Teslas Bewertung ist astronomisch hoch. Das bedeutet, dass das Unternehmen, wenn es um Wachstumspotenzial geht, liefern muss. Doch die Präsentation des neuen „Cybercabs“ am Donnerstagabend wurde zu einer Enttäuschung. Eine, die im Chartbild Spuren hinterließ.
Statt einer Super-Show gab es bei der Präsentation zum Start des fahrerlosen „Cybercab“-Taxis in Austin, Texas, nur eine 15-minütige Vorführung, bei der Elon Musk gar nicht erschien und die so manche Frage offenließ. Nur 45 dieser Cybercabs sind aktuell registriert, zu wenig, um für die Unternehmensgewinne bereits eine Rolle zu spielen, zumal man nicht erfuhr, wann die regulären Fahrten beginnen sollen; Preise wurden ebenfalls keine genannt.
Hinzu kommt, dass die US-Verkehrssicherheitsbehörde eine Prüfung der insgesamt knapp 1.000 autonomen Tesla-Fahrzeuge in den USA einleitet, weil offenbar jetzt erst die Frage in den Raum gestellt wird, ob die Fahrzeuge wirklich alle nötigen Sicherheitsstandards für den öffentlichen Straßenverkehr erfüllen.
Das zusammengenommen war definitiv nicht der große Wurf, den sich das bullische Lager von dieser Präsentation in Austin erhofft hatte. Immerhin war dieser Termin mit entscheidend dafür, dass sich die Aktie nach dem kräftigen Abverkauf als Reaktion auf enttäuschende Quartalszahlen im Juli wieder auf den Kurslevel vor der Bilanz erholt hatte. Und der Kurs reagierte entsprechend:
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Expertenmeinung: Tesla startete bereits mit einer Abwärts-Kurslücke und verlor im Handelsverlauf weiter, bis am Ende ein Minus von knapp sechs Prozent zusammenkam. Die Größe dieses Abschlags an sich ist aber weniger das Problem als der Umstand, wo der Kurs dadurch abdrehte. Sehen wir uns den Chart an:

Die Aktie hatte gerade am Vortag im Vorgriff auf den vorgenannten, dann aber ausgebliebenen „großen Wurf“ die Kurslücke aus dem Juli geschlossen. Wäre sie weiter gestiegen, hätte man die Chance gehabt, mit Closings über 420 US-Dollar die 200-Tage-Linie und die beiden mittelfristigen Abwärtstrendlinien zu überwinden und den bullischen Status auf kurzfristiger Ebene in einen auf mittelfristiger Basis zu befördern. Aber es kam eben anders.
So entstand mit der grünen Kerze des Vortags, die mit einer Aufwärts-Kurslücke zustande gekommen war, und der wiederum mit einer Kurslücke entstandenen roten Kerze des Freitags ein „Island Reversal“ (Insel-Umkehr), ein grundsätzlich für sich genommen schon sehr negatives Signal. Hinzu kommt, dass der Tesla-Kurs dadurch wieder unter der Widerstandszone 364,02/368,60 US-Dollar schloss, die am Vortag überboten wurde.
Was jetzt noch als letzter Halt bliebe, ist die zwar angelaufene, aber noch nicht durchbrochene Juli-Aufwärtstrendlinie. Sollte die halten und das letzte Zwischenhoch (d. h. das Tageshoch des Donnerstags bei 384,04 US-Dollar) überwunden werden, wären die Bullen wieder im Spiel. Fällt diese jetzt im Feuer stehende Linie aber, wäre ein zügiger Abstieg des Kurses zumindest keine Überraschung, immerhin entpuppte sich das Hauptmotiv, um die Aktie in den letzten Wochen wieder nach oben zu ziehen, am Donnerstagabend als Enttäuschung.
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.09.2026 um 22:32 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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