Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

 VERBIO Aktie Prognose

VERBIO: Vorsicht, das kam nicht unerwartet

News: Aktuelle Analyse der VERBIO Aktie

26.03.2026 | 08:25 Uhr
In diesem Artikel
VERBIO
ISIN: DE000A0JL9W6
|
Ticker: VBK --- %

--- EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur VERBIO Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Sehr bald nach Beginn der Kampfhandlungen im Iran erkannten die Anleger, dass VERBIO als Hersteller von Biokraftstoffen von dieser Situation profitieren dürfte. Gestern kam die Prognose-Anhebung. Doch dass damit zu rechnen war, könnte für die Bullen ein Problem sein.

Das hier immer am 30.6. endende Geschäftsjahr 2024/2025 war kein gutes gewesen. Aber 2025/2026 sollte besser laufen. Und nachdem das erste Halbjahr die Erwartungen des Herstellers von Biokraftstoffen mehr als erfüllte, konkretisierte VERBIO seine Gesamtjahresprognose, die ursprünglich ein EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im hohen zweistelligen Millionenbereich avisierte, an das obere Ende der Spanne, also nahe an 100 Millionen. Gestern wurde dieser Ausblick erneut und recht deutlich angehoben: Jetzt sieht man ein EBITDA zwischen 100 und 140 Millionen, zugleich will VERBIO die Nettoverschuldung schneller senken als bislang geplant.

Der Grund scheint klar: Die Nachfrage ist durch den Sprung bei den Energiepreisen kräftig gestiegen, zugleich sind dadurch bessere Margen drin. Doch das konnte ja niemanden mehr überraschen: Was beim Ölpreis passierte, hätte jeder sehen können … und die Aktie hatte daraufhin auch bereits deutlich zugelegt. Und das birgt Risiken, die auf dem jetzt erreichten Kursniveau besser nicht unterschätzt werden sollten.

VERBIO Aktie: Tageschart vom 25.03.2026, Kurs 42,68 Euro, Kürzel: VBK | Online Broker LYNX
VERBIO Aktie: Tageschart vom 25.03.2026, Kurs 42,68 Euro, Kürzel: VBK | Quelle: TWS

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur VERBIO Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Denn die Aktie ist seit dem Schlusskurs des 27.2., also dem Handelstag vor Beginn des Iran-Kriegs, mittlerweile um 55 Prozent gestiegen, inklusive der Reaktion auf diese Prognose-Anhebung. Wobei man mal dahingestellt lassen müsste, wieso die Aktie einen Tag vorher bei hohen Umsätzen noch deutlicher zugelegt hatte als am gestrigen Mittwoch, als diese Anhebung als Ad-hoc-Meldung herausgegeben wurde.

Wenn wir überlegen, dass VERBIO am 12.2., als die Aktie am Ende des Tages bei 23,80 Euro schloss, den EBITDA-Ausblick bereits in den Bereich von knapp 100 Millionen angehoben hat und jetzt 100 bis 140 Millionen avisiert, passt die Relation nicht: Selbst mit dieser höheren Prognose wäre das 2026er Kurs-/Gewinn-Verhältnis damit aktuell dreistellig. Das wäre nur dann nicht absurd teuer, wenn man sicher sein könnte, dass die Nachfrage wegen für längere Zeit hoher Preisen für fossile Energie über mehrere Quartale hoch bleibt bzw. idealerweise noch weiter ansteigt und VERBIO diesen Nachfrageschub mit Blick auf die eigene Produktionskapazität auch bedienen kann.

Das sind ein paar „Wenns“ zu viel, um erwarten zu dürfen, dass der Kurs die jetzt angesteuerte, charttechnische Widerstandszone 45,84 zu 51,50 Euro nicht nur erreicht, sondern sogar überbietet.

VERBIO Aktie: Wochenchart vom 25.03.2026, Kurs 42,68 Euro, Kürzel: VBK | Online Broker LYNX
VERBIO Aktie: Wochenchart vom 25.03.2026, Kurs 42,68 Euro, Kürzel: VBK | Quelle: TWS

Zumal die markttechnischen Indikatoren, hier im Tages- ebenso wie im Wochenchart der RSI, erheblich heißgelaufen sind, was Gewinnmitnahmen jederzeit denkbar machen würde, daher:

Hier noch neu einzusteigen, wäre auf diesem Kurs- und Bewertungsniveau definitiv riskant. Und wer dabei ist, sollte sich unbedingt überlegen, mit einem Stop Loss zu arbeiten und den dann sukzessiv nachzuziehen, zumal: Der nächstgelegene Ankerpunkt für eine Absicherung wäre die 20-Tage-Linie – und die ist aktuell gerade einmal bei 32,65 Euro angekommen. Zwar läuft sie schnell hinter dem Kurs her und wird wohl auch den Abstand verkürzen, aber schon daran sieht man: Hier wird schon so viel an kommenden Gewinnsteigerungen vorweggenommen, die sich einstellen könnten, aber gar und gar nicht müssen, dass an dieser Aktie der Zettel hängt: „Vorsicht, heiß!“

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.03.2026 um 22:22 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Jetzt LYNX mit einem kostenlosen Demokonto testen

 

*“ zeigt erforderliche Felder an

Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Wie hilfreich fanden Sie den Artikel?*
Wenig hilfreichSehr hilfreich
Ab jetzt täglich die neuesten Börsenblick-Analysen per E-Mail erhalten
Loading ...

Vorherige Analysen der VERBIO Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.03.2026 um 20:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Viel mehr „Fahrstuhlaktie“ als VERBIO geht kaum. Der Ölpreis ist dieser Tage hoch volatil – und VERBIO ist als Hersteller von Biokraftstoffen unmittelbar involviert. Derzeit zeigt die Aktie ein charttechnisch bullisches Bild. Aber Charttechnik allein ist hier nicht entscheidend.

Am 12. Februar hatte VERBIO recht ermutigende Ergebnisse zum ersten Halbjahr des hier immer bis zum 30. Juni laufenden Geschäftsjahres gemeldet. Die Analysten gehen derzeit im Schnitt davon aus, dass es gelingen würde, nach dem Verlustjahr 2025 wieder leicht in die schwarzen Zahlen zu kommen. Grundsätzlich war man daher positiv gestimmt: Von den fünf Experten, die den Hersteller von Biokraftstoffen regelmäßig einstufen, waren bzw. sind weiterhin vier bullisch, einer rät zu „Halten“. Und mit 24,18 Euro lag das durchschnittliche Kursziel für die VERBIO-Aktie am Tag dieser Bilanzvorlage in etwa auf dem da erreichten Aktienkurs. Doch seither ist viel passiert.

Jetzt sehen wir ein Szenario, das für VERBIO geradezu perfekt ist: Eine Verknappung von Kraftstoffen durch den Iran-Krieg. Damit wirkt eine Nachfragesteigerung nach Alternativen wie den Biokraftstoffen quasi gesichert. Dass die Aktie in den vergangenen knapp zwei Wochen erheblich zugelegt hat, ist also im Prinzip nachvollziehbar. Und das lief auch noch mit charttechnischem Rückenwind ab, denn:

VERBIO Aktie: Chart vom 12.03.2026, Kurs 34,52 Euro, Kürzel: VBK | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
VERBIO Aktie: Chart vom 12.03.2026, Kurs 34,52 Euro, Kürzel: VBK | Quelle: TWS

Wir sehen in diesem Chart auf Wochenbasis, dass der Kurs im vergangenen Oktober zuerst eine kleine und im Januar dieses Jahres dann eine große Untertassen-Wendeformation vollendet hatte. Das alleine ist charttechnisch tadellos, zumal es sich hier um eine auf der Zeitachse sehr lang gezogene Wende handelte. Perfekt war zudem, dass es zu einem Rücksetzer an die Nackenlinien-Zone der großen „Untertasse“ kam und diese sich als Support bewährte – ein trendbestätigender Pullback. Aber was danach passierte, war deutlich dynamischer … was grundsätzlich nicht überraschen konnte.

Expertenmeinung: Mit Beginn des Iran-Konflikts zog der VERBIO-Kurs in der vergangenen Woche zunächst noch eher verhalten an und lief an die nächste Widerstandslinie bei 29,93 Euro. In dieser Woche wurde diese Hürde mit immenser Dynamik überboten. Dadurch wäre der Kurs zwar jetzt markttechnisch heiß gelaufen, das immense Momentum der Aufwärtsbewegung könnte die Aktie aber grundsätzlich durchaus noch an, im Idealfall sogar über die nächste Charthürde bei 45,84 Euro tragen. Aber darauf zu setzen, wäre keineswegs ohne Risiko, denn hier gibt es viele offene Fragen:

Eine aus der derzeitigen geopolitischen Entwicklung ableitbare, nennenswerte Steigerung von Umsatz, Marge und Gewinn bei VERBIO setzt voraus, dass sich die problematische Situation bei der Kraftstoffversorgung eine längere Zeit hinzieht und VERBIO überdies auch die Produktionskapazität entsprechend schnell und deutlich hochfahren kann. Wie stark Letzteres machbar ist, weiß man nicht genau. Und zur ersten Frage gibt es erst recht keinen Fingerzeig, man weiß dahingehend schlicht gar nichts. Daher müsste man hier jederzeit mit scharfen Rücksetzern rechnen. Die nicht kommen müssen, aber können. Und da es hier um eine relativ marktenge Aktie geht, sollte man auf sukzessiv nachgezogene Stop-Loss-Absicherungen auf keinen Fall verzichten.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/VBK.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 05.01.2026 um 18:08 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

In den Corona-Jahren und nach Beginn des Ukraine-Krieges war die Aktie des Biokraftstoff-Herstellers VERBIO für viele ein „Top Pick“. Dann begann ein jahrelanger Abstieg … dem jetzt ein neuer Aufwärtstrend folgen könnte, denn die Vollendung einer „Untertasse“ scheint in Arbeit zu sein.

Als Treibstoffe im Zuge der Lieferengpässe nach den Corona-Lockdowns und nach Beginn des Ukraine-Konflikts knapper waren, konnte VERBIO als Hersteller von Biokraftstoffen deutlich steigende Umsätze und noch deutlicher steigende Gewinne verbuchen. Doch im Geschäftsjahr 2023/2024 begann der Umsatz zu sinken, der Gewinn pro Aktie rutschte spürbar ab … und in dem am 30.6. beendeten Geschäftsjahr 2024/2025 rutschte das Unternehmen sogar in die roten Zahlen.

Schuld war das absolut ausreichende Angebot an herkömmlichen Kraftstoffen, aufgeweichte Umweltvorlagen und, vor allem, die Einfuhr von Kraftstoffen aus dem Ausland, auf denen laut VERBIO zwar „Bio“ draufstand, aber nicht drin war. Doch für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 sieht VERBIO verbesserte Marktbedingungen, zugleich erwarten die Analysten im Schnitt eine Rückkehr in die Gewinnzone im laufenden und einen deutlichen Ausbau des Gewinns im darauffolgenden Geschäftsjahr. Das charttechnische Bild spiegelt diese Rückkehr des Optimismus wider:

Expertenmeinung: Die Aktie vollzieht, wie unser Chart auf Wochenbasis zeigt, eine breit angelegte Bodenbildung. In deren Verlauf wurde bereits eine kleinere Untertassen-Formation (engl. „rounding bottom“) vollendet, als die Aktie mit dem Beginn des vierten Quartals wieder Fahrt aufnahm. Die Nackenlinie dieser kleineren Formation im Bereich 13,05/13,40 Euro dient jetzt als Unterstützung, während sich der Kurs an der Vollendung der größeren „Untertasse“ versucht:

VERBIO Aktie: Wochenchart vom 05.01.2026, Kurs 22,62 Euro, Kürzel: VBK | Online Broker LYNX
VERBIO Aktie: Wochenchart vom 05.01.2026, Kurs 22,62 Euro, Kürzel: VBK | Quelle: TWS

Deren Nackenlinie, die es jetzt zu überwinden gälte, liegt im Bereich 22,85/23,36 Euro und basiert auf Zwischenhochs aus dem ersten Halbjahr 2024. Würde es gelingen, diese Hürde zu nehmen, wäre das ein äußerst bullisches Signal. Doch es wäre keines ohne Risiko, denn:

Der Kurs der Aktie hat sich seit Anfang Oktober glatt verdoppelt. Und das basiert bislang nur auf der von VERBIO kommunizierten Erwartung, dass sich das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr deutlich verbessern werde. Käme es so, stellt sich die Frage, wie viel dieser Verbesserung mit dieser Kursverdoppelung schon eingepreist ist. Und jede kleine Enttäuschung würde in einem solchen, auf Hoffnungen fußenden Szenario die mögliche Basis für einen „sudden death“ der Rallye bedeuten, zumal die Kursziel-Spanne der Analysten nur von 15 bis 18 Euro reicht. Die Aktie ist also bereits sehr weit vorausgelaufen. So potenziell bullisch dieses Chartbild auch daherkommt: Hier wäre Vorsicht geboten!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.