Durch ein solides Plus zur Wochenmitte gelang es dem TecDAX, sich von der unteren Begrenzung einer seit Anfang August geltenden Seitwärtsspanne glaubwürdig zu lösen. Damit erhält sich das bullische Lager seine Chancen aufrecht. Aber jetzt sollte zeitnah mehr kommen.
Der TecDAX hat sich seine Chancen auf der Oberseite in den letzten Monaten mehrfach erhalten können. Im Frühjahr gelang bald nach dem Abwärtsruck, der durch den Beginn des Iran-Krieges ausgelöst wurde, der Sprung über die Zone der markanten Hochs bei 3.951/4.010 Punkten, die Ende 2021 bzw. Anfang 2022 ausgebildet wurden. Die wurden zwischenzeitig wieder unterboten, aber zügig zurückerobert. Und danach lief der Index zwar seitwärts, hielt aber diesen Bereich dabei einigermaßen.
Die Tür nach oben ist also durchaus noch offen. Nur müssten die Bullen langsam auch mal hindurchgehen. Denn je länger sich ein neues, klar bullisches Signal hinzieht, desto größer wird das Risiko, dass potenzielle Käufer ungeduldig werden oder sogar auf die Gegenseite wechseln.

Expertenmeinung: Dafür war das Plus, das am Mittwoch gelungen ist, nicht ganz unwichtig. In der Vorwoche drehte der Index am unteren Ende seiner Seitwärtsspanne, gestern gelang erstmals wieder ein Schlusskurs klar oberhalb der 20-Tage-Linie. Eine Linie, an welcher der TecDAX zwar seit zwei Wochen entlanglief, ein klares Überwinden gelang bis gestern aber nicht.

Das war schon mal gut, aber jetzt müssten die Bullen auf dieses Fundament reagieren, sprich, es braucht Anschlusskäufe, die den Index an und über die obere Begrenzung der Handelsspanne tragen, die sich aus den Zwischenhochs vom August und Oktober bei 4.147 und 4.132 Punkten definiert. Gelänge das, wäre der Weg an das bisherige Jahres-Verlaufshoch bei 4.284 Zählern frei und, wer weiß, womöglich sogar mehr drin.
Aber kann das gelingen, jetzt, wo so mancher Anleger zu befürchten beginnt, dass die Hausse der KI-bezogenen Aktien wie die der im TecDAX stark vertretenen Halbleiter-Aktien bzw. Halbleiter-Zulieferer womöglich deutlich überzogen war? Das kann es, wenn andere Branchen den Staffelstab übernehmen und der Halbleiter-Bereich nicht allzu weit weiter unter die Räder käme. Was mit Blick auf das jüngste Kursverhalten der Einzelwerte her möglich wäre, aber noch nicht in trockenen Tüchern ist, denn:
Noch gehören die stärksten TecDAX-Performer des laufenden Jahres fast durch die Bank zu diesem Halbleiter-Umfeld. Die große Baisse der Software-Aktien sowie des Bereichs Healthcare/Medizintechnik scheint zwar vorerst beendet zu sein, aber bislang sind diese Aktien noch „unter dem Strich“, weisen also eine schwächere Performance als der Index auf. Sollten diese Sektoren aufholen, wäre für die TecDAX-Bullen noch einiges möglich, aber:
Erst müsste man hier mehr Käufe und bullische Signale bei den TecDAX-Einzelwerten sehen, erst müsste sich das im Index durch einen Ausbruch aus der Handelsspanne nach oben niederschlagen, erst dann ließe sich unterstellen, dass aus der jetzt entstandenen Chance, wieder zu alter Dynamik zurückzukehren, etwas Konstruktives geworden ist.
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.10.2026 um 22:24 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Welche Aktien in den wichtigen Indizes sind in letzter Zeit am meisten gestiegen oder gefallen? Was sind die Top-Aktien 2026? Welche Aktien haben die beste Performance über die letzten 5 Jahre und welche Aktien sind stark gefallen? Hier finden Sie es heraus: DAX Top Flop – MDAX Top Flop – Euro Stoxx Top Flop – Dow Jones Top Flop – Nasdaq 100 Top Flop









