Seit Oktober bewegte sich Brent Crude Oil unterhalb seiner entscheidenden gleitenden Durchschnittslinien. Doch vor einer Woche begann der Kurs kräftig zu steigen, ein bullisches Signal entstand – das jetzt aber erst einmal abgefangen wurde. Haben die Bullen verloren?
Wir sehen im Chart, dass Brent Crude binnen weniger Tage von 60 auf knapp 67 US-Dollar pro Barrel nach oben gestiegen war. Doch am Mittwoch traf die Kaufwelle auf Abgabedruck, der am Donnerstag weiterging. Das wirkt, als wäre das bullische Lager aufs Glatteis geraten, aber noch ist das in Bezug auf erneut steigende Rohölpreise keine Entwarnung.

Denn bislang ist Brent Crude Oil dadurch nur wieder auf diese Schlüsselzone aus den gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Handelstage zurückgefallen. Dieser aktuell zwischen 62,08 und 63,33 US-Dollar nahezu seitwärts verlaufende Bereich müsste erst einmal klar durchbrochen werden und sich der Kurs dann ein, zwei Tage darunter halten, bevor die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dieser Ausflug nach oben keine Fortsetzung findet. Und selbst dann sollte man sich hüten, das Wort „sicher“ auch nur zu denken, denn die Basis für Rallye und Abverkauf ist eine, bei der Voraussagen unmöglich sind:
Expertenmeinung. Der Grund, weshalb es zu diesen abrupten Kurssteigerungen kam, liegt in der Entwicklung im Iran. Als die dortigen Proteste eskalierten, immer mehr Todesopfer zu beklagen waren und zugleich aus Richtung der USA Aussagen kamen, die auf eine unmittelbare Intervention hindeuteten, kam die fast schon klassische Reaktion: Der Ölpreis zog an, weil man die Gefahr steigen sah, dass der Iran im Fall eines militärischen Eingreifens von außen die Transportrouten der Öltanker im Nahen Osten blockieren könnte.
Nachrichten, die andeuteten, dass seitens der USA und Israel vorerst kein Eingreifen wahrscheinlich wäre, brachten den Ölpreis dann ab der Wochenmitte wieder nach unten, aber:
Die üblichen Einflussfaktoren wie OPEC-Fördermengen, Verbrauchsprognosen oder Daten zur Industrieproduktion stehen jetzt erst einmal im Hintergrund, das Kursgeschehen wird von den unvorhersehbaren Entwicklungen um den Iran bestimmt. Und dieser Mangel an Vorhersehbarkeit betrifft nicht nur die Nachrichtenlage, sondern auch die kommenden Impulse bei Brent Crude Oil. Hier wäre daher, wenn, dann nur sehr kurzfristiges Trading zu erwägen … und das auch nur dann, wenn man mit einem offenen Auge schläft, denn das Risiko von über Nacht auf den Kopf gestellten Kurseinflüssen ist nicht zu unterschätzen. Derzeit ist Trading hier also nur etwas für explizit risikofreudige Trader mit ebenso viel Nerven wie Erfahrung!
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