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Im März hatte sich der Kurs der VERBIO-Aktie beinahe verdoppelt, dann aber kamen deutliche Abgaben, die bislang in etwa die Hälfte der vorherigen Kursgewinne wieder eliminierten. Bleibt es bei einer Korrektur … oder könnte am Ende sogar die gesamte Rallye abverkauft werden?
Das sollte man gleich vorausschicken: Komplett ausgeschlossen wäre ein „Zurück auf Los“ grundsätzlich nicht. Aber es wäre nicht wahrscheinlich genug, um darauf gezielt setzen zu wollen. Denn wie es hier kurz- ebenso wie mittelfristig weitergeht, hängt von mehreren nicht vorhersagbaren Einflussfaktoren ab.
Da wäre allen voran natürlich der Ölpreis. VERBIOs Umsatz und Gewinnmarge sind entscheidend davon abhängig, ob hohe Ölpreise die Nachfrage nach den vom Unternehmen hergestellten Biokraftstoffen stützen oder nicht. Derzeit ist das unübersehbar der Fall, dementsprechend intensiv stürzte man sich am Aktienmarkt auf die Aktie, als der Rohölpreis und in dessen Schlepptau die Benzin- und Dieselpreise nach oben davonzogen. Aber ob sich der Ölpreis auf diesem hohen Niveau einpendelt, noch weiter steigt oder relativ bald auf die Niveaus vor Beginn des Iran-Krieges zurückkommt – das könnte derzeit niemand vorhersagen.
Darüber hinaus spielen politische Entscheidungen eine Rolle, denn ob und inwieweit Biokraftstoffe gefördert werden oder für die allgemeine Kraftstoffversorgung zugelassen werden, ist ein wichtiger Faktor. Und einer, der genauso einem unvorhersehbaren Wandel unterliegen kann wie die Preise der Rohstoffe, aus denen VERBIO seine Kraftstoffe gewinnt, wie z. B. Rapsöl oder Mais.
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Expertenmeinung: Dadurch wird schnell klar, dass die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Unternehmens grundsätzlich volatil ist und das auch bleiben wird. Was auch bedeutet: Selbst, wenn die Nachfragesituation eine einigermaßen klare Prognose für die kommenden ein, zwei Quartale erlauben sollte, wäre doch alles, was darüber hinausgeht, offen. Daher sind auch Bewertungen über das Kurs-/Gewinn-Verhältnis Momentaufnahmen, schließlich bewegen sich beide Werte, der Gewinn pro Aktie und der Kurs, stetig. Und das wiederum bedeutet:
Es wäre nicht einmal seriös feststellbar, ob dieser extreme Anstieg im März tatsächlich zu einer Blase, sprich einer irrationalen Überbewertung, geführt hat. Käme es zu mittelfristig auf dem derzeitigen Niveau bleibenden Kraftstoffpreisen und/oder würden diese sogar noch weiter steigen, wäre es vermutlich keine. Würden die Spritpreise schnell wieder zurückkommen, war es, im Nachhinein, eine. Wie ließe es sich in dieser Gemengelage als Anleger angehen?
Die einzig probate Lösung über einen ganz langfristigen Ansatz hinaus, bei dem es einem rein um das Geschäftsmodell und seine langfristige Perspektive geht, ist die konsequente Ausrichtung an der Charttechnik. Und da hieße es jetzt in der Tat, aufzupassen, denn:
Der VERBIO-Kurs hat nach dem ersten, scharfen Korrekturimpuls Anfang April eine volatile Seitwärtsbewegung etabliert, deren untere Begrenzungszone im Bereich 34,00/34,66 Euro liegt. Sollte diese Supportzone fallen, wäre der Weg an die mittelfristige Aufwärtstrendlinie bei derzeit 28 Euro aus rein charttechnischer Sicht frei. Unter diesen momentan wieder angesteuerten Unterstützungsbereich einen Stoppkurs zu legen, wäre also allemal zu überlegen, sofern man hier investiert ist.

Auf der Oberseite wäre diese Seitwärtsspanne mit Schlusskursen über 41,64 Euro überboten. In diesem Fall zuzukaufen oder sogar erst neu einzusteigen, wäre aber mit einem erhöhten Risiko verbunden. Denn rein von der Bewertung her hat man bei VERBIO schon eine ganze Menge an Wachstum vorweggenommen, das sich, siehe oben, zwar einstellen könnte, aber keineswegs muss!
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