Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die jüngsten Schlagzeilen rund um Venezuela haben sich im Öl-Preis bislang kaum niedergeschlagen. Venezuela verfügt Schätzungen zufolge über rund 303 Milliarden Barrel Rohöl, was in etwa 17 Prozent der globalen Reserven entspricht. Damit liegen die Reserven sogar über denen von Saudi-Arabien. Dennoch verkauft Venezuela verhältnismäßig wenig Öl, was ein Grund dafür sein könnte, dass der Rohölpreis zuletzt nicht merklich gestiegen ist.
Der Trend bleibt vorerst auf der bärischen Seite, und technisch zeigt sich nach wie vor ein intakter Abwärtstrend. Eine zentrale Marke für diese Struktur liegt aktuell bei 59 USD je Barrel der Sorte Light Sweet Crude Oil.
Expertenmeinung: Technisch betrachtet bleibt der Ölmarkt angeschlagen: Nach wiederholten Abwärtsbewegungen und mehreren Fehlausbrüchen über kurzfristige Widerstände deutet vieles auf eine Fortsetzung der negativen Tendenz hin.
Der Bereich um 59 USD wirkt als kurzfristiger Schlüsselpunkt – ein klarer Ausbruch darüber könnte kurzfristiges Erholungspotenzial eröffnen. Wird diese Schwelle jedoch erneut abgewehrt, könnte Öl weiter nachgeben und neue Tiefs testen.
Quelle BR24 https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/wie-wichtig-ist-venezuela-fuer-den-oelmarkt,V7QhkpB
Informationen zum / zu den auf dieser Seite genannten Produkt(en) finden Sie hier: PRIIPs / KIDs CME Futures
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.01.2026 um 7:49 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Vorherige Analysen des Light Sweet Crude Oil Futures
Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Am Montag war der Kurs der US-Ölsorte Light Sweet Crude, auch WTI genannt, zeitweise fast wieder auf das Schlusskurs-Level vom vergangenen Donnerstag gesunken, dem Tag also, bevor die Eskalation Israel/Iran begann. Aber kann man diesem „Aufatmen“ am Markt trauen?
Zumindest ist da Vorsicht geboten, was auch das Chartbild deutlich macht. Denn die markanten Abschläge, die gleich zu Beginn des US-Handels aufgetreten waren, trafen zügig auf Käufer, so dass das Tagesminus am Ende deutlich überschaubarer ausfiel. Und was man in dem abgebildeten Chart nicht sieht, weil der nur den regulären US-Handel abbildet: In der Nacht, als in Asien der Handel für diese Woche begann, war WTI (ausgeschrieben Western Texas Intermediate) bei etwa 75 US-Dollar pro Barrel in den Handel gestartet, also fast am Mitte Januar markierten Jahreshoch.
Diese Aufwärts-Kurslücke traf sofort auf Verkäufe, weil viele nach dem bullischen Signal zum Ende der Vorwoche auf die Long-Seite gewechselt waren und so mit diesem massiv höheren Start in den Handel rasante und große Gewinne einstreichen konnten. Das ging dann im US-Handel weiter, aber Sie sehen es im Chart: Vom Tagestief löste sich der Kurs dann umgehend. Was bleibt, sind zwei Umbrella-Dojis, die aber beide ihren Schlusskurs über der am Freitag überbotenen Widerstandslinie bei 69,58 US-Dollar haben, die damit jetzt als Support fungiert.
Und wir sehen, dass die Abgaben des Montags dazu führten, dass die Aufwärts-Kurslücke (Gap Up) des Freitags fast komplett geschlossen wurde. Würde es jetzt nicht zu handfesten, bärischen Argumenten kommen, könnte man mutmaßen, dass die bullischen Trader dieses „fast komplett“ wohl als Trendbestätigung werden gelten lassen. Und damit zum Punkt: Gibt es denn Argumente, die den Ölpreis wieder nachhaltig und weit drücken könnten?
Expertenmeinung: Nein … und ob sie kommen, ist momentan noch nicht absehbar. Es wäre ein Argument für deutlich fallende Kurse, wenn die militärische Auseinandersetzung Israel/Iran kurzfristig so endet, dass man ein unmittelbares Wiederaufflackern nicht fürchten müsste und es nicht im Gegenteil dazu kommt, dass andere Länder der Region mit in den Konflikt hineingezogen werden … und vor allem nicht die USA. Käme es so, ließe sich von einem unveränderten Angebot und weitgehend sicheren Transportwegen ausgehen, der Kurs könnte sinken. Käme es aber anders, wäre nach oben nichts unmöglich.
Eine echte Entwarnung haben wir also noch nicht. Letzten Endes geht ein Trader hier derzeit eine Wette ein, egal, ob man da Long- oder Short-Positionen aufbaut. Hinzu kommt, dass Chartmarken, von denen der Kurs auf der Ober- wie auf der Unterseite umgeben ist und die in normalen Phasen allemal für einen Richtungswechsel gut wären, hinter Nachrichten, wie sie gerade fast im Minutentakt aus Nahost kommen, zurückstehen.
Die Ölmärkte sind ein brandheißes Eisen. Wwer sich hier engagiert, sollte daher ebenso gute Nerven haben wie imstande sein, völlig emotionslos und absolut konsequent zu traden. Für alle anderen sind Light Sweet Crude / WTI und Brent Crude Oil ein Hexenkessel, in den man dieser Tage besser nicht einfach so hineinspringt.
Über den Autor
Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.
Analysemethode
Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.
Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bearish
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bearish
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzte bullische Phase hatte das schwarze Gold Anfang des Jahres, als der Widerstand bei rund 75 USD je Barrel überwunden werden konnte. Doch gerade der darauf folgende Fehlausbruch markierte den Beginn eines Abwärtstrends.
Die Bären übernahmen schnell die Kontrolle. Der nächste Boden war bald erreicht: Erst bei den Tiefs vom November und Dezember des vorigen Jahres kam es zu einer Stabilisierung, auf die eine deutliche Erholung folgte. Doch die Ankündigung der neuen US-Zollpolitik führte zu einem drastischen Abverkauf. Dabei wurde die Unterstützung bei rund 65 USD je Barrel klar unterschritten. Damit war der Übergang in eine bärische Trendphase eingeläutet.
Expertenmeinung: Auf den Schock folgte Mitte April eine technische Erholung. Es war anzunehmen, dass der zuvor gebrochene Boden als Widerstand fungieren würde. Die Bullen versuchten zwar, diese Barriere zu durchbrechen, scheiterten jedoch.
Zu Beginn der vorigen Woche übernahmen erneut die Bären das Ruder und der Ölpreis setzte seinen Rückgang fort. Nun könnte die Unterstützung knapp oberhalb von 55 USD je Barrel auf die Probe gestellt werden. Sollte auch diese Marke nicht halten, wäre als nächstes die psychologisch wichtige Grenze bei 50 USD denkbar. Insgesamt bleibt das technische Gesamtbild angeschlagen.
Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.
Analysemethode
Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.