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Thales Aktie Prognose Thales: Aufrüstung, Cybersecurity und digitale Souveränität

News: Aktuelle Analyse der Thales Aktie

In diesem Artikel
Thales
ISIN: FR0000121329
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Ticker: HO --- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Thales Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Peter Lynch war überzeugt, dass interessante Investmentideen oft direkt vor unserer Nase liegen. Gute Aktien entdeckt man oft nicht am Schreibtisch, sondern im Alltag.

Ein Unternehmen, das im Alltag immer präsenter wird

Man sollte immer ein offenes Auge haben, das wusste schon Peter Lynch. Sein Anlagestil beruhte maßgeblich darauf, seine Umwelt zu beobachten.
Ist ein Laden in einem Shoppingcenter immer überfüllt? Expandiert ein Unternehmen ständig? Sie oder Ihre Lieben sind von einem Produkt begeistert?

Jeder beobachtet im Alltag solche Vorgänge, doch die wenigsten werden darüber nachdenken, ob man hier auf ein mögliches Investment gestoßen ist. Sie unterscheiden sich hier von der breiten Masse, sonst würden Sie diese Analyse nicht lesen.

Man könnte zahllose weitere Beispiele nennen und die ganz großen Trends sind vollkommen offensichtlich. Denken Sie nur an ihr eigenes Verhalten. Nutzen Sie ständig Google, Amazon oder Visa? Verschenken Sie an Ostern jedes Mal wieder Lindt-Schokolade? Haben Sie das auch schon vor zehn Jahren getan? Wo stand diese Aktie damals und wo heute?

Ich denke quasi unentwegt in diesen Mustern und in diesem Zusammenhang ist mir Thales in den letzten Jahren immer wieder aufgefallen.
Angefangen mit dem Bau der Niederlassungen in Ditzingen, Nähe Stuttgart. Auf einem rund 50.000 m² großen Grundstück entstand das moderne Headquarter für ca. 1.800 Beschäftigte.

Wie Thales die digitale Souveränität Europas stärkt

Seitdem hat das Unternehmen am Standort massiv in die Erweiterung der Fertigungs- und Instandhaltungskapazitäten investiert – unter anderem aufgrund eines anhaltenden Auftragsbooms in der Verteidigungsindustrie (unter anderem durch Großaufträge der Bundeswehr für modernste optoptronische Sicht- und Nachtsichttechnologie).

Darüber hinaus erfolgt in Kooperation mit Google der Aufbau einer „Sovereign Cloud“. Thales treibt dieses strategische Großprojekt voran, um eine neue, von den USA unabhängig operierende Daten-Cloud-Infrastruktur für den deutschen Markt aufzubauen.
Das Projekt wird maßgeblich von der deutschen Thales-Rüstungs- und Cybersicherheitssparte in Ditzingen gesteuert, um behördliche Anforderungen und höchste Sicherheitsstandards zu erfüllen.

Im Zuge dieser Kooperation wird seit kurzer Zeit ein maßgeschneiderter Cloud-Dienst für deutsche Behörden angeboten. Damit reagiert das Unternehmen auf das Bestreben der Europäischen Union, die Abhängigkeit von außereuropäischen Cloud-Anbietern drastisch zu verringern.

Während die technologische Basis vom US-Konzern Google Cloud stammt, behält Thales das alleinige Eigentum und die volle Kontrolle über die dedizierte Infrastruktur. Das Betriebsmodell erfüllt sämtliche gesetzlichen Anforderungen an die digitale Souveränität in Deutschland.
Das Betriebsmodell ist mit dem französischen Cloud-Dienst S3NS von Thales identisch.

Ein Technologiekonzern mit außergewöhnlicher Breite

Und natürlich landet Thales auch immer wieder auf meinem Schreibtisch, wenn ich mich mit Unternehmen aus dem Luft- und Raumfahrtsektor beschäftige.

Thales ist einer der weltweit führenden Technologiekonzerne für Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Cybersicherheit. Das französische Unternehmen entwickelt unter anderem Radarsysteme, militärische Kommunikationstechnik, Luftverteidigungssysteme, Avionik, Satelliten, digitale Identitätslösungen und Verschlüsselungstechnologien.

Besonders bemerkenswert ist die außergewöhnliche Breite des Geschäftsmodells. Thales ist in nahezu allen sicherheitskritischen Bereichen vertreten und profitiert von langfristigen Trends wie steigenden Verteidigungsausgaben, der Digitalisierung staatlicher Infrastruktur sowie dem wachsenden Bedarf an Cybersicherheit.

Ein großer Teil der Umsätze stammt aus mehrjährigen Regierungsaufträgen und langfristigen Serviceverträgen, was dem Unternehmen eine hohe Planungssicherheit verschafft.

Hinzu kommt ein außergewöhnlich hoher Auftragsbestand von mehr als 50 Milliarden Euro, der die Produktion über Jahre auslastet und für eine gute Vorhersehbarkeit sorgt.

Gleichzeitig profitiert Thales von hohen Markteintrittsbarrieren. Die Entwicklung sicherheitskritischer Systeme erfordert jahrzehntelange Erfahrung, umfangreiche Zertifizierungen und enge Beziehungen zu Regierungen und Streitkräften.
Dadurch ist der Wettbewerb in vielen Bereichen begrenzt, was dem Unternehmen eine starke Marktposition und eine hohe Preissetzungsmacht verleiht.

Auftragsboom treibt das Wachstum an

In diesem Umfeld sticht Thales nach wie vor positiv heraus. Im Branchenvergleich ist die Bewertung mit einem KGVe von 26,5 eher niedrig.

Im ersten Halbjahr konnte Thales den Umsatz um 7 % auf 10,9 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert, wodurch das bereinigte EBIT um 11,4 % geklettert ist.
Das Nettoergebnis verbesserte sich sogar um 13 % auf 990 Mio. Euro. Der freie Cashflow lag bei 1,87 Mrd. Euro.

Besonders erfreulich hat sich der Auftragseingang entwickelt, der um 22 % auf 12,5 Mrd. Euro gestiegen ist.
Dadurch ist der Auftragsbestand auf 52,4 Mrd. Euro gestiegen.

Den Konsensschätzungen zufolge dürfte Thales im laufenden Geschäftsjahr einen Gewinnsprung um 11 % auf 8,90 Euro je Aktie erzielen und wird demnach mit einem KGVe von 26,5 bewertet.
Da der gemeldete Gewinn jedoch systematisch unter dem freien Cashflow liegt, stellt sich die Frage, ob der Gewinn die beste Kennzahl zur Bewertung ist. Der forward P/FCF dürfte in diesem Jahr bei 20,1 liegen.

Thales Aktie: Chart vom 27.07.2026, Kurs: 236,40 EUR – Kürzel: HO | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Thales Aktie: Chart vom 27.07.2026, Kurs: 236,40 EUR – Kürzel: HO | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Anstieg über das Widerstandsband bei 242 Euro, könnte das einen erneuten Anlauf in Richtung Allzeithoch auslösen.
Darüber ergibt sich ein extrapoliertes Kursziel bei 300 Euro.

Fällt die Aktie hingegen unter das bisherige Jahrestief, muss mit einem Abverkauf in Richtung 200 Euro gerechnet werden.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.07.2026 um 15:31 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Mehr als 13.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

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