Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

Brent Crude Oil Prognose Brent Crude Oil: Jetzt kommt es hier zum Schwur!

News: Aktuelle Analyse des Brent Crude Oil Futures

von | |

Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen des Brent Crude Oil Futures

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.02.2026 um 21:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Momentan hat das bullische Lager starke Argumente für einen steigenden Ölpreis. Und das Chartbild von Brent Crude Oil zeigt, dass man auch vorhat, das umzusetzen. Aktuell ringt man um eine Widerstandslinie, deren Bruch den Weg in Richtung 75 US-Dollar freigeben würde.

Eigentlich rechnete man in den vergangenen Wochen damit, dass es 2026 ein letztlich auf den Preis drückendes Überangebot an Rohöl geben würde. Doch die Nachrichtenlage dieser Woche wirkt, als könnte man mit dieser Einschätzung danebenliegen.

So hob die US-Energiebehörde EIA die Öl-Verbrauchsprognose für die USA für 2026 leicht an. Die OPEC beließ die bisherige Prognose für den Bedarf an OPEC-Öl unverändert bei 42,6 Millionen Barrel pro Tag, lag aber bei der Produktion im Januar mit 42,45 Millionen Barrel leicht darunter. Und, wichtiger noch, der US-Präsident scheint den Gedanken, erneut in Bezug auf den Iran militärisch aktiv zu werden, wieder aufgegriffen zu haben.

Vor allem dann würde ein solches Szenario wieder greifbar, falls die Gespräche über ein Atomabkommen nicht in seinem Sinne laufen sollten. Gemäß dem „Wall Street Journal“ soll ein zweiter Flugzeugträger-Verband bereits auslaufbereit bereitstehen, um in die Region verlegt zu werden. Die Konsequenz bei Brent Crude Oil, der für Europa wichtigsten Rohöl-Sorte, ist im Chartbild unübersehbar:

Expertenmeinung: Die Bullen machen Druck. Es geht um die Linie bei 69,76 US-Dollar, das Hoch aus dem vergangenen August im Liefertermin April des Brent Crude-Futures. Wir sehen, dass man dort bereits zweimal versuchte, durchzukommen. Und auch der gestrige, dritte Anlauf ist erst einmal nicht gelungen, Brent Crude fiel zum Handelsende unter diese Linie zurück. Aber daran, dass das bullische Lager derzeit klar das Geschehen dominiert, ändert das nichts:

Brent Crude Oil Future: Chart vom 11.02.2026, Kurs 69,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 11.02.2026, Kurs 69,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Die Rücksetzer nach den ersten beiden Anläufen an diese bei knapp 70 US-Dollar verlaufende Charthürde trafen schnell wieder auf Käufe, wobei die kleinen Zwischentiefs zuletzt sukzessiv über den jeweils vorherigen lagen. Es wirkt wie eine Belagerung, bei der versucht wird, die Mauern der Verteidiger marode zu schießen … und sollte es in Sachen Iran zu neuen militärischen Aktionen kommen, dürfte das genau die Bresche sein, durch die die Bullen hindurchmarschieren.

Das unmittelbar nächste charttechnische Kursziel wäre dann das 2025er-Verlaufshoch bei 75,15 US-Dollar. Ein Hoch, das entstand, als im vergangenen Juni zwischen Iran und Israel gekämpft wurde und sich die USA einmischten. Sollte sich Ähnliches wiederholen, wäre ein schneller Anstieg in diesen Kursbereich daher nicht überraschend … es wird hier also in den kommenden Tagen spannend werden, wobei es definitiv die Politik sein wird, die diesmal die Kurse „macht“.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.02.2026 um 23:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Rohölpreis ging mit einem potenziell sehr bullischen Chartbild ins Wochenende, doch zum Start in die neue Handelswoche waren die Argumente, die Brent Crude Oil zuvor rasant höher gezogen hatten, vom Tisch. Die Frage ist: endgültig … oder nur vorübergehend vom Tisch?

Genau diese Antwort ist noch nicht greifbar. Werden die USA auch weiterhin nicht unmittelbar militärisch im Iran aktiv? Was wird Israel tun oder nicht tun? Und, vor allem, wie geht die Entwicklung im Iran selbst weiter? Man weiß es nicht. Das Einzige, womit man zum Wochenstart aufwarten konnte, war die Erkenntnis, dass die Gerüchte, Donald Trump könnte an eben diesem Wochenende neue Militärschläge gegen den Iran anordnen, nicht Realität wurden. Aber ist die Sache damit aufgehoben oder nur aufgeschoben?

Expertenmeinung: Das ist noch völlig ungewiss. Und damit sind auch alle Reaktionen auf die Nachrichtenlage bei Brent Crude Oil – in beide Richtungen – keine verlässlichen Wegweiser für die kommenden Tage und Wochen. Erst einmal mussten die Bullen zwar mit dem kräftigen Minus des Montags einen Rückschlag hinnehmen, aber die aus charttechnischer Sicht besseren Karten haben sie bislang trotzdem.

Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.02.2026, Kurs 66,42 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.02.2026, Kurs 66,42 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Wir sehen im Chart, dass Brent Crude Oil die „Grenzzone“ zwischen bullischem und bärischem Terrain in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 50, 100 und 200 Handelstage im Januar überwand. Danach gelang ein erfolgreicher Pullback an diesen, da dann als Support dienenden Bereich. Von dort aus lief Brent Crude an das nächste Kursziel in Form des Juli-Hochs bei 69,77 US-Dollar … und blieb hängen, nachdem ein Militärschlag gegen den Iran ausblieb und auch in Teheran versucht wurde, die Wogen (etwas) zu glätten.

Aber solange diese entscheidende Unterstützungszone in Form der zwischen 62,20 und 63,00 US-Dollar verlaufenden, gleitenden Durchschnitte nicht unterboten ist, bleibt das übergeordnete Bild bullisch, was hieße: Ein Ausbruch über diese bei knapp 70 US-Dollar wartende nächste Charthürde wäre aus aktueller Sicht nicht aufgehoben, sondern tatsächlich erst einmal nur aufgeschoben.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 28.01.2026 um 22:25 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der erste Rallyeschub des Jahres basierte auf dem erneuten Säbelrasseln zwischen den USA und dem Iran. Als sich die Gemüter beruhigten, kam Brent Crude Oil zwar zurück, blieb aber über einer entscheidenden Supportzone, die die Bullen jetzt effektiv als Sprungbrett nutzten.

Die Argumente, die man für den aktuellen Aufwärtsschub bei Rohöl vorbringt, der die Sorte Brent Crude binnen vier Handelstagen um in der Spitze fast sieben Prozent nach oben befördert hat, sind neben den üblicherweise genannten geopolitischen Spannungen auch das besonders kalte Wetter in den USA. Die Kälte erhöht den Energiebedarf. Und auch, wenn andere Weltregionen mit deutlich weniger kalten Füßen dastehen: Die USA sind nun einmal nach Kanada und Saudi-Arabien die Nation mit dem dritthöchsten Energieverbrauch pro Kopf. Im Prinzip wäre diese Argumentation also schlüssig, aber:

Diese ungewöhnlich eisige Phase mit ihren Winterstürmen ist ja nicht von Dauer. Und eine kurzzeitig höhere Nachfrage kann die US-Ölindustrie problemlos stemmen. Und was, so fragt man sich, ist mit den Argumenten, die den Ölpreis bis vor drei Wochen in einer Abwärtstendenz hielten, nämlich zusätzliches Angebot aus Venezuela und eine laut Schätzungen der IEA im Jahr 2026 sinkende weltweite Nachfrage?

Expertenmeinung: Diese Argumente sind natürlich weiter gültig, nur werden sie im Augenblick beiseitegeschoben. Was am Ölmarkt auch nichts Ungewöhnliches ist. Die kurzfristige Spekulation wird meist von der Charttechnik geleitet. Neue fundamentale Faktoren werden bisweilen zwar logisch in den Kursverlauf eingearbeitet, aber keineswegs immer. Was hier zählt, ist das Chartbild und kein „müsste eigentlich“. Und dieses Chartbild zeigt, dass es das bullische Lager ist, das dieser Tage den Taktstock schwingt.

Brent Crude Oil: Chart vom 28.01.2026, Kurs 67,55 US-Dollar, Kürzel: COIL | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil: Chart vom 28.01.2026, Kurs 67,55 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

In der letzten Analyse hatte ich bereits darauf hingewiesen, dass der Abverkauf des vorherigen Kurssprungs vom 15. Januar noch keine Entwarnung bedeutet, weil dieser Rücksetzer zwar an, aber nicht unter die hier seit Monaten dominierende Chartzone geführt hatte. Sie besteht aus den gleitenden Durchschnittslinien der letzten 50, 100 und 200 Handelstage und bewegt sich wie eine Trennwand zwischen bullischem und bärischem Territorium in der Zone zwischen 61,85 und 62,90 US-Dollar nahezu seitwärts.

Und diese Zone wurde auch nicht unterboten. Brent Crude Oil testete diesen Unterstützungsbereich tagelang, ohne dass erkennbar wurde, dass genug Kraft für einen Durchbruch nach unten vorhanden ist. Und kurzfristige Trader, die hier zahlreich unterwegs sind, reagieren da ganz pragmatisch, indem sie sich sagen: Wenn nach unten nichts geht, dann eben nach oben. Brent Crude zog an und bestätigte damit diesen Supportbereich. Aktuell ist die Widerstandszone 67,15 zu 67,85 US-Dollar pro Barrel erreicht. Gelingt es, diese zu überbieten, läge das nächste Kursziel im hier abgebildeten Futures-Frontmonat April (d. h., das ist der Kontrakt mit der als nächstes endenden Laufzeit) bei knapp 70 US-Dollar.

Rein von der Logik her muss Brent Crude Oil dieses denkbare Kursziel zwar nicht unbedingt erreichen oder gar überbieten. Aber wie gesagt: Hier dominieren kurzfristige, eng am Chartbild agierende Trader, daher wäre es äußerst verwegen, oberhalb dieser entscheidenden Zone 61,85 zu 62,90 US-Dollar auf der Short-Seite dagegenhalten zu wollen!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.01.2026 um 22:03 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Seit Oktober bewegte sich Brent Crude Oil unterhalb seiner entscheidenden gleitenden Durchschnittslinien. Doch vor einer Woche begann der Kurs kräftig zu steigen, ein bullisches Signal entstand – das jetzt aber erst einmal abgefangen wurde. Haben die Bullen verloren?

Wir sehen im Chart, dass Brent Crude binnen weniger Tage von 60 auf knapp 67 US-Dollar pro Barrel nach oben gestiegen war. Doch am Mittwoch traf die Kaufwelle auf Abgabedruck, der am Donnerstag weiterging. Das wirkt, als wäre das bullische Lager aufs Glatteis geraten, aber noch ist das in Bezug auf erneut steigende Rohölpreise keine Entwarnung.

Brent Crude Oil Future: Chart vom 15.01.2026, Kurs 63,77 US-Dollar, Kürzel: COIL | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 15.01.2026, Kurs 63,77 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Denn bislang ist Brent Crude Oil dadurch nur wieder auf diese Schlüsselzone aus den gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Handelstage zurückgefallen. Dieser aktuell zwischen 62,08 und 63,33 US-Dollar nahezu seitwärts verlaufende Bereich müsste erst einmal klar durchbrochen werden und sich der Kurs dann ein, zwei Tage darunter halten, bevor die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dieser Ausflug nach oben keine Fortsetzung findet. Und selbst dann sollte man sich hüten, das Wort „sicher“ auch nur zu denken, denn die Basis für Rallye und Abverkauf ist eine, bei der Voraussagen unmöglich sind:

Expertenmeinung. Der Grund, weshalb es zu diesen abrupten Kurssteigerungen kam, liegt in der Entwicklung im Iran. Als die dortigen Proteste eskalierten, immer mehr Todesopfer zu beklagen waren und zugleich aus Richtung der USA Aussagen kamen, die auf eine unmittelbare Intervention hindeuteten, kam die fast schon klassische Reaktion: Der Ölpreis zog an, weil man die Gefahr steigen sah, dass der Iran im Fall eines militärischen Eingreifens von außen die Transportrouten der Öltanker im Nahen Osten blockieren könnte.

Nachrichten, die andeuteten, dass seitens der USA und Israel vorerst kein Eingreifen wahrscheinlich wäre, brachten den Ölpreis dann ab der Wochenmitte wieder nach unten, aber:

Die üblichen Einflussfaktoren wie OPEC-Fördermengen, Verbrauchsprognosen oder Daten zur Industrieproduktion stehen jetzt erst einmal im Hintergrund, das Kursgeschehen wird von den unvorhersehbaren Entwicklungen um den Iran bestimmt. Und dieser Mangel an Vorhersehbarkeit betrifft nicht nur die Nachrichtenlage, sondern auch die kommenden Impulse bei Brent Crude Oil. Hier wäre daher, wenn, dann nur sehr kurzfristiges Trading zu erwägen … und das auch nur dann, wenn man mit einem offenen Auge schläft, denn das Risiko von über Nacht auf den Kopf gestellten Kurseinflüssen ist nicht zu unterschätzen. Derzeit ist Trading hier also nur etwas für explizit risikofreudige Trader mit ebenso viel Nerven wie Erfahrung!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.01.2026 um 18:57 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Brent Crude Oil: Chart vom 05.01.2026, Kurs XXXX US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX

Gültigkeit: Bis zu einer Woche

Aussicht: neutral

Kursziel: –

Viele Marktteilnehmer dürften nach den Ereignissen des Wochenendes erwartet haben, dass der Rohöl-Preis zum Wochenstart fallen würde. Anfangs tat er das auch, doch dann drehte der Kurs ins Plus und generierte ein bullisches Intraday-Reversal. Was steckt dahinter?

Richtig ist, dass Venezuela vermutlich über die größten Rohöl-Vorkommen eines einzelnen Landes weltweit verfügt. Würden die USA an diese Vorkommen herankommen und sie zugänglich machen, würde das Angebot am Ölmarkt deutlich zunehmen. Und da die EIA und andere Organisationen für 2026 ohnehin von einem Überangebot ausgehen, könnte die unmittelbare Schlussfolgerung lauten: Der Ölpreis müsste nach dieser Aktion der USA am Wochenende sinken.

Aber während die deutlich steigenden Kurse am US-Aktienmarkt den Eindruck erwecken, dass man dort bereits sinkende Benzinpreise feiert, war die Reaktion am Ölmarkt eine andere. Brent Crude Oil kam zwar anfänglich etwas zurück. Aber mit Handelsbeginn in Europa zog der Kurs wieder an und drehte zügig ins Plus. Wobei man hier unterscheiden muss, was die Argumentationslage angeht: Das Minus war nicht logisch unterfüttert, ein Plus indes mit Blick auf das Thema Venezuela auch nicht. Warum nicht?

Expertenmeinung: Das reine Vorhandensein großer Ölvorkommen erhöht das Angebot ja nicht. Dazu müssten diese Ölreserven erst einmal zugänglich gemacht werden. Da Venezuela aber wegen des US-Ölembargos am Ende nur noch ein kleiner Ölförderer war, der etwa ein Prozent der weltweiten Förderung bestritt, ist dafür keine Kapazität vorhanden. Die müsste erst geschaffen werden … und auch, wenn die US-Ölkonzerne bereit wären, sich da zu engagieren: Das würde Jahre dauern. Bis dahin ändert sich an der unmittelbar geförderten Menge nichts, warum also sollte der Ölpreis daraufhin unmittelbar sinken?

Aber würde man befürchten, dass die US-Aktion das Land erst recht ins Chaos stürzen könnte und selbst die eher geringen Fördermengen dadurch beeinträchtigt werden oder sogar zeitweise ausfallen, wäre das a) eine reine Vermutung und b) wiederum wegen der geringen Fördermenge nicht entscheidend, weil dieses eine Prozent von anderen Förderländern leicht ausgeglichen werden könnte. Also?

Brent Crude Oil: Chart vom 05.01.2026, Kurs 61.90 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil: Chart vom 05.01.2026, Kurs 61.90 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Also ist diese für den Ölpreis scheinbar so bedeutsame Entwicklung eigentlich auf kurzfristiger Ebene keineswegs entscheidend. Das aber heißt auch: Das Stand gestern 18:30 Uhr MEZ erreichte, bullische Intraday-Reversal kann, muss aber keineswegs das Startsignal für einen neuen Aufwärtsimpuls sein. Erst, wenn die seit gut drei Monaten als effektiver Widerstand fungierende Zone der drei wichtigsten gleitenden Durchschnittslinien (50, 100 und 200 Tage), die derzeit zwischen 62,21 und 63,43 US-Dollar verläuft, klar überwunden würde, wäre aus diesem Richtungswechsel zu Wochenbeginn ein echtes, bullisches Signal geworden. Und da diese Entwicklung um Venezuela zwar kein Argument für einen Kursrutsch, andererseits aber auch keines für eine Rallye ist, sollte man einem solchen Befreiungsschlag auf der Oberseite besser nicht vorgreifen.

Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.