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DAX Aktie Prognose

News: Aktuelle Analyse der DAX Aktie

25.03.2026 | 08:26 Uhr
In diesem Artikel
DAX
ISIN: DE0008469008
|
Ticker: DAX --- %

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zum DAX

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Volatilität schaukelt sich oft immer weiter auf, das erleben wir in diesem turbulenten März beim DAX. Was nicht wundern darf: Durch eine wichtige Supportzone gefallen, zugleich noch über einer noch wichtigeren Linie, da liegen viele Nerven blank. Aber das ist nicht hilfreich.

„Wehe, wenn sie losgelassen, wachsend ohne Widerstand“, schrieb Friedrich Schiller in seinem „Lied von der Glocke“. Das passt durchaus zur derzeitigen Situation an den Aktienmärkten im Allgemeinen und beim DAX im Besonderen.

Dieser Beitrag basiert auf dem gestrigen Xetra-Schlusskurs des DAX. Da war es gelungen, ein am Tagestief etwa 300 Punkte ausmachendes Minus nahezu vollständig aufzuholen. Knapp eine Stunde nach diesem Handelsende notierte er schon wieder gut ein halbes Prozent tiefer. Und wo der deutsche Leitindex den Mittwoch beginnt, während Sie diesen Artikel dann lesen: Am Dienstagabend konnte das niemand vorhersehen, denn derzeit ist unser DAX einfach nicht einzufangen. Warum gebärdet sich der Index wie im Tollhaus?

Den aktuellen Kurs und Chart des DAX sowie Kursinformationen und alle Aktien des Index finden Sie hier.

Expertenmeinung: Weil die Nerven derjenigen, die sich in diesen Sog steigender Volatilität haben hineinziehen lassen, immer dünner werden. Immerhin, es geht um viel in diesen Tagen. Der Konflikt der USA und Israels mit dem Iran hat Folgen für alle. Und niemand weiß, wie das weitergeht. Da wundert es nicht, wenn nervöse Akteure jeder Nachricht hinterherlaufen, sei sie positiv oder negativ. Und mehr noch: Man neigt dazu, mitzuziehen, wenn die Notierungen auf einmal schlagartig nach oben oder unten ausbrechen, alleine weil es eine wegweisende Nachricht gegeben haben könnte, die das ausgelöst hat.

Das Problem dabei: Manche erreichen Nachrichten deutlich schneller als andere. Und bei derartigen Schwankungen, wie wir sie in diesen Tagen sehen, können wenige Minuten eine Menge ausmachen. Also neigen immer mehr Trader dazu, bei starken Schüben zu glauben, dass andere, die die Bewegung losgetreten haben, etwas wissen, was sie selbst noch nicht wissen, und folgen dem Kursschub. Wenn wir uns indes den DAX auf Intraday-Basis über die vergangenen fünf Handelstage ansehen, darf man festhalten:

DAX: 15-Minuten-Chart vom 24.03.2026, Kurs 22.636,91 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DAX: 15-Minuten-Chart vom 24.03.2026, Kurs 22.636,91 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Eine wirklich einbringliche Idee ist das nicht, denn bisweilen kommt man schon zu spät, wenn man zwei, drei Minuten nach Beginn eines Auf- oder Abwärtsschubes auf den Zug aufspringt … und ob es nicht gleich danach genauso rasant in die Gegenrichtung geht, weiß man nie.

Wobei zwei weitere Aspekte im Hinterkopf sein sollten: Zum einen, dass sich in den letzten Wochen gezeigt hat, dass selbst auf den ersten Blick klar wirkende „Fakten“ schon eine Stunde später dementiert oder durch andere Entwicklungen konterkariert werden können. Zum anderen, dass der Terminmarkt-Handel auch beim DAX nicht unwesentlich mit Handelsprogrammen bestritten wird, die sekundenschnell einem Signal auf ultra-kurzfristiger Ebene folgen, den Wert der Nachricht, die das ausgelöst hat, aber nicht beurteilen.

Irgendwann wird aus diesem immer hektischer werdenden Auf und Ab ein großer Schub nach oben oder unten, der für diejenigen, die ihn „erwischen“, sehr profitabel sein kann. Der Haken dabei: Wenn es bis dahin zu oft zu kurzfristigen Bullen- oder Bärenfallen kommt, kann man womöglich schon froh sein, wenn man die dadurch eingefahrenen Verluste mit dem großen Schub wieder herausholt. Aber was sollte man denn sonst tun, statt immer schneller zu traden, weil der Markt immer hektischer wird?

Das genaue Gegenteil wäre einen Gedanken wert. Sich aus dem Getümmel herauszulösen und den Blick auf das übergeordnete Bild zu richten, ist ohnehin immer sinnvoll. Wenn auch, das muss man einräumen, gar nicht so leicht.

DAX: Wochen-Chart vom 24.03.2026, Kurs 22.636,91 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DAX: Wochen-Chart vom 24.03.2026, Kurs 22.636,91 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Wenn man vom Intraday- auf den Wochenchart wechselt, sieht man zwar, dass der DAX auf dieser Zeitebene keineswegs unstrukturiert wirkt: Er ist aus der im Mai 2025 etablierten Handelsspanne nach unten herausgerutscht, notiert zugleich aber noch über der im Herbst 2022 etablierten Aufwärtstrendlinie. Der DAX wäre jetzt auf mittelfristiger Ebene bärisch. Um wieder in neutrales Terrain zu gelangen, müsste er in diese Handelsspanne zurück. Ein „großes“, bärisches Signal würde indes erst generiert, wenn diese 2022er-Trendlinie bei derzeit knapp 21.000 Punkten gefallen ist.

Aber wenn man sich auf dieses grobe Bild reduziert, muss man folgerichtig auch in Sachen eigener Aktivitäten einen Gang zurückschalten. Und sich dieser so ansteckenden Hektik zu entziehen, fällt keineswegs jedem leicht. Sich das zu überlegen, kann sich indes lohnen, denn es gibt ja nicht umsonst diesen uralten Börsenspruch: Hin und Her … macht Taschen leer.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 24.03.2026 um 21:35 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Vorherige Analysen der DAX Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.03.2026 um 21:27 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Donnerstag rutschte der DAX unter das 2025er-Herbst-Tief. Zugleich fiel die 20-Tage-Linie knapp unter die 200-Tage-Linie: ein bärischer Crossover. Zwei bärische Signale an einem Tag, das sieht finster aus. Aber die Bären sollten sich besser hüten, jetzt die Füße hochzulegen.

Erneut ein steigender Ölpreis. Und mit ihm die erodierende Hoffnung, dass der Iran-Krieg ähnlich schnell einer Art „Burgfriede“ weichen könnte wie im vergangenen Juni. Notenbanken, die vor einer anziehenden Inflation warnen. Und mit Blick auf die unvorhersehbaren Entwicklungen aus Richtung Washington eine Planungsunsicherheit, die Unternehmen wie Privathaushalte gleichermaßen erfasst: Allzu viel negativer kann die Gemengelage kaum sein.

DAX Index: Tageschart vom 19.03.2026, Kurs 22.839,56 Punkte, Kürzel: DAX | Online Broker LYNX
DAX Index: Tageschart vom 19.03.2026, Kurs 22.839,56 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Das schlug sich am Donnerstag beim DAX deutlich nieder. Der Index schloss unterhalb des November-Tiefs, das am 9. März noch hatte gehalten werden können und unterbot damit die breite Supportzone zwischen 22.943 und 23.381 Punkten. Zugleich kam es zu einem bärischen Crossover bei den gleitenden Durchschnitten, indem die 20-Tage-Linie die Linie der letzten 200 Börsentage nach unten kreuzte.

DAX Index: Chart vom 19.03.2026, Kurs 22.839,56 Punkte, Kürzel: DAX | Online Broker LYNX
DAX Index: Chart vom 19.03.2026, Kurs 22.839,56 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Und ein Querblick auf den DAX-Chart auf Monatsbasis zeigt: Die nächste, wirklich markante und sich damit als Support anbietende Wendemarke wäre das April-Tief 2025 bei 18.490 Zählern. Düstere Aussichten. Die aber kein „Muss“ sind, denn:

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.03.2026 um 20:46 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Als Anleger trifft man stets Entscheidungen unter Unsicherheit: Was morgen oder übermorgen die Kurse bewegen wird, kann man nie sicher wissen. Wird die Unsicherheit besonders groß, steigt die Bedeutung eines charttechnisch orientierten Vorgehens, so auch aktuell beim DAX.

Wird aus dem vor zwei Wochen losgetretenen Iran-Konflikt ein länger andauernder Krieg? Werden andere Länder in der Region noch mehr mit hineingezogen, als es jetzt schon der Fall ist? Wird das die Energieversorgung deutlicher beeinträchtigen und wenn ja, wie sehr und wie lange? Fragen gibt es derzeit viele. Antworten keine. Aber die wären nötig, um einigermaßen einschätzen zu können, ob der DAX in den kommenden Tagen, Wochen oder sogar Monaten sein Potenzial eher auf der Ober- oder der Unterseite hätte. Und wie will man solide, treffsichere Entscheidungen fällen, wenn man das nicht weiß?

Nüchtern betrachtet weiß man das ja eigentlich nie. Denn Entwicklungen, die ein vorher als stabil angesehenes Grundszenario von eben auch gleich auf den Kopf stellen, tauchen ja immer mal wieder auf, unverhofft. Das wäre also eigentlich das tägliche Brot eines jeden Anlegers. Nur nimmt man das selten bewusst wahr, weil man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein Trend bei kleineren Beben so schnell nicht bricht und man in der Masse derer, die eben diesem Trend folgen, sicher genug ist, um sich da nicht den Kopf zerbrechen zu müssen.

DAX: Monatschart vom 12.03.2026, Kurs 23.589,65 Punkte, Kürzel: DAX | Online Broker LYNX
DAX: Monatschart vom 12.03.2026, Kurs 23.589,65 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Aber wenn es eben mal anders kommt, die Nachrichtenlage das Geschehen beherrscht und man erkennen muss, dass immer mehr Akteure eher planlos agieren, so dass ein bis dahin recht kontrolliert wirkendes Chartbild zu einem wirren Auf und Ab mutiert, was dann? Woran soll man sich orientieren, wenn die „Herde“ gerade durchgeht?

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.03.2026 um 7:34 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat auch den deutschen Aktienmarkt deutlich belastet. In der vergangenen Woche rutschte der DAX unter eine wichtige Unterstützung bei rund 24.250 Punkten und leitete damit eine Korrekturphase ein.

Das nächste Ziel der Verkäufer zeichnete sich schnell ab. Die Bären richteten ihren Fokus auf den markanten Unterstützungsbereich knapp unterhalb von 23.000 Punkten. Genau diese Zone wurde im gestrigen Handel erreicht. Dort kam es jedoch zu einer Gegenreaktion der Käufer. Im Tagesverlauf entstand ein markantes Intraday-Reversal, das aus technischer Sicht als mögliches positives Signal interpretiert werden kann. Ähnliche Fehlausbrüche unter wichtige Unterstützungen waren bereits im September sowie im November des vorigen Jahres zu beobachten. In beiden Fällen folgten deutliche Gegenbewegungen nach oben – ein Muster, das im DAX immer wieder auftritt.

Expertenmeinung: Der gestrige Reversal könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass sich der Verkaufsdruck im Bereich der jüngsten Tiefs abschwächt.

Gelingt es den Bullen, diese Dynamik in den kommenden Handelstagen aufrechtzuerhalten, könnte sich eine technische Gegenbewegung entwickeln. In diesem Fall könnte der Markt versuchen, verlorenes Terrain schrittweise zurückzuerobern. Eine Rückkehr in Richtung der aufgerissenen Kurslücke der vorigen Woche wäre dabei grundsätzlich denkbar.

Aussicht: Neutral

DAX Index: Chart vom 09.03.2026, Kurs: 23.409,37, Kürzel: DAX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DAX Index: Chart vom 09.03.2026, Kurs: 23.409,37, Kürzel: DAX | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 03.03.2026 um 20:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der DAX ist in die zwischen Juni und Dezember geltende Handelsspanne zurückgefallen. Die nächsten Kursziele lägen im Bereich um 23.000 und im Extremfall bei 20.800 Punkten. Aber eine Supportlinie könnte das aufhalten. Die Frage ist: Wird diese Linie auch wahrgenommen?

An den US-Börsen hatte man am Montag versucht, eine größere Abverkaufswelle zu verhindern, indem man die Flucht nach vorne antrat. Das anfängliche Minus wurde zum Handelsende nahezu eliminiert, womit das bullische Lager den Eindruck erwecken wollte: Keine Panik, kein Grund zur Sorge, alles ist im Griff. Das Problem war: Die dortigen Anleger dürften sich zwar wenig dafür interessiert haben, dass man in Europa keineswegs so verwegen war, die durch die militärischen Aktionen der USA ausgelösten Verluste mit großem Kapitaleinsatz aufzukaufen, aber sie sahen einen massiv steigenden Ölpreis. Und neben dem Trend des Aktienmarkts sind für viele US-Bürger der Öl- bzw. Benzinpreis Dreh- und Angelpunkt für die Beurteilung der Lage.

Dementsprechend war die Aufholjagd der US-Aktienindizes am Dienstagmorgen in den Futures schon fast komplett zurückgenommen worden. Nach Handelsbeginn nahm der Druck sogar zu. Und das dürfte denen, die im DAX am Montag noch ausgeharrt hatten, den Rest gegeben haben: Der deutsche Leitindex startete mit einer Abwärts-Kurslücke von 430 Punkten zum ohnehin schwachen Montags-Schlusskurs in den Handel und fiel zügig weiter. Am Ende stand ein Minus von 847 Punkten oder 3,44 Prozent zu Buche. Eines, das aus charttechnischer Sicht allerhand „Flurschaden“ angerichtet hat.

Denn dadurch ist der Index mit einem Schlag tief in die das zweite Halbjahr 2025 dominierende Handelsspanne zwischen 22.943 und 24.771 Punkten zurückgefallen und hat zudem gleich zur Eröffnung seine 200-Tage-Linie durchbrochen. Damit wäre die untere Begrenzungszone der alten Handelsspanne zwischen 22.943 bis 23.381 Punkte eigentlich das nächste Kursziel. Aber es gibt noch eine Linie, die nicht nur darüber wartet, sondern am Dienstag auch ziemlich genau touchiert wurde, bevor sich das Minus zumindest ein klein wenig reduzierte. Das Problem könnte sein: Es ist nicht wirklich sicher, dass diese Linie auch alle sehen, denn:

Expertenmeinung: Diesen gestern am Tagestief angelaufenen, potenziellen Support findet man eigentlich nur, wenn man sich ein längerfristiges Chartbild des DAX auf Wochenbasis ansieht. Und ob das in einer „Getümmel-Phase“ wie derzeit viele tun, ist zumindest offen. Worum geht es?

DAX: Wochen-Chart vom 03.03.2026, Kurs 23.790,65 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DAX: Wochen-Chart vom 03.03.2026, Kurs 23.790,65 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Es geht um die obere Begrenzung des im Herbst 2022 etablierten Aufwärtstrendkanals. Beide Linien dieses Trendkanals, der im Januar 2025 nach oben verlassen wurde, haben sich in den vergangenen zwölf Monaten als wichtig erwiesen. So drehte der DAX im Zuge des „Zoll-Crashs“ im April 2025 auffällig nahe an der unteren Begrenzung des Kanals nach oben. Und die obere Begrenzungslinie diente im November als Unterstützung, als der DAX drohte, aus dem Seitwärts-Kanal, in den er jetzt wieder hineingerutscht ist, nach unten herauszufallen. Grundsätzlich wäre diese um 23.600 Punkte verlaufende Linie also allemal eine Chance, einen Test oder gar Bruch der Supportzone 22.943 zu 23.381 Punkte zu verhindern. Wenn genug Akteure diese Linie sehen, als relevant einstufen und, vor allem, daraufhin auch aktiv auf der Long-Seite agieren.

Doch das ist in einem Umfeld wie momentan alles, nur nicht sicher. Und selbst wenn diese Linie auch heute und im Rest der Woche standhalten sollte: Angesichts der komplett unkalkulierbaren Nachrichtenlage, bei der der Iran derzeit zwar dominiert, aber die anderen Aspekte wie Zölle oder US-Konjunkturdaten jederzeit wieder ins Rampenlicht rücken können, ist eine verteidigte Unterstützung eine genauso unsichere Sache wie eine zurückeroberte Unterstützung. Andererseits: Wenn man im DAX aktiv agieren möchte, sind Ankerpunkte mit einem höheren Unsicherheitsfaktor als sonst immer noch weit besser, als würde man sich von der jetzt herrschenden Hektik und Nervosität anstecken lassen und einfach aus dem Bauch heraus mal hier, mal dort vor sich hin traden.

DAX: Tages-Chart vom 03.03.2026, Kurs 23.790,65 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
DAX: Tages-Chart vom 03.03.2026, Kurs 23.790,65 Punkte, Kürzel: DAX | Quelle: TWS

Fazit: Falls diese obere Begrenzung des 2022er-Kanals im Bereich 23.600 Punkte hält, wäre das ein Grund mehr, Short-Positionen, die über Daytrading und „kleines Geld“ hinausgehen, erst einmal aufzuschieben. Ein mittelfristig relevantes, bärisches Signal wäre ohnehin erst gegeben, wenn der Index aus dieser jetzt wieder relevanten Seitwärtsrange durch Schlusskurse unter 22.943 Punkten nach unten herausfällt. Aber weitere bärische Signale zu verhindern, bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass der DAX dann automatisch als bullisch einzustufen wäre. Dazu müsste er nicht nur die jetzt im Feuer stehende Linie halten, sondern umgehend wieder aus dieser Seitwärtsspanne nach oben hinauslaufen. Dazu bräuchte es Schlusskurse über 24.771 Zähler. Und das ist definitiv nichts, dem man im Vertrauen auf die „Bullen-Power“ vorgreifen sollte!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.02.2026 um 18:55 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass dem DAX am Freitag ein solides Plus gelang und damit der bisherige Verlaufsrekord in Reichweite kam, dürfte manchen Akteur angesichts der Ereignisse in den USA überrascht haben. Aber am Montag war er schon wieder da, der Deckel, der auf diesem Index liegt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.