die Ausschläge wurden alleine dadurch kleiner. Ohne gute Chancen auf Erfolg nimmt die Zahl derer, die sich an einen solchen Ausbruchsversuch heranwagen, eben ab.

Zuletzt gab es einen Versuch, Silber nach unten in Fahrt zu bringen. Dieser Versuch gelang erst einmal auch nicht, Silber verteidigte das März-Tief bei 61,02 US-Dollar. Allerdings fällt auf, dass man sich derzeit schwertut, den Kurs wieder in die „stabile Seitenlage“ zurückzubefördern, als die man die gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage ansehen könnte, denn in diesen Bereich kehrte der Kurs regelmäßig zurück. Könnten sich die Short-Seller womöglich jetzt doch noch durchsetzen, haben die Bullen nicht mehr die Kraft, dagegenzuhalten?

Expertenmeinung: Wenn man sich die aktuelle Gesamtsituation ansieht, hätten die Bären jetzt zumindest eine größere Chance als in den Wochen und Monaten zuvor. Zum einen sieht es momentan so aus, als könnte es in Sachen Iran am Verhandlungstisch weitergehen und die Versorgung mit Rohöl wieder ins Gleichgewicht kommen. Zum anderen hielt die US-Notenbank am Mittwoch die Füße still und sah trotz erhöhter Inflationsraten von einer Zinsanhebung ab. Die Argumente für Silber als „sicheren Hafen“ sind also auf dem Rückzug.

Aber was ist mit Silber als Spekulationsobjekt? Immerhin ging es bei der Hausse im Herbst und Winter weniger um langfristige Absicherungen von Kapital in einem scheinbar „sicheren“ Asset als um reine Spekulation? Das ist zwar richtig, aber momentan ist dieses Spekulationskapital weitergewandert und tummelt sich im Bereich der Halbleiter-Aktien.

Damit stehen die Bullen hier in der Tat mit dem Rücken zur Wand. Aber die Lage um den Iran und damit auch der Rückgang des Ölpreises sind eine fragile Angelegenheit. Und dass die Spekulation sich nicht, wenn sie vom Halbleiter-Sektor aus weiterwandert, wieder den Edelmetallen zuwendet, ist nicht ausgeschlossen. Daher wäre es zwar riskant, sich vor einem klar bullischen Signal auf der Long-Seite zu bewegen, aber solange die Bullen nicht wirklich besiegt sind, wären Short-Trades nicht minder gewagt. Wo lägen die Marken, die vermutlich als taugliche Signale für einen neuen Impuls auf der Ober- und Unterseite dienen könnten?

Auf der Oberseite müsste der Kurs die über ihm liegenden, gleitenden Durchschnittslinien und die beiden Abwärtstrendlinien mit Startpunkt Januar und März überwinden. Dazu bräuchte er aktuell Schlusskurse über 81 US-Dollar. Das nächste charttechnische Kursziel läge dann bei 89,38 US-Dollar.

Silberpreis: Chart vom 17.06.2026, Kurs 67,35 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 17.06.2026, Kurs 67,35 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Auf der Unterseite wäre es ein markant bärisches Signal, wenn Silber dieses März-Tief bei 61,02 US-Dollar doch noch durchbrechen würde. Die nächste Supportlinie von Bedeutung würde dann bei 54,49 US-Dollar warten. Solange sich der Kurs innerhalb dieser Range zwischen 61 und 81 US-Dollar bewegt, ist offen, wie die Reise weitergeht. Das ist eine breite Spanne, aber bei den derzeit unberechenbaren Kursen ist dieser Bereich auch für kurzfristige Trader ein unsicheres Terrain!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

05.05.2026
08:27 Uhr

Silber: Sprungbereit … aber noch traut sich niemand, zu springen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.05.2026 um 22:13 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Edelmetallmarkt ist man unsicher, welcher Grundannahme man folgen soll: Funktionieren Gold und Silber als „sichere Häfen“ oder laufen sie mit den Aktienmärkten mit, wenn diese weiter steigen? Silber ist jetzt in der Ausgangsposition für starke Impulse – in beide Richtungen.

Silber bewegt sich, wie die anderen Edelmetalle auch, derzeit in einer Art „logikfreiem“ Raum. Es gibt keine zwingenden Gründe, warum der Silberpreis bei dieser oder jener Entwicklung steigen oder fallen müsste. Das sorgt momentan für Unsicherheit, die sich im Chartbild deutlich niederschlägt, denn kaum ein Trader will sich aus Sorge, dabei in eine Bullen- oder Bärenfalle zu geraten, zu weit aus dem Fenster lehnen.

Doch diese Problematik wird sich durch ewiges Wassertreten nicht lösen lassen. Vielmehr darf man annehmen, dass a) die Trader sich nicht mehr allzu lange gedulden wollen, immerhin hat Silber in den vergangenen Monaten eine hoch spannende Dynamik entwickelt, die man nur zu gerne erneut sehen möchte. Und dass b) ein Trendimpuls eben diese Dynamik auch entwickelt, wenn er nur erst einmal losgetreten wurde. Also?

Expertenmeinung: Also bietet es sich als sinnvolle Lösung an, ein klares charttechnisches Signal abzuwarten, um dann in Trendrichtung zu agieren. Wobei natürlich konsequente Stop-Loss und nicht zu riskante Hebel und Positionsgrößen zwingend wären. Nicht zuletzt, weil wir uns insgesamt in einem Marktumfeld bewegen, in dem von einer Minute auf die andere durch irgendeine Schlagzeile alles anders sein kann. Ein solches, klares Chartsignal abzuwarten, kann bisweilen Geduld erfordern. Aber bei Silber steht man bereits in einer Position, aus der heraus sofort ein markant bullisches, aber auch bärisches Signal erfolgen könnte, sodass es lohnen dürfte, das jetzt engmaschig zu beobachten.

Sie sehen im Chart, dass der Silberpreis in den vergangenen Wochen seitwärts an die vom Januar-Rekordhoch ausgehende Abwärtstrendlinie herangelaufen ist. Zugleich sorgt der Umstand für zusätzlichen „Pfeffer“, dass die gleitenden Durchschnitte der vergangenen 10, 20, 50 und 100 Handelstage ebenfalls in diesem Bereich verlaufen – und das auf engstem Raum.

Silberpreis: Chart vom 04.05.2026, Kurs 73,05 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 04.05.2026, Kurs 73,05 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Dadurch ist eine zwischen 74,50 und 77,00 liegende Entscheidungszone entstanden. Am Montag war Silber zwar leicht aus dieser Zone nach unten herausgerutscht, aber noch kann man nicht davon sprechen, dass der Kurs eindeutig an der Abwärtstrendlinie nach unten abgewiesen wurde, dazu liegt sie immer noch zu nahe.

Sollte Silber das Vorwochen-Verlaufstief von 70,86 US-Dollar auf Schlusskursbasis unterschreiten, sähe das anders aus, dann wäre ein Test der nächstliegenden Supportlinien bei 64,07 und 61,02 US-Dollar eine realistische Perspektive. Bis dahin könnten sich die Bullen jederzeit noch zurückmelden … aber nur, wenn es zu Schlusskursen klar über dieser Abwärtstrendlinie bei 77 US-Dollar käme, hätte eine solche Aktion auch Chancen, zu einem neuen, weitreichenden Aufwärtsimpuls zu werden. Die Zone, in der man noch „wassertreten“ kann, ist klein und wird kleiner, eine Entscheidung dürfte also bald anstehen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

02.04.2026
08:17 Uhr

Silber: Einmal anschieben, bitte — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 01.04.2026 um 22:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die erneut aufgeflammte Hoffnung, dass die US-Attacken auf den Iran bald enden und dadurch eine relative Ruhe einkehrt, die den Ölpreis deutlicher zurückbringt, befeuerte zuletzt zwar den Aktienmarkt. Aber bei Silber tut sich wenig, die Bullen haben hier noch nichts erreicht. Warum?

Das könnte unter anderem daran liegen, dass man sich nicht zu Unrecht fragt, was denn konkret ein bullischer Impuls für das Edelmetall sein könnte: Eine Eskalation der Lage in Nahost, die die Suche nach vermeintlich „sicheren Häfen“ reaktiviert und wieder Kapital in die Edelmetalle leitet? Oder im Gegenteil eine Befriedung der geopolitischen Situation, die Anleger ermutigt, grundsätzlich wieder mehr Geld in die Börsen zu investieren, sodass Silber dann einfach mit anderen Assets „mitschwimmen“ könnte?

Das ist bei den Edelmetallen immer eine offene Frage. In den vergangenen Monaten war es eher die zweite Variante, die „gezogen“ hat, denn Silber und die anderen Edelmetalle liefen meistens mit der Tendenz der Aktienmärkte mit. Nur in dieser Woche funktioniert das bislang nicht. Ob Dow Jones oder DAX, dort ging es kräftig voran, bei Silber eher nicht. Wo klemmt es?

Expertenmeinung: Zum einen an den Ansprüchen in Bezug auf das, was einige mittlerweile bei Silber als eine „kräftige“ Bewegung ansehen. Denn so ganz abseits stand der Silberpreis ja nicht. Ja, der Anstieg in den ersten drei Tagen dieser Vor-Osterwoche wirkt im Chartbild mager, aber faktisch ist das in diesen drei Tagen erzielte Plus von acht Prozent ja gar nicht so wenig. Das Problem ist indes, dass das in Relation zu den dynamischen Bewegungen der Ende Dezember begonnenen „Extremphase“ des Silberpreises als ungewöhnlich wenig anmutet. Das könnte sich indes ändern, wenn zwei Dinge gelingen sollten:

Zum einen müsste Silber aus der derzeitigen Auffangzone in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage herauslaufen. Die „binden“ den Kurs aktuell und dienen, nachdem es mit Ach und Krach gelang, die wichtige Supportlinie bei 64 US-Dollar zu verteidigen, jetzt als Widerstand. Dann wäre sofort die Chance auf einen richtungweisenden Impuls entweder durch einen Bruch eben dieser erst einmal gehaltenen Unterstützung bei 64 US-Dollar oder durch einen Ausbruch über die aktuell bei 91,50 US-Dollar verlaufende Abwärtstrendlinie vorhanden.

Silberpreis: Chart vom 01.04.2026, Kurs 75,50 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 01.04.2026, Kurs 75,50 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Zum anderen müssten die spekulativen Trader zurückkehren, die entscheidend dafür waren, dass Silber in den vergangenen Monaten derart dynamische Bewegungen vollzog. Dabei dürfte Ersteres Letzteres vermutlich auslösen. Was es also erst einmal bräuchte, wäre ein erstes „Anschieben“ des Kurses durch ein Verlassen dieser aktuell zwischen 71,00 und 78,35 US-Dollar verlaufenden Zone der vorgenannten, gleitenden Durchschnitte. Käme es dazu – und dazu können, müssen aber nicht zwingend neue Impulse von der Nachrichtenseite beitragen – dürfte auch wieder der zuletzt vermisste Schwung in den Silberpreis zurückkehren.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

19.03.2026
08:29 Uhr

Silber: Wieso steigt der Kurs in diesem Umfeld nicht? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.03.2026 um 21:16 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Seit Ende Januar die „Fahnenstange“, die die Silber-Hausse zuvor etabliert hatte, gebrochen ist, gab es nur einen einzigen Versuch, das Ruder herumzureißen. Und der wurde abverkauft. Doch eigentlich ist das Umfeld doch ideal für steigende Edelmetallkurse. Wo klemmt es?

Seit der Silberpreis im vergangenen Herbst so richtig durchstartete, bildeten die 10-Tage- und die 20-Tage-Linie die Leitstrahlen dieser Hausse. Als die Fahnenstange brach, kamen die 50-Tage- und die 100-Tage-Linie ins Spiel. Und diese im Chart schwarz gehaltene 100-Tage-Linie hielt bislang stand. Das Problem aus bullischer Sicht ist: Sie steht jetzt erneut im Fokus.

Silberpreis: Chart vom 18.03.2026, Kurs 76,08 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 18.03.2026, Kurs 76,08 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Dass das überhaupt der Fall ist, ist für sich genommen schon kritisch. Dass das nach einem abverkauften Versuch passiert, bei dem klar wurde, dass Silber und andere Edelmetalle nicht imstande waren, vom Ausbruch des Iran-Krieges zu profitieren, erst recht. Denn natürlich stellt sich da die Frage: Wenn ein solches, geopolitisch hoch gefährliches und zugleich inflationstreibendes Szenario die Bullen nicht zurückbringt – was sonst?

Expertenmeinung: Grundsätzlich wären anziehende Notierungen bei Edelmetallen in einem solchem Gesamtumfeld ein recht wahrscheinliches Szenario, insbesondere nach einer derart scharfen Korrektur, wie sie Gold und Silber im Vorfeld gesehen hatten. Aber in diesem Fall könnte ein anderer Aspekt als Hindernis fungieren:

Relativ zu den Kursen, die man im Sommer 2025 beim Silberpreis gesehen hatte, als das Edelmetall noch zwischen 35 und 40 US-Dollar pro Feinunze unterwegs war, sind hier immer noch erhebliche Kursgewinne realisierbar, wenn man damals Positionen aufgebaut hatte. Für große, breit investierte Adressen sind die Edelmetalle daher eine potenzielle „Spender-Quelle“, wenn es nötig wird, in anderen Assets Kapital nachzuschießen, z.B. weil Margins in Long-Positionen am Aktienmarkt aufgefüllt werden müssen.

Das muss nicht der zwingende Grund sein. Warum weiter verkauft wird und die Käufer zugleich fernbleiben, ist aufgrund der Breite des Marktes und der immer individuellen Motive von Akteuren, etwas zu tun oder zu lassen, nie sicher zu ermitteln. Klar ist aber, dass die Chance, dass das Edelmetall auf einmal doch noch zur ersten Wahl für aus anderen Bereichen abgezogenes Kapital wird, mit jeder Supportlinie, die Silber unterschreitet, schwindet. Und diese aktuell im Feuer stehende 100-Tage-Linie gehört da zu den wichtigsten. Fällt dieser momentan bei 74,35 US-Dollar verlaufende Support, wäre die nächste, sich anbietende Unterstützung das bisherige Korrekturtief bei 65,07 US-Dollar.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

09.03.2026
08:28 Uhr

Silber: Der Weg nach oben ist jetzt steiniger … aber weiter gangbar — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.03.2026 um 22:22 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Versuch, sich nach oben zu lösen, wurde bei Silber Anfang letzter Woche jäh beendet. Dass ein vermeintlich „sicherer Hafen“ mit Abschlägen auf eine geopolitische Eskalation reagierte, mag manche irritiert haben – aber eine neue Ausgangslage entsteht dadurch nicht.

Als heute vor einer Woche die erste Gelegenheit entstand, auf den Angriff auf den Iran und die daraufhin umgehend deutlich steigenden Ölpreise zu reagieren, startete der Silberpreis zwar mit einem immensen Satz nach oben, traf dann aber schnell auf Abgabedruck. Die Folge: Silber schloss nach einem zeitweiligen Anstieg von bis zu 13,5 Prozent am Ende des Montagshandels 4,8 Prozent in der Verlustzone und gab am Dienstag weiter Boden preis.

Silberpreis: Chart vom 06.03.2026, Kurs 84,17 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Online Broker LYNX
Silberpreis: Chart vom 06.03.2026, Kurs 84,17 US-Dollar, Kürzel: XAGUSD | Quelle: TWS

Dadurch rutschte das Edelmetall wieder in die die Hausse seit Monaten führende Zone der gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20, 50 und 100 Handelstage, die sich am Freitag zwischen 73 und 87 US-Dollar bewegte. Aber der Kurs fiel nicht darunter. Am Freitag startete Silber nach zwei Tagen, in denen man eine Stabilisierung versuchte, zwar mit einer Abwärts-Kurslücke, zum Wochenschluss gelang es aber, die Tendenz zu drehen. Damit bleibt der Kurs am oberen Ende dieser Supportzone. Was nicht automatisch bedeutet, dass jetzt die nächste Kaufwelle folgen muss. Aber der Weg dahin bleibt erst einmal weiter gangbar, zumal:

Expertenmeinung: Dass der Silberpreis durch diese Eskalation im Nahen Osten nicht rasant stieg, sondern initiale Gewinne abverkauft wurden, ist kein Beleg dafür, dass man die Edelmetalle auf einmal nicht mehr als potenzielles „Ausweich-Asset“ im Fall wankender Aktienmärkte und einer kritischer werdenden geopolitischen Lage ansehen würde. In Phasen negativer Überraschungen und steigender Volatilität neigen große Adressen dazu, ihre Barreserve sicherheitshalber in allen Bereichen hochzufahren und dann, wenn sich die Lage klarer einordnen lässt, zu entscheiden, wo man wieder zurückkauft oder seine Kapitalexposition womöglich sogar erhöht.

Was die Unterseite angeht, sind zwei Linien entscheidend: Zum einen die bislang noch nicht getestete 100-Tage-Linie bei 73 US-Dollar. Sollte Silber diese Linie brechen, wäre die Long-Seite umgehend ein unkalkulierbares Risiko. Zum anderen das Anfang Februar ausgebildete Tief bei 64 US-Dollar. Ein Schlusskurs unterhalb dieses Supports würde sogar ein aktiv bärisches Signal aussenden. Aber solange sich der Kurs im Bereich der kürzeren, gleitenden Durchschnitte der letzten 10, 20 und 50 Tage halten kann, wie es bislang der Fall ist, wäre die Oberseite der unverändert leichtere Weg, nur:

Durch dieses kurzfristige Hoch des vergangenen Montags bei 106,54 US-Dollar liegt dort jetzt ein potenzieller Widerstand. Die gesamte „Selloff-Zone“ des vergangenen Montags bis hinunter in die Region um 89 US-Dollar ist damit schwieriges Terrain. Ein Bereich, in dem die Neigung, erneut in steigende Kurse hinein zu verkaufen, je nach Entwicklung der Nachrichtenlage vorerst erhöht bleiben könnte, daher:

Die Leiter für den Weg nach oben ist noch vorhanden, aber ihre Sprossen sind, zumindest im Moment, ein wenig brüchig. Da bleibt also Vorsicht geboten!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

18.02.2026
08:30 Uhr

Silber: Stabilisierung … oder nur eine Pause im Abwärtstrend? — Ronald Gehrt

06.02.2026
08:15 Uhr

Silber: Jetzt sind die Bären aktiv mit im Spiel — Ronald Gehrt

26.01.2026
08:27 Uhr

Silber: Das „Sudden Death“-Risiko steigt — Ronald Gehrt

13.01.2026
08:22 Uhr

Silber: Eine Blase? Das ist Ansichtssache, denn … — Ronald Gehrt

30.12.2025
08:27 Uhr

Silber: War das jetzt das Ende der Fahnenstange? — Ronald Gehrt

23.12.2025
08:33 Uhr

Silber: Hohe Volatilität – Risiko konsequent steuern — Ronald Gehrt

10.12.2025
08:35 Uhr

Silber: 60 US-Dollar … man fasst es nicht. Crashgefahr? — Ronald Gehrt

01.12.2025
08:18 Uhr

Silber: Ausgebrochen. Und warum auch nicht? — Ronald Gehrt

29.10.2025
08:25 Uhr

Silber: Hier spielt die Musik. Aber steht jetzt „Dur“ oder „Moll“ an? — Ronald Gehrt

17.10.2025
08:31 Uhr

Silber: Das sind Daten wie bei einem Sportwagen — Ronald Gehrt